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Gustav der Bär

Mehr über die Weltbildplusknatschliga

Beitragvon Gustav der Bär » 29. März 2002, 08:58

Eine Fortsetzung von hier: http://www.spielbox.de/phorum4/read.php4?f=1&i=40010&t=39915

Gustav der Bär schrieb:
>> Die Statistik ergab: Siege mit Burgen sind am häufigsten
>> (dafür gab´s 1 Punkt), danach kommen Siege mit Königs-
>> mord (2 Punkte) und am seltensten waren Siege mit
>> Turnieren (3 Punkte).

Jost Schwider schrieb:
> (...) Bei uns ist meines Wissens noch nie der Königsmord versucht worden
> (erscheint auch viel zu unehrenhaft!), Turniersiege waren dagegen sehr
> häufig (um nicht zu sagen am Meisten). Burgen haben das Problem,
> dass man sie leicht wieder verlieren kann.

Da mögen unterschiedliche Faktoren eine Rolle spielen:

1. Ich sollte vorausschicken, dass wir mit einer in einem einzigen Punkt modifizierten Regel spielen: Die Originalregel bestimmt ja, dass jemand, der nur eine Burg besitzt, nicht angegriffen werden kann. Wir haben diese Regel so ausgelegt, dass lediglich die einzige Burg nicht angegriffen werden kann, Sonderkarten aber schon. Das kann durchaus die Strategie des Besitzers nur einer Burg (nämlich, erst drei Turniersiege zu sammeln und sich dann die zweite Burg zu holen) durchkreuzen, da man ihm ja einen Turnierchampion und diverse Zusatzwürfel-Karten abjagen kann.

2. Ein Sieg mit Turnieren wird wahrscheinlicher, wenn insgesamt weniger Leute mitspielen.
- Bei mehr Spielern können die vorhandenen Turnierkarten so auf alle Spieler verteilt sein, dass niemand mehr die erforderlichen drei bekommen kann
- Je weniger Gegner man im konkreten Turnier hat, um so geringer die Wahrscheinlichkeit, dass einer davon eine höhere Kombination wirft, als man selbst.
Da wir überwiegend zu sechst spielen kann sich - gesetzt den Fall, du spielst meist mit weniger Spielern - da durchaus ein relevanter Unterschied in der Häufigkeit der einzelnen Sieg-Arten ergeben.

3. Ein Königsmord ist unehrenhaft? Na ja, in der Realität vielleicht, aber in einem Spiel, in dem er regelkonform ist, mache ich mir darüber keine Gedanken. Spätestens seit ich in "Civilization" meine erste Seuche mit einer Handelskarawane zu den Phöniziern geschickt habe (die natürlich nicht nur Kombattanten hinweg gerafft hat, sondern auch Frauen, Kinder und Greise), gilt mir das Leben eines einzelnen gekrönen Hauptes auch in anderen Spielen nicht mehr viel ;-)

Gustav der Bär schrieb:
>> Als dann die neue Regel mit dem Sieg durch sechs Sechsen
>> dazu kam, habe ich das ganze Bewertungssystem geändert.

Jost Schwider schrieb:
> Ganz ehrlich, was hältst du davon?

Mir gefällt sie gut. Natürlich ist sie eine reine Zufall-und-Glück-Regel - aber das gilt doch für fast das ganze "Knatsch".
Vorher musste mancher, der bei einem Turnier oder beim Kampf um eine Burg in Nachhand würfelte, schon nach dem ersten Wurf kapitulieren, weil er durch die Anzahl gewürfelter Sechsen die Vorgabe nicht übertreffen konnte. Jetzt kommt ein zusätzliches Spannungselement ins Spiel, weil auch der Unterlegene bis zu seinem letzten Wurf eine Chance auf den Sieg hat.
Dazu kommt noch, dass ich ohnehin ein Faible für Spiele mit Sudden-Death-Bedingungen habe - das schärft die Aufmerksamkeit, die man dem Spielgeschehen schenken muss, und es gibt keine "sichere" Führungsposition mehr.

Auf Xuntheit!
Gustav der Bär
(Peter Gustav Bartschat)

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Jost Schwider

RE: Mehr über die Weltbildplusknatschliga

Beitragvon Jost Schwider » 29. März 2002, 10:41

"Gustav der Bär" hat am 29.03.2002 geschrieben:

> 1. Ich sollte vorausschicken, dass wir mit einer in einem
> einzigen Punkt modifizierten Regel spielen: Die
> Originalregel bestimmt ja, dass jemand, der nur eine Burg
> besitzt, nicht angegriffen werden kann. Wir haben diese
> Regel so ausgelegt, dass lediglich die einzige Burg nicht
> angegriffen werden kann, Sonderkarten aber schon.

Ah! [i]Das[/i] erklärt natürlich einiges. Die "sichere" Turnier-Abwarte-Strategie funzt dann natürlich nicht mehr so gut.
Hmmm, müssen wir auch mal ausprobieren...

> da man ihm ja einen Turnierchampion und diverse
> Zusatzwürfel-Karten abjagen kann.

:-? Einen Turnierchampion kann man doch [i]nie[/i] verlieren. Turnier gewonnen ist und bleibt doch Turnier gewonnen, oder etwa nicht!?

> 2. Ein Sieg mit Turnieren wird wahrscheinlicher, wenn
> insgesamt weniger Leute mitspielen.

Ja, das stimmt. Wir spielen es zumeist mit 4-5 Spielern, zu sechst eher selten.
Das erklärt natürlich [i]auch[/i] die unterschiedliche Häufigkeit der Turnier-Siege.

> 3. Ein Königsmord ist unehrenhaft? Na ja, in der Realität
> vielleicht, aber in einem Spiel, in dem er regelkonform
> ist, mache ich mir darüber keine Gedanken.

Ich habe es schon Regeltechnisch gemeint. Will sagen: Für mich als Spieler ist der Glückstreffer "Königsmord" nicht befriedigend, weil nicht wirklich "erarbeitet". ;-)


> Spätestens seit ich in "Civilization" meine erste Seuche mit
> einer Handelskarawane zu den Phöniziern geschickt habe

Hähähä! :-D
Kann man das auch anders spielen? :-))

>>> Als dann die neue Regel mit dem Sieg durch sechs Sechsen
>>> dazu kam, habe ich das ganze Bewertungssystem geändert.
>
> Mir gefällt sie gut. Natürlich ist sie eine reine
> Zufall-und-Glück-Regel - aber das gilt doch für fast das
> ganze "Knatsch".

Nun ja, einem führenden Burgenbauer kann man immer noch entgegen steuern. Die 6er-Regel erlaubt dies aber nicht (analog zum Königsmord).

> Dazu kommt noch, dass ich ohnehin ein Faible für Spiele mit
> Sudden-Death-Bedingungen habe

Schau an... Ich dagegen hasse solche Spiele! ;-)
Aber du wirst bestimmt schon gemerkt haben, dass [i]für mich[/i] in einem guten Spiel "ungerechte Glücksanteile" (sic) nichts zu suchen haben. :-)

> das schärft die Aufmerksamkeit, die man dem Spielgeschehen
> schenken muss,

:-? Das verstehe ich nicht. Gegen einen Sudden-Death kann man doch sowieso nichts machen, warum sollte ich also dadurch aufmerksamer sein?

Viele Grüße
Jost aus Soest (trotz allem Knatsch-Fan)

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Gustav der Bär

KNATSCH: Turnierchampion und Sudden Death

Beitragvon Gustav der Bär » 29. März 2002, 11:01

Jost Schwider schrieb:
> :-? Einen Turnierchampion kann man doch [i]nie[/i]
> verlieren. Turnier gewonnen ist und bleibt doch Turnier
> gewonnen, oder etwa nicht!?

Es gibt einen Unterschied zwischen TUNIER und TURNIERCHAMPION:
- Eine TURNIER-Karte ist eine von den Sieg-relevanten farbigen Karten. Ein TURNIER kann man niemandem wegnehmen (Sie symbolisiert eine einmal erworbene Ehre).
- Eine TURNIERCHAMPION-Karte ist eine Sonderkarte, die es erlaubt, bei Turnieren auch dann vier Mal zu würfeln, wenn man in Nachhand ist. Die kann man nach der Regel für Sonderkarten einem anderen Spieler wegnehmen (Sie symbolisiert eine Ansammlung von Ausrüstungsgegenständen, die unbenutzbar werden können).

> Gegen einen Sudden-Death kann
> man doch sowieso nichts machen, warum sollte ich also dadurch
> aufmerksamer sein?

Du hast, auf KNATSCH bezogen, natürlich recht - ich bin mit meinen Gedanken wohl etwas zu weit abgeschweift.

Speziell bei KNATSCH kann die Sudden-Death-Bedingung natürlich völlig unverhersehbar eintreten. Woran ich dachte - und ich hätte natürlich deutlich machen sollen, dass ich beim Hinweis auf mein Faible für Sudden-Death-Regeln auch an andere Spiele dachte - sind solche Bedingungen wie in LIBERTE, wo man die Bedrohung durch eine royalistische Gegenrevolution oder einen "Erdrutschsieg" der Radikalen durchaus abschätzen und ihrem Eintreten gegensteuern kann. Na gut: Das ist ein anderes Thema als KNATSCH.

Sagen wir also, dass mir diese Siegbedingung bei KNATSCH einfach gefällt, auch wenn es keine argumentativ unterlegbare Herleitung dieses Gefallens aus anderen Faktoren gibt ;-)

Auf Xuntheit!
Gustav der Bär
(Peter Gustav Bartschat)

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Jost Schwider

RE: KNATSCH: Turnierchampion und Sudden Death

Beitragvon Jost Schwider » 29. März 2002, 14:59

"Gustav der Bär" hat am 29.03.2002 geschrieben:

>> :-? Einen Turnierchampion kann man doch [i]nie[/i]
>> verlieren. Turnier gewonnen ist und bleibt doch Turnier
>> gewonnen, oder etwa nicht!?
>
> Es gibt einen Unterschied zwischen TUNIER und
> TURNIERCHAMPION


Natürlich! :roll:
[i]Das[/i] erklärt mal wieder alles! ;-)


> Speziell bei KNATSCH kann die Sudden-Death-Bedingung
> natürlich völlig unverhersehbar eintreten.

Genau, deswegen mag ich es dort auch nicht. ("Unehrenhaft" ;-) )

> wo man die Bedrohung durch eine royalistische
> Gegenrevolution oder einen "Erdrutschsieg" der Radikalen
> durchaus abschätzen und ihrem Eintreten gegensteuern kann.

Ja, das ist etwas anderes. Es ist dann wie ein Damokles-Schwert...

Österliche Grüße
Jost aus Soest (sprich: "joost aus soost")

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Thomas Dau-Eckert

Re: Regelfrage

Beitragvon Thomas Dau-Eckert » 31. März 2002, 11:46

Hallo Freunde des gepflegten Knatsch - Spiel

Ich hab da mal eine kleine Frage. Ist es so, dass wenn eine Turnier - Karte umgedreht wird, der nächste Spieler ein Turnier durchführen muss ? Bei uns, gerade in größeren Runden sind die Turniere unbeliebt und werden so meistens von den Spielern unter den Stapel gelegt. Der Weg über Turniersieg ist zu weit ( drei Siege ). Die Regel ist da nicht eindeutig.
Gruß
Thomas

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Jost Schwider

Knatsch-Turnierkarten (was: Regelfrage)

Beitragvon Jost Schwider » 31. März 2002, 12:56

"Thomas Dau-Eckert" hat am 31.03.2002 geschrieben:

> Ich hab da mal eine kleine Frage. Ist es so, dass wenn eine
> Turnier - Karte umgedreht wird, der nächste Spieler ein
> Turnier durchführen muss ?

Nur wenn vom aktiven Spieler eine Turnierkarte gewählt wird, dann wird reihum um das Turnier gespielt.
Zur Erinnerung: Der aktive Spieler legt (mit einem Wurf mehr) vor.

Man kann sie aber, wie jede andere Karte auch - weglegen (normalerweise einmal pro Spielzug).

> gerade in größeren Runden sind die Turniere unbeliebt [...]

Aber dafür können Turnierkarten nicht gestohlen werden!

> Die Regel ist da nicht eindeutig.

Welchen Regelteil genau meinst du? :-?
Deine Fragen werden doch in der Regel angesprochen. ;-)

Österliche Grüße
Jost aus Soest (knatscht schonmal ganz gerne)

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Thomas Dau-Eckert

Re: Knatsch-Turnierkarten (was: Regelfrage)

Beitragvon Thomas Dau-Eckert » 31. März 2002, 17:20

Hi

Dann haben wir das ja richtig gespielt. Die Wahrscheinlichkeit drei Turniere zu gewinnen ist doch ( gerade wenn man mit 4 -5 Leuten spielt und trotz der 4 Würfe als Ausrichter ) doch eher gering. Es ist doch viel attraktiver ( trotz Klau - Gefahr ) auf Burgen zu gehen. Spielt ihr viel auf Turnier - Sieg ?

Gruß

Thomas

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Jost Schwider

RE: Knatsch-Turnierkarten

Beitragvon Jost Schwider » 31. März 2002, 18:42

"Thomas Dau-Eckert" hat am 31.03.2002 geschrieben:

> Dann haben wir das ja richtig gespielt. Die
> Wahrscheinlichkeit drei Turniere zu gewinnen ist doch (
> gerade wenn man mit 4 -5 Leuten spielt und trotz der 4
> Würfe als Ausrichter ) doch eher gering.

Bei 5 Leuten ist es schon schwieriger, aber bei 4 gehts doch ganz gut.

> Spielt ihr viel auf Turnier - Sieg ?

Nicht gezielt. Aber es kommt häufig vor, dass jemand ("zufällig") mit Turnier gewinnt, wo es vorher schon einen langen Kampf um die Burgen gab. Da geht es oft hin und her, un dann... Zack!

Getreu dem Motto: Wenn zwei (bis drei) streiten, freut sich der dritte (oder vierte).

Österliche Grüße
Jost aus Soest (sprich: "joost aus soost")

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Gustav der Bär

Attraktivität von Turnieren

Beitragvon Gustav der Bär » 31. März 2002, 19:51

Thomas Dau-Eckert schrieb:
> Die Wahrscheinlichkeit drei Turniere zu gewinnen ist doch
> (gerade wenn man mit 4 -5 Leuten spielt und trotz der 4 Würfe
> als Ausrichter ) doch eher gering. Es ist doch viel
> attraktiver ( trotz Klau - Gefahr ) auf Burgen zu gehen.

Das kommt natürlich ein bisschen darauf an, ob nur um den Sieg in einem einzigen konkreten Spiel spielt oder um Positionen in einer über einen längeren Zeitraum geführten Rangliste.

Da wir in unserer Mittagspausen-Liga zwei Punkte für jedes gewonnene Turnier vergeben (im Unterschied zu einem Punkt pro Burg), gewinnt ein Turniersieg dort deutlich an Attraktivität

> Spielt ihr viel auf Turnier - Sieg ?

In drei/vier-Spieler-Runden ja, in fünf/sechs-Spieler-Runden eher auf Vier-Burgen-Sieg oder Königsmord.

Auf Xuntheit!
Gustav der Bär
(Peter Gustav Bartschat)

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Chregi Hansen

Re: Knatsch-Turnierkarten (was: Regelfrage)

Beitragvon Chregi Hansen » 31. März 2002, 23:08

turniere sind nicht zu verachten. sie können einem genau so wenig gestohlen werden wie die eine burg, ich bin also nicht angreifbar. wenn ich aber einmal drei turniersiege habe, dann reicht eine einzige burg, um das spiel zu gewinnen, und ich bin weiterhin nicht angreifbar.


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