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Umfrage: Korrekturen

Das ehemalige spielbox-Spielerforum
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Roman Pelek

Umfrage: Korrekturen

Beitragvon Roman Pelek » 22. Mai 2001, 18:08

Hi,
eine kurze Korrektur zur Umfrage: der selbe Scherzkeks, der unter Stefan Sunderlich abgegeben hat, hat wohl auch unter dem geklauten Namen und E-Mail Wolfgang Lübke eine leicht variierte Stimme abgegeben. Ich habe soeben von dem "echten" Wolfgang Lübke erfahren, dass er damit nix am Hut habe.
Ich habe die Effekte noch nicht im Detail überschaut, aber zwei Sachen sind klar:
Pangea rutscht zwei Plätze nach unten (Schnitt 7,11).
Im Zeichen des Kreuzes drei (nun Schnitt 6,03).
Bitte bedenkt das beim Studium der Liste - da war wohl ein großer Scherzkeks am Werk.
Zudem fehlt eine Note "9" bei Zaubercocktail, die ich überlesen hatte. Die Platzierung des Spiels hätte sich dadurch eigentlich nicht geändert, aber der Schnitt steigt von 5,92 auf 6,04. Somit fällt IZDK durch die Streichung der Stimme knapp drunter.
Danke für Euer Verständnis - aber das kann passieren bzw. die erboste E-Mail von Herrn Lübke habe ich auch eben erst bekommen. Für sowas kann ich nix :( War aber hoffentlich die letzte Zweifelsfrage.
Ciao,
Roman

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Lars Hoffmann

re: Umfrage: Korrekturen

Beitragvon Lars Hoffmann » 22. Mai 2001, 18:38

Hallo Roman,
wie hat der Lübke denn erfahren, dass seine Mail missbraucht worden ist bzw. wie hast Du kontrolliert, dass die Absender "echt" waren? Ich z.B. habe kein Bestätigungsmail oder ähnliches erhalten. Meine Noten sind aber mit eingeflossen (oder jemand anders hat genau so gestimmt wie ich).
Ciao Lars

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Roman Pelek

re: Umfrage: Korrekturen

Beitragvon Roman Pelek » 22. Mai 2001, 18:43

Hi Lars,
ich habe in allen Zweifelsfällen zurückgemailt und so ca. im letzten Drittel generell auch wegen möglicher Notenkorrekturen und weil einige gerne eine Bestätigung haben wollten. Einsendungen, die ich für "normal" hielt und die Anfang/Mitte der Umfrage ankamen, haben allerdings keine erhalten.
Aber Deine Mail habe ich erhalten und sie ist auch eingetragen. Wer irgendwie Zweifel hat oder gerne nochmals eine Bestätigung für seine Einsendung kann mich gerne anmailen. Ich will jetzt aber keine E-Mail-Bombe hier rausschicken an alle, die zu Beginn abgestimmt haben :)
Ciao,
Roman

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Markus Barnick

re: Umfrage: Korrekturen

Beitragvon Markus Barnick » 22. Mai 2001, 19:21

och...
mach ruhig weiter..
ich finds lustig :-)

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Roman Pelek

re: Umfrage: Korrekturen

Beitragvon Roman Pelek » 22. Mai 2001, 19:40

Hi Markus,
mich nervt's eher, Korrespondenzen mit erbosten Leuten zu haben, denen man die E-Mail klaut, um mich mit unsinnigen Notenabgaben zuzumüllen.
Ich bin _sehr_ gespannt darauf, wie der DSP dieses Jahr mit sowas zurechtkommt. Falls da keiner penibelst per Hand kontrolliert, kann man nur hoffen, dass die Masse der Einsendungen solchen Unfug nivelliert :(
Aber die Hauptsache ist, dass ihr's ertragt - ich kann ja auch nix dafür...
Ciao,
Roman

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Arno

re: Umfrage: Korrekturen

Beitragvon Arno » 22. Mai 2001, 21:16

Keep cool man. Dir ist was ganz Großes gelungen, es war das erste "Spiel" - und fair spielen ist leider jederfraus/mans nicht. Erboste Menschen wird es auch immer geben - sie können Deinen Erfolg aber nicht schmälern.
Sei im Namen aller "MitspielerInnen" auch für die Gewissenhaftigkeit der Korrekturen bedankt - niemand nimmt sie Dir übel. Du hast viele neue Erfahrungen gemacht, die Du nächstes Mal - und ich hoffe das das kurz vor Essen ist und den gesamten Spielejahrgang 2001 betrifft - einfließen lassen kannst.
In Zeiten ohne den PC und ohne Forum und ohne Mail wären diese Korrekturen fürchterlich aufreibend gewesen - und hättest Du die Zahlen schon veröffentlicht gehabt hätte Dir die Korrekturen niemand mehr "abgenommen" ...

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Roman Pelek

Umfrage: Erfahrungen und Kontrolle

Beitragvon Roman Pelek » 23. Mai 2001, 01:10

Hi Arno,
danke für die netten Worte. Aber die Umfrage hat auch gezeigt, wie problematisch solche Dinge doch werden können. Es gibt viel zu lernen daraus - es fragt sich nur was. Kontrolle von E-Mail z.B. muss anscheinend sein, nur wie und in welchem Umfang? Man kann sich seine Teilnehmer auch wegkontrollieren. Und ehrlich gesagt habe ich das meiste in bezug auf Kontrolle und wie ich vorgehe aus der Kenntnis vieler Forumsteilnehmer, Kenntnis vieler aktueller Spiele und den bereits eingegangenen Noten gezogen. Das ist aber viel Handarbeit, Intuition und Kenntnis der Teilnehmer und dem Forumsgeschehen. Das wird so auch nicht mehr möglich sein und zu aufwändig. Spätestens, wenn noch mehr Nur-Leser oder Nichtforumsteilnehmer sich an sowas beteiligen, kann man kaum noch abschätzen, wer falsche Namen abgibt, wer bewusst falsch benotet etc.
Ich glaube, da ist vor der nächsten Umfrage eine größere Diskussion zum Modus und Vorgehensweise bzgl. Abstimmung und Kontrolle nötig! Da sich Internetumfragen generell immer größerer Beliebtheit erfreuen, ist sowas mal eine Grundlagenfrage, die der Klärung bedarf. Point&Click oder CGI-Skript kann nicht die Lösung sein - dann wäre viel zu viel durchgerutscht. Man nehme nur das Missverständnis mit der Notenskala etc.
Nun ja, da dürfen sich alle mal bis zum nächsten Ereignis in Ruhe Gedanken machen.
Ciao,
Roman

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Don Alonso

re: Umfrage: Erfahrungen und Kontrolle

Beitragvon Don Alonso » 23. Mai 2001, 07:55

>Ich glaube, da ist vor der nächsten Umfrage eine größere Diskussion zum Modus und Vorgehensweise bzgl. Abstimmung und Kontrolle nötig! Da sich Internetumfragen generell immer größerer Beliebtheit erfreuen, ist sowas mal eine Grundlagenfrage, die der Klärung bedarf. Point&Click oder CGI-Skript kann nicht die Lösung sein - dann wäre viel zu viel durchgerutscht. Man nehme nur das Missverständnis mit der Notenskala etc.<
Das wäre jedenfalls ein gutes Thema zum chatten !!!!
Don Alonso (Kleine Schleichwerbung)

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Arno

re: Umfrage: Erfahrungen und Kontrolle

Beitragvon Arno » 23. Mai 2001, 08:43

Lieber Roman,
ich bin voll überzeugt davon, dass bei dieser Umfrage Deine persönliche Spielbegeisterung, Dein Wissen um die Spiele, Deine schon fast persönliche Beziehung zu allen Forumsteilnehmern hier für das Gelingen des Projekts ausschlagggebend waren. Offensichtlich kann man so etwas nur "händisch" machen. Und muß (leider!!!) viel kontrollieren.
Nachdem sich aber jede/r, der an so einer Internetabstimmung teilnimmt (und mit dem Medium also vertraut ist) locker bis zu zwanzig und mehr verschiedene E-Mail Adressen "kostenlos" besorgen kann ist diese Kontrolle nahezu undurchführbar. Warum es aber so einen Spaß macht eine Abstimmung zu manipulieren ist mir ehrlich gesagt ein Rätsel. Ich hoffe nur, dass mindestens 50% der eingegangenen Noten von den Absendern auch "wirklich erspielt" sind. Und nicht so ganz einfach aus dem Bauch heraus und "auf Verdacht "vergeben" wurden.
Du kennst ja unser Forum - da ist vom "Schaumschläger" bis zum ernsthaften Diskutanten alles vorhanden. Das muß man akzeptieren. Und insofern wird jede auch noch so "objektivierte Liste" ein "delphisches Orakel" sein. Seine Schlüsse daraus muß jede/r SpielerIn selbst ziehen. Ich kann mit Unsicherheiten umgehen - ich hoffe Ihr alle auch ..
Arno

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Wolfgang Ditt

re: Umfrage: Erfahrungen und Kontrolle

Beitragvon Wolfgang Ditt » 23. Mai 2001, 10:25

Hallo Roman,
eine erste Kontrolle erreicht du, wenn du eine Bestätigungsmail versendest, in der du die Abstimmungsergebnisse auflistest. So erwischt du nicht exisiterende Emails und Missbrauch von fremden Emails.
Dagegen, dass sich jemand 10 Emailadressen holt und darunter abstimmt, kannst du nichts tun. Aber derjenige hatte wenigstens ganz guten Aufwand.
Bei anderen Dingen helfen kleine Prüfungen, z. B. ob bei dem derzeitigen Modus mindestens ein Wert > 6 vergeben wurde; wenn nicht, liegt der Verdacht nahe, dass Schulnoten vergeben wurden. Ansonsten würde ich den Modus nicht groß diskutieren, denn alle unter einen Hut bekomst du eh' nicht und es ist zu befürchten, dass ein scolhe Dikussion nicht viel bringt.
Wolfgang

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Carsten Wesel

re: Umfrage: Erfahrungen und Kontrolle

Beitragvon Carsten Wesel » 23. Mai 2001, 10:37

> dass ein scolhe Dikussion nicht viel bringt.
Wahrscheinlich. Genausogut könnten wir über die deutsche Rechtschaibung diskutieren.
SCNR, Carsten (gerade auf der Suche nach seiner Homepage)

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Roman Pelek

re: Umfrage: Erfahrungen und Kontrolle

Beitragvon Roman Pelek » 23. Mai 2001, 11:54

Hi Wolfgang,
die von Dir beschriebenen Kontrollen sind ja die, die ich eingesetzt habe.
>Ansonsten würde ich den Modus nicht groß diskutieren, denn alle unter einen Hut bekomst du eh' nicht und es ist zu befürchten, dass ein scolhe Dikussion nicht viel bringt.<
Unter einen Hut bringt man nie alle. Aber vielleicht kommt ja die oder der eine oder andere auf eine gute Idee, wie man z.B. mit Spielen verfährt, die zu wenige Stimmen bekommen. Ein unteres Limit an Abgaben voraussetzen, wie wir's gemacht haben (wenn ja, welches? Bestimmte stochastische Modelle benutzen?), oder wie Aaron Fuegi in seiner Internet-Top-100 es macht, zu allen Spielen ein paar Stimmen mit niedrigeren Noten zu addieren, um bei niedrigen Abgabezahlen hohe Plätze unmöglich zu machen.
Wie dem auch sei: wer Ideen hat, soll sie äussern; das kann auch in privatem E-Mail-Kontakt sein.
Ciao,
Roman

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Volker L.

re: Umfrage: Erfahrungen und Kontrolle

Beitragvon Volker L. » 23. Mai 2001, 12:34

> wie man z.B. mit Spielen verfährt, die zu wenige
> Stimmen bekommen. Ein unteres Limit an
> Abgaben voraussetzen, wie wir's gemacht haben (wenn
> ja, welches? Bestimmte stochastische Modelle
> benutzen?), oder wie Aaron Fuegi in seiner
> Internet-Top-100 es macht, zu allen Spielen ein paar
> Stimmen mit niedrigeren Noten zu addieren, um bei
> niedrigen Abgabezahlen hohe Plätze unmöglich zu machen.
Ich finde die Loesung von Aaron Fuegi nicht sehr gut
(obwohl es so immer noch besser ist als gar keine
Beschraenkung), ich finde es besser, wenn nur Spiele
gewertet werden, die eine bestimmte Mindestzahl an
Stimmen bekommen haben. Mein Vorschlag: 5% der Einsender
muessen fuer dieses Spiel abgestimmt haben. Spiele mit
weniger Stimmen sollten dann allerdings in einer
separaten Liste aufgefuehrt werden.
Ich hoffe, bezueglich der Handhabung der Einsendungen
kommst Du zu einer praktikablen Loesung, damit wir
z.B. nach Essen wieder abstimmen koennen.
Gruss, Volker

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Michael Mader

Notenbewertung

Beitragvon Michael Mader » 23. Mai 2001, 12:55

Ich habe keine Stimmen abgegeben, da ich mit dem Notensystem nicht ganz im reinen war. Das Schulnotensystem wäre besser gewesen. Ich schätzte, es werden viele eine falsche Wertung abgegeben haben. Somit ist die ganze Umfrage umsonst gewesen. Aber wie kann man es besser machen ? Ich finde, man nimmt einmal das Schulnotensystem her (mit dem hat jeder zu kämpfen). Leider kann man die Emails nicht kontrollieren, da heute jeder mindestens 4 - 10 verschiedene hat (Hypothese). Leider kann ich da auch nicht helfen.
Und jetzt zur Frage: Was bringen uns die Zahlen ? Das Carcassonne ein sehr gutes Spiel ist, Medina auch ? (Ich finde Medina zu viert sehr langweilig übrigens).
Michael Mader (Findet, das solche Umfragen sinnlos sind)

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Roman Pelek

Sinn und Unsinn von Umfragen

Beitragvon Roman Pelek » 23. Mai 2001, 14:22

Hi Michael,
>Ich habe keine Stimmen abgegeben, da ich mit dem Notensystem nicht ganz im reinen war. Das Schulnotensystem wäre besser gewesen. Ich schätzte, es werden viele eine falsche Wertung abgegeben haben.<
Es hält sich im Rahmen. Angesichts der 146 gültigen Abgaben waren die 8, die ich aufgrund der Notenskala korrigieren lassen musste, noch vergleichsweise wenig.
Das Notensystem bot sich an, da die Spielbox es verwendet und auch einige Forumsleser es von früheren Umfragen her kennen.
Aber bei der Vielfalt der verschiedenen Notensysteme zur Bewertung von Spielen, die es gibt, bleibt Verwirrung nie aus. Hätte ich ein Schulnotensystem angesetzt, hätten vielleicht einige "invers" gewertet (sprich: 6 beste Note, 1 schlechteste), da dies in einigen Publikationen auch so üblich ist (die Sache mit dem "Würfel"). Vor allem werde ich vermutlich Abstand davon nehmen, dies nochmal umzustellen, weil sich jetzt nun wirklich die meisten dran gewöhnt haben.
>Somit ist die ganze Umfrage umsonst gewesen.<
Wirklich? Ich kann nicht ganz ersehen, wie Du dies an der Notenskala, die manchen Probleme bereitet hat, alleinig festmachst - ich sehe diesen Punkt nicht so krass.
>Aber wie kann man es besser machen ? Ich finde, man nimmt einmal das Schulnotensystem her (mit dem hat jeder zu kämpfen).<
S.o., das gibt wiederum andere Probleme, zumindest für die, die auch andere Publikationen lesen. Unsere Tageszeitung wertet z.B. auch nach dem "Würfelprinzip", ebenso z.B. Hall9000.
>Leider kann man die Emails nicht kontrollieren, da heute jeder mindestens 4 - 10 verschiedene hat (Hypothese). Leider kann ich da auch nicht helfen.<
Sagen wir's mal so: wenn jemand sich wirklich so viel Mühe machen will, sich 10 Identitäten zuzulegen, dann sollen diese Personen mit "multipler Persönlichkeitsspaltung" meinetwegen auch Erfolg haben. Aber Arbeit muss es schon sein. Zumal diejenige Person sich auch noch die Mühe machen muss, Abgaben zu kreiieren, die sich nicht zu ähnlich sehen, damit's nicht auffällt. Mit ner simplen falschen E-Mail darfs nicht getan sein, so billige Versuche müssen rausgenommen werden.
>Und jetzt zur Frage: Was bringen uns die Zahlen ? Das Carcassonne ein sehr gutes Spiel ist, Medina auch ?<
Das ist Interpretationssache. Ich würde es so interpretieren, dass Carcassonne und Medina von vielen erfahrenen Spielern für sehr gute Spiele gehalten werden. Das dürfte der Wahrheit wahrscheinlich am nächsten kommen.
>(Ich finde Medina zu viert sehr langweilig übrigens).<
Das ist ja auch immer persönliche Geschmackssache. Eine Umfrage kann vielleicht eine Richtung weisen, den persönlichen Geschmack und die eigene Entscheidung kann eine solche Übersicht aber nicht ersetzen. Ich hätte auch gerne so manches Spiel weiter oben gesehen und so einige weiter unten. Aber zu 90% deckt sich die Umfrage auch mit meinem persönlichen Empfinden - und ich finde, das ist eine sehr hohe Quote an Übereinstimmung.
>Michael Mader (Findet, das solche Umfragen sinnlos sind)<
Umfragen sind immer Zahlenspielereien, und, s.o., ersetzen nicht persönliche Entscheidungen. Aber sie können Trends aufzeigen und vielleicht im einen oder anderen Fall vielleicht auch mal einen Tipp geben, was man sich nochmal näher anschauen sollte. Ich persönlich wurde beim Auswerten der Umfrage auf einige Spiele aufmerksam, die ich vorher ob der Ungewissheit ihrer Qualität links liegen habe lassen. Hinsichtlich dieses Aspekts war die Umfrage für mich auch persönlich ein Gewinn.
Letztendlich sollte man solche Umfragen aber auch immer als ein "Spiel" sehen - vielen macht es sicherlich Spass, einfach mal zu sehen, was andere denn so über welche Spiele denken. Ein Überbewerten oder unsinniges Hineininterpretieren a la "Oh, Spiel XY ist besser als YZ, da es im Notenschnitt 0,03 drüber liegt" ist aber nicht angebracht.
Aber wie alle Spiele ist auch das Spiel "Umfrage" eine Geschmackssache und wird sicher nicht jedem gerecht ;-)
Ciao,
Roman

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Heiko

re: Sinn und Unsinn von Umfragen

Beitragvon Heiko » 23. Mai 2001, 23:27

Hallo Roman,
wie Du schon selbst sagst kann und will Deine Umfrage weder als objektives Bewertungskriterium, noch als representative Beliebtheitsstatistik fuer Spiele dienen. Dies ist schon aufgrund der Teilnehmerzahl und Teilnehmerauswahl nicht moeglich.
Trotzdem finde ich, dass man mit Hilfe Deiner Umfrage einen guten Ueberblick darueber erhaelt was viele (Viel)spieler hier aus dem Forum ueber den neuen Spielejahrgang denken. Dabei ist es auch voellig egal wie praezise oder objektiv die Meinungsabgabe ist.
Bei der Bundesliga schaut ja auch jeder auf die Tabelle, obwohl diese nicht unbedingt das spielerische Koennen der beteiligten Mannschaften repraesentiert (und ein Spielergebnis schon zweimal nicht, obwohl unsere Mannschaft frueher immer berechtigterweise 2-stellig verloren hat)).
Mir hat's Spass gemacht Deine Umfrage mitzuverfolgen und ich werde mich sicherlich auch vom Umfrageergebnis bei meinen Kaufentscheidungen beeinflussen lassen.
Was ich ganz besonders toll (und wichtig) finde ist, dass Du nicht nur den Notendurchschnitt pro Spiel angibst, sondern auch die Notenverteilung.
(Bei ner Durchschnittsnote von 5.5 macht's ja nen Unterschied ob's 10x 1.0 und 10x 10.0 oder 20x 5.5 waren..)
Gruesse
Heiko (der an der Umfrage selbst leider nicht teilnehmen konnte)

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H.-Georg Rausch

re: Sinn und Unsinn von Umfragen

Beitragvon H.-Georg Rausch » 24. Mai 2001, 14:26

Vorsicht ist geboten!
Die Meinungen über den Sinn und Unsinn einer solchen Umfrage gehen sicher wie üblich meilenweit auseinander. Tatsache ist: Eine Umfrage ist die Summe subjektiver Meinungsäußerungen (vgl. "Erste Eindrücke vom Spielewochenende" auf der AFS-Homepage). Eine solche Umfrage kann und darf sachliche und objektive Kritik nicht ersetzen.
Das Problem, das sich für mich bei jeder Umfrage dieser Art ergibt, ist: "Wer wird gefragt?" Es macht einen riesigen Unterschied, ob ein Vielspieler bzw. Kritiker seine Benotung abgibt für ein Spiel, das er etliche Male gespielt hat, oder Marius Kasuppke aus Pusemuckel, der alle vier Wochen mal spielt und zufällig in diesem Forum gelandet ist, weil er auch gerne surft. Umso schwerwiegender ist das, wenn solche Fälle eintreten, daß tatsächlich jemand unter 10 verschiedenen Mailadressen abstimmt.
Eine Lösung kann sein, daß jeder Teilnehmer zur Stimmabgabe seine Adresse mit angeben muß, so wie das ja beim Deutschen Spielepreis inzwischen praktiziert wird. Aber auch dies sagt noch nichts über die Qualität der Umfrage aus oben genannten Gründen aus.
Wenn ich dieser gelaufenen Umfrage etwas positives abgewinnen kann, dann ist es das "persönliche" Verhältnis von Roman Pelek zu den abstimmenden. Kenne ich die Menschen, mit denen ich es zu tun habe, dann weiß ich auch, ob ihre Abstimmung ernstgemeint oder ein Joke ist. In den hiesigen Spielekreisen kenne ich die Menschen auch und so kann ich mir durchaus eine Meinung aus den abgegebenen Stimmen bilden.
Eine Umfrage aber, bei der eine anonyme Masse mit unbekanntem Bezug zum jeweiligen Spieletitel abstimmt, hat für mich etwas nutzloses und ich würde nie und nimmer eine "Kaufempfehlung" daraus ableiten wollen.
Deshalb: Umfragen als Resultat von subjektiven Meinungen, soweit, so gut. Aber man muß schon wissen, wer en detail hinter den Abstimmungen steht.
In diesem Sinne,
G´Ork

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Don Alonso

re: Sinn und Unsinn von Umfragen

Beitragvon Don Alonso » 24. Mai 2001, 17:22

Da gebe ich recht. Am besten, man frägt zusäztlich, wie sich der Spieler selbst einschäzt und wie oft er ungefähr spielt.
Aber es wird immer schwer sein, eine ideale Benotung durchzuführen. Ich selbst habe sie sehr interessant gefunden und werde mir das Spiel Medina einmal genauer anschauen !
Gruß
Don Alonso

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Berit Kamb

re: Sinn und Unsinn von Umfragen

Beitragvon Berit Kamb » 24. Mai 2001, 20:05

Lieber G'Ork,
ich stimme Dir auch zu.
Aber eigentlich weiß das doch jeder hier, oder?
Ich spiele zwar so viel wie irgend möglich, würde mich aber nicht als "echte" Vielspielerin bezeichnen, weil mir einfach für bestimmte Spiele oft die Mitspieler fehlen. (In diesem Zusammenhang an alle: Ihr wißt gar nicht, wie gut Ihr es habt, wenn Eure Gruppe meist Euren Vorschlägen am Spieleabend folgt!!!)
Ich habe daher über etliche Spiele gar nicht abstimmen können. Dennoch profitiere ich sehr von der Abstimmung, und ich bin Roman für seine Mühe sehr dankbar, denn zumindest wir "Etwas-weniger-aber dennoch-gern-Spieler" können doch eine Menge herauslesen aus den Ergebnissen. Und auch professionelle Kritiker sind nur Menschen und können Spiele doch sehr unterschiedlich bewerten.
Keiner kommt letztendlich umhin, sich eine eigene Meinung zu bilden, und auch die schärfste Filterung wird nicht verhindern, daß ich, zum Kauf verleitet, diesen womöglich später bereue.
Aber ohne von anderen zu erfahren, ob ein neues Spiel spannend ist und zumindest für eine Weile bleibt, würde ich sicher häufiger Fehlkäufe tätigen.
In diesem Sinne danke ich allen Forumsteilnehmern, die sich bemüht haben, so fair wie möglich zu bewerten, und noch einmal Roman.
Und in vielleicht nicht allzu ferner Zukunft ist meine Gruppe auch so weit gereift, daß wir echte, hartgesottene Vielspieler sind und uns zutrauen, schon nach der Lektüre der Regeln eine Meinung zum Spiel zu vertreten.
Bis dahin verlasse ich mich auf meinen guten Geschmack und behalte die Empfehlungen von Leuten, die mir einige Runden voraus sind, im Hinterkopf.
Liebe Grüße,
Berit

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Frank Gartner
Kennerspieler
Beiträge: 257

re: Notenbewertung

Beitragvon Frank Gartner » 25. Mai 2001, 08:27

Hallo Michael,
es ist schwer über Geschmack zu diskutieren.
So unterschiedlich Meinungen über Spiele, CDs, Filme etc. ausfallen werden auch die Meinungen über eine Umfrage sowie über ein Notensystem ausfallen. Wir hatten kürzlich eine Diskussion zum Thema Notensystem. Auch hier gingen die Meinungen weit auseinander.
Es ist und bleibt Geschmackssache. Da wird man nie einen Nenner finden.
Wem´s gefällt macht mit, wem es nicht gefällt, lässt es bleiben.
MfG
Frank

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H.-Georg Rausch (G´Ork)

re: Sinn und Unsinn von Umfragen

Beitragvon H.-Georg Rausch (G´Ork) » 25. Mai 2001, 11:55

Hallo,
mir hatte sich ein wenig der Eindruck aufgedrängt, als sei diese Umfrage nun das Maß aller Dinge. Roman hat sich eine Menge Mühe gemacht, okay, aber die Frage ist natürlich immer, für was. Für mich hat eine Kritik in der Spielbox, Pöppel oder Fairplay jedenfalls mehr Aussagekraft als die gesamte Umfrage zusammen. Das soll die Umfrage nicht "schlecht" machen, sondern nur ins richtige Licht setzen. Über die Ergebnisse der Umfrage kann man im Detail natürlich (und das wissen alle) ebenso geteilter Meinung sein wie über eine Kritik. Nur: Bei einem Kritiker weiß ich, was ich von einer Kritik zu halten habe, bei der Umfrage weiß ich nicht, wer da alles mit abgestimmt hat.
Und was das "gut haben" anbelangt: Du weist gar nicht, wie schwer es ist, die Leute jede Woche zu einem neuen Titel zu überreden. Oder aber, wenn ein Titel beim ersten Durchlauf nicht so gut weggekommen ist, für weitere Spiele. Aber deshalb lobe ich mir die Köln-Bonner Spielekultur mit den vielen offenen Spielekreisen, in denen man pro Woche 3-5x Spielen gehen kann, wenn man denn Lust hat.
Die meisten Kaufentscheidungen werden dort getroffen, wenn ein Vorreiter (z.B. ich) die Spiele vorgestellt hat und diese mehrfach gespielt wurden. Deshalb gibt es wohl bei uns ein verschwindendes Maß an Fehlkäufen.
Den ersten Eindruck zu spielen gewinne ich in der Regel auf den Messen in Nürnberg und Essen. Das Regelstudium sagt mir eigentlich nur, ob ein Spiel von der Mechanik her den persönlichen Geschmack der einen oder anderen Runde trifft und ob es lohnt, das Spiel dort vorzustellen (wer Die Händler von Genua in eine Runde der großen Schweiger einführen will, hat halt schlechte Karten). Aber die Überzeugung, ein Spiel zu kaufen, kann nur eines bringen: Spielen, spielen, spielen und nochmal spielen. In Essen. Oder auch vereinzelt in Spieleläden wie im Spielbrett in Köln. Aber eine Umfrage... da bin ich doch höchst skeptisch.
Wenn es indes das einzige ist, worauf man zurückgreifen kann, ist es aber immer noch besser als nichts.
Mit spielerischen Grüßen
G´Ork
(der anonymen Umfragen leider nichts rechtes abgewinnen kann)



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Roman Pelek

Wer hat abgestimmt

Beitragvon Roman Pelek » 25. Mai 2001, 14:08

Hi G'Ork,
>Wenn ich dieser gelaufenen Umfrage etwas positives abgewinnen kann, dann ist es das "persönliche" Verhältnis von Roman Pelek zu den abstimmenden. Kenne ich die Menschen, mit denen ich es zu tun habe, dann weiß ich auch, ob ihre Abstimmung ernstgemeint oder ein Joke ist.<
Ist ein Argument, auf das ich gerne eingehe, da nur ich die Übersicht habe, wer alles abgestimmt hat.
Da ich sehr genau kontrolliert habe, was an Einsendungen kam, sind hier Fantasieeinsendungen quasi ausgeschlossen. Zum anderen ist mir die absolute Mehrzahl der Einsender namentlich und z.T. persönlich aus den Forumsdiskussionen oder privatem Kontakt auch bekannt.
Es haben also in der Tat mehrheitlich Leute abgestimmt, die hier auch häufig zu lesen sind, und sowohl die Art der Einsendungen als auch die Anzahl der benoteteten Spiele pro Teilnehmer legen den Schluss nahe, dass diese Umfrage sich zum größten Teil auf die Aussagen erfahrener Spieler stützt.
Insofern ist die Umfrage für mich ein schönes Spiegelbild des Forumsgeschehens hier - den Zweck erfüllt sie, denke ich, sicherlich. Und da das Forum hier ja mittlerweile recht populär ist, hat die Umfrage auch ein recht akzeptables Volumen erreicht.
Einsendungen unerfahrener Spieler oder von "Hinz und Kunz, die hier mal reinschneiten" sind selten und werden locker aufgewogen durch die Masse der fundierten Einsendungen.
Ich denke, das wird auch recht anschaulich klar, wenn man sich z.B. ein "Roads & Boats" auf Platz 3 ansieht.
Kurzum: ich kann persönlich guten Gewissens sagen, dass hier fundierte Meinungen abgegeben wurden und ich "blödsinnige" Einsendungen mit falscher E-Mail/Adresse nachkontrolliert und rausgeschmissen habe. Denn wir haben ja Absenderangaben verlangt.
Dennoch, ganz klar, wie ich schon mehrfach gesagt habe: persönlichen Geschmack und fundierte Spielekritiken kann (und will) diese Umfrage nicht ersetzen. Aber sie kann aufmerksam machen auf Titel, bei denen das Einholen näherer Informationen lohnt. So verstehe ich das Geschehen bzw. würd's auch gerne so verstanden wissen ;-)
Ciao,
Roman


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