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Merchants & Marauders - Wie ist es?

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Hendrik
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Merchants & Marauders - Wie ist es?

Beitragvon Hendrik » 23. Januar 2011, 10:30

Hallo zusammen,
ich habe mich jetzt durch die 36 seitige deutsche Anleitung, die es auch BGG gibt, gearbeitet, ich weiß jetzt, wie das Spiel theoretisch gespielt wird, kenne es aber nicht aus der Praxis. Ich muss sagen, dass es für meinen Geschmack interessant klingt, sodass es mir gefallen könnte.
Nach meinem Regelstudium hatte ich folgende Eindrücke, zu denen Ihr ja vielleicht schon praktische Erfahrungen habt?!

1. Man kann sehr schnell sterben und man muss daher des Öfteren mit einem neuen Kapitän beginnen.

2. Kann es sein, dass die Händler es etwas leichter haben als die Piraten (mehr so ein Gefühl, kann ich nicht begründen)?

3. Kann es sein, dass Flucht eigentlich so gut wie nie glückt?

4. Wenn ich mir vorstelle, dass 4 Spieler und etliche Nicht-Spieler-Kapitäne auf dem Meer herumfahren, ist das nicht ganz schön "eng", kommt es da nicht irgendwie permanent zu kämpfen? Muss ja nicht schlecht sein :-) , aber kann man da überhaupt sein Schiff entwickeln, ohne dass es andauernd zusammengeschossen wird?

5. Ich werde es demnächst hoffentlich ausprobieren, wenn ich denn Mitstreiter finde, die sich auf ein Spiel um die 180 min einlassen wollen. Ist diese Zeitangabe realistisch? Wie war den euer Gefühl bezüglich der Downtime, wenn andere Spieler handeln. Wie zäh bzw. flüssig spielt sich das Ganze in der Praxis?

Ja, ja, ich weiß, selber ausprobieren, macht schlau, ich wollte mich dennoch schon mal gerne vorher mit ein paar Fragen und Einwänden meiner potentiellen Mitspieler beschäftigen.
Liebe Grüße
Hendrik

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dixijo
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Re: Merchants & Marauders - Wie ist es?

Beitragvon dixijo » 23. Januar 2011, 11:17

Ich habe Merchants and Marauders jetzt 3 Mal gespielt und finde es großartig - vor allem im Vergleich zu anderen Piratenspielen (Blackbeard-geschädigt).
Zu deinen Fragen:
1. In meinen drei Spielen wurde nicht oft gestorben, es kam aber vor. Das Sterben muss einen aber nicht chancenlos machen.
2. Kann ich nicht sicher sagen. Ich habe beides gewinnen sehen. Das Gefühl hatten einige Mitspieler. Freitag habe ich aber als Pirat gewonnen. Händler ist je nachdem wie die Mitspieler sich verhalten aber bestimmt die risikoärmere Variante.
3. Die Flucht ist in der Tat nicht einfach. Meistens ist es trotz Fluchtversuchen zum Kampf gekommen.
4. Es ist eng aber das macht auch den Reiz aus. Ich empfand das nicht als Problem. Wir haben es immer ganz gut geschafft unsere Schiffe zu entwickeln bzw. auf größere umzusteigen.
5. Wie immer ist das sehr anhängig von den Mitspielern.
Wir haben es zweimal in unter 3 Stunden geschafft und mit anderen Mitspieler, welche alle das Spiel auch schon kannten, hat es fast 5 Stunden gedauert. Bei 4 Spielern kann die Downtime schon recht hoch sein. Wobei zwei Spielern bei der Seeschlacht zuzuschauen sich nicht wie Downtime anfühlt. Bitter ist eher wenn Mitspieler ihre Züge nicht schon im Voraus planen. Das ist durchaus möglich, trotz der Enge.

Kann dir nur empfehlen zuzuschlagen. Finde es ein tolles Spiel.
Grüße
Johannes

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ingo

Re: Merchants & Marauders - Wie ist es?

Beitragvon ingo » 23. Januar 2011, 11:26

Hallo,

um mal eine Antwort auf alle Fragen zu geben: Kommt darauf an, mit wem Du spielst... :)

Meiner Meinung nach kann man keine Deiner Fragen pauschal mit ja oder nein beantworten, da es sehr von den Mitspielern, den Ereignissen, evtl. auch vom Würfelglück und der jeweiligen Spielsituation abhängt.

Ich habe z.B. erst einmal erlebt, dass ein Mitspieler einmal gestorben ist.

Händler und Piraten teilen sich in meinen Partien bisher den Sieg. Es kommt halt auch darauf an, mit welchem Kapitain man startet, was die anderen Mitspieler vorhaben, usw.

Warum sollte eine Flucht bei einem Seekampf nicht glücken? Wenn man mit einer Galleon vor einer Sloop fliehen will, wird das natürlich sehr schwierig. Kommt halt wieder darauf an, welche Schiffe gegeneinander kämpfen, welche Skills die Kapitäne haben, welche Mods, Special Weapons, Specialists beteiligt sind. Und zu guter Letzt spielen die Würfel dann auch noch eine Rolle.

Ja, es kann ganz schön eng werden auf dem Plan. Aber es gibt auch immer wieder Möglichkeiten, haarscharf an den anderen Schiffen vorbei zu segeln. Ausserdem kommt ja hinzu, dass ein Kampf nicht automatisch stattfindet, sondern der Gegner erst erfolgreich gescoutet werden muß. Dabei kommt es wieder auf die Skills, auf die...

Und ja, man kann sein Schiff sehr gut entwickeln. Wenn es die anderen denn zulassen, die Häfen Mods bieten, man genügend Geld hat usw.

Wir spielen zu zweit gute 2 Stunden, zu viert rechne mal ne Stunde drauf. Wobei die erste/n Partie/n länger dauern können. Finde ich allerdings nicht schlimm, da meiner Meinung nach das Spiel sehr gut umgesetzt ist und gerade das Feeling sehr gut rüber kommt, so das wir in den ersten Partien eigentlich nach Sieg eines Spielers weiterspielen hätten können.

Ansonsten greifen die Mechanismen sehr gut ineinander, Karten und Würfel bringen natürlich eine Menge Glück ins Spiel und man sollte das Spiel nicht als Strategieknaller sehen. Aber es spielt sich locker, man ist immer wieder leicht gefordert und es macht einen heiden Spaß. :)

Viele Grüße
der ingo

P.S. Ob es sich flüssig spielt? Kommt drauf an... ;)

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f-p-p-m
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Re: Merchants & Marauders - Wie ist es?

Beitragvon f-p-p-m » 23. Januar 2011, 11:36

Hendrik schrieb:

> 1. Man kann sehr schnell sterben und man muss daher des
> Öfteren mit einem neuen Kapitän beginnen.

Wir haben es gestern zu viert gespielt, ein Spieler starb gar nicht, zwei Spieler 1x und ich 2x.

> 2. Kann es sein, dass die Händler es etwas leichter haben als
> die Piraten (mehr so ein Gefühl, kann ich nicht begründen)?

Bei uns führte am Anfang ein Spieler der gleich als Pirat losgelegt hat, dann hatte er herbes Würfelpech und der einzige Spieler der immer Händler geblieben war, gewann das Spiel. Alles in allem denke ich aber, das die Chancen für beide Spielweisen gleich gut sind.

> 3. Kann es sein, dass Flucht eigentlich so gut wie nie glückt?

Flucht ist schwierig, glückte aber bei unserer Partie immerhin 3x.

> 4. Wenn ich mir vorstelle, dass 4 Spieler und etliche
> Nicht-Spieler-Kapitäne auf dem Meer herumfahren, ist das
> nicht ganz schön "eng", kommt es da nicht irgendwie permanent
> zu kämpfen? Muss ja nicht schlecht sein :-) , aber kann man
> da überhaupt sein Schiff entwickeln, ohne dass es andauernd
> zusammengeschossen wird?

Zu eng wurde es nie und zu kämpfen kam es zwar immer wieder, man hatte aber nie das Gefühl das es zuviel sei.
Die Schiffe waren zum Teil sehr gut entwickelt und es war genug Bewegung im Spiel ohne sich den Weg freischießen zu müssen.

> 5. Ich werde es demnächst hoffentlich ausprobieren, wenn ich
> denn Mitstreiter finde, die sich auf ein Spiel um die 180 min
> einlassen wollen. Ist diese Zeitangabe realistisch? Wie war
> den euer Gefühl bezüglich der Downtime, wenn andere Spieler
> handeln. Wie zäh bzw. flüssig spielt sich das Ganze in der
> Praxis?

Die 180 min. sind realistisch, vielleicht bei der ersten Partie 30 min. mehr einplanen.
Die Downtime hält sich in Grenzen und die NPC Schiffe werden ja auch immer mal von einem anderen Spieler durch den Kampf geführt, was die Wartezeit für diesen Spieler dann verkürzt. Macht ein Spieler nur einen Zug mit drei Bewegungen, ist sein Zug in Sekunden vorbei, ist ein Kampf dabei, dann dauert der Zug mal 3 - 5 Minuten, das ist dann aber schon lang.

Keiner von uns hatte das Gefühl das es zähflüssig läuft und wenn die Regeln erstmal sitzen, ist es ein ziemlich einfaches Spiel.

Meine einzige Befürchtung ist, das sich die Cargo Karten sehr schnell abnutzen können, weil diese permanent benötigt werden, beim Handeln und beim Überfall auf die Handelsschiffe, vielleicht sollte man da frühzeitig Kartenhüllen anschaffen.

Fazit:

Meiner Meinung nach ( und auch nach Meinung meiner Mitspieler ) eines der besten Piratenspiele die es gibt, besser als die beiden Versionen von Blackbeard oder andere vergleichbare Spiele mit diesem Thema. Wer Piratenspiele mag, wird dieses Spiel wahrscheinlich lieben.

Gruß
Frank
( Der die Partie M&M verloren hat und das Spiel trotzdem liebt !)

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Ernst-Jürgen Ridder
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Re: Merchants & Marauders - Wie ist es?

Beitragvon Ernst-Jürgen Ridder » 23. Januar 2011, 12:16

Hendrik schrieb:
>
> Hallo zusammen,
> ich habe mich jetzt durch die 36 seitige deutsche Anleitung,
> die es auch BGG gibt,das

Hallo,

wo gibt es denn da die deutsche Anleitung? Wahrscheinlich habe ich ja Knöpfe auf den Augen, aber ich finde nur einen Link zur englischen Regel.

Spielerische Grüße
Ernst-Jürgen

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f-p-p-m
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Re: Merchants & Marauders - Wie ist es?

Beitragvon f-p-p-m » 23. Januar 2011, 12:26

Die gibt es hier:

http://www.boardgamegeek.com/filepage/60254/unofficial-german-translation-of-english-mm-rules

Gruß
Frank ( der lieber die englische liest als über die Spieler - Planke zu gehen ) :-D

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Hendrik
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Re: Merchants & Marauders - Wie ist es?

Beitragvon Hendrik » 23. Januar 2011, 12:53

Hallo,
Danke für die recht schnellen und zahlreichen Antworten. Gibt es neben den deutschen Regeln auf BGG eigentlich so etwas wie eine deutsche Kurzspielregel? H@ll9000 hat ja zu etlichen Spielen so etwas. In der Art suche ich noch eine Kürzestfassung, die man beim ersten Spielen jedem Mitspieler an die Hand geben kann. Ihr seht schon, ich muss um meine Mitspieler "kämpfen", bevor ich gegen sie kämpfen darf :-)
Jede Hilfe um den Einstieg zu erleichtern, wäre mir lieb.
Grüße
Hendrik

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Ernst-Jürgen Ridder
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Re: Merchants & Marauders - Wie ist es?

Beitragvon Ernst-Jürgen Ridder » 23. Januar 2011, 15:33

Hallo,

danke für den Hinweis.

Spielerische Grüße
Ernst-Jürgen

(Spieler-Planke mutet schon ein wenig sonderbar an, aber es scheint mir ja ohnehin keine offizielle Übersetzung zu sein, sondern die eines Hobby-Spielers, die ein kostenfreies Hilfsangebot ist. Selbst offizielle Übersetzungen sind in der Wahl so manchen Ausdrucks nicht wirklich besser.)

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f-p-p-m
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Re: Merchants & Marauders - Wie ist es?

Beitragvon f-p-p-m » 23. Januar 2011, 15:48

Ich wollte auch keinesfalls die Arbeit herabwürdigen die sich der Autor dieser Übersetzung gemacht hat, lediglich dieser Ausdruck war doch etwas "belustigend" für mich.

Ich kenne es aus eigener Erfahrung, wie schwer es sein kann für fremdsprachige Wörter eine sinnvolle und trotzdem wohlklingende Entsprechung in der deutschen Sprache zu finden.

Oftmals kann es dann sinnvoller sein, eine Übersetzung in "denglish" zu machen und einige Begriffe einfach im Original zu belassen ( hier dann Player - Board ).

Bei M&M kommt jedoch noch eine Unmenge an Karten hinzu, die im Zweifelsfall dann auch noch einer Übersetzung bedürfen.
Mit der Regel allein kann man das Spiel nicht spielen, wenn man des englischen nicht mächtig ist.

Gruß
Frank

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dixijo
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Re: Merchants & Marauders - Wie ist es?

Beitragvon dixijo » 23. Januar 2011, 21:39

Dem Spiel liegen umfangreiche Spielhilfen für jeden Spieler bei. Da steht eigentlich fast alles wichtige drauf.

Thygra
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Re: Merchants & Marauders - Wie ist es?

Beitragvon Thygra » 24. Januar 2011, 13:29

Die "offizielle" Übersetzung, also die Anleitung der Pegasus-Version, steht kurz vor der Fertigstellung. Ich schätze, in 1-2 Wochen ist die online.


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