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Snow Tails: Wer einmal führt, ist kaum noch einzuholen?

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ravn

Snow Tails: Wer einmal führt, ist kaum noch einzuholen?

Beitragvon ravn » 22. Dezember 2008, 10:54

Hallo,

am Wochenende gab es eine weitere Partie Snow Tails in Vierer-Runde. Dabei zeigte sich das Phänomen, wer die erste Startposition hat und zudem noch gute = schnelle Karten für den ersten Sprint von der Startlinie weg, ist weit vorne, erstmal aus dem Gedränge der hinteren Plätze weg, hat somit ein einfacheres Rennen, kann die Kurven optimaler angehen und spielt um den Sieg mit.

Wie lief das bei Euren Partien? Ist das Anfangskartenglück dominant für den weiteren Spielablauf, oder gibt es halt Kartenhände, die einfach Schrott sind (zu viele niedrige Karten, wenn man hohe bräuchte)?

Die Bäume scheinen auch direkt kein Hindernis zu sein. Ok, man muss eine Dellenkarte nehmen, wird aber nicht ausgebremst und kann den Zug noch beenden. Ist oft effektiver, als wenn man umständlich einen einzelnen Baum umkurvt?

Oder liegt ein unrunder Spielablauf schlicht an der Streckenplanung? Also lieber konsequent erstmal an die Vorgaben aus den Regeln halten, bevor man eigene Strecken zusammentüftelt, die im Detail Probleme bereiten?

Bin auf Eure Meinungen gespannt, auch weil mich das Spiel weiterhin aufgrund seiner Einfachheit und doch verborgenen Spieltiefe (Umgang mit Kartenhand, Zusammspiel Hunde und Bremse, Bonusbewegung, ...) fasziniert.

Cu/Ralf

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stmountain
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Re: Snow Tails: Wer einmal führt, ist kaum noch einzuholen?

Beitragvon stmountain » 22. Dezember 2008, 11:02

ravn schrieb:

> Wie lief das bei Euren Partien? Ist das Anfangskartenglück
> dominant für den weiteren Spielablauf, oder gibt es halt
> Kartenhände, die einfach Schrott sind (zu viele niedrige
> Karten, wenn man hohe bräuchte)?

Gut, da Snow Tails ein vor allen taktisches Spiel ist, muss man halt damit leben. Es nützt aber meist nicht am Anfang gute Karten zu haben, denn die fehlen dann im weiteren Spielverlauf.

> Die Bäume scheinen auch direkt kein Hindernis zu sein. Ok,
> man muss eine Dellenkarte nehmen, wird aber nicht ausgebremst
> und kann den Zug noch beenden. Ist oft effektiver, als wenn
> man umständlich einen einzelnen Baum umkurvt?

Hier kommt es sehr stark auf den Streckenverlauf an, wenn nach dem Wald noch ein zwei Kurven kommen, dann riskiert man auch nicht so viel.

> Oder liegt ein unrunder Spielablauf schlicht an der
> Streckenplanung? Also lieber konsequent erstmal an die
> Vorgaben aus den Regeln halten, bevor man eigene Strecken
> zusammentüftelt, die im Detail Probleme bereiten?

Ich habe bisher nur die vorgegebenen Strecken gespielt, weil ich gerade damit rechne, dass bei eigenen Strecken die "Balance" ganz schnell abhanden kommt.


Gruß,
Christian

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Christian Hildenbrand

Re: Snow Tails: Wer einmal führt, ist kaum noch einzuholen?

Beitragvon Christian Hildenbrand » 22. Dezember 2008, 11:03

Hallo Ralf,

das kann ich aus meinen inzwischen einigen Partien SnowTails nciht zu bestätigen - auch wenn ich nach der ersten Partie den Eindruck hatte, dass dem so sein könnte.

Die Führungswechsel sind bei uns durchaus zahlreich, sowohl im Spiel zu zweit als auch bei voller Besetzung (wobei mir gerade auffällt, dass ich es nie zu 5t, aber oft zu 4t gespielt habe). Wichtig ist in unseren Augen inzwischen, dass man das Risiko nicht scheut, bis zum Ende des Kurses auch 2-3 Dellenkarten mitzunehmen, auch wenn das deutlich einschränkt. Doch gerade diese Risiken bringen einen dann doch wieder in einer bessere Schlagdistanz, wenn man vielleicht mal das eine Feld mehr über die Kurvenlinie fährt, oder wenn man auch mal in den Vordermann reinrauscht, um zu bremsen ... oder halt auch 1-2 Bäume mitnimmt, wenn es denn sein muss.

Als Verlierer stellten sich bei uns recht grundsätzlich die Spieler heraus, die das Risiko scheuten.

Verschneite Grüße,

Christian (wartet auf Wichtel-Post)

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Jürgen Polenz
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Beiträge: 193

Re: Snow Tails: Wer einmal führt, ist kaum noch einzuholen?

Beitragvon Jürgen Polenz » 22. Dezember 2008, 12:23

Hallo Ralf,

ich hab am Freitag meine erste Partie Snow Tails gespielt. Ich bin als letzter gestartet und habe gewonnen. Das lag aber nach meinem Gefühl eher daran, dass ich beim Nachziehen der Karten immer genau die Karte gezogen habe, die mir den optimalen nächsten Zug erlaubte.

Hat trotzdem Spaß gemacht (hab ja schließlich gewonnen).

Gruß
Jürgen

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Carsten Wesel | FAIRspielt.de

Re: Snow Tails: Wer einmal führt, ist kaum noch einzuholen?

Beitragvon Carsten Wesel | FAIRspielt.de » 22. Dezember 2008, 14:48

Christian Hildenbrand schrieb:
>
> Verschneite Grüße,
> Christian (wartet auf Wichtel-Post)

Wie? Habt ihr schon wieder einen Wichtel in der Post?

Gruß Carsten (der mit 2 Wichteln durchaus zufrieden ist und den Briefkasten zu lassen würde...)

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achim

Re: Snow Tails: Wer einmal führt, ist kaum noch einzuholen?

Beitragvon achim » 22. Dezember 2008, 15:57

Hallo,
wir haben am Wochenende "Snow Tails" gespielt. Ein Mitspieler ging dabei ziemlich schnell in Führung, und es sah tatsächlich so aus, als wäre er uneinholbar. Leider mußte er im Wald im ersten Streckenabschnitt zwei Dellenkarten nehmen. Durch Zugpech, mußte er gegen Ende des Parcours in den Schnee fahren, bekam noch eine Dellenkarte und im nächsten Zug noch eine und schied dann aus. Der Junge war danach ganz schön angefressen, kann ich Euch sagen. Ich sehe hier auch das Hauptproblem des Spieles: Wenn man in den Schnee fahren muss und hat u.U. schon Dellenkarten, dann kommt man häufig nicht mehr raus und scheidet daher aus.

Für noch nicht so erfahrene Spieler wäre folgende Regelvariante denkbar: man zählt Dellenkarten nicht zur "Hand" dazu, sondern zieht sie zusätzlich und legt sie vor sich ab. Wer drei oder vier Dellenkarten hat, scheidet aus. Dadurch wird das Kartenglück minimiert und wer jetzt immer noch ausscheidet ist einfach unfähig einen Schlitten zu steuern.

Gruß
achim

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stmountain
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Re: Snow Tails: Wer einmal führt, ist kaum noch einzuholen?

Beitragvon stmountain » 22. Dezember 2008, 16:18

Die Dellenkartenregelung macht das Spiel erst interessant und ist ein spielentscheidendes Element, also wäre ICH grundsätzlich gegen eine Hausregel.

Die benannte Spielsituation ist mir auch bekannt, aber das passiert den meisten nur ein zwei mal. Es liegt nicht immer am Kartenpech, bei Snow Tails muss man schon voraus planen, auch wenn das nur eingeschränkt möglich ist. Wenn man vor/in einer Kurve nur hohe Karten besitzt, dann muss ich halt versuchen alle hohen Karten auf einmal auszuspielen um neue Karten zu bekommen, auch wenn das Dellen mit sich zieht. Das Ausscheiden eines Spielers nur am Kartenglück festzumachen, ist bei Snow Tails fehl am Platz.

Gruß,
Christian

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achim

Re: Snow Tails: Wer einmal führt, ist kaum noch einzuholen?

Beitragvon achim » 22. Dezember 2008, 16:35

stmountain schrieb:
>
> Die Dellenkartenregelung macht das Spiel erst interessant und
> ist ein spielentscheidendes Element, also wäre ICH
> grundsätzlich gegen eine Hausregel.

Ich bin der gleichen Meinung!
Mein Hinweis auf eine Hausregel bezog sich nur auf Neulinge oder auch sehr unerfahrene Spieler.


> Die benannte Spielsituation ist mir auch bekannt, aber das
> passiert den meisten nur ein zwei mal. Es liegt nicht immer
> am Kartenpech, bei Snow Tails muss man schon voraus planen,
> auch wenn das nur eingeschränkt möglich ist.


Ich befürchte nur, dass das vielen "Ausscheidern" nicht mehrmals passiert, da für sie nach dem ersten Spiel gilt: "Flasche leer" und "Schluß jetzt"


> Das Ausscheiden eines Spielers nur am Kartenglück festzumachen,
> ist bei Snow Tails fehl am Platz.

Habe ich auch nicht so gemeint.
Ich zumindest bin bisher bei "Snow Tails" noch nie ausgeschieden. :grin:

Gruß
achim

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stmountain
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Re: Snow Tails: Wer einmal führt, ist kaum noch einzuholen?

Beitragvon stmountain » 22. Dezember 2008, 17:09

achim schrieb:
>
> stmountain schrieb:
> > Die benannte Spielsituation ist mir auch bekannt, aber das
> > passiert den meisten nur ein zwei mal. Es liegt nicht immer
> > am Kartenpech, bei Snow Tails muss man schon voraus planen,
> > auch wenn das nur eingeschränkt möglich ist.
>
>
> Ich befürchte nur, dass das vielen "Ausscheidern" nicht
> mehrmals passiert, da für sie nach dem ersten Spiel gilt:
> "Flasche leer" und "Schluß jetzt"

Wir haben erst gestern mit Neulingen gespielt, auch etwas älteren Kalibers. An brenzlichen Stellen haben wir fast alle Tipps und Vorschläge gegeben, da man in diesem vermeintlich einfachen Spiel doch auch ganz schön was falsch machen kann.

Gruß,
Christian

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Volker L.

Re: Snow Tails: Wer einmal führt, ist kaum noch einzuholen?

Beitragvon Volker L. » 22. Dezember 2008, 18:30

Christian Hildenbrand schrieb:
>
> Die Führungswechsel sind bei uns durchaus zahlreich,

(...)

> Als Verlierer stellten sich bei uns recht grundsätzlich die
> Spieler heraus, die das Risiko scheuten.

Ersteres kann ich mit der massiven Erfahrung einer Partie :-))
bestätigen, letzteres nicht.
Ich habe es vor ein paar Wochen bei Peer gespielt (zu
fünft wenn ich mich nicht irre), und außer für Peer war
es für jeden absolut neu.
Wir hatten mehrere Führungswechsel, erst auf dem letzten
Drittel der Strecke konnten sich 2 vom Rest des Feldes
absetzen, wobei ich gegenüber dem Führenden noch
aufgeholt habe und mit hauchdünnem Rückstand als zweiter
ins Ziel kam (wäre es eine Runde länger gegangen, hätte
ich vermutlich gewonnen).
Ich war der einzige, der überhaupt keine Delle hatte,
während die hinter mir schon ordentlich gesammelt hatten. :-)

Meine Starthand war sogar eher schlecht, nachgezogen habe
ich ordentlich (d.h., ich habe selten genau das gezogen,
was ich dringend haben wollte, aber meist etwas, womit
ich zumindest eine sinnvolle wenngleich nicht optimale
Aktion machen konnte.

Ob es noch weitere Partien geben wird, kann ich noch nicht
sagen, da ich das Spiel insgesamt mäßig gut finde - ich
würde es mitspielen, wenn andere wollen, es aber nicht
selber vorschlagen.

Gruß, Volker

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Attila
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Re: Snow Tails: Wer einmal führt, ist kaum noch einzuholen?

Beitragvon Attila » 22. Dezember 2008, 20:02

ravn schrieb:

> Startposition hat und zudem noch gute = schnelle Karten für
> den ersten Sprint von der Startlinie weg, ist weit vorne,
> erstmal aus dem Gedränge der hinteren Plätze weg, hat somit

Ich habe Snowtails zwar erst ca. 10-15 Partien gespielt, aber das ist bei uns so noch nicht passiert das sich ein Spieler alleine vorne absetzen konnte. Die Bonusbewegung bringt die hintenliegenden Spieler auch mit rel. kleinen Karten immer wieder gut an die Spitze ran.

> dominant für den weiteren Spielablauf, oder gibt es halt
> Kartenhände, die einfach Schrott sind (zu viele niedrige
> Karten, wenn man hohe bräuchte)?

Mit niedrigen Karten bietet sich die letzte Startposition an, denn da kann man mit kleinen Karten den grossen Bewegungsbonus mitnehmen. Erstmal die Bremse lockern und die Hunde langsam laufen lassen - Sind ja immerhin 5 + Bonus die man damit fahren kann. Ich mag die kleinen Karten am Anfang - ich mag's überhaupt nicht, wenn man erstmal zwei 4er Rausprügeln muss um 5 Felder ziehen zu dürfen - da spiele ich lieber erstmal eine 1 und hebe mir die 4er für wichtigeres auf! Deswegen stört es mich auch nicht wenn ich am Anfang keine Karten höher 3 auf der Hand habe. Die kommen schon noch. Mies ist wenn man nur Karten 3 oder höher hat - finde ich zumindest.

> Die Bäume scheinen auch direkt kein Hindernis zu sein. Ok,
> man muss eine Dellenkarte nehmen, wird aber nicht ausgebremst
> und kann den Zug noch beenden. Ist oft effektiver, als wenn
> man umständlich einen einzelnen Baum umkurvt?

Kommt ganz darauf an wie lang (und schwer) die Reststrecke noch ist und wie viele Dellenkarten man schon hat. Bei einem Perfekten Rennen fällt der Schlitten mit der Zieleinfahrt (natürlich als erster) auseinander. Das habe ich aber erst einmal geschafft. Mit 4 Dellenkarten wirds langsam verdammt schwer überhaupt noch um eine Kurve zu kommen! ;-)

> Oder liegt ein unrunder Spielablauf schlicht an der
> Streckenplanung? Also lieber konsequent erstmal an die
> Vorgaben aus den Regeln halten, bevor man eigene Strecken
> zusammentüftelt, die im Detail Probleme bereiten?

Wir haben bisher ausschliesslich die vorgegeben Kurse gespielt und können nicht klagen. Wenn man natürlich erstmal mehrere Geraden hintereinander legt, dann sind die Spieler mit Hohen Karten am Anfang natürlich im Vorteil (glaub ich zumindest so aus dem Bauch), mehr als 2 Geraden geht imo gar nicht (Wald ist natürlich ausgenommen).

Atti

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Attila
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Re: Snow Tails: Wer einmal führt, ist kaum noch einzuholen?

Beitragvon Attila » 22. Dezember 2008, 20:05

Christian Hildenbrand schrieb:

> in den Vordermann reinrauscht, um zu bremsen ... oder halt
> auch 1-2 Bäume mitnimmt, wenn es denn sein muss.

Wobei in den Vordermann reinrauschen keine Dellenkarten bringt! Das ist wichtig!

Atti

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Attila
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Re: Snow Tails: Wer einmal führt, ist kaum noch einzuholen?

Beitragvon Attila » 22. Dezember 2008, 20:10

Hiho,

Das sehe ich anders. Es ist doch bei dem Spiel so, das man das Spiel i.d.R. (ich behaupte: IMMER) so Spielen kann, das man ohne Delle ins Ziel einfährt. Wer seine wichtigen Karten rausschleudert, der muss sich nicht wundern das er sie nicht nachzieht, wenn er sie mal braucht.
Vielviel Risiko man geht muss jeder selbst wissen, aber das Ausscheiden eines Spielers ist nach meiner Erfahrung doch sehr selten und auch sicher kein "Kartenziehpech"!

Aber auch bei diesem Spiel gilt: More Risk, more Fun.

Atti


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