Habe heute die Gewerkschaftszeitung "Metall" der IGM-Gewerkschaft Nr. 12 Dez 2001 in die Finger bekommen.
Auf Seite 23 steht die Rubrik "Ratgeber" mit dem Titel "Spiel mal wieder". Es werden einige Spiele vorgestellt u.a. Carcassonne, Das Amulett und andere.
In einem Kasten mit der Überschrift "Nachgefragt" gibt Dr. Bernward Thole Metall ein Interview: (Auszug)
metall: Gibt es neue Tendenzen oder Entwicklungen?
Thole: Es gibt einen deutlichen Trend zu einer neuen,
raffinierten Einfachheit bei den Brettspielen.
metall: Worin zeigt sich diese Einfachheit?
Thole: Statt hochkomplexer Freak-Spiele mit uferlosen
Regelwerk und unendlicher Spieldauer werden wieder
vermehrt Spiele für Otto Normalverbraucher angeboten.
metall: Und das bedeutet?
Thole: Es sind Spiele mit einer einfachen, geradlinigen
Grundstruktur, die gleichzeitig eine erstaunliche
Spieltiefe bieten und großen Spielspaß machen.
Ich frage mich nun, welche vielen deutsche hochkomplexen Spiele mit uferlosen Regelwerk das waren. Es war zwar eindeutig eine Qualitätssteigerung in den Spielen der letzten 5 Jahre erkennbar, nur schließe ich aus den Äusserungen von Herrn Thole, dass im das so nicht gefiel.
Sicherlich will die "Familie" interessante Spiele mit kurzem eingängigen Regelwerk, nur hoffenlich bewegen wir uns nach den Worten von Herrn Thole nicht wieder zurück auf "Mau-Mau"-Niveau.
Gerade von Herrn Thole hätte ich etwas qualifizierende Äusserungen erwartet. Auch Gewerkschaftsmitglieder wollen sicherlich keinen glattgestrichenen Spielebrei.
mit grübelnden Grüßen
Achim