Beitragvon Volker Hesselmann » 16. Mai 2007, 17:22
Hallo Michael,
danke für Euer Interesse an Stonehenge.
Es ist schon spannend zu sehen, was bei wem wie gut ankommt.
Das Versteigerungsspiel von Ernest kommt meistens ziemlich gut weg und durch den Einsatz der Trilith-Karten ist auch der Glücksanteil in meinen Augen nicht übertrieben groß. Bei Euch ist die Partie wohl einfach nicht gut gelaufen.
Das Bluffspiel von Garfield beherbergt dagegen ein riesiges Frustpotential, da man von vorne bis hinten gnadenlos Scheitern kann, während die anderen einen Erfolg nach dem anderen einsacken. Das war bei Euch wohl nicht der Fall oder ihr habt keine Nöhler in Euren Reihen.
Die "inoffizielle" Version, die wir getestet haben und die Du suchst ist übrigens deswegen noch nicht online, weil sie noch nicht ganz fertig war. Wir haben Herne als letzten Testlauf benutzt und sind nun sehr zufrieden damit. Sie ist nun fertig und wird in dem Moment online gestellt, wo das Spiel ausgeliefert wird. Wenn Du mir eine Mail schickst, schicke ich Sie Dir gerne gesondert zu – gerne signiert – die Regel ist nämlich von mir ;-).
Als ich aus Herne zurückgekommen bin hatte ich auch eine Mail im Postkasten mit den nächsten drei Spielregeln namenhafter Autoren – darunter der erste bekannte deutsche Autor – die zusammen mit einer Erweiterung mit Spielmaterial für den sechsten und vielleicht siebten Spieler im Herbst erscheinen sollen. Ich persönlich kenne damit nun 11 fertige Spiele und weiß von 3 weiteren, die in der Entwicklung sind. Bisher würde ich alle als sehr verschieden beschreiben, was mich offen gestanden selber erstaunt.
Zu dem Material muss ich noch eine Lanze brechen. Sicher hätten wir auch die "Siedler-Straßen" und "Malefiz-Blockadesteine" und "Holzpöppel" nehmen können. Stattdessen haben wir nun extra modellierte Plastik Steine, die eine etwas verwittert und eingekerbte Oberfläche zeigen sollen (siehe auch: http://www.boardgamegeek.com/image/212196).
Ich finde, dass diese Steine sehr gut gelungen sind und mehr Atmosphäre aufbauen als dies die üblichen Holzsteine könnten. Diese Art von Oberfläche ist mit Holz meines Wissens nicht zu erzielen.
Stonehenge hat durch das Konzept die Problematik, dass durch die vielen verschiedenen Spiele die Steine verschiedene Rollen übernehmen müssen und dadurch alles zwangsläufig ein wenig Abstrakt daher kommt. Deswegen ist es wichtig den Steinen so viel Flair wie möglich zu verpassen und das haben wir auf diese Art versucht.
Anderen Spiele haben es aber hier sicher einfacher als unser Stonehenge, denn die Spielsteine dort haben in der Regel ja nur eine Funktion und sind deswegen optisch auch aus Holz besser zu gestalten, weil man ihn die passende Form geben kann (Häuschen, Kamel, Wikingerhelm etc…).
Soviel von hier.
Schöne Grüße,
Volker