Hi
Ich habe bis jetzt 19 online-Partien TransAmerica in der Brettspielwelt hinter mir.
TransAmerica basiert auf Iron Road (Winsome games). Als Spieler lege ich Schienen kreuz und quer durch die USA, mit dem Ziel, alle meine 5 zugelosten Städte als erster ans gemeinsame Schienennetz anzuhängen. In jedem Zug kann ich zwei Schienen - bzw. über Berge und Flüsse eine Doppelschiene - ans Netz anhängen. Voraussetzung ist allerdings, dass immer eine Verbindung zu meinem Startplatz besteht.
TransAmerica geht über mehrere Runden. Jeder startet mit einem Polster von 13 Punkten. Wer nicht Rundenerster wird, muss davon soviele Punkte abziehen, wie Streckenteile fehlen, um alle seine 5 Städte noch anschliessen zu können.
Das sind eigentlich schon sämtliche Spielregeln. Genial einfache Regeln also. Zudem dauert eine Partie nicht viel länger als eine halbe Stunde.
Eine TransAmerica-Runde kann man nur gewinnen, wenn ein netter Mitspieler zufällig gerade dort baut, wo man auch hinkommen sollte. Dann kann man in der Zwischenzeit woanders eine seiner Städte ans Schienennetz anschliessen und nachher die Strecke des Mitspielers mitbenützen. Mit andern Worten, es hängt sehr viel von der Verteilung der Stadtkarten ab, ob ich gewinnen kann. Wenn ich drei am Rand des Spielplans verstreute, von den Mitspielern isolierte Städte zugeteilt erhalte, habe ich ziemlich schlechte Karten. Meistens gleicht sich das Kartenglück aber über die verschiedenen Runden aus.
TransAmerica hat also ein recht grosses Glücksmoment. Durch das Setzen des Startorts und durchs richtige Timing beim Anschliessen ans Netz der Mitspieler ergeben sich durchaus auch taktische Momente, die spielentscheidend sein können.
Ich spiele TransAmerica gern, da ich einerseits "Verbindungsspiele" liebe und andrerseits Spiele, wo ich das beste aus meiner Kartenhand machen muss.
Zu zweit kann man TransAmerica nicht wirklich beeinflussen, dann spielt das Kartenglück eine zu grosse Rolle.
Bei 4, 5 und 6 Spielern sind zehn Städte mehr im Spiel, vor allem solche in starker Randlage, das heisst, schlecht anschliessbare. Wer bei 4 Spielern mehrere solcher isolierter Randstädte hat, kann die Runde kaum gewinnen. Bei 5 und natürlich bei 6 Spielern ist die Chance grösser, dass jeweils ganz in der Nähe auch ein Mitspieler seine Stadt ans Netz anzuschliessen hat.
Mir gefällt TransAmerica deshalb zu dritt, zu fünft und zu sechst am besten, dann sind die Chancen aller Mitspielenden am ehesten ausgeglichen und spielt das Kartenglück eine kleinere Rolle.
Ciao
hannes (der sich gut vorstellen kann, dass TransAmerica auf die SdJ-Auswahlliste kommt)