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Spieleautorennamen - gibt's noch Pseudonyme?

Das ehemalige spielbox-Spielerforum
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Roman Pelek

Spieleautorennamen - gibt's noch Pseudonyme?

Beitragvon Roman Pelek » 2. Mai 2001, 13:25

Hi,
mich würde mal interessieren, ob's heutzutage überhaupt noch Spiele gibt, die von bekannten Autoren unter Pseudonym veröffentlicht werden (und warum).
Normalerweise hat sich's doch heute eingebürgert, dass Autoren auch mit ihrem Namen gerne für ihre Spiele stehen - oder gibt's noch irgendwelche Anlässe (Werbespiele, TV-Shows o.ä.), wo bekannte Autoren ohne Namensnennung oder unter Pseudonym Spiele veröffentlichen? Habt Ihr konkrete Beispiele?
Ciao,
Roman

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Roland G. Hülsmann

re: Spieleautorennamen - gibt's noch Pseudonyme?

Beitragvon Roland G. Hülsmann » 2. Mai 2001, 13:59

Beim Aldi gab und gibt es immer wieder euin Spiel mit Namen "Der Schatz der Inka" (oder so ähnlich) bzw. neuerdings mit einem anderen Namen und anderer Grafik, das zwar keinen Autoren nennt, aber von Wolganmg Kramer ist. (Entdeckt habe ich es in der Liste seiner Spiele auf seiner Homepage.) Im Übrigen ein empfehlenswertes Familienspiel - natürlich mit "Kramerleiste" für die Siegpunkte. Hier haben einige Felder sogar Sonderfunktionen!

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Michael Andersch

re: Spieleautorennamen - gibt's noch Pseudonyme?

Beitragvon Michael Andersch » 4. Mai 2001, 22:52

Hallo Roman,
ich weiss nicht, wie weit Du den Begriff "heutzutage" fasst.
Das neueste mir bekannte und unter Pseudonym veröffentlichte Spiel ist "Bakschisch" von "Kara Ben Hering" (Godsieber). Ein Spiel, dass mir übrigens sehr gut gefällt...
Viele Grüße,
Micha

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Stefan-spielbox

re: Spieleautorennamen - gibt's noch Pseudonyme?

Beitragvon Stefan-spielbox » 7. Mai 2001, 11:30

Soweit ich das noch richtig in Erinnerung habe ist Bakschisch von Teuber, Lüdke, Müller und ?, also dem damaligen TM-Team bei Goldsieber.
Viele Grüße von Stefan

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Arno C. Hofer
Kennerspieler
Beiträge: 421

re: Spieleautorennamen - gibt's noch Pseudonyme?

Beitragvon Arno C. Hofer » 7. Mai 2001, 16:20

Wozu sollten Spieleautoren "heutzutage" Pseudonyme verwenden, wo sie doch erst vor ganz kurzer Zeit (innerhalb der letzten Jahre) erkämpft haben, dass ihr Name vorn auf der Schachtel steht !!! Das ist eine der entscheidendsten Neuerungen am Spielemarkt.
Und wenn kein Autor draufsteht, dann greift meinereiner gar nicht mehr nach so einem Spiel weil es dann nur heißen kann: das ist ein Derivat oder Plagiat oder, oder. So schaut's aus. Und ich hoffe, die Verlage sind mittlerweile stolz auf "ihre Autoren", wobei leider das "ihre Autorinnen" zu selten vorkommt. Aber auch das kann sich ändern ...
Autorennamen sind schließlich Markenzeichen. Und ich bin froh jetzt Kramers, Knizias, Dorns und Wredes sammeln zu können ... ganz zu schweigen von den Randolphs und Sacksons (auf deren Neuausgaben es jetzt wenigstens draufgeschrieben wird) und zu wissen, in der Kiste ist mindestens 33% Autorengrips drin. Bis zu 66% behalten sich nämlich die Verlage vor (manchmal kommt das dem Spiel auch zu Gute).
(Ent-)Spannende Stunden
wünscht Euer Arno
SAZ sei Dank!

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Roman Pelek

re: Spieleautorennamen - gibt's noch Pseudonyme?

Beitragvon Roman Pelek » 8. Mai 2001, 18:51

Hi Arno,
>Wozu sollten Spieleautoren "heutzutage" Pseudonyme verwenden, wo sie doch erst vor
ganz kurzer Zeit (innerhalb der letzten Jahre) erkämpft haben, dass ihr Name vorn auf der
Schachtel steht !!! Das ist eine der entscheidendsten Neuerungen am Spielemarkt.<
Natürlich, und eine der begrüßenswertesten! Schliesslich steht dem Autor eines Spiels auch eine solche Anerkennung zu, zudem erleichert das zumindest passionierten Spielern die Auswahl (man kennt ja mittlerweile seine Lieblingsautoren). Endlich ist hier der richtige Schritt gemacht der in anderen Branchen schon lange üblich ist (wer würde eine CD kaufen, ohne den Namen des Künstlers lesen zu können?)
>Und wenn kein Autor draufsteht, dann greift meinereiner gar nicht mehr nach so einem Spiel
weil es dann nur heißen kann: das ist ein Derivat oder Plagiat oder, oder. So schaut's aus.<
Ja, aber es ist doch, wie ich geschrieben habe, denkbar, dass es z.B. Werbespiele, Auftragsarbeiten etc. gibt, auf denen der Autor nicht oder unter Pseudonym genannt wird. Das mag mehrere Gründe haben: vielleicht möchte der Autor nicht mit einer Werbeaktion direkt assoziiert werden - oder vielleicht ist er auch nicht so ganz von seinem "Werk" überzeugt. Wäre ja alles denkbar!
>Und ich hoffe, die Verlage sind mittlerweile stolz auf "ihre Autoren", wobei leider das "ihre
Autorinnen" zu selten vorkommt. Aber auch das kann sich ändern ...<
Was manchmal auch noch ein Problem ist, dass man nicht auf eine Spieleschachtel schreiben kann: "Galumba - das neue Spiel von Jürgen, Jörg, Manuela, Detlef und Sigrid"... Manchmal könnte man wohl einige der "Testspieler" im Regelheft auch als Autoren ansehen :)
>Autorennamen sind schließlich Markenzeichen. Und ich bin froh jetzt Kramers, Knizias,
Dorns und Wredes sammeln zu können ...<
Gibt's demnächst ne Vernissage mit Deinen Kramers, Knizias und Dorns ;-) Aber Scherz beiseite... Mir geht's genauso.
>ganz zu schweigen von den Randolphs und
Sacksons (auf deren Neuausgaben es jetzt wenigstens draufgeschrieben wird) und zu
wissen, in der Kiste ist mindestens 33% Autorengrips drin. Bis zu 66% behalten sich
nämlich die Verlage vor (manchmal kommt das dem Spiel auch zu Gute).<
Schade nur, dass man das so selten erfährt, was geändert wurde am Spiel. So manches Spiel würde ich mal lieber in der Autorenfassung (Director's Cut?) spielen, bei anderen kann man wohl heilfroh sein, dass da erfahrene Spieleredakteure dazwischen waren... Interessanter Punkt, den Du da anschneidest, flapsig formuliert: gute Autoren gegen böse Spieleredakteure - und umgekehrt :)
Ciao,
Roman

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Arno C. Hofer
Kennerspieler
Beiträge: 421

re: Spieleautorennamen - gibt's noch Pseudonyme?

Beitragvon Arno C. Hofer » 9. Mai 2001, 10:19

Das "flapsig Formulierte" ist wahrscheinlich ein bisschen zu hart: aber es gibt tatsächlich einige Spiele die - meistens nicht durch die Redakteure sondern durch "Marketingmenschen", die den Redaktionen dreinreden durften - verhunzt wurden.
Vielleicht reden da manche Autoren gar nicht gerne drüber. Aber z.B. dass z.B. die "Verbotene Stadt" bei Ravensburger so schlecht wurde liegt sicher nicht am Konzept von Randolph/Rüttinger sondern eindeutig an der Marketingabteilung (wie der Magier Rüttinger heute noch bedauert ...)
Arno

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You Know

re: Spieleautorennamen - gibt's noch Pseudonyme?

Beitragvon You Know » 10. Mai 2001, 00:38

You Know,
es kann aber auch andere Gründe für Pseudonyme geben - wenn z.B. ein Teuber bei Kosmos ein Exclusivvertrag hat und unter einem anderen Namen bei einem anderen Verlag trotzdem ein Spiel veröffentlicht (weil es nicht in der Kosmos - Verlag passt (wobeo ich jetzt nicht behaupten will, dass das so ist (nicht dass es hier wieder gezeter wegen Spekulationen gibt) oder aber Leute von der Presse veröffentlichen ein Spiel und wollen nicht in den Konflikt geraten einerseits Autor und andererseits Kritiker zu sein (da bietet sich ein Pseudonym geradezu an)...
Was Redakteure und Autoren betrifft so glaube ich, dass sich bei der Arbeit der Redakteure hauptsächlich um Verbesserungen handelt (außnahmen bestätigen die Regel) - ein Redakteur würde ja nie absichtlich ein Spiel verschlechtern (warum auch) oder etwas unnötig verändern, wenn er es nicht für notwendig hielte (warum auch - ist ja nur unnötig arbeit) - aber ab un an, gehen wohl auch gutgemeinte Verbesserungen nach hinten los...
You Know


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