Eine Fortsetzung von hier: http://www.spielbox.de/phorum4/read.php4?f=1&i=40010&t=39915
Gustav der Bär schrieb:
>> Die Statistik ergab: Siege mit Burgen sind am häufigsten
>> (dafür gab´s 1 Punkt), danach kommen Siege mit Königs-
>> mord (2 Punkte) und am seltensten waren Siege mit
>> Turnieren (3 Punkte).
Jost Schwider schrieb:
> (...) Bei uns ist meines Wissens noch nie der Königsmord versucht worden
> (erscheint auch viel zu unehrenhaft!), Turniersiege waren dagegen sehr
> häufig (um nicht zu sagen am Meisten). Burgen haben das Problem,
> dass man sie leicht wieder verlieren kann.
Da mögen unterschiedliche Faktoren eine Rolle spielen:
1. Ich sollte vorausschicken, dass wir mit einer in einem einzigen Punkt modifizierten Regel spielen: Die Originalregel bestimmt ja, dass jemand, der nur eine Burg besitzt, nicht angegriffen werden kann. Wir haben diese Regel so ausgelegt, dass lediglich die einzige Burg nicht angegriffen werden kann, Sonderkarten aber schon. Das kann durchaus die Strategie des Besitzers nur einer Burg (nämlich, erst drei Turniersiege zu sammeln und sich dann die zweite Burg zu holen) durchkreuzen, da man ihm ja einen Turnierchampion und diverse Zusatzwürfel-Karten abjagen kann.
2. Ein Sieg mit Turnieren wird wahrscheinlicher, wenn insgesamt weniger Leute mitspielen.
- Bei mehr Spielern können die vorhandenen Turnierkarten so auf alle Spieler verteilt sein, dass niemand mehr die erforderlichen drei bekommen kann
- Je weniger Gegner man im konkreten Turnier hat, um so geringer die Wahrscheinlichkeit, dass einer davon eine höhere Kombination wirft, als man selbst.
Da wir überwiegend zu sechst spielen kann sich - gesetzt den Fall, du spielst meist mit weniger Spielern - da durchaus ein relevanter Unterschied in der Häufigkeit der einzelnen Sieg-Arten ergeben.
3. Ein Königsmord ist unehrenhaft? Na ja, in der Realität vielleicht, aber in einem Spiel, in dem er regelkonform ist, mache ich mir darüber keine Gedanken. Spätestens seit ich in "Civilization" meine erste Seuche mit einer Handelskarawane zu den Phöniziern geschickt habe (die natürlich nicht nur Kombattanten hinweg gerafft hat, sondern auch Frauen, Kinder und Greise), gilt mir das Leben eines einzelnen gekrönen Hauptes auch in anderen Spielen nicht mehr viel ;-)
Gustav der Bär schrieb:
>> Als dann die neue Regel mit dem Sieg durch sechs Sechsen
>> dazu kam, habe ich das ganze Bewertungssystem geändert.
Jost Schwider schrieb:
> Ganz ehrlich, was hältst du davon?
Mir gefällt sie gut. Natürlich ist sie eine reine Zufall-und-Glück-Regel - aber das gilt doch für fast das ganze "Knatsch".
Vorher musste mancher, der bei einem Turnier oder beim Kampf um eine Burg in Nachhand würfelte, schon nach dem ersten Wurf kapitulieren, weil er durch die Anzahl gewürfelter Sechsen die Vorgabe nicht übertreffen konnte. Jetzt kommt ein zusätzliches Spannungselement ins Spiel, weil auch der Unterlegene bis zu seinem letzten Wurf eine Chance auf den Sieg hat.
Dazu kommt noch, dass ich ohnehin ein Faible für Spiele mit Sudden-Death-Bedingungen habe - das schärft die Aufmerksamkeit, die man dem Spielgeschehen schenken muss, und es gibt keine "sichere" Führungsposition mehr.
Auf Xuntheit!
Gustav der Bär
(Peter Gustav Bartschat)