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Wieviele gibt es?

Das ehemalige spielbox-Spielerforum
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Ralf Bielenberg

Wieviele gibt es?

Beitragvon Ralf Bielenberg » 17. Mai 2001, 10:20

Hallo
Wenn ich mich in meinem Bekanntenkreis so umsehe, dann finde ich zwar recht viele Leute, die gerne mal einen Spieleabend mitmachen, aber selbst sich mit Spielen zu beschäftigen haben sie dann doch keine Lust. Meistens mache ich dann an dem Abend einen Vorschlag, wird der angenommen (Nach Bemerkungen wie „Ach nee, schon wieder ein neues Spiel“), erklär ich die Regel (1 Woche später mit denselben Leuten dann noch mal) und wir spielen munter drauflos. Manchmal macht mich diese „ist mir egal was wir spielen“ Haltung rasend. Nun frag ich mich langsam, wie gross ist die Gruppe derjenigen, die sich mit dem Thema wirklich beschäftigen eigentlich? Wie hoch sind eigentlich die Auflagen und Verkaufszahlen von, sagen wir mal, anspruchsvolleren Spielen? Wie viele Leute engagieren sich soweit wie z.B Roman mit seinem Spiel SAKKARA und arbeiten selbst an Ideen für Spiele? Wie viele Einsendungen mit Spielideen gehen bei den bekannten Verlagen ein?
Und vor allem, gibt es regionale Unterschiede? Hier in Köln z.B. scheint es keine grosse Anzahl von wirklich Spielebegeisterten zu geben.
Eine Mengen Fragen, die ich mir nach einem frustenden „Ach lass uns lieber Siedler spielen“ Abend stelle.
Gruss
Ralf (und dann auch noch bei den Siedlern verloren)

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Carsten Wesel

re: Wieviele gibt es?

Beitragvon Carsten Wesel » 17. Mai 2001, 10:42

> Nach Bemerkungen wie „Ach nee, schon wieder ein neues
> Spiel“),
Es ist eben eine Frage, wie man seien Bekanntenkreis zusammen stellt. Bei den Verwandten versuche ich es meist gar nicht erst, da ich bei den Bekannten genug finde, die einem schönen Spieleabend nicht abgeneigt sind.
> Manchmal macht mich diese „ist mir egal was wir
> spielen“ Haltung rasend.
Wir stehen oft auch Mittwochs vor meinem Regal und oft kommt dann die Äußerung "Ich kenn' das eh' alles nicht was du da hast - ist also egal, was wir spielen". OK, das ist ein anderes 'Egal', ein verständliches. Die andere Situation würde ich bei den selben Leuten nicht öfter auftreten lassen - irgendwann frag' ich eben nicht mehr.
> Wie viele Leute engagieren sich soweit wie z.B Roman
> mit seinem Spiel SAKKARA und arbeiten selbst an Ideen
> für Spiele?
Einzelne Ideen hab' ich bei mir schon mal gesehen, aber etwas spielbares ist noch nie daraus geworden. Aber das wurmt mich derzeit auch ein wenig, so daß ich derzeit öfter grübele.
> Und vor allem, gibt es regionale Unterschiede? Hier
> in Köln z.B. scheint es keine grosse Anzahl von
> wirklich Spielebegeisterten zu geben.
Ich hatte in diesem Jahr schon 30 verschiedene Leute auf meinen Mittwochs-Spieleabenden. Nein, nicht alle gleichzeitig.
> Eine Mengen Fragen, die ich mir nach einem frustenden
> „Ach lass uns lieber Siedler spielen“ Abend stelle.
Ach Siedler, das war doch das Spiel, daß so ähnlich ist wie "Morisi", so mit 6eck-Feldern und Häusern und Straßen?
> dann auch noch bei den Siedlern verloren
Jammer nicht! Du hast dich doch schon längst hier aus dem Forum verabschiedet. Was machst du denn jetzt schon wieder hier?
Gruß Carsten (und dann auch noch gestern bei Cortez verloren)

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Attila
Kennerspieler
Beiträge: 4715

re: Wieviele gibt es?

Beitragvon Attila » 17. Mai 2001, 12:00

Hiho Ralf,
Verstehen kann ich dich ! ;) Das mit dem "ach nicht noch ein neues Spiel" kenne ich. Dabei sind die meisten Spiele doch nicht so schwierig zu lernen. Da ich selber sehr gerne Spiele ist es mir oft auch wurscht was gespielt wird - hauptsache es wird. Es gibt sicherlich das ein oder andere Spiel (Activity, Therapie, Mensch-Ärgere-Dich-Nicht) welches auf einer Skala von 1-10 eine 0 von mir bekommt, aber da laufe ich selten gefahr in solch ein Spiel verwickelt zu werden. Was mir aber total auf den Keks geht ist wenn ständig 6nimmt!, Expresso, Hornochsen, UNO usw. gespielt wird. Diese Spiele gefallen mir zwar alle sehr gut, aber manchmal (oder auch öfters) kann es doch auch etwas anspruchvolleres sein.
Und was ich (für mich) nicht verstehen kann, wenn bemängelt wird das ein Spiel 2 Stunden dauert. Ich finde das überhaupt nicht schlimm, ich finde es sogar gut !
Viel schlimmer ist es, wenn man 2 Stunden braucht um durch die Regeln zu kommen, weil die so mies geschrieben ist (z.B. Crosscity)
Gruss
Atti

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Attila
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Beiträge: 4715

re: Wieviele gibt es?

Beitragvon Attila » 17. Mai 2001, 12:00

Hiho Ralf,
Verstehen kann ich dich ! ;) Das mit dem "ach nicht noch ein neues Spiel" kenne ich. Dabei sind die meisten Spiele doch nicht so schwierig zu lernen. Da ich selber sehr gerne Spiele ist es mir oft auch wurscht was gespielt wird - hauptsache es wird. Es gibt sicherlich das ein oder andere Spiel (Activity, Therapie, Mensch-Ärgere-Dich-Nicht) welches auf einer Skala von 1-10 eine 0 von mir bekommt, aber da laufe ich selten gefahr in solch ein Spiel verwickelt zu werden. Was mir aber total auf den Keks geht ist wenn ständig 6nimmt!, Expresso, Hornochsen, UNO usw. gespielt wird. Diese Spiele gefallen mir zwar alle sehr gut, aber manchmal (oder auch öfters) kann es doch auch etwas anspruchvolleres sein.
Und was ich (für mich) nicht verstehen kann, wenn bemängelt wird das ein Spiel 2 Stunden dauert. Ich finde das überhaupt nicht schlimm, ich finde es sogar gut !
Viel schlimmer ist es, wenn man 2 Stunden braucht um durch die Regeln zu kommen, weil die so mies geschrieben ist (z.B. Crosscity)
Gruss
Atti

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Stefan-spielbox

re: Wieviele gibt es?

Beitragvon Stefan-spielbox » 17. Mai 2001, 12:23

Hi,
wir haben hier einen spielekreis mit ~25 leuten auf der lsite. davon tauchen beim (3woechigen!) spieleabend meist 4-7 auf (davon ca 4 vom harten kern, die fastimmer dabei sind).
dieser harte kern sind auch die leute, die selber (groessere mengen) spiele haben - leider aber nicht unbedingt die gleiche richtung (die eine mag halt lieber activity/tabu/outburst, der andere lieber vinci/evo/cosmic encounter...).
daher wird das spiel meist danach ausgesucht, was bei den wenigsten anwesenden ein 'oh nein - nicht das!' hervorruft - ist schon irgendwie frustig, bloss um zwei parallele spieletische aufzuziehen reichen meist die leute nicht aus.

Tschau
Stefan

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Don Alonso

re: Wieviele gibt es?

Beitragvon Don Alonso » 17. Mai 2001, 12:24

Ich gebe Attila (Wer auch immer das ist) recht.
Ich erwähne nie, wie lange ein Spiel dauert.
z.b. Monopoly: Keiner will es spielen, weil es so lange dauert. Hat man aber alle überredet, übersehen alle die Zeit.
Ich versuche bei meinen Spieleabende neue und alte Spiele zu spielen, damit viel Abwechslung ist.
Don Alonso

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Frank "Riemi" Riemenschneid

re: Wieviele gibt es?

Beitragvon Frank "Riemi" Riemenschneid » 17. Mai 2001, 12:32

Wenn ich mich in meinem Bekanntenkreis so umsehe, dann finde ich zwar recht viele Leute, die gerne mal einen Spieleabend mitmachen, aber selbst sich mit Spielen zu beschäftigen haben sie dann doch keine Lust.
>>> Das das Schiksal was wir alle wohl teilen. Wir sind die mit den vielen Spielen und es wird vorausgesetzt das wir sämtliche Spielregeln im Schlaf erklären können.Warum soll sich dann ein anderer bemühen?
Meistens mache ich dann an dem Abend einen Vorschlag, wird der angenommen (Nach Bemerkungen wie „Ach nee, schon wieder ein neues Spiel“), erklär ich die Regel (1 Woche später mit denselben Leuten dann noch mal) und wir spielen munter drauflos.
>>>> Völlig normal für "normale" Spieler.
Manchmal macht mich diese „ist mir egal was wir spielen“ Haltung rasend. Nun frag ich mich langsam, wie gross ist die Gruppe derjenigen, die sich mit dem Thema wirklich beschäftigen eigentlich?
>>>> Schwer zu sagen. Wenn man von den Besucherzahlen der verschiedenen Messen ausgeht müssen es ein paar Hunderttausende sein.
Und vor allem, gibt es regionale Unterschiede? Hier in Köln z.B. scheint es keine grosse Anzahl von wirklich Spielebegeisterten zu geben.
>>>> Ups, und ich dachte gerade die Kulturstadt Köln...
Eine Mengen Fragen, die ich mir nach einem frustenden „Ach lass uns lieber Siedler spielen“ Abend stelle.
>>>> Aber ohne diese vielen schlimmen, koplizierten und langen Erweiterungen gelle? ;o)
Gruß
Riemi (Keine neuen Spiele bitte und las uns doch lieber Siedler spielen)

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Arne Hoffmann

re: Wieviele gibt es?

Beitragvon Arne Hoffmann » 17. Mai 2001, 13:02

Hallo Ralf!
Viele Fragen - will mal ein wenig meinen Senf dazu geben:
"Wenn ich mich in meinem Bekanntenkreis so umsehe, dann finde ich zwar recht viele Leute, die gerne mal einen Spieleabend mitmachen, aber selbst sich mit Spielen zu
beschäftigen haben sie dann doch keine Lust. Meistens mache ich dann an dem Abend einen Vorschlag, wird der angenommen (Nach Bemerkungen wie ?Ach nee, schon
wieder ein neues Spiel?), erklär ich die Regel (1 Woche später mit denselben Leuten dann noch mal) und wir spielen munter drauflos. Manchmal macht mich diese ?ist mir egal was wir spielen? Haltung rasend. Nun frag ich mich langsam, wie gross ist die Gruppe derjenigen, die sich mit dem Thema wirklich beschäftigen eigentlich? "
Hier in Aachen bewege ich mich zum einen im Kreis unseres (zwei-)woechentlichen Spieletreffs mit durchschnittlich 25 Teilnehmern. Ausserhalb davon habe ich noch Kollegen am Lehrstuhl, die auch immer mal zu einem Spielchen bereit sind. Somit stehe ich von der Spieler-Infrastruktur recht gut da. In meinem Freundeskreis im Ruhrgebiet gibbet dann auch noch Spielbegeisterte, so dass ich auch da immer wieder zum Spielen komme.
In den "regelmaessigen" Runden besteht eh kein Problem mal ein neues, unbekanntes Spiel auf den Tisch zu bringen aber auch die Gelegenheitsspieler sind neuen Spielen gegenueber offen - wobei ich Spiele mit absehbar langer Spieldauer dann direkt weglasse.
"Wie viele Leute engagieren sich soweit wie z.B Roman mit seinem Spiel SAKKARA und arbeiten selbst an Ideen für Spiele?"
Momentan habe ich Prototypen von 2 Spielen bei mir in der Wohnung ,an denen ich noch herumfeile( Nein, sie sind nicht aus Holz :o) ). Ob die es mal zu Verlagen schaffen steht noch in den Sternen. Ideen habe ich noch fuer zwei/drei weitere Spiele, aber keine Zeit, diese mal vernuenftig weiter zu denken (auf Autofahrten habe ich bisher am meisten erdacht).
Zu den regionalen Unterschieden: Nur 70km von Dir entfernt sieht es also ganz gut aus - ich fuehle mich in der Spielerlandschaft hier in Aachen zumindest recht wohl. In Koeln (genauer Huerth) ist doch der Spieleclub Igrajem ansaessig, da muesstest Du doch genuegend Spielbegeisterte antreffen koennen. Ferner hat KMW auf der Clubseite noch ein paar weitere Clubs aus Koeln eingetragen - so schlecht kann es doch dann gar nicht aussehen.
Tschoe,
- Arne - (der gestern mit Seltenspielern Fluxx und Arbos gespielt hat - ohne Frust)

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Peer

re: Wieviele gibt es?

Beitragvon Peer » 17. Mai 2001, 13:13

Hi,
bei mir gibts zwei Gruppen (obwohl: eigentlich drei, mittlerweile rutsch ich so ein bisschen in die Pfefersäcke rein ;-)
Einmal die ca. 12 Leute mit denen ich öfter mal was neues spiele und dann noch einige Säcke Bekannte, mit denen ich dann mal einen Spieleabend mache und dort eher Normalgut spiele.
Eigene Ideen habe ich zwar so einige, aber meistens nicht das Stehvermögen, die Zeit und die haptischen Fähigkeiten, um sie umzusetzen (obwohl, ich habe gerade eine Idee an Tobias weitergeriecht, mal sehn was er draus macht ;-)
ciao,
Peer (feilt an der Götterdämmerung)

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Vera Schwingenheuer

re: Wieviele gibt es?

Beitragvon Vera Schwingenheuer » 17. Mai 2001, 13:20

>>
Und vor allem, gibt es regionale Unterschiede? Hier in Köln z.B. scheint es keine grosse Anzahl von wirklich Spielebegeisterten zu geben.
>>
Gerade bei Köln gibt es einige Angebote zum Ausprobieren (s. spieler+clubs). Ich habe direkt beim ersten Mal meinen Treffer auf einer Veranstaltung von Udo Schmitz gemacht. Am 4.Juni wird ein Siedler-Tunier in diesem Rahmen veranstaltet. Nebenbei können aber auch andere, neue Spiele gespielt werden. Näheres findest du unter www.gameevents.de .
Vielleicht sieht man sich ja
Vera

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Roman Pelek

re: Wieviele gibt es?

Beitragvon Roman Pelek » 17. Mai 2001, 13:35

Hi Ralf,
>Wenn ich mich in meinem Bekanntenkreis so umsehe, dann finde ich zwar recht viele
Leute, die gerne mal einen Spieleabend mitmachen, aber selbst sich mit Spielen zu
beschäftigen haben sie dann doch keine Lust.<
Das ist normal. Nach langer harter "Arbeit" kaufen sich nun bei uns auch einige Leute wieder Spiele von selbst und bestellen auch mal was "Neues" mit - aber die Regel ist das nicht. Das klebt meist an den "Spinnern", also uns :)
>Meistens mache ich dann an dem Abend
einen Vorschlag, wird der angenommen (Nach Bemerkungen wie „Ach nee, schon wieder
ein neues Spiel“), erklär ich die Regel (1 Woche später mit denselben Leuten dann noch
mal) und wir spielen munter drauflos. Manchmal macht mich diese „ist mir egal was wir
spielen“ Haltung rasend.<
Ja, manchmal ist das ein Problem. Wenn wir nicht grade ein neues Spiel bekommen haben, das wir selbst noch nicht kennen, sind wir selbst relativ offen für das, was gespielt wird. Und dann isses jedem egal, bis sich endlich einer erbarmt, ein Spiel zu nennen :) Bzw. machen wir's umgekehrt: wir sortieren die Spiele aus, die bestimmte Leute NICHT spielen wollen. Aber da bleibt auch nicht genug hängen...
>Nun frag ich mich langsam, wie gross ist die Gruppe derjenigen,
die sich mit dem Thema wirklich beschäftigen eigentlich?<
Hier in Mainz und Umgebung sind's anscheinend nicht allzu viele, es ist nicht so, dass die Spielekreise hier überquellen würden - die meisten kaufen halt mal ein Spiel zu gewissen Anlässen und spielen mal in der Familie. Und viele verstehen unter Spielen auch eher nur "Tabu" und "Siedler" etc.
>Und vor allem, gibt es regionale Unterschiede? Hier in Köln z.B. scheint es keine grosse
Anzahl von wirklich Spielebegeisterten zu geben.<
Mir deucht, dass noch recht viele engagierte Spieler im Ruhrgebiet sitzen - aber Mainz/Wiesbaden ist da auch recht tote Hose, was die Menge an "Spielespinnern" angeht. Wir spielen auch meist privat; und alle größeren Spieleveranstaltungen wie diverse Spielewochenenden sind mindestens 200km Fahrt von hier weg... Das geht dann halt zeitlich und finanziell nicht so oft als wenn was vor Ort wäre.
Ciao,
Roman

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Carsten Wesel

re: Wieviele gibt es?

Beitragvon Carsten Wesel » 17. Mai 2001, 13:46

> eine Idee an Tobias weitergeriecht,
Hat der die Nase dafür?
SCNR, Carsten (hat auch schon an der Götterdämmerung gefeilt)

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Volker L.

Spieldauer (war re: Wieviele gibt es?)

Beitragvon Volker L. » 17. Mai 2001, 14:35

> Und was ich (für mich) nicht verstehen kann, wenn
> bemängelt wird das ein Spiel 2 Stunden
> dauert. Ich finde das überhaupt nicht schlimm, ich
> finde es sogar gut !
Mich stoert eine lange Spielzeit auch nicht, aber die
Gaeste wollen das schon meistens wissen (wobei 2 Stunden
meistens gerade noch akzeptiert werden).
Das Problem, das gerade kuerzlich beim Spieleabend
auftrat: Ich schlug "Vinci" vor, das bisher keiner
der Gaeste kannte, ich selbst hatte es einmal (zu
Sylvester) gespielt. Ich wurde also gefragt, wielange
es dauert - und konnte absolut keine Antwort geben,
weil fuer mich die Spieldauer absolut irrelevant ist
(na gut, Mammutspiele von 5+ Stunden vermeide ich
bei knapper Zeit schon). Ich habe auch, wenn ich mich
mit etwas interessantem beschaeftige (Brettspiel,
Computerspiel, Lesen) keinerlei Zeitgefuehl (ist schon
vorgekommen, dass ich mich um 19:30 an den Computer
gesetzt habe, um noch schnell eine dreiviertel Stunde
zu spielen, bevor der Abendfilm im Fernsehen anfaengt,
und dann um 22:00 ganz entsetzt feststelle, dass ich
den Film jetzt doch verpasst habe).
Jedenfalls konnte ich auch nach der Partie Ursuppe
neulich nur anfangen zu rechnen (gekommen seid Ihr um
16:00, ausgepackt haben wir gegen 16:20, Erklaeren und
Aufbau ca. 30 Minuten, jetzt ist es 19:40, also muss
das Spiel selbst ... fast drei Stunden gedauert haben!
[mir war es eher wie etwas ueber eine Stunde
vorgekommen]).
Gruss, Volker

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Stefanie

re: Wieviele gibt es?

Beitragvon Stefanie » 17. Mai 2001, 14:42

Hier gibt es sehr wenige ;-)
Aber das ist in Australien wohl auch nicht anders zu erwarten; "deutsche" Spiele (hier allerdings meist in der Rio Grande-Ausgabe) sind hier sehr teuer, meist doppelter deutscher Ladenpreis, Neuheiten kommen erst sehr spaet hier an (Wyatt Earp ist gerade eingetroffen) und sind auch nur in wenigen Laeden zu finden. Dort findet man oft uebrigens auch viele andere amerikanische Spiele, z.B. Cheapass und deren Imitatoren, oder diverse Wargames. "Echte" australische Spiele, die noch dazu interessant sind, habe ich bisher nicht gefunden.
Viele "Mainstream"-Spielelaeden (TrU etc.) und Kaufhaeuser haben ein unglaublich beschraenktes Angebot - Monopoly, Cluedo, ein bisschen Ravensburger, diverse geistlose Drinking Games, Harry Potter und einige Hasbro-Spiele, darunter Knizias "Lord of the Rings", das einem wirklich ueberall begegnet.
Allerdings kenne ich hier eine Gruppe von vielleicht 6-8 Spieler(inne)n, die sich regelmaessig treffen,
erstaunlich gut mit Spielen versorgt sind und sehr an Neuheiten und neuen Spielen interessiert sind. Capitol und Dia de los Muertos z.B. kannte keiner, beide kamen sofort auf den Tisch und wurden sehr positiv aufgenommen.
Cheers,
Stefanie

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Attila
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Beiträge: 4715

Spieldauer (war re: Wieviele gibt es?)

Beitragvon Attila » 17. Mai 2001, 21:08

> Mich stoert eine lange Spielzeit auch nicht, aber die
> Gaeste wollen das schon meistens wissen (wobei 2 Stunden
> meistens gerade noch akzeptiert werden).
Wenn die Zeit knapp ist, dann verstehe ich das ja noch, aber ich verstehe die Leute immer so, das sie einfach keine Spiele spielen wollen die länger sind. Wenn ein Spiel 1h dauert spielt man 3 Partien am Abend, aber ein Spiel was 3h dauert wird nicht gespielt.
Ist mir völlig unverständlich diese Logik.
Gruss
Atti

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peer

[ot] Wieviele gibt es?

Beitragvon peer » 18. Mai 2001, 09:18

Hi,
Werde mich hüten darauf zu antworten, sonst wird er böse, weil so viele Leute Spielideen an ihn schicken :-)
(Ausserdem weiss ich es ja noch ghar nicht und überhaupt!)
ciao
Peer

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Stephan v.L.

Spieldauer (war re: Wieviele gibt es?)

Beitragvon Stephan v.L. » 18. Mai 2001, 09:48

Hi Attila,
>>Wenn ein Spiel 1h dauert spielt man 3 Partien am
>>Abend, aber ein Spiel was 3h dauert wird nicht
>>gespielt.
Ist doch ganz einfach: Spielt man ein Spiel, das lange dauert, hat man das Gefühl, dass man die nächsten drei Stunden festsitzt; und wenn dann das Spiel nicht gefällt quält man sich - weil man sich nicht traut oder höflich ist oder.. - bis zum Ende.
Spielt man dagegen kurze Spiele, kann man nach jeder Partie wieder neu entscheiden, ob man eine weitere Partie spielen will, weil's gut war, oder ob man es mit einem anderen versucht oder vielleicht doch lieber nach Hause geht.
Wenn man sich an einen 3-Stünder ranmacht, muss man schon wirklich von der Qualität des Spiels überzeugt sein, bei kürzeren Spielen geht man dann schon eher mal das "Risisko" ein, dass es nicht taugt. Da ist also deine Überzeugungsarbeit gefragt. ;-)
Oder du musst dir solche Spiele für die "Freaks" aufheben, die sich für längere Runden leichter überzeugen lassen.
'n schönen Tag noch
Stephan (der froh ist, wenn er derzeit überhaupz zum Spielen kommt)

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Carsten Wesel

Spieldauer

Beitragvon Carsten Wesel » 18. Mai 2001, 10:12

Vor einem 3-Stunden-Spiel schrecke ich auch eher zurück, was aber noch nicht gegen z.B. La Cittá spricht. Ich spiele dann lieber 3 verschiedene Spiele von je einer Stunde (oder lieber 2 von 90 Minuten).
Gruß Carsten (der heute wieder Spieleabend hat)

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Don Alonso

re: Spieldauer

Beitragvon Don Alonso » 18. Mai 2001, 10:43

Leider kann man oft Spiele wegen der Dauer nicht genau einschätzen.
z.b. Vinci- Regelunklarheit mitten im Spiel (Diskussione fast eine halbe Stunde lang)
Carolvs Magnvs - 3 Stunden zu zweit gespielt !(Nur 1 Spiel)
Die Händler von Genua (ungefähr 45 Minuten, der Händlerturm fing meistens am Marktplatz an !)
etc.
Don Alonso

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Heiko Kauffmann

re: Wieviele gibt es?

Beitragvon Heiko Kauffmann » 19. Mai 2001, 12:38

Hallo Roman!
Also wir sind zwar kein offizieller Spielekreis, aber so 3-8 Spieleinteressierte bis begeisterte finden sich schon in meinem Bekanntenkreis in der Mainzer gegend so leidlich regelmäßig (alle 2-3 Wochen).
So manchem interessierten muss man immer mal wieder einen Schupps geben und dann kommt aber auch immer ein Termin zustande. Es ist halt meistens so, daß ich den Leuten die vielfalt der Spiele näherbringe, aber langsam wird's. Ich konnte jetzt immerhin schon 3 Spielbox-Abos vermitteln. Und schon werden auch in meinem Bekanntenkreis mehr Spiele gekauft.
Der engagierteste bin allerdings immernoch ich in unserer Gruppe.
Mein Profil (Brett- und Kartenspiele):
Ort: Määnzer
Spielebegeistert: total seit den 70ern
Spielen: wäre gern Vielspieler, bin aber, meist auch aus Zeitmangel nur normaler Spieler, aber was nicht ist kann ja noch werden
Anzahl Spiele:ca 120
Top Favorieten: Brett: Siedler, El Grande, Euphrat & Tigris, Die Händler, Löwenherz, Die Fürsten von Florenz, Marra Cash...
Karten: David & Goliath, Zum Kuckuck, Mit List und Tücke, Bohnanza, Mamma Mia...
eigene Entwicklungen: viele Ideen in der Pipeline, aber noch nichts Testreif. Ich will aber unbedingt und ich streng mich auch ganz doll an!
Wissen: Ich kenn mich schon einigermaßen aus, bei uns gelt ich jedenfalls schon als Profi. Da ich aber garnicht so viel Spiele, beschränkt sich mein Wissen über Spiele doch meiner Meinung nach.
Zeitschriften: Spielbox, Pöppel-Revue, Spiel und Autor(demnächst)
Engagement für die Spieleszene: noch zu wenig (muß ich zugeben)
Noch mehr Punkte gibts nur bei Interesse und Einfallsreichtum.
Ich bin mir nicht sicher, ob die Hose in Mainz und Umgebung damit lebendiger ist, aber ich glaube Brett- und Kartenspieler gibt's schon sie brauchen aber den besagten Schupps von den Engagierten.
liebe Grüße,
Heiko (der mit Roman immer noch keinen Spieletermin ausgemacht hat)


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