Beitragvon Roman Pelek » 14. März 2001, 12:38
Hi Sylvia,
>habe gestern meine erste Partie Capitol gespielt und fand es ganz gut
(einziger Kritikpunkt: die Punktesäulen, die wir als ziemlich unfunktionell
empfanden, abwechselnd klemmten oder verrutschten die einzelnen Leisten).<
Wir sind dazu übergegangen, wie bei Evo, alles auf einem Zettel zu notieren. Ist viel einfacher :)
>Wer von euch hat Capitol schon mehrfach gespielt? Ich habe nach dem
ersten Spiel den Eindruck gewonnen, daß das Spiel kein großes Potential
hat was Veränderungen im Spielablauf angeht, sprich, dass es eigentlich
immer gleich abläuft und dadurch der Reiz des Neuen dann doch recht
schnell verflogen sein kann, weil jede Partie wie die andere ist. Oder irre ich
mich da?<
Nun ja, es werden in jeder Partie Häuser in neun Regionen gebaut, insofern läuft's ähnlich ab ;-) Aber mal im Ernst: wir haben Capitol jetzt sechsmal gespielt und langweilen uns noch lange nicht. Jedesmal gibt's andere Gebietskarten, die Mitspieler bauen anders, man muss ganz anders taktieren, je nachdem, in welchen Gebieten welche Dachformen sind und ob man überhaupt die entsprechenden Gebietskarten bekommt; wer schnappt sich die letzten Bausteine, wo stehen Amphitheater und Tempel, wie kann man mitsteigern mit welchen Karten noch etc. etc.
Meines Erachtens ist Capitol kein Spiel, dass langweilig wird, weil sich jedesmal andere Zwänge aufgrund der Mitspieleraktionen und der eigenen Handkarten ergeben. Wenn Du noch mehr Veränderung willst, bräuchtest Du einen variablen Spielplan.
>Falls ja, worin bestanden bei Euch die Unterschiede zwischen den Partien?<
S.o., es gibt jedesmal andere Situationen mit anderen Zwängen: was steht schon da, wo kann man noch hinbauen, was können die anderen noch bauen, welche Karten braucht man für die Ersteigerung, wer führt und wie schadet man ihr/ihm usw. Wenn man auf solche taktischen Feinheiten achtet, ist das Spiel sehr interessant und abwechslungsreich; alleine die unterschiedliche Verteilung von Gebietskarten zu Beginn sorgt auch für ganz andere Startvoraussetzungen.
Wobei ich natürlich nicht weiss, zu wievielen Ihr es gespielt habt - mir gefällt's (wie die meisten Spiele für 2-4 oder 3-4) zu viert am besten, da ist am meisten los, und es gibt genug zu beachten.
Capitol ist momenten jedenfalls, kurz vor Evo, mein Lieblingsspiel der aktuellen Neuheiten. Ob das natürlich auf Monate oder Jahre so bleibt... DIE Langzeiterfahrung dürfte zur Zeit noch keiner haben ;-)
Ciao,
Roman