Beitragvon Roman Pelek » 29. Juni 2002, 19:21
Hi Martin,
Martin schrieb:
> Frage: Wem nutzt der Preis? Der Familie?...wohl kaum und vor
> allem welcher...?
Wieso nicht? Familien kaufen zu Weihnachten das SdJ und erwarten einfache, aber gute Unterhaltung. Und die sollen sie m. E. auch bekommen, dann werden sie sich vielleicht auch wieder ein Brettspiel zulegen.
> Der Branche, den Verlagen? Denen fügt er mit Ausnahme eines
> doch wohl vor allem Schaden zu...
Hm, Schaden? Ich weiß nicht so recht... Aber er bevorzugt natürlich einen Titel/Verlag pro Jahr überproportional. Aber wie soll man das anders lösen? Das wäre die sinnvolle und berechtigte Frage. Bei einer Auswahl von guten Spielen gibt sich der nicht kundige Käufer vermutlich eher irritiert. Sowas erfordert vor allem auch fachkundige Beratung, die allzu häufig nicht zu finden ist.
> Ich empfehle eher die Variante, wie bei dem selbstgefälligen
> Egomanen Ranitzki:
> Abschalten - gebt diesen Selbstdarstellern doch nicht das
> Forum, das sie Euch abverlangen - ignoriert diesen Preis, der
> so subjektiv und eitel erarbeitet wird...
Auch die Jury wird sich erneuern über kurz oder lang, das ist ein ganz normaler Prozess. Und wer von den Vielspielern richtet sich nach dem SdJ? Der ist doch für ganz andere Zielgruppen gedacht: Otto-Normalverbraucher. Und da hat er Gutes zu leisten, dass da nicht notwendigerweise das herausragendste, komplexe Spiel gekürt wird, halte ich für vollkommen nachvollziehbar.
> Jetzt werde ich wohl wieder verbannt hier...
Ach Quark, wieso auch? Kritik ist notwendig, auch wenn ich persönlich Deine nicht nachvollziehen kann, denn ich denke, hier geht es um andere Zielsetzungen als die, die Du im Blickfeld hast.
> Dennoch: Für die guten Spiele, die von der Jury mißachtet
> werden erhebe ich gern mal wieder meine Stimme...für alle
> die, die nicht auf der Liste sind ein Hurra und ein
> Dankeschön an die wahre Leistung der Verlage und Autoren...
Für mich ist es Sinn des SdJ, der breiten Masse Zugang zu Spielen zu bescheren. Dass dabei nicht unbedingt die schiere Klasse ungeachtet des hohen Anspruchs ausgezeichnet wird, ist für mich selbstverständlich - dafür haben wir den DSP. Ich muss gestehen, dass ich arg verwundert bin, dass "Villa Paletti" als SdJ so viel Überraschung hervorruft. Es wäre mein Tipp gewesen in Anbetracht der Tatsache, dass es ein Spiel für Familien sein soll, welches einfache Regeln besitzt, einen guten Wiederspielreiz hat, von der Art her anders ist als das letzte SdJ. Insofern waren die Ansprüche der Jury auch im Vorfeld transparent formuliert.
Ciao,
Roman