Beitragvon Thomas Rosanski » 30. Oktober 2006, 21:19
Andrea schrieb:
> Das mit der Endabrechnung hört sich aber ein bisserl danach
> an, als ob man vor der Endabrechnung eben nicht genau weiß,
> wer jetzt vorne liegt.
Es gibt am Spielende drei Wertungen:
[b]1. Produktionsgedbäude[/b]
Auf dem Spielplan ist rechts unten eine Preistabelle. Auf dieser Preistabelle werden die Produktionsgebäude gebaut (Holzmarker in Spielerfarbe). Man sieht anhand der Holzmarker jederzeit, wer bereits welche Produktionsgebäude gebaut hat und wie viel Siegpunkte diese zur Zeit wert sind (die Wertigkeit kann im Laufe des Spiels nur noch steigen).
[b]2. Präsenz in den Herzogtümern[/b]
Der Spielplan ist durch die Flüsse in drei Gebiete geteilt. Jeder Spieler bekommt nur Punkte für das Gebiet, in dem er am wenigsten Handelsposten (Holzhäuser in Spielerfarbe) gebaut hat. Die Punkte lassen sich jederzeit im Spiel leicht ermitteln, indem man die Anzahl der Häuser in einem Gebiet mit 3 (bzw. 4) multipliziert. (Die Punkte für die Handelsposten können im Laufe des Spiels nur steigen, und zwar dann, wenn der Spieler in dem Herzogtum einen Handelsposten baut, in dem er bisher am wenigsten Handelsposten besitzt).
[b]3. Hauptstraße[/b]
Durch den Spielplan verläuft eine deutlich sichtbare Hauptstraße. Es ist jederzeit im Spiel möglich, herauszufinden, wer gerade die meisten und wer die wenigsten Handelsposten auf der Hauptstraße besitzt. Da man 5 Plus- bzw. Minuspunkte bekommt, wenn man die meisten bzw. wenigsten Handelsposten auf der Hauptstraße besitzt, kann sich diese Wertung für einen Spieler im Laufe des Spiels sowohl verbessern als auch verschlechtern.
Wenn man unbedingt grübeln will, kann man daher vor jedem seiner eigenen Züge die Punkte, die die Spieler nach aktuellem Stand bei der Endabrechnung erhalten würden, abschätzen (oder sogar genau ausrechnen).
Ach ja, und dann kommt zu den oben genannten natürlich noch das [bb]4. Geld [/b], welches man während des Spiels eingenommen hat, dazu. Das ist das einzige, was man nicht einfach überblicken kann. (Klar, wer gerne "Memory" spielt, kann sich alle Geldausgaben und -einnahmen der Spieler merken). Aber eine gewisse Tendenz, wer öfters viel Geld einnimmt, "fühlt" man auch so.
Aber etwas sehr wichtiges bei Hermagor ist es, beim Kauf auf dem öffentlichen Markt (also beim Erwerb der Produktplättchen) abzuschätzen, welche Plättchen die Mitspieler interessieren könnten, und das ist m.E. normalerweise unabhängig davon, wie gut sie bisher abgeschnitten haben.
> Was schad wär.
Warum? Spiel Hermagor doch einfach einmal, vielleicht merkst du dann, dass du beim öffentlichen Marktes auch ohne genauer Kenntnis der Geldverteilung schon genügend verzwickte Entscheidungsaspekte berücksichtigen musst. Gerade der Mechanismus beim öffentlichen Markt macht das Spiel m.E. so interessant.