Anzeige

Salamanca - immer besser

Das ehemalige spielbox-Spielerforum
Benutzeravatar
Dieter Niehoff

Salamanca - immer besser

Beitragvon Dieter Niehoff » 15. Januar 2007, 14:51

Am letzten Wochenende kam erneut SALAMANCA in einer Viererrunde (erfahrene Spieler) auf den Tisch. Und wie schon bei der vorletzten Partie, hat mich Stefan Dorras Spiel erneut positiv überrascht: Die Sonderfunktionen der Karten 1-4 und 6 sind doch interessant einsetzbar. Insbesondere die 6 ist zum Ende hin gewaltig wichtig. Der Umgang mit dem 3. (also letztem) der eigenen Marker will stets wohlüberlegt sein. Besser zügig einen Verkauf wagen, damit man stets einen dritten Markierer wieder kostenlos auf ein neues Gebäude einsetzen kann. U. a. m. ...

... Vielleicht gehört SALAMANCA zu der Gruppe von Spielen, die uns Vielspielern oft verborgen bleiben. Ich neige dazu, eher was anderes zu probieren, anstatt anfangs Mittelprächtigem eine neue Chance zu geben.

Jedenfalls: Zoch und Autor ein klares Dankeschön für eines der angenehmsten Spiele der letzten Zeit.:smile:

Ich kann mir nunmehr vorstellen, dass das Spiel auch zu zweit gut sein wird, oder?

Welche neuen Spiele der letzten Monate (seit Essen) haben für Euch nach einigen Partien stetig an Reiz gewonnen?

Dieter Niehoff

Benutzeravatar
Tom

Re: Salamanca - immer besser

Beitragvon Tom » 15. Januar 2007, 15:40

Hallo Dieter,

uns ging es mit "Project Skyline" ähnlich.
Das Spiel hat uns von Partie zu Partie besser gefallen.
Es bleibt zwar glücksbetont - aber die Mischung und das "Monopoly-Feelin" gepaart mit einer angemessenen Spielzeit gefällt uns super.

Ein Spiel das ich mir ohne dieses Forum nicht angesehen und gespielt hätte (die Aufmachung finde ich immer noch unpassend und schrecklich).

Gruß

Tom (der mit Salamanca gar nichts anfangen kann - für mich eine der Enttäuschungen aus Essen)

Benutzeravatar
ferdinand köther

Re: Salamanca - immer besser

Beitragvon ferdinand köther » 15. Januar 2007, 21:49

Hi Dieter,

mit dem stetigen Reizgewinn ist das so'ne Sache, da noch zu vieles auf erste Reizprüfung wartet - mir steht das Salamanca Vergnügen (hoffentlich wird's ein solches) z. B. noch bevor.

Und normalerweise beteilige ich mich nicht an solchen Diskussionen nach dem Motto "dies gefällt mir, was gefällt euch" (nicht böse gemeint, das soll jeder halten, wie er will), da ich sie für wenig bis gar nicht aussagekräftig halte - siehe Tom, dem Salamanca nicht gefällt. Was sagt mir das? Gar nix, es gibt immer Leute, denen Spiel XYA gefällt, und Leute, denen es nicht gefällt. Das sagt mir gar nichts, erst wenn ich's selbst gespielt habe, weiß ich, ob's mir gefällt. Das werde ich bei Salamanca noch feststellen.

Egal, lieber Dieter, ich will das hier nicht breit treten, diese ewig fruchtlose Diskussion gab's schon in diesem Forum, und auch nichts gegen deine "Meinungsumfrage" sagen, sie im Gegenteil als Trittbrettfahrer nutzen, um einen meiner derzeitigen Lieblinge aufs Tapet zu bringen (wenig bis gar nicht aussagekräftig), der hier eher selten erwähnt wurde, wenn ich nicht irre: Graenaland ist ein ganz ausgezeichnetes Spiel (neben manchen anderen wie Hermagor, Hameln, Factory Fun - noch so'n "Underdog" - und und ... und mit Sicherheit Through the Ages, wenn ich's erst mal gespielt habe ...).

Finde ich, fnden bisher auch alle Mitspeiler, jeder Leser dieser Zeilen mag daraus seine eigenen Schlüsse ziehen - ob er's auch so klasse findet wie ich kann er nur durch eigenes Urteil herausfinden.

Huch, so viel wollte ich gar nicht schreiben, sondern nur sagen, daß Gaenaland ganz toll ist, imho.

:-) Ferd

Benutzeravatar
Dieter Niehoff

Re: Salamanca - immer besser

Beitragvon Dieter Niehoff » 16. Januar 2007, 07:36

ferdinand köther schrieb:
>
> Huch, so viel wollte ich gar nicht schreiben, sondern nur
> sagen, daß Gaenaland ganz toll ist, imho.

Auch mich hatte das Spiel in den ersten Partien (zu dritt und zu viert) durchaus positiv gepackt. Dann folgte zuletzt eine Partie in Höchstbesetzung ... und die Begeisterung sackte ab. Alles zog sich in die Länge. Warum darf z. B. wirklich nur der Zugspieler bauen? Da muss man vier Runden lang die Hand voll mit allem Rohstoffen sammeln, kann dann als Zugspieler noch mal in der Auslage zuschlagen, kann durch ein, zwei Gebäude noch ein, zweimal tauschen, sortiert das ganze Zeug hin und her, dann wieder von dort nach da um auf jeden Fall das Optimum im Bau zu erreichen. Denn schließlich ist man erst in fünf Runden (gefühlte 15 Minuten) wieder an der Reihe. Und dieser Einsatzn von nicht selten 8 bis 10 Rohstoffen benötigt seine Zeit. Will sagen: Mir ist sowas dann schnell eine echte Mühsal. Warum eigentlich soll nicht jeder dann bauen dürfen, wenn er möchte? Könnten wir in unserer Runde eigentlich mal probieren ...

Dieter

Benutzeravatar
freak
Kennerspieler
Beiträge: 1105

Re: Salamanca - immer besser

Beitragvon freak » 16. Januar 2007, 09:03

Hallo Dieter,

in der Regel gibt es eine "Option" für 5 Spieler (wir waren uns nicht sicher, ob die auch schon in der ersten Auflage enthalten ist).

Der Hauptspieler kann anstatt dem gemeinsamen Bau eines öffentlichen Gebäudes einen Spieler auswählen, der außer ihm in dieser Runde noch bauen darf (wird in der Regel schon ausführlicher behandelt).
Dies soll das Spiel beschleunigen.

Das Problem, was ich hier sehe (und was bei uns auch genauso dann geschehen ist), liegt darin, warum sollte der Hauptspieler das machen? Im Endeffekt schadet er sich ja selbst. Außer der andere Spieler würde alleine ein öff. Gebäude bauen, dass beiden nützt.

Ebenso war es bei uns so, dass neben dem Sieger alle in der gleichen Runde fertig geworden wären, was irgendwie unbefriedigend ist. Zumindest in der Grundversion.

Den Vorschlag, dass alle bauen können, ist mE nach nicht so doll, weil der Hauptspieler ja bei der Verteilung der Ressourcen keinen Vorschlag machen kann.
Das wäre ja nicht so schön. Und irgendwie ist das ja der eigene Schlüsselmechanismus des Spiels.

Vielleicht wäre eine Möglichkeit, sich das Baurecht zu erkaufen, in dem man mehr Baustoffe abgeben muss?

Ansonsten geb ich dir Recht, zu dritt oder viert spielt es sich besser. Bei 5 Spielern zieht es sich schon sehr.

Viele Grüße
freak

Benutzeravatar
Dieter Niehoff

Re: Salamanca - immer besser

Beitragvon Dieter Niehoff » 16. Januar 2007, 10:54

freak schrieb:
>
> Hallo Dieter,
>
> in der Regel gibt es eine "Option" für 5 Spieler (wir waren
> uns nicht sicher, ob die auch schon in der ersten Auflage
> enthalten ist).
>

Stimmt.
Aber sie wirkte in unserer Partie überhaupt nicht..

. >
> Ebenso war es bei uns so, dass neben dem Sieger alle in der
> gleichen Runde fertig geworden wären, was irgendwie
> unbefriedigend ist. Zumindest in der Grundversion.
>
> Den Vorschlag, dass alle bauen können, ist mE nach nicht so
> doll, weil der Hauptspieler ja bei der Verteilung der
> Ressourcen keinen Vorschlag machen kann.
> Das wäre ja nicht so schön. Und irgendwie ist das ja der
> eigene Schlüsselmechanismus des Spiels.
>

Stimmt. Dann kann es ja auch sein, dass dieser "Schlüsselmechanismus" eben nicht ganz so phantastisch ist ...

> Vielleicht wäre eine Möglichkeit, sich das Baurecht zu
> erkaufen, in dem man mehr Baustoffe abgeben muss?
>

Gute Idee. Wir werden es probieren.

> Ansonsten geb ich dir Recht, zu dritt oder viert spielt es
> sich besser. Bei 5 Spielern zieht es sich schon sehr.

Stimm. Aber die Verteilung der Rohstoffe unter den "Anwohnern" findet häufiger statt. Und diese ist m. E. ebenfalls ein "Schlüsselmechanismus" (der uns ziemlich erfruet).


Viele Grüße
Dieter Niehoff

Benutzeravatar
freak
Kennerspieler
Beiträge: 1105

Okay, jetzt geht es mehr um Graenaland

Beitragvon freak » 16. Januar 2007, 11:10

Hallo Dieter,

> > in der Regel gibt es eine "Option" für 5 Spieler (wir waren
> > uns nicht sicher, ob die auch schon in der ersten Auflage
> > enthalten ist).
> >
>
> Stimmt.
> Aber sie wirkte in unserer Partie überhaupt nicht..

genauso ging es uns! :)

>
> > Den Vorschlag, dass alle bauen können, ist mE nach nicht so
> > doll, weil der Hauptspieler ja bei der Verteilung der
> > Ressourcen keinen Vorschlag machen kann.
> > Das wäre ja nicht so schön. Und irgendwie ist das ja der
> > eigene Schlüsselmechanismus des Spiels.
> >
>
> Stimmt. Dann kann es ja auch sein, dass dieser
> "Schlüsselmechanismus" eben nicht ganz so phantastisch ist ...

Irgendwie ist er schon sehr interessant, aber er zieht das Spiel halt in die Länge. Zumal bei 4 Verteilungen meistens dann jeder in der Lage ist zu bauen.
Da sind wir konform.

>
> > Vielleicht wäre eine Möglichkeit, sich das Baurecht zu
> > erkaufen, in dem man mehr Baustoffe abgeben muss?
> >
>
> Gute Idee. Wir werden es probieren.

Teil dann doch mal bitte die Erfahrungen mit, ich werde es auch in der nächsten Runde anregen. Fragt sich nur, wieviel man zahlen muss. Eine Abhängigkeit zum Hauptspieler schaffen (also abhängig, wann man selbst Hauptspieler wäre)....


>
> > Ansonsten geb ich dir Recht, zu dritt oder viert spielt es
> > sich besser. Bei 5 Spielern zieht es sich schon sehr.
>
> Stimm. Aber die Verteilung der Rohstoffe unter den
> "Anwohnern" findet häufiger statt. Und diese ist m. E.
> ebenfalls ein "Schlüsselmechanismus" (der uns ziemlich
> erfruet).
>
Ja der kommt bei uns auch sehr gut an (und verkürzt das Spiel wieder, weil es keine ewigen Verhandlungen gibt).

Insgesamt ein wirklich gelungenes Spiel, vielleicht kann man es ja noch ein wenig optimieren (für meinen Geschmack, sicherlich sind viele mit dem Spiel so wie es ist, sehr zufrieden)

> Viele Grüße
> Dieter Niehoff

Viele grüße
freak, der aber auch Salamanca gelungen findet

Benutzeravatar
ferdinand köther

Re: Okay, jetzt geht es mehr um Graenaland

Beitragvon ferdinand köther » 17. Januar 2007, 00:01

Ich bin, mit gaaaaanz wenigen Ausnahmen, kein Freund von "Hausregeln", finde diese sogar im Gegenteil meist völlig überflüssig und unangebracht. Wenn mir ein Spiel nicht gefällt, gefällt's mir nicht, ich schreibe auch kene Seiten eines Buches neu, wenn mir da was nicht gefällt. Es gibt viele andere Bücher, und viele andere Spiele ...

Bei Gaenaland ist ja z. B. gerade eines der interessanten und besonderen Elemente, daß nur der Startspieler bauen kann, die anderen sich einige Runden lang vollsaugen können, oder auch nicht, je nach Mehrheitslage, und es dann spannend wird, wer als erster so voll ist, daß er Sieger wird. Wenn man das ändert, wird G zu einem netten, aber nicht sonderlich aufregenden Entwicklungsspiel wie so viele andere auch.
Meine "Hausregel", wenn schon, denn schon, bei G ist, daß das Spiel nach dem Sieg eines Spielers beendet ist, die anschließende Baurunde zur Ermittlung der Plätze ist witzlos und ersatzlos gestrichen.

Grüne Grüße
:-) Ferdi


Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 32 Gäste