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Goldland:Regelheft an allem schuld?

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Peter Steinert

Goldland:Regelheft an allem schuld?

Beitragvon Peter Steinert » 12. Mai 2002, 11:53

Hallo,

weiter unten wird ja bereits hitzig über Goldland diskutiert, und damit nix untergeht, mache ich einfach mal ein neues Thema auf.

Wie seht Ihr das: Kann es sein, daß Goldland wegen des Regelheftes zu scheitern droht? Zunächst sieht ja alles sehr übersichtlich, geradezu vorbildlich aus.
Wir haben das Spiel kürzlich auf einer Spiele - Veranstaltung etwa 40 Spielern (einige Gelegenheitsspieler, viele Freaks) präsentiert. Das Resultat war eigentlich immer ähnlich: Die Meinungen gingen über ein "ganz nett" nicht hinaus, meistens aber fiel das Spiel sogar gnadenlos durch.
Beim Spielen selbst immer das gleiche Szenario: Fragen, Unverständnis, Spielregel - Geblättere, ja, so oder so ähnlich muß es gemeint sein.
Ging Euch das auch so?

Die Frage ist: Kann es gutgehen, daß dem Spieler die FAQ - Liste auf einer GANZEN SEITE der Regel gleich mitgeliefert wird? Da waren wir doch alle ziemlich überrascht. Und in der Tat waren dies genau die Fragen, die immer wieder (und immer wieder) auftauchten. Dazu kamen einige, die durch die Spielregeln gar nicht optimal abgedeckt sind. Zum Nachschlagen taugt das nicht, finde ich. Macht es Goldland dem Spieler schwerer als nötig? Oder sind die Mechanismen wirklich so verwurschtelt, daß man es nicht anders hätte formulieren können?

Damit wir uns richtig verstehen: Ich halte Goldland für ein richtig gutes Spiel! Ich finde nur, daß es sich die Regel schwerer macht, als das Spiel letztenendes ist.

Eure Meinungen?

Peter

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hannes

Re: Goldland:Regelheft an allem schuld?

Beitragvon hannes » 12. Mai 2002, 13:55

Hallo Peter

> Wie seht Ihr das: Kann es sein, daß Goldland wegen des
> Regelheftes zu scheitern droht? Zunächst sieht ja alles sehr
> übersichtlich, geradezu vorbildlich aus.

Scheitern wegen der Regel ? Nein, das glaube ich nicht.

Aber ich finde prinzipiell nicht gut, neben dem Regelheft noch ein Blatt für die Startaufstellung, dann noch eine Doppelseite für die Beispiele und erst noch extra auf einer Seite FAQ zu platzieren. Und dann gibt es ja noch Kurzspielregeln.
Wenn dann während des Spiels eine Frage auftaucht, ist man verwirrt und weiss gar nicht, wo nachschlagen. Bei Goldland-Neulingen könnte dies Frustration auslösen und Aussagen wie "blödes Spiel" provozieren.

Mir wäre lieber :
- Beispiele, die in die Regel integriert sind. Allfällige Fragen sollten dort auch mit einem Beispiel beantwortet werden statt in einem eigenen FAQ.
- Die Startaufstellung und Starvorbereitungen müssten auf der letzten Regelseite platziert sein.
- Die Spielregel muss gut gegliedert sein (Das ist sie bei Goldland)
- Auf einer Kurzspielregel - wenn sie überhaupt nötig ist - dürften auch wichtige Bemerkungen stehen, wie z. B.
"Wichtig : Ausrüstungsgegenstände dürfen nicht unterwegs aufgenommen werden. Sobald man Aufrüstungsgegenstände aufnimmt, darf die Abenteuerfigur nicht weiter bewegt werden".

Ciao
hannes

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Helmut Lehr

Re: Goldland:Regelheft an allem schuld?

Beitragvon Helmut Lehr » 12. Mai 2002, 15:53

Hallo,
die Spielregel ist in der Tat etwas verwirrend, und das bei einem so renommierten Autoren wir Wolfgang Kramer. Dennoch hatten wir keine Probleme mit dem Spiel. Vielleicht lag es daran, dass bei uns sich ein angehender Informatiker die Regel durchgelesen hat? ;-)
Jedenfalls war unsere einhellige Meinung: Spiel macht Spaß, selbst den Wenigspielern in der Runde. Ob alles nach Roman'scher Methode ausgewogen ist, war uns da wurscht. Generationen von Spielern haben auch an unausgewogenenen Spielen ihren Spaß gehabt.
Schöne Gruß
Helmut

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michael weber

Re: Goldland:Regelheft an allem schuld?

Beitragvon michael weber » 12. Mai 2002, 16:35

> Dennoch
> hatten wir keine Probleme mit dem Spiel. Vielleicht lag es
> daran, dass bei uns sich ein angehender Informatiker die
> Regel durchgelesen hat? ;-)

vielleicht. jedenfalls ist auch bei uns das geübte regelauge eigentlich mit der regel nicht überfordert gewesen.

michael
(tausche angel gegen fische *g*)

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Harald Schrapers

Re: Goldland:Regelheft an allem schuld?

Beitragvon Harald Schrapers » 12. Mai 2002, 19:45

hannes schrieb:

> "Wichtig : Ausrüstungsgegenstände dürfen nicht unterwegs
> aufgenommen werden. Sobald man Aufrüstungsgegenstände
> aufnimmt, darf die Abenteuerfigur nicht weiter bewegt werden".

Der Satz ist eigentlich völlig überflüssig. Denn es steht in der Spielregel, dass die Reihenfolge der drei Aktionen beliebig ist, aber jede einzelne Aktion abgeschlossen werden muss, bevor die nächste ausgeführt wird.

Ich finde die Spielanleitung eigentlich sehr gut. Dass auch ich meine Schwierigkeiten hatte, liegt nicht an der Anleitung, sondern an der Ungewohntheit des Spielprinzips. Irgendwie wollte auch ich zunächst ignorieren, dass es die drei Aktionsmöglichkeiten gibt. Und nur die (plus Schatzheben). Und es eigentlich ganz einfach ist. Ich kann nun mal nicht mitten in der Aktion 1 die Aktion 2 einschieben. Aber selbstverständlich kann ich auch mit der Aktion 3 anfangen.

Die Kurzspielregel finde ich sehr gut. Und die FAQs finde ich auch recht gelungen – gerade weil viele von uns es einfach nicht so recht kapiert haben.

Gruß
Harald

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hannes

Re: Goldland:Regelheft an allem schuld?

Beitragvon hannes » 12. Mai 2002, 20:33

Harald Schrapers schrieb:
> > "Wichtig : Ausrüstungsgegenstände dürfen nicht unterwegs
> > aufgenommen werden. Sobald man Aufrüstungsgegenstände
> > aufnimmt, darf die Abenteuerfigur nicht weiter bewegt
> werden".
>
> Der Satz ist eigentlich völlig überflüssig. Denn es steht in
> der Spielregel, dass die Reihenfolge der drei Aktionen
> beliebig ist, aber jede einzelne Aktion abgeschlossen werden
> muss, bevor die nächste ausgeführt wird.

Nun gut, auf die Kurzspielregel muss der Satz nicht unbedingt drauf. Mein Beispiel war nicht so treffend.

Aber generell gesehen ist der Satz nur überflüssig, wenn jemand die Spielregel auf Anhieb 100% richtig versteht. Das hast du aber - wenn ich dich richtig verstehe - auch nicht geschafft.
Weil man aber mindestens bei der ersten Partie noch nicht alle Regeldetails durchschauen kann, muss eine Spielregel eine gewisse Redundanz haben. Das heisst, dass gewisse allenfalls nicht so einleuchtende, aber auch für den Spielverlauf eminent wichtige Regelsachen mehrfach in der Regel stehen und so besser ins Bewusstsein übergehen.

Übrigens war das auch genau die Absicht des FAQ-Teils bei Goldland. Alles was dort steht, kann man theoretisch schon der eigentlichen Spielregel entnehmen. Mir wäre nur lieber gewesen, wenn dieser FAQ-Teil nicht so ausführlich wäre. So habe ich ihn nämlich erst einmal gar nicht gelesen. Sinnvoller fände ich, das Wichtigste davon direkt in die Spielregel einzuflechten, zum Beispiel als Beispiel ;-) .

BTW ist mir bei der ersten Partie Goldland so ein Regelfehler (siehe Thread weiter unten) unterlaufen, weil diese nicht unbedingt spiellogische Regel [b] nur genau einmal [/b] explizit formuliert ist. Das hatte die fatale Auswirkung, dass das Spiel nicht richtig funktionierte. Und sowas sollte ein Verlag tunlichst vermeiden, wenn er mit einem Spiel Erfolg haben möchte.

Ciao
hannes

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Peter Steinert

Re: Goldland:Regelheft an allem schuld?

Beitragvon Peter Steinert » 12. Mai 2002, 20:55

Hallo Hannes,

100% Zustimmung. Die FAQ in der Regel deutet auch bereits darauf hin, daß der Regeltext selbst, obwohl eigentlich vollständig, nicht ausreichend prägnant ist. Eine Überarbeitung halte ich für sinnvoll, so wie es ja auch schon bei "Pfeffersäcke" geschehen ist.

Gruß

Peter

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Peter Steinert

Re: Goldland:Regelheft an allem schuld?

Beitragvon Peter Steinert » 12. Mai 2002, 21:03

Harald Schrapers schrieb:

> Ich finde die Spielanleitung eigentlich sehr gut. Dass auch
> ich meine Schwierigkeiten hatte, liegt nicht an der
> Anleitung, sondern an der Ungewohntheit des Spielprinzips.

So ungewöhnlich finde ich das Spielprinzip gar nicht. Eher einfach, wenn man erstmal alles begriffen hat. Originell finde ich den sich füllenden Rucksack und die damit verbundene Bewegungsfähigkeit, jedoch merkt man dem Spiel auch einen gewissen Tikal - Einfluß an, und das Regelwerk dieses Spiels kommt mit wesentlich mehr Aktionsmöglichkeiten meiner Ansicht nach viel eleganter zurecht.

> Die Kurzspielregel finde ich sehr gut. Und die FAQs finde ich
> auch recht gelungen – gerade weil viele von uns es einfach
> nicht so recht kapiert haben.

Hm. Braucht man unbedingt FAQ in einer Spielregel? Wenn der Regeltext ausreichend prägnant wäre, dürfte dies überflüssig sein. Wenn ich beim Nachschlagen (was ja durchaus legitim ist) eine FAQ zu Rate ziehen muß, wird der Spielfluß unter Umständen zu stark gehemmt.

Gruß

Peter

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Jost Schwider

RE: Goldland: Regelheft an allem schuld?

Beitragvon Jost Schwider » 13. Mai 2002, 08:35

"hannes" hat am 12.05.2002 geschrieben:

> Weil man aber mindestens bei der ersten Partie noch nicht
> alle Regeldetails durchschauen kann, muss eine Spielregel
> eine gewisse Redundanz haben.

Einspruch!
Die eigentlichen Regeln sollten möglichst kurz und prägnant sein, damit man eben nicht den eigentlichen Spielmechanismus aus den Augen verliert.
Zur Einführung mit Beispielen kann man ja immer noch ein (Extra-Heft) "Prof.Easy" (o.ä.) beilegen. Und zum Nachschlagen ist eine FAQ (oder auch "Almanach") m.E. eine sehr gute Lösung.

> [FAQ zu lang?]
> So habe ich ihn nämlich erst einmal gar nicht gelesen.

Siehst du, genau daher sollte die o.g. strenge Teilung in Regeln, Beispiele und Nachschlagewerk erfolgen...

> Sinnvoller fände ich, das Wichtigste davon direkt in die
> Spielregel einzuflechten, zum Beispiel als Beispiel ;-) .

:-O Hilfe! Dann wird die Regel ja noch länger. Ich zitiere dich nocheinmal:
> So habe ich ihn nämlich erst einmal gar nicht gelesen.

Viele Grüße
Jost aus Soest (sprich: "joost aus soost")

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hannes

RE: Spielregeln

Beitragvon hannes » 13. Mai 2002, 10:22

Hi Jost

Ich bin völlig anderer Meinung als du.

Das Wichtigste bei einer Spielregel scheint mir, dass man im Zweifelsfall SOFORT weiss, an welcher Stelle man nachschauen kann. Deshalb finde ich es nicht gut, wenn die Spielregel in verschiedene Teilregelwerke zerfällt.
Wenn das Regelheft gut gegliedert ist, kommt es nicht so sehr auf die Anzahl Seiten an. Wenigstens trifft dies auf nicht so komplexe Spiele wie Goldland zu.
Natürlich spricht nichts dagegen, in einem kurzen Intro das Wichtigste zusammenzufassen, so dass man gleich einen Überblick hat.
Und wenn man dann noch einen Prof.Easy beilegt, geht das auch O.K. Aber es sollten dort nicht Regeldetails stehen, die in der Hauptspielregel nicht zu finden sind.

Im Übrigen ist es auch psychologisch nicht gut, ein an und für sich nicht sehr komplexes Regelwerk durch viele verschieden Blätter und Hefte (optisch) aufzublähen. An so ein Spiel trauen sich dann viele Leute erst gar nicht ran.

Ciao
hannes

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Jost Schwider

RE: Spielregeln

Beitragvon Jost Schwider » 13. Mai 2002, 12:04

"hannes" hat am 13.05.2002 geschrieben:

> Ich bin völlig anderer Meinung als du.

Ja, das habe ich auch schon festgestellt! :-))

> Das Wichtigste bei einer Spielregel scheint mir, dass man
> im Zweifelsfall SOFORT weiss, an welcher Stelle man
> nachschauen kann.

Für "Profis": [b]Die[/b] Regel.
Für "Einsteiger": Almanach/FAQ.

> Wenn das Regelheft gut gegliedert ist, kommt es nicht so
> sehr auf die Anzahl Seiten an.

Wie gesagt, die Psychologie spielt da eine nicht unwesentliche Rolle...
Außerdem: Kurze Regeln können als Übersicht jedem Spieler gereicht werden.

> Und wenn man dann noch einen Prof.Easy beilegt, geht das
> auch O.K. Aber es sollten dort nicht Regeldetails stehen,
> die in der Hauptspielregel nicht zu finden sind.

100% ACK!
Prof.Easy soll nur zur Einführung (anhand von Beispielen) dienen. Nach dem ersten Spiel sollte Prof.Easy nicht mehr benötigt werden...

> Im Übrigen ist es auch psychologisch nicht gut, ein an und
> für sich nicht sehr komplexes Regelwerk durch viele
> verschieden Blätter und Hefte (optisch) aufzublähen. An so
> ein Spiel trauen sich dann viele Leute erst gar nicht ran.

Ich dagegen glaube, dass z.B. die Siedler von Catan gerade durch diese Aufteilung einen überwältigen Erfolg auch bei den "Nicht-Spielern" hat. Hier war es wirklich für jedermann möglich, ohne externen "Anleiter" ZuckZuck ins Spiel einzusteigen.

Viele Grüße
Jost aus Soest (liebt vollständige Kurzregeln)

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Gernot

Re: Goldland:Regelheft an allem schuld?

Beitragvon Gernot » 15. Mai 2002, 21:33

Hallo!

Habe das Spiel Goldland zwar noch nicht gekauft, macht aber einen schönen Eindruck auf mich.
Für mich gilt aber generell, alle Spiele betreffend:
Das wichtigste bei den Reglen sollte doch nach wie vor beherzigt werden:
Zuerst in ruhiger Stunde durchlesen und das Spielmaterial mit einbeziehen. So nach dem Motto:"Na schau ma mal, was da so alles gibt, in der Kiste."
Dann eventuell noch einmal von ganz vorne durchlesen und BEGREIFEN!!!!

Erst dann sollte man die Mitspieler herbestellen um die erste Runde anzugehen.
Die Erfahrung hat gezeigt, daß ein neues Spiel in etwas größerer Runde (bei 4 Spielern und mehr) ohne den Vorkenntnissen der Regeln, durch zumindestens eine Person, zum Scheitern verurteilt ist! Nach spätestens 20 Minuten lümmeln alle am Tisch herum und fangen an zum Blödeln und das Spiel ist somit den Bach runter da uninteressant. Wer schaut schon gerne jemanden zu, der für eine Regel 5 Minuten im Heft herumblättern muß, bevor er auf eine Frage der Mitspieler eingehen kann??? Niemand!
Also muß wenigsten eine kompetente Person am Tische sitzen, die das Spiel halbwegs beherrscht. (Sozusagen als Spielleiter).

Diese Erfahrungen habe ich im Laufe der Zeit gesammelt, und sich immer wieder bestätigt.
Einfache Spiele, die in 5 Minuten zu erklären sind, haben diese Problematik freilich nicht.
Aber etwas größere Brettspiel erfordern nun mal eine gewisse Vorkenntnis der Regeln durch mnindestens eine Person (Spielleiter).

Schöne Grüße Gernot

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Thomas Jereczek

Re: Goldland:Regelheft an allem schuld?

Beitragvon Thomas Jereczek » 16. Mai 2002, 08:10

Hallo Gernot,

Gernot schrieb:
>
> Zuerst in ruhiger Stunde durchlesen und das Spielmaterial mit
> einbeziehen. So nach dem Motto:"Na schau ma mal, was da so
> alles gibt, in der Kiste."
> Dann eventuell noch einmal von ganz vorne durchlesen und
> BEGREIFEN!!!!

Dem stimme ich 100% zu.
Das ist im Regelfall auch mein Vorgehen bei einem neuen Spiel, wenn ich es denn ohne Probespielen gekauft gehabe.
Nach dem Regelstudium "baue" ich das Spiel erst einmal auf, um den ungefähren Platzbedarf zu ermittlen, danach spiele ich es an, um so zu erfahren wie der Spielablauf sein könnte bzw tatsächlich aussieht.

>
> Erst dann sollte man die Mitspieler herbestellen um die erste
> Runde anzugehen.
> Die Erfahrung hat gezeigt, daß ein neues Spiel in etwas
> größerer Runde (bei 4 Spielern und mehr) ohne den
> Vorkenntnissen der Regeln, durch zumindestens eine Person,
> zum Scheitern verurteilt ist! Nach spätestens 20 Minuten
> lümmeln alle am Tisch herum und fangen an zum Blödeln und das
> Spiel ist somit den Bach runter da uninteressant. Wer schaut
> schon gerne jemanden zu, der für eine Regel 5 Minuten im Heft
> herumblättern muß, bevor er auf eine Frage der Mitspieler
> eingehen kann??? Niemand!

Stimmt wieder. Bei komplexen Spielen wird es nämlich schon kritisch, wenn man zwischendurch mal eine Frage klären will, und dann längere Zeit in der Regel zu suchen und nachzulesen hat. Deshalb ist es unerläßlich vorher die Anleitung halbwegs verstanden zu haben.

> Also muß wenigsten eine kompetente Person am Tische sitzen,
> die das Spiel halbwegs beherrscht. (Sozusagen als Spielleiter).
>

Auch dem stimme ich zu. Leider habe ich manchmal Mitspieler in der Runde, die das nicht zu würdigen wissen. Auf der einen Seite sind solche Leute froh (weil selber zu faul), wenn sich jemand die Mühe macht, und sich in die Spiele einarbeitet, um sie dann zu erklären, auf der anderen Seite kommen dann Vorwürfe nach dem Motte "Du kennst das Spiel ja, deshalb bist Du besser", "Du bist der 'Profi', deshalb gewinnst Du jetzt auch" usw. Dann spielen die Leute gezielt gegen denjenigen, obwohl er gar nicht führt oder besser ist. Das ist ziemlich öde. :-(

mit verspielten Grüßen
Thomas

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Gerhard Passler
Kennerspieler
Beiträge: 554

Regelstudium

Beitragvon Gerhard Passler » 16. Mai 2002, 17:22

Hallo Gernot!

"Gernot" hat am 15.05.2002 geschrieben:

> Für mich gilt aber generell, alle Spiele betreffend:
> Das wichtigste bei den Reglen sollte doch nach wie vor
> beherzigt werden:
> Zuerst in ruhiger Stunde durchlesen und das Spielmaterial
> mit einbeziehen. So nach dem Motto:"Na schau ma mal, was
> da so alles gibt, in der Kiste."
> Dann eventuell noch einmal von ganz vorne durchlesen und
> BEGREIFEN!!!!
>
> Erst dann sollte man die Mitspieler herbestellen um die
> erste Runde anzugehen.
> Die Erfahrung hat gezeigt, daß ein neues Spiel in etwas
> größerer Runde (bei 4 Spielern und mehr) ohne den
> Vorkenntnissen der Regeln, durch zumindestens eine Person,
> zum Scheitern verurteilt ist! Nach spätestens 20 Minuten
> lümmeln alle am Tisch herum und fangen an zum Blödeln und
> das Spiel ist somit den Bach runter da uninteressant. Wer
> schaut schon gerne jemanden zu, der für eine Regel 5
> Minuten im Heft herumblättern muß, bevor er auf eine Frage
> der Mitspieler eingehen kann??? Niemand!
> Also muß wenigsten eine kompetente Person am Tische sitzen,
> die das Spiel halbwegs beherrscht. (Sozusagen als
> Spielleiter).
>
> Diese Erfahrungen habe ich im Laufe der Zeit gesammelt, und
> sich immer wieder bestätigt.
> Einfache Spiele, die in 5 Minuten zu erklären sind, haben
> diese Problematik freilich nicht.
> Aber etwas größere Brettspiel erfordern nun mal eine
> gewisse Vorkenntnis der Regeln durch mnindestens eine
> Person (Spielleiter).

100 % Zustimmung!!

Also ich bzw. wir in unserer Spielrunde machen das immer so und es klappt vorzüglich.
Eine Spielregel richtig einzustudieren und zu kapieren schaffe ich persönlich sowieso nur, wenn ich dies ganz alleine und in aller Ruhe machen kann. Zu zweit oder womöglich sogar in einer Gruppe will es bei mir einfach nicht klappen.

Gruß
Gerhard

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Gernot

Re: Regelstudium

Beitragvon Gernot » 17. Mai 2002, 16:30

Hallo!

Freue mich über Eure Zustimmungen!
Also dann: Gut Spiel und geselliges Beisammensein!!!

P.S: Habe gestern beim Goldland zugeschlagen. Mal schauen wie
es sich spielt...!

mfg. Gernot

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kwazimodo

reelfrage goldland

Beitragvon kwazimodo » 19. Mai 2002, 10:45

...
seite 7 ...
Amulett und Goldstücke
"Jeder ander Spieler der mit seiner Figur in der gleichen Runde im Tempel stehen bleibt, erhält ebenfalls ein Amulett und 2 Goldstücke vom Bonusveld"

Frage wenn man zu 4 spielt : und sp 1 = Startspieler . Spieler 4 erreicht den Tempel. Also kein andere Mitspieler können kein 2 Goldstücke bekommen.
Richtig ?

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hannes

Re: reelfrage goldland

Beitragvon hannes » 19. Mai 2002, 11:23

kwazimodo schrieb:
>
> ...
> seite 7 ...
> Amulett und Goldstücke
> "Jeder ander Spieler der mit seiner Figur in der gleichen
> Runde im Tempel stehen bleibt, erhält ebenfalls ein Amulett
> und 2 Goldstücke vom Bonusveld"
>
> Frage wenn man zu 4 spielt : und sp 1 = Startspieler .
> Spieler 4 erreicht den Tempel. Also kein andere Mitspieler
> können kein 2 Goldstücke bekommen.
> Richtig ?

Falsch.
Als "Runde" gilt in diesem Fall (Sp4, sp1, sp2, sp3).
Die Runde ist beendet, wenn der Spieler, der zuerst beim Tempel war das nächste Mal wieder an die Reihe kommt. Bei 4 Spielern können immer alle 4 ihr Amulett und und die 2 Goldstücke abholen, sofern sie unmittelbar hintereinander zum Tempel kommen.

Ciao
hannes

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kwazimodo

Re: reelfrage goldland

Beitragvon kwazimodo » 19. Mai 2002, 11:59

... dan hat ma ja , "2" verschiedene Begriffen für Runde ...

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hannes

[RF] Goldland : was ist eine Runde ?

Beitragvon hannes » 19. Mai 2002, 13:23

kwazimodo schrieb:
>
> ... dan hat ma ja , "2" verschiedene Begriffen für Runde ...

Das stimmt allerdings.

"Runde" könnte man neutral auch so verstehen, dass in einer Runde alle Mitspieler einmal hintereinander "einen Zug machen" oder "an die Reihe kommen" . Der erste Spieler einer so definierten Runde muss dabei nicht unbedingt der Startspieler sein.

In Goldland ist der Begriff "Runde" zwar nicht explizit definiert.
Aber es ist in der Anleitung von der die Rede und dort ist implizit klar, dass der [b]Startspieler[/b] die letzte Runde einläutet.

Ciao
hannes

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hannes

[RF] Goldland. Ergaenzung

Beitragvon hannes » 19. Mai 2002, 13:45

> Falsch.
> Als "Runde" gilt in diesem Fall (Sp4, sp1, sp2, sp3).
> Die Runde ist beendet, wenn der Spieler, der zuerst beim
> Tempel war das nächste Mal wieder an die Reihe kommt. Bei 4
> Spielern können immer alle 4 ihr Amulett und und die 2
> Goldstücke abholen, sofern sie unmittelbar hintereinander zum
> Tempel kommen.

Sorry, ich habe vergessen darauf hinzuweisen, woher ich meine Gewissheit habe :

Die verbliebenen Goldstücke auf dem Bonus-Feld werden gemäss Spielregel genau dann weggeräumt, wenn der erste Tempelstürmer wieder an der Reihe ist. Das bedeutet, dass bis dann alle Mitspieler beim Betreten des Tempels ein Bonusgold holen können.

Ciao
hannes

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kwazimodo

Re: [RF] Goldland. Ergaenzung

Beitragvon kwazimodo » 19. Mai 2002, 19:23


Sie quoten : Die verbliebenen Goldstücke auf dem Bonus-Feld werden gemäss Spielregel genau dann weggeräumt, wenn der erste Tempelstürmer wieder an der Reihe ist. Das bedeutet, dass bis dann alle Mitspieler beim Betreten des Tempels ein Bonusgold holen können.
= ok , aber hat nichts mit eine Runde zu tun ... wenn die Spiler der Tempel nicht erreichen vorher der ersten wieder da ist geht das bonusgold aus Spiel.
Man sagt auch in die Spileregel das jedenfalls die 'letzte ' Runde ausgespilet muss sein , so das Allen gleichen Anzahl Zugen haben.
Ich verstehe deine Redenierung sehr gut, aber Ich finde beide plausibel.


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