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Spielt ihr "freundlich"?

Das ehemalige spielbox-Spielerforum
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mic
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Spielt ihr "freundlich"?

Beitragvon mic » 26. Juni 2013, 11:21

Hallo,

ich habe am Wochenende mit Freunden Terra Mystica zum ersten mal gespielt. Im letzen Zug, baute ich eine Brücke quasi ins Nichts (es war klar, dass ich ans andere Ende der Brücke in diesem Spiel nie mehr anbauen werde) nur um zu verhindern, dass einer der Mitspieler diese bauen kann was ihm zusätzlich Siegpunkte eingebracht hätte.
Das führte zu meiner Verwunderung zu großer Entrüstung, denn "ich würde die Brücke an sich ja nicht nutzen" und so "würde es keinen Spaß machen" da ich seine Pläne durchkreuzt hätte und "das Verhalten wäre asozial". Anscheinend spielen sie (es ist ein Paar) immer mit sehr viel Rücksicht auf den anderen in solchen Situationen.

Für mich ist es ganz klar, wenn die Spielregel ein Verhalten erlaubt und ich damit nach meiner Einschätzung eine bessere Endposition erreichen kann, mache ich das auch. Ein weiteres Beispiel wäre bei Agricola ein Schaf zu nehmen, obwohl es einem selbst keine zusätzlichen Siegpunkte einbringt nur damit dies keiner der Mitspieler nehmen kann um 2 SP zu bekommen.

Jetzt würde es mich aber doch mal Interessieren, bin ich hier in der Minderheit? Nehmt ihr Rücksicht wie oben beschrieben beim Spielen?

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Björn-spielbox
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Re: Spielt ihr "freundlich"?

Beitragvon Björn-spielbox » 26. Juni 2013, 11:30

Das hört sich doch alles recht harmlos an. Generell versuche ich immer für mich selbst Siegpunkte zu machen - damit stelle ich mich gegenüber allen Spielern besser.
Sollte es mir nicht möglich sein, selber Siegpunkte zu machen, dann versuche ich natürlich, bei anderen Siegpunkte zu verhindern - vorzugsweise von dem führenden Spieler oder mir siegpunktmäßig naheliegenden Spielern.
Ich würde mal sagen: Alles im grünen Bereich!

Ich glaube diese Diskussion gab es schon mal bei Carcasonne, ob es zulässig ist, Städte so zu verbauen, dass man sie nicht schliessen kann! (Aber klar doch! :-) )

Viel Spaß,
Björn

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Heinrich Glumpler

Re: Spielt ihr "freundlich"?

Beitragvon Heinrich Glumpler » 26. Juni 2013, 12:31

Hi,

das ist eine Frage der Zielsetzung:

a) Willst Du gewinnen?
oder
b) Willst Du einen schönen Abend haben?
oder
c) Willst Du, dass alle einen schönen Abend haben?

a) und b) z.B. sind gut vereinbar.
b) und c) ist für manche Leute gut vereinbar.
a) und c) ist für manche Leute nicht gut vereinbar.

;)
Heinrich

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Malte
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Re: Spielt ihr "freundlich"?

Beitragvon Malte » 26. Juni 2013, 12:51

Ich spiele nie freundlich.

Wenn das Spiel solche Situationen hergibt, dann nutze ich sie auch, um anderen Spieler etwas zu verbauen/blockieren.

Gerade bei TM macht man das oft, um bspw. das größte Gebiet eines Mitspielers zu unterbinden. Bringt dem Anderen ja Siegpunkte & nur dafür sitzen alle am Tisch und spielen!

Sonst bräuchte man kein Spiel spielen, wo es Siegpunkte gibt. Und es ist lt. Anleitung nicht verboten, deshalb sollte man es auf alle Fälle machen, sonst spielt man nicht mit 100% und es ist langweilig.

Bei Kohle ist es zB. sehr wichtig Kohle/Eisenindustrie eines Spielers zu überbauen (wenn keine Rohstoffe mehr im Markt sind). Da nimmt man gezielt einem Spieler am Tisch Siegpunkte weg :)

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Malte
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Re: Spielt ihr "freundlich"?

Beitragvon Malte » 26. Juni 2013, 12:52

Ich hätte aber keinen schönen Abend unter b) wenn alle "nett" spielen :)

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Wolfram
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Re: Spielt ihr "freundlich"?

Beitragvon Wolfram » 26. Juni 2013, 13:16

"Das Ziel beim Spiele ist zu gewinnen; aber es ist das Ziel das zählt und nicht das Gewinnen." R.Knizia, apokryph

Ich spiele freundlich aber zu meinem Vorteil. Einem direkten Konkurrenten etwas zu verbauen, ist zu meinem Vorteil.

Ich lasse auch Korrekturen und Rücknahmen zu, solange kein weiterer Spielzug durchgeführt wurde.

Unfreundlich ist hingegen:
Destruktive Züge zu niemandes Vorteil.
Königsmacherei.


Der Ausweg ist einfach: Kooperative Spiele mit diesem Paar.
'When playing a game, the goal is to win, but it is the goal that is important, not the winning.' - Dr. Reiner Knizia

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mic
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Re: Spielt ihr "freundlich"?

Beitragvon mic » 26. Juni 2013, 13:27

"Ich spiele freundlich aber zu meinem Vorteil. Einem direkten Konkurrenten etwas zu verbauen, ist zu meinem Vorteil.

Ich lasse auch Korrekturen und Rücknahmen zu, solange kein weiterer Spielzug durchgeführt wurde."

So handhabe ich das auch. Doch gut zu wissen, dass mein Verhalten anscheinend "normal" ist und nicht asozial wie behauptet ^^

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widow-s-cruse

Re: Spielt ihr "asozial"?

Beitragvon widow-s-cruse » 26. Juni 2013, 13:47

Hallo,

mic schrieb:
> Doch gut zu wissen, dass mein
> Verhalten anscheinend "normal" ist und nicht asozial wie
> behauptet ^^

Asozial und normal stehen für mich bei Brettspielen mit einem Gewinner im Einklang. Anders wäre das Spiel absurd.

Ärger würdest Du bei mir nur erfahren, wenn Du einem Mitspieler schadest, der Deine Position nicht gefährdet und Du besserstehende verschonst. Das wäre sinnlos asozial. :-P

Liebe Grüße
Nils
http://www.aiblinger-zockerbande.de/

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bernsteinkatze
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Re: Spielt ihr "freundlich"?

Beitragvon bernsteinkatze » 26. Juni 2013, 14:01

Nein, warum auch? Jeder spielt doch, um zu gewinnen. Ansonsten macht das keinen Spaß. Einen 'Pärchenbonus' finde ich persönlich wirklich übel. Da spielt man wirklich eines Tages dann nur noch mit dem Partner, weil kein anderer mehr mitspielen will. ;-)

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Tequila
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Re: Spielt ihr "freundlich"?

Beitragvon Tequila » 26. Juni 2013, 14:27

Grundsätzlich spiele ich, um zu gewinnen und dafür wird alles getan, was Regelkonform ist...alles andere wäre albern.

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catkin
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Re: Spielt ihr "freundlich"?

Beitragvon catkin » 26. Juni 2013, 18:28

Hi,

dass mit der Brücke zum Schluss finde ich nicht schlimm. So was muss man halt mit einkalkulieren.

Blöd finde ich allerdings, wenn man jemanden gleich am Anfang eines Spieles so zu baut (nicht nur auf Terra Mystica bezogen), dass klar ist, dass derjenige den Rest des Spieles nichts mehr machen kann. Das ist zwar erlaubt, aber wenn einer am Tisch sich zwei Stunden langweilen und ärgern darf, ist dass doof.

Oder wenn man eh schon ganz hinten ist und dann noch mal einer einen Zug tut, dass der Letzte nochmal Punkte verliert, obwohl der Andere eh schon eindeutig gewonnen hat. Das ist frustend.

Aber dass man gerade gegen Ende eines Spieles Dinge tut, die anderen schaden, insbesondere wenn man ansonsten keine vernüftigen Züge mehr machen kann, ist das doch ganz normal.

Schatzi-Bonus gibt es in unseren Runden übrigens nicht, da spielt jeder, um selbst zu gewinnen :-)

VG catkin

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Golbin
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Re: Spielt ihr "freundlich"?

Beitragvon Golbin » 26. Juni 2013, 18:58

Hallo Heinrich,

a) und c) => Spiel was Kooperatives.

Wolfgang
Es gibt zwei Gruppen von Menschen, denen die Welt gehört. Den Liebenden und den Spielenden.

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Marcel P.
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Re: Spielt ihr "freundlich"?

Beitragvon Marcel P. » 26. Juni 2013, 19:31

Also wenn ich bei Terra Mystica in der letzten Runde auf eine Brücke angewiesen bin, dann muss ich eben zusehen, dass ich sie bekomme (zur Not passe ich in Runde 5 zeitiger und hole Dinge, die ich da tun wollte in Runde 6 nach) - ich kann doch einsehen, wieviel Macht die anderen haben und ob ich gefährdet bin. Wenn ich riskant spiele und hoffe, dass die Brücke noch da ist, muss ich damit rechnen, dass mir einer in die Quere kommt.

Ein blöde Konstellation wäre es vielleicht, wenn ich mit Abstand letzter bin und es mir selbst absolut gar nichts bringt, die Brücke zu nehmen, quasi das Umwandeln von 3 Macht in eine Münze (= 1 Siegpunkt) für mich besser wäre, dann fände ich es zumindest ein wenig doof, wenn dann dadurch der Sieg zwischen 2 anderen Spielern entschieden wird.

Aber davon abgesehen, wenn ich dem anderen die Gründung einer Stadt oder die Verbindung seines Gebietes dadurch blockiere und nur dadurch meinen Vorsprung verteidigen kann, dann wäre es ja völlig sinnfrei, die Option liegen zu lassen.

Fazit: Ich bin auf deiner Seite! :D

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Attila
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Re: Spielt ihr "freundlich"?

Beitragvon Attila » 26. Juni 2013, 20:10

Hi,

Naja, das kommt ein wenig drauf an. Aber in aller Regel wird so eine Brücke gebaut.

Was das nun mit "Asozial" zu tun hat, ist mir allerdings ein wenig im verborgenen. Ehrlich gesagt fände ich es sogar befremdlich NICHT so zu spielen ...
Ganz sicher war das ja auch ziemlich vorhersehbar dass das passieren kann ...

Atti

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Attila
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Beiträge: 4715

Re: Spielt ihr "freundlich"?

Beitragvon Attila » 26. Juni 2013, 20:14

Hi,

Ähm. Nein.
Also ich kann zumindest von mir sagen, das ich nicht Spiele um zu gewinnen. Wenn ich Spiele versuche ich sicherlich zu gewinnen, ganz klar. Aber das ist auch 100% nicht der Grund wieso ich Spiele. Und ich behaupte das alle Leute mit denen ich normal Spiele das ganz genauso sehen (ohne sie gefragt zu haben)

Atti

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Rollum
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Re: Spielt ihr "freundlich"?

Beitragvon Rollum » 26. Juni 2013, 20:16

meine frau würde mir mit n******m a**** ins gesicht springen, wenn wir "freundlich" spielen würden.

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Spielefix
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Re: Spielt ihr "freundlich"?

Beitragvon Spielefix » 26. Juni 2013, 20:38

Wenn ich mit meiner 6jährigen Tochter SkipBo spiele, lege ich schon mal ein paar Karten aus, damit sie NICHT weiter anlegen kann. Also nix mit freundlich. Und sie spielt inzwischen genau so.

Aber zugegeben, ein oder zwei Extra-SkipBo-Karten juble ich ihr unbemerkt unter. Was aber auch bals ein Ende haben wird, da sie fast immer gewinnt.

Spielefix

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Hartmut Th.

RE: Spielt ihr "freundlich"?

Beitragvon Hartmut Th. » 26. Juni 2013, 21:39

"Attila" hat am 26.06.2013 geschrieben:
> Hi,
>
> Ähm. Nein.
> Also ich kann zumindest von mir sagen, das ich nicht Spiele
> um zu gewinnen. Wenn ich Spiele versuche ich sicherlich zu
> gewinnen, ganz klar. Aber das ist auch 100% nicht der Grund
> wieso ich Spiele. Und ich behaupte das alle Leute mit denen
> ich normal Spiele das ganz genauso sehen (ohne sie gefragt
> zu haben)
>
> Atti

Ich glaube, Du packst die Worte zu sehr auf die Goldwaage. Klar ist das alleinige Gewinnen-Wollen sicher nicht der "Grund" zum Spielen, aber zumindest für mich eine unerlässliche Voraussetzung und auch Erwartungshaltung an meine Mitspieler, um das Spiel an sich zu genießen. Mit Leuten spielen, die nicht gewinnen wollen, ist einfach nur ätzend. Letztlich fühlt man sich doch nur um die Zeit betrogen, in der man besser ein Buch hätte lesen können.

Und Schatzi-Bonus? Kenne ich nicht, wenn meine Frau die Wahl hat, wohin sie "austeilt", ist mir ein guter Teil gewiss ;-)

verspielte Grüße, Hartmut

- Spielekreis Hiespielchen - www.hiespielchen.de -

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Ulrich Roth
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Beiträge: 281

RE: Spielt ihr "freundlich"?

Beitragvon Ulrich Roth » 27. Juni 2013, 00:35

Hartmut Th. schrieb:
>
> "Attila" hat am 26.06.2013 geschrieben:
> > Hi,
> >
> > Ähm. Nein.
> > Also ich kann zumindest von mir sagen, das ich nicht Spiele
> > um zu gewinnen. Wenn ich Spiele versuche ich sicherlich zu
> > gewinnen, ganz klar. Aber das ist auch 100% nicht der Grund
> > wieso ich Spiele. Und ich behaupte das alle Leute mit denen
> > ich normal Spiele das ganz genauso sehen (ohne sie gefragt
> > zu haben)
> >
> > Atti
>
> Ich glaube, Du packst die Worte zu sehr auf die Goldwaage.
> Klar ist das alleinige Gewinnen-Wollen sicher nicht der
> "Grund" zum Spielen, aber zumindest für mich eine
> unerlässliche Voraussetzung und auch Erwartungshaltung an
> meine Mitspieler, um das Spiel an sich zu genießen. Mit
> Leuten spielen, die nicht gewinnen wollen, ist einfach nur
> ätzend. Letztlich fühlt man sich doch nur um die Zeit
> betrogen, in der man besser ein Buch hätte lesen können.

Bei diesem Thema ist es hilfreich, zwei Dinge auseinander zu halten:

a) auf Gewinn spielen
b) spielen, um zu gewinnen.

Im Normalfall ist a) Pflicht, schon aus Respekt vor den Mitspielern und dem Spiel selbst.

Wenn b) hingegen bedeutet, dass das Gewinnen der hauptsächliche oder gar alleinige Beweggrund für die Aktivität Spiel ist, dann entfernen wir uns vom rein Spielerischen, hin zum Wettkampfsport inklusive Professionalismus. Ist per se nichts Schlechtes, aber eben etwas ganz anderes.

In diesem Thread ist öfters b) gesagt worden, wenn a) gemeint war. Das führt natürlich leicht zu Missverständnissen und Scheinkontroversen.

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Heinrich Glumpler

+1

Beitragvon Heinrich Glumpler » 27. Juni 2013, 07:34

spielbox+ ;)

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Droegi
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Schätzchenbonus ist bei TM regelwidrig

Beitragvon Droegi » 27. Juni 2013, 08:07

Wo steht es? Sinngemäß in der Einfühungsgeschichte.

Kannst Du ja mal Deinen "Freunden" zum Durchlesen mitgeben.

Beste Grüße von einem asozialen Spieleentwickler
jd

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Axel Bungart

Re: Spielt ihr "freundlich"?

Beitragvon Axel Bungart » 27. Juni 2013, 09:01

Freundlich geht nur, solange man sich selbst nicht schadet. Verhindere ich den Zug eines anderen nicht und verliere deshalb vielleicht, ist das zwar freundlich, aber doof. Also ist das Gegenteil von freundlich: doof. Und mal ehrlich: Wer will schon doof sein? :razz:

Ansonsten halte ich es wie Knizia.

Gruß
Axel

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Wolfram
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OT Re: Spielt ihr "freundlich"?

Beitragvon Wolfram » 27. Juni 2013, 09:46

Kann auch gewollt sein. Kommt aufs Spiel an.
Vgl. Twister oder B-Memo (Um das Mem hier einzubringen. ;-))
'When playing a game, the goal is to win, but it is the goal that is important, not the winning.' - Dr. Reiner Knizia

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nora
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Beiträge: 152

Re: Spielt ihr "freundlich"?

Beitragvon nora » 27. Juni 2013, 09:57

Hallo zusammen,
Es darf regelkonform alles getan werden, um zu gewinnen. Seltsamerweise spielen wir (mein Mann und ich) etwas härter gegeneinander als gegen die anderen.

Ich finde, es ist einfach eine Mißachtung der anderen Spieler, wenn man ihnen etwas "schenkt".

Wir spielen auch mit "Nichtspielern". Da geben wir schon Tipps und weisen auf Gefahren hin. Ansonsten wird normal gespielt.

Ciao
Nora

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Hartmut Th.

RE: Spielt ihr "freundlich"?

Beitragvon Hartmut Th. » 27. Juni 2013, 10:16

"Ulrich Roth" hat am 27.06.2013 geschrieben:
> Hartmut Th. schrieb:
>>
>> "Attila" hat am 26.06.2013 geschrieben:
>> > Hi,
>> >
>> > Ähm. Nein.
>> > Also ich kann zumindest von mir sagen, das ich nicht Spiele
>> > um zu gewinnen. Wenn ich Spiele versuche ich sicherlich zu
>> > gewinnen, ganz klar. Aber das ist auch 100% nicht der Grund
>> > wieso ich Spiele. Und ich behaupte das alle Leute mit denen
>> > ich normal Spiele das ganz genauso sehen (ohne sie gefragt
>> > zu haben)
>> >
>> > Atti
>>
>> Ich glaube, Du packst die Worte zu sehr auf die Goldwaage.
>> Klar ist das alleinige Gewinnen-Wollen sicher nicht der
>> "Grund" zum Spielen, aber zumindest für mich eine
>> unerlässliche Voraussetzung und auch Erwartungshaltung an
>> meine Mitspieler, um das Spiel an sich zu genießen. Mit
>> Leuten spielen, die nicht gewinnen wollen, ist einfach nur
>> ätzend. Letztlich fühlt man sich doch nur um die Zeit
>> betrogen, in der man besser ein Buch hätte lesen können.
>
> Bei diesem Thema ist es hilfreich, zwei Dinge auseinander
> zu halten:
>
> a) auf Gewinn spielen
> b) spielen, um zu gewinnen.
>
> Im Normalfall ist a) Pflicht, schon aus Respekt vor den
> Mitspielern und dem Spiel selbst.
>
> Wenn b) hingegen bedeutet, dass das Gewinnen der
> hauptsächliche oder gar alleinige Beweggrund für die
> Aktivität Spiel ist, dann entfernen wir uns vom rein
> Spielerischen, hin zum Wettkampfsport inklusive
> Professionalismus. Ist per se nichts Schlechtes, aber eben
> etwas ganz anderes.
>
> In diesem Thread ist öfters b) gesagt worden, wenn a)
> gemeint war. Das führt natürlich leicht zu
> Missverständnissen und Scheinkontroversen.

So hab ich das auch im vergelcih der Postings von gemeint Bernsteinkatze und Attila gemeint - Du hast das gut präzisiert :-) 100% ACK

verspielte Grüße, Hartmut

- Spielekreis Hiespielchen - www.hiespielchen.de -


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