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Das Amulett: Anmerkungen und Fragen

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Kathrin Nos
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Das Amulett: Anmerkungen und Fragen

Beitragvon Kathrin Nos » 23. Juli 2001, 13:19

Hi,
wir haben am Wochenende mal wieder mehrere Partien "Das Amulett" gespielt, so dass wir es bisher auf ca. 10 Partien bringen.
Einige Fragen und Anmerkungen:
Wir haben bisher immer zu dritt gespielt. Wie spielt es sich mit mehr als drei Personen?
- Ich kann mir gut vorstellen, dass sich an der Versteigerung der Zaubersprüche nicht sehr viel ändert, da die Anzahl der versteigerten Zaubersprüche der der mitspielenden Personen entspricht. Im Mittel könnte also jeder pro Runde einen Zauberspruch erhalten.
- Die Länge der Reise während der Edelsteinphase wird jedoch weiterhin zwischen 3 und 6 liegen. Damit dauert das Spiel wahrscheinlich deutlich länger, oder? Es gab hier im Forum ja mal eine Diskussion über die auf der Schachtel aufgedruckte Spieldauer - bei uns dauerte eine Partie eigentlich immer unter einer Stunde, falls einer die anderen haushoch hinter sich lässt, sogar deutlich kürzer.
- Bei drei Personen ist es nie vorgekommen, dass der Kartenstapel mit den Sprüchen durchgespielt wurde, d.h. Zaubersprüche ein zweites Mal versteigert werden. Kommt dies bei mehr Personen vor und wie wirkt sich das aus?
- Einer der mächtigsten Sprüche bei uns war "Des Geizes übler Fluch" (bei dem man eine Karte abbekommt, falls das Höchstgebot kleiner oder gleich vier war), besonders in Verbindung mit z.B. "Magische Reise" (bei der man die Länge der Reise festlegen kann - eine lange Reise begünstigt des Geizes übler Fluch, weil entweder alle sparsam bieten und dann Metallkarten hereinkommen, oder die anderen bieten anfangs hoch und man kann gegen Ende der Reise billig abkassieren und dabei noch eine Karte wieder zurücknehmen). Wir haben schon überlegt, bei drei Personen die Energiekosten für "Des Geizes übler Fluch" auf zwei Energiesteine anzuheben, was meint Ihr dazu?
- Dagegen ist "Des Krösus übler Fluch" (Karte abkassieren, wenn Gebot grösser oder gleich sechs) bei drei Leuten eher schwach. Ich kann mir gut vorstellen, dass sich das bei fünf oder sechs Personen eher verschiebt und der Krösus-Spruch mächtiger wird, weil bei einer kurzen Reise gar nicht jeder überhaupt einen Edelstein erhalten kann und entsprechend höher geboten wird, weil man evt. auch mal eine Runde (evt. zwangsläufig) aufspart.
- Was habt Ihr für Erfahrungen mit der Variante gemacht, bei der man anfangs aus drei (oder wievielen?) Zaubersprüchen zwei aussuchen und auch noch beliebig viele Energiesteine darauf platzieren darf? Wir fanden die Variante nicht sehr gut, weil uns erschien, dass mächtige Kombinationen damit noch wahrscheinlicher werden und damit das Spiel zu unausgeglichen wird (ein recht hoher Glücksfaktor ist ja eh drin).
Prinzipiell finden wir "Das Amulett" sehr reizvoll, wenngleich eben nicht sehr taktik-/strategielastig. Durch die vielen möglichen Kombinationen an Zaubersprüchen ist es jedes Mal anders. Allerdings hatten wir auch schon mehrmals den Fall, dass einer eine so mächtige Kombination an Zaubersprüchen hatte, dass er einfach in sehr kurzer Zeit gewonnen hatte. Was aber bei uns dazu geführt hat, dass wir direkt nochmal losgespielt haben.
Ich bin gespannt auf Eure Antworten und Kommentare.
Alles Gute wünscht
Kathrin.
Spielerin, früher auch Rezensentin

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Carsten Wesel

re: Das Amulett: Anmerkungen und Fragen

Beitragvon Carsten Wesel » 23. Juli 2001, 13:45

> Wie spielt es sich mit mehr als drei Personen?
Flüssig und interessant, es passiert eben mehr.
> Ich kann mir gut vorstellen, dass sich an der
> Versteigerung der Zaubersprüche nicht sehr viel
> ändert
Denke ich auch.
> Die Länge der Reise während der Edelsteinphase wird
> jedoch weiterhin zwischen 3 und 6 liegen. Damit
> dauert das Spiel wahrscheinlich deutlich länger, oder?
Ja. Unter einer Stunde habe ich noch nie gespielt.
> Bei drei Personen ist es nie vorgekommen, dass der
> Kartenstapel mit den Sprüchen durchgespielt wurde,
Bei 6 Personen schon, wobei das nur die Auswirkung hat, daß man die Karte schon kennt und sich daran erinnert, was der andere in der Runde vorher damit angestellt hat (Du solltest Wolfgang Ditt mal mit dem Spruch "Ich halte das Gebot" erleben).
> Wir haben schon überlegt, bei drei Personen die
> Energiekosten für "Des Geizes übler Fluch" auf zwei
> Energiesteine anzuheben, was meint Ihr dazu?
Noch keine Meinung
> Was habt Ihr für Erfahrungen mit der Variante
> gemacht, bei der man anfangs aus drei (oder
> wievielen?) Zaubersprüchen zwei aussuchen und auch
> noch beliebig viele Energiesteine darauf platzieren
> darf?
Die konnte ich noch nicht spielen, da immer irgendein Neuling dabei war, der den Wert der Karten noch nicht abschätzen kann. Aber 2 Karten zufällig am Anfang _kann_ sehr unausgeglichen sein.
> Prinzipiell finden wir "Das Amulett" sehr reizvoll,
Zustimmung
> Allerdings hatten wir auch schon mehrmals den Fall,
> dass einer eine so mächtige Kombination an
> Zaubersprüchen hatte, dass er einfach in sehr kurzer
> Zeit gewonnen hatte. Was aber bei uns dazu geführt
> hat, dass wir direkt nochmal losgespielt haben.
Klingt positiv ;-)
Gruß Carsten (ist auf das Abschneiden beim DSP gespannt)

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Wolfgang Ditt

re: Das Amulett: Anmerkungen und Fragen

Beitragvon Wolfgang Ditt » 23. Juli 2001, 13:57

Hallo Kathrin,
>Wir haben bisher immer zu dritt gespielt. Wie spielt >es sich mit mehr als drei Personen?
Ja ist so, man kann nur länger warten, ob der "richtige" Spruch kommt, um am Ende dann doch keinen abzubekommen.
> Die Länge der Reise während der Edelsteinphase wird > jedoch weiterhin zwischen 3 und 6 liegen. Damit >dauert das Spiel wahrscheinlich deutlich länger, oder?
Ja, tut es. Mit drei Spielern ist es schnell gespielt, aber zu sechst kannst du schon die 2 Stunden brauchen.
> Bei drei Personen ist es nie vorgekommen, dass der
> Kartenstapel mit den Sprüchen durchgespielt wurde, > d.h. Zaubersprüche ein zweites Mal versteigert
> werden. Kommt dies bei mehr Personen vor und wie > wirkt sich das aus?
Es kommt vor. Da das Spiel mehr Runden hat und auch mehr Spieler, braucht man mehr Sprüche. Man kann dann schon mal eher auf seinen "Liebling" warten.
> Einer der mächtigsten Sprüche bei uns war "Des
> Geizes übler Fluch" ...
> Dagegen ist "Des Krösus übler Fluch" (Karte
> abkassieren, wenn Gebot grösser oder gleich sechs) > bei drei Leuten eher schwach...
Ja, die Wertigkeit ändert sich mit der Anzahl der Spieler. Abändern würde ich die Karte nicht. Sie bringt maximal 6 Metall ein, wenn viele Edelsteine verstegiert werden. Im Schnitt sind es weniger...
> Was habt Ihr für Erfahrungen mit der Variante > gemacht, bei der man anfangs aus drei
> (oder wievielen?) Zaubersprüchen zwei aussuchen und
> auch noch beliebig viele Energiesteine darauf > platzieren darf? Wir fanden die Variante nicht sehr
> gut, weil uns erschien, dass mächtige Kombinationen > damit noch wahrscheinlicher werden und damit
> das Spiel zu unausgeglichen wird (ein recht hoher > Glücksfaktor ist ja eh drin).
Es ist besser, weil kaum jemand mit Zaubersprüchen startet, die zu Beginn mies sind. Jeder hat dann - scheinbar - eine gute Kombo. Trotzdem kann immer nur einer pro Feld Edelsteine ersteigern.
> Prinzipiell finden wir "Das Amulett" sehr reizvoll,
> wenngleich eben nicht sehr taktik-/strategielastig.
Geht beides. Nach 10 Partien solltet ihr die Zaubersprüche so gut kennen, dass ihr vorausplanen könnt. Das Ersteigern der Sprüche ist das wichtigste...
> Durch die vielen möglichen Kombinationen an
> Zaubersprüchen ist es jedes Mal anders. Allerdings > hatten wir auch schon mehrmals den Fall, dass einer
> eine so mächtige Kombination an Zaubersprüchen hatte, > dass er einfach in sehr kurzer Zeit gewonnen hatte. > Was aber bei uns dazu geführt hat, dass wir direkt
> nochmal losgespielt haben.
Passiert bei drei Spielern leicht, je mehr mitmachen je seltener tritt es auf.
Wolfgang

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Wolfgang Ditt

[OT] war: Das Amulett: Anmerkungen und Fragen

Beitragvon Wolfgang Ditt » 23. Juli 2001, 13:58

Hallo Carsten
Das Posting halte ich.
Wolfgang (liebt die "Überlegenheit" bei sich, nicht bei anderen)

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Roman Pelek

re: Das Amulett: Anmerkungen und Fragen

Beitragvon Roman Pelek » 23. Juli 2001, 14:17

Hi Kathrin,
Deine Vermutungen bzgl. höherer Spielerzahl kann ich nur bestätigen, insofern gehe ich da nicht näher drauf ein :)
>Prinzipiell finden wir "Das Amulett" sehr reizvoll, wenngleich eben nicht sehr taktik-/strategielastig.<
Ich persönlich finde, dass man beim Amulett recht viel machen kann, indem man seine Kartenkombinationen "vorausplant", in dem Sinne: was kommt noch, was kommt wieder (bei 6 Spielern häufig), in welche Richtungen lenke ich die Reisegruppe und wie hindere ich Mitspieler daran, ihre Sondereigenschaften auszunutzen.
Dies alles erfordert aber eine gute Kartenkenntnis und eine sehr gute Übersicht über alle ausliegenden Kartenkombinationen. Wenn man diese nicht besitzt, so ist Amulett durchaus ein Glücksspiel - aber das haben Spiele so an sich, dass sie unberechenbarer sind, je weniger man sie kennt. Insofern kein Problem per se für mich.
In unseren Runden hat sich jedenfalls klar herauskristallisiert, dass ein(e) Mitspieler(In) den anderen überlegen ist, insofern ist das Spiel m.E. taktischer, teilweise auch strategischer als Du vermutest.
Allerdings gebe ich auch noch zu bedenken, dass man in größeren Besetzungen noch mehr Zeit hat, eine Strategie aufzubauen, während in der Dreierrunde primär Taktik und Hoffen auf bestimmte Zauberkarten dominieren.
Spielt's also einfach nochmal in größeren Runden (4-5) - es lohnt sich. 6 Mitspieler machen's meistens zäh, weil irgendjemand lange nachdenkt bzw. sich Leute, die hinten liegen, anfangen zu beschweren, sie könnten nix machen, da sie nicht die Geduld besitzen, auf den richtigen Moment zu warten :(
>Durch die vielen möglichen Kombinationen an Zaubersprüchen ist es jedes Mal anders. Allerdings hatten wir auch schon mehrmals den Fall, dass einer eine so mächtige Kombination an Zaubersprüchen hatte, dass er einfach in sehr kurzer Zeit gewonnen hatte.<
Je mehr Mitspieler Du hast, desto mehr können gegen den Führenden spielen. Zudem ist die Rundenanzahl höher, so dass eine einmalige Kartenkombination nicht so stark wiegt, da sie prozentual weniger "Zeit" im Spiel einnimmt.
>Was aber bei uns dazu geführt hat, dass wir direkt nochmal losgespielt haben.<
Dann spielt's doch demnächst einfach noch ein paar Mal zu viert oder fünft ;-)
Ciao,
Roman (dem das Amulett noch nicht langweilig geworden ist - im Gegensatz zu vielen anderen Neuheiten)

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Kathrin Nos
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re: Das Amulett: Anmerkungen und Fragen

Beitragvon Kathrin Nos » 23. Juli 2001, 19:06

Danke schon mal für Eure Antworten!
Sowohl Wolfgang als auch Roman haben es erwähnt: Durch die Spruchversteigerung ist der taktische/strategische Anteil nicht zu knapp gegeben. Ich denke, dass ist auch der Grund, weshalb zumindest in unserer Spielerrunde "Das Amulett" mit steigender Partienzahl immer beliebter wurde, besonders am Anfang (das jetzt mathematisch zu formulieren, lasse ich lieber ;-) ). Übrigens, genauso ging es uns bei Carcassonne, wie wahrscheinlich vielen anderen auch.
Demnächst haben wir die Gelegenheit, mal zu mehr als drei Leuten zu spielen *freu*
Alles Gute wünscht
Kathrin.
Spielerin, früher auch Rezensentin


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