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Erste Eindrücke von TransAmerica

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hannes

Erste Eindrücke von TransAmerica

Beitragvon hannes » 8. März 2002, 01:09

Hi

Ich habe bis jetzt 19 online-Partien TransAmerica in der Brettspielwelt hinter mir.

TransAmerica basiert auf Iron Road (Winsome games). Als Spieler lege ich Schienen kreuz und quer durch die USA, mit dem Ziel, alle meine 5 zugelosten Städte als erster ans gemeinsame Schienennetz anzuhängen. In jedem Zug kann ich zwei Schienen - bzw. über Berge und Flüsse eine Doppelschiene - ans Netz anhängen. Voraussetzung ist allerdings, dass immer eine Verbindung zu meinem Startplatz besteht.

TransAmerica geht über mehrere Runden. Jeder startet mit einem Polster von 13 Punkten. Wer nicht Rundenerster wird, muss davon soviele Punkte abziehen, wie Streckenteile fehlen, um alle seine 5 Städte noch anschliessen zu können.

Das sind eigentlich schon sämtliche Spielregeln. Genial einfache Regeln also. Zudem dauert eine Partie nicht viel länger als eine halbe Stunde.

Eine TransAmerica-Runde kann man nur gewinnen, wenn ein netter Mitspieler zufällig gerade dort baut, wo man auch hinkommen sollte. Dann kann man in der Zwischenzeit woanders eine seiner Städte ans Schienennetz anschliessen und nachher die Strecke des Mitspielers mitbenützen. Mit andern Worten, es hängt sehr viel von der Verteilung der Stadtkarten ab, ob ich gewinnen kann. Wenn ich drei am Rand des Spielplans verstreute, von den Mitspielern isolierte Städte zugeteilt erhalte, habe ich ziemlich schlechte Karten. Meistens gleicht sich das Kartenglück aber über die verschiedenen Runden aus.

TransAmerica hat also ein recht grosses Glücksmoment. Durch das Setzen des Startorts und durchs richtige Timing beim Anschliessen ans Netz der Mitspieler ergeben sich durchaus auch taktische Momente, die spielentscheidend sein können.

Ich spiele TransAmerica gern, da ich einerseits "Verbindungsspiele" liebe und andrerseits Spiele, wo ich das beste aus meiner Kartenhand machen muss.

Zu zweit kann man TransAmerica nicht wirklich beeinflussen, dann spielt das Kartenglück eine zu grosse Rolle.
Bei 4, 5 und 6 Spielern sind zehn Städte mehr im Spiel, vor allem solche in starker Randlage, das heisst, schlecht anschliessbare. Wer bei 4 Spielern mehrere solcher isolierter Randstädte hat, kann die Runde kaum gewinnen. Bei 5 und natürlich bei 6 Spielern ist die Chance grösser, dass jeweils ganz in der Nähe auch ein Mitspieler seine Stadt ans Netz anzuschliessen hat.
Mir gefällt TransAmerica deshalb zu dritt, zu fünft und zu sechst am besten, dann sind die Chancen aller Mitspielenden am ehesten ausgeglichen und spielt das Kartenglück eine kleinere Rolle.

Ciao
hannes (der sich gut vorstellen kann, dass TransAmerica auf die SdJ-Auswahlliste kommt)

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christiane f.

Re: Erste Eindrücke von TransAmerica

Beitragvon christiane f. » 8. März 2002, 21:26

hi hannes,

bei mir sind es 22 online-partien, und ich kann mich allem, was du gesagt hast, nur anschliessen.
transamerika ist ein schnelles, nettes, relativ gluecksabhaengiges spiel, ein richtiger absacker.
ich denke auch, dass es gute chancen hat, auf die auswahlliste zu kommen.

gruesse, christiane

(die wohl heute nacht noch die eine oder andere partie ta spielen wird).

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Jossele

Re: Erste Eindrücke von TransAmerica

Beitragvon Jossele » 9. März 2002, 01:03

hannes schrieb:
> Zu zweit kann man TransAmerica nicht wirklich beeinflussen,
> dann spielt das Kartenglück eine zu grosse Rolle.

Schaut euch mal die Statistik der Brettspielwelt von TORBEN an. Der hat bisher jedes Zweier-Spiel gewonnen!
Ich denke man muss gerade zu zweit die Anschlußkosten kalkulieren.

Jossele

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hannes

Re: Erste Eindrücke von TransAmerica

Beitragvon hannes » 9. März 2002, 12:16

Hi Jossele

> > Zu zweit kann man TransAmerica nicht wirklich beeinflussen,
> > dann spielt das Kartenglück eine zu grosse Rolle.
>
> Schaut euch mal die Statistik der Brettspielwelt von TORBEN
> an. Der hat bisher jedes Zweier-Spiel gewonnen!

Mit den Statistiken ist es so eine Sache.

TORBEN hat bis jetzt 11mal TA zu zweit gespielt und tatsächlich jedesmal gewonnen. Ich vermute aber stark, dass TORBEN dabei Neulingen das Spiel erklärt hat und seinen Erfahrungsvorsprung (schamlos ;-) ) ausgenutzt hat.

11 Spiele ist für eine statistische Aussage auch viel zu klein.
Bis jetzt haben erst zwei Spieler(innen?) mehr als 50 TA-Partien zu zweit hinter sich. Und dort siehts folgendermassen aus :

SpielerA : Siegerquote 51.56% bei 64 Spielen
SpielerB : Siegerquote 50.98% bei 51 Spielen

Das sieht aber eher nach Zufall aus !

Dann gibt es in der BSW auch Spieler, die sich bewusst Neulinge oder schwächere Spieler angeln, um ihre Siegquote möglichst hoch zu halten. TORBEN meine ich natürlich nicht.
Einer, an den ich dabei denke und gegen den ich auch schon TA spielte, hat zum Beispiel noch mehr Zweierpartien hinter sich mit einer sehr hohen Erfolgsquote.

Die Statistiken im Allgemeinen und besonders die in der BSW muss man imho immer sehr kritisch hinterfragen.

> Ich denke man muss gerade zu zweit die Anschlußkosten
> kalkulieren.

Einverstanden. Das nützt aber alles nicht viel, wenn ich mehr Randstädte als mein Gegner habe und erst noch als Erster den Startort festlegen muss. Da können dann schon mal 6 Minuspunkte passieren ohne dass ich etwas dagegen tun konnte.

Ciao
hannes

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Volker Kaiser

Re: Erste Eindrücke von TransAmerica

Beitragvon Volker Kaiser » 10. März 2002, 13:59

hannes schrieb:
>
> Hi
>
> Ich habe bis jetzt 19 online-Partien TransAmerica in der
> Brettspielwelt hinter mir.
>

Und, schon süchtig ? :D

Dieses Spiel hat suchtcharacter, wie ich es selten erlebt habe. Am Anfang eines Spieles ist man sich sicher, dass dies das letzte ist und dann kann man es kaum erwarten das nächste anzufangen.
Das letzte Mal konnte ich mich endlich gegen 3 Uhr morgens losreißen, obwohl meine Mitspieler bitterlich gejammert haben. :cry:

> Eine TransAmerica-Runde kann man nur gewinnen, wenn ein
> netter Mitspieler zufällig gerade dort baut, wo man auch
> hinkommen sollte. Dann kann man in der Zwischenzeit woanders
> eine seiner Städte ans Schienennetz anschliessen und nachher
> die Strecke des Mitspielers mitbenützen. Mit andern Worten,

Hier fängt das Taktieren an, wer erschließt die Ostküste, wer die Westküste,wer verbindet die Netze. Da kann es sich auch gut lohnen eine Schiene mal auszulassen und den anderen bauen zu lassen.

> TransAmerica hat also ein recht grosses Glücksmoment. Durch
> das Setzen des Startorts und durchs richtige Timing beim
> Anschliessen ans Netz der Mitspieler ergeben sich durchaus
> auch taktische Momente, die spielentscheidend sein können.

Ich bin nicht der Meinung, dass es wirklich glücksabhängig ist, je öfter man es spielt, desto mehr hat man den Eindruck dass es sehr taktisch ist. Vor allem wenn der Gegner das x-te Mal hintereinander gewinnt.

Für den Anfänger ist es sehr leicht in das Spiel hereinzukommen. Ich hatte selbst zu beginn nicht das Gefühl, von den Profis über den Tisch gezogen zu werden. Hatte aber dennoch Probleme gegen sie zu gewinnen, denn die Unterschiede sind klein aber fein und erschließen sich erst nach mehreren Spielen.

Gruß
Volker (der vom Transamerika-Fieber scon befallen ist)


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