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West of Africa: Wie isses… ?

Kritiken und Rezensionen: Wie ist Spiel XY?
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Rollum
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West of Africa: Wie isses… ?

Beitragvon Rollum » 29. März 2016, 18:23

Siehe Betreff.
Wer hat´s schon gespielt und möchte seine Eindrücke teilen?
Danke!

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H8Man
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Re: West of Africa – Wie isses…

Beitragvon H8Man » 29. März 2016, 19:43

Dann fang ich mal an... ;)

Im Grunde ist es ein schönes und eher leichtes Spiel mit einem netten Kartenmechanismus, allerdings kommt es auch nicht darüber hinaus. Was mir direkt aufgefallen ist, ist wie extrem schnell das Spiel vorbei ist, denn nach 5-6 Runden (wenn es perfekt läuft könnten es nur 4 sein) ist es vorbei und die Runden an sich sind nicht sonderlich lang.

Die Planbarkeit hält sich dabei in Grenzen, da alle ihre Karten geheim halten, bis der eigene Zug gemacht wird. Die beiden Gruppen mit denen ich es gespielt habe, sahen das genauso und überzeugt war auch keiner.

Kurzum, kein schlechtes Spiel, aber ein Hit wird es definitiv nicht.
"Wenn Ihr glaubt mich verstanden zu haben, dann habe ich mich falsch ausgedrückt..."

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Ernst-Jürgen Ridder
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Re: West of Africa – Wie isses…

Beitragvon Ernst-Jürgen Ridder » 29. März 2016, 23:20

Es kommt halt, wie immer, darauf an, unter welchem Gesichtspunkt man das betrachtet.

Es hat durchaus interessante Spielmechanismen. Als gutes Familienspiel darf man es wohl ansehen, auch als ein solches mit Potential zum Spiel des Jahres. Es spielt sich gut, da hakt nichts, es macht Spaß.

Auch für Vielspieler ist es nicht uninteressant, wenn man das Grübeln nicht übertreibt, das Spiel im Fluss hält und kein abendfüllendes Programm erwartet.

Mir gefällt's, ohne mich euphorisch zu machen. (6,5 bei BGG von mir).

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Sascha 36

Re: West of Africa – Wie isses…

Beitragvon Sascha 36 » 30. März 2016, 00:18

Also zu dem Material würde ich gerne noch sagen, das es sehr gut ist und man für den Kaufpreis wirklich wertiges Material bekommt, Harald Lieske hat es stimmungsvoll passend illustriert.

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Schlawi
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Re: West of Africa: Wie isses… ?

Beitragvon Schlawi » 30. März 2016, 08:45

Für mich eine Riesenenttäuschung!
Keine Innovation, keine Varianz im Spielaufbau. Es macht mir einfach keine Spaß!

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ode
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Re: West of Africa: Wie isses… ?

Beitragvon ode » 30. März 2016, 10:15

Schlawi hat geschrieben:Für mich eine Riesenenttäuschung!
Keine Innovation


Also sind 99,9% aller Spiele eine Riesenenttäuschung?

Ich mein, wirklich innovativ sind ja die wenigsten Spiele. Wenn dann mal ein Dominion, 7 Wonders oder TIMEStories kommt... Und wirklich etwas aufzeigt, was man zuvor noch nicht so oder so perfekt umgesetzt kannte. Dann kann man wirklich begeistert sein über die Innovation in den Spielen. Aber wie oft passiert das? Maximal alle paar Jahre.

Ich möchte dich nicht kritisieren. Eher die Aussage hinterfragen. Vielleicht hat dir das Spiel ja einfach nicht gefallen?

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Schlawi
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Re: West of Africa: Wie isses… ?

Beitragvon Schlawi » 30. März 2016, 10:53

Nicht jedes Spiel muss das Rad komplett neu erfinden.
Es braucht aber, irgendeinen Teilmechanismus, der "besonders" ist.
Das bietet West of Africa leider überhaupt nicht.

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Seb
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Re: West of Africa: Wie isses… ?

Beitragvon Seb » 31. März 2016, 21:42

Schlawi hat geschrieben:Für mich eine Riesenenttäuschung!
Keine Innovation, keine Varianz im Spielaufbau. Es macht mir einfach keine Spaß!


Das mit der Enttäuschung unterschreibe ich. Riesenenttäuschung nicht, da ich mir nicht unglaublich viel von dem Spiel versprochen hatte. Aber als Hippodice Gewinner bekommt man halt schon die ein oder andere Vorschusslorbeere.

Ich finde es gibt für das Spiel einen optimalen ersten Zug. Und da dieser Zug rein theoretisch jeder machen kann, entscheidet am Ende nur noch die zufällige Verteilung der Reihenfolge beim Startgeld.

Nicht mein Spiel. Allen anderen denen es gefällt wünsche ich aber viel Spaß beim spielen.

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Sascha 36

Re: West of Africa: Wie isses… ?

Beitragvon Sascha 36 » 31. März 2016, 22:40

Schlawi hat geschrieben:Nicht jedes Spiel muss das Rad komplett neu erfinden.
Es braucht aber, irgendeinen Teilmechanismus, der "besonders" ist.
Das bietet West of Africa leider überhaupt nicht.



Sehe ich überhaupt nicht so und ich sehe das auch als keine wirklich informative Meinung.
Ein Spiel soll in erster Linie Spass machen und das muss dann nicht unbedingt immer innovativ sein. Das sowas funktioniert kann man an vielen Beispielen auf dem Markt sehen.
Die Mechanismen in West of Africa sind grundsolide und funktionieren wie geschmiert, das mag einem nicht gefallen, aber allein wie ich meinen Zug plane und was ich dabei bedenken muss mag nicht innovativ sein, trotzdem ist es aber nicht langweilig sondern fordernd und sehr abhängig von den Zügen der Mitspieler.
Sorry aber bei solchen Kurzmeinungen denke ich immer, was will mir der Schreiber damit sagen ? Eine fundierte Kritik finde ich da weitaus hilfreicher.
Zuletzt geändert von Sascha 36 am 1. April 2016, 11:35, insgesamt 1-mal geändert.

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Peterlerock
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Re: West of Africa: Wie isses… ?

Beitragvon Peterlerock » 1. April 2016, 06:53

Sascha 36 hat geschrieben:Sehe ich überhaupt nicht so und ich sehe ich auch als keine wirklich informative Meinung.
(...)
Sorry aber bei solchen Kurzmeinungen denke ich immer, was will mir der Schreiber damit sagen ? Eine fundierte Kritik finde ich da weitaus hilfreicher.


Einspruch.

1. Niemand hat die Pflicht, hier eine ausführliche Rezension zu hinterlassen.

2. Außerdem ist das sehr wohl informativ. Was du beschreibst - "es funktioniert" - ist so ziemlich die minimalste Grundanforderung, die man an ein Spiel haben kann. Wenn Autor und Verlag nicht geschlafen haben, ist davon wohl auszugehen.

Eine Kaufentscheidung würde ich viel eher davon abhängig machen, ob es auch noch "innovativ und neu" ist. Sonst kann ich auch irgendwas anderes spielen.
Mein Blog (Spieldesign, Spielkritiken, Illustrationen)

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Lehni
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Re: West of Africa: Wie isses… ?

Beitragvon Lehni » 1. April 2016, 10:23

Schlawi hat geschrieben:Nicht jedes Spiel muss das Rad komplett neu erfinden.
Es braucht aber, irgendeinen Teilmechanismus, der "besonders" ist.
Das bietet West of Africa leider überhaupt nicht.

Gute Antwort und für mich durchaus auch informativ!
Vom Lesen her hätte ich das Zusammenzählen der Kartenpunkte und damit die Bestimmung der Reihenfolge als eher innovativ gesehen. Ich lese aber von manchen heraus, dass gerade dieses Blind Biding nicht so toll gesehen wird. ich denke, dass das in Richtung Geschmackssache geht. Der eine mag solche Unsicherheitsspiele wie z.B. Broom Service oder Robo Ralley nicht, der andere schon. Ich bin da schon auf meine erste Partie gespannt.

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H8Man
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Re: West of Africa: Wie isses… ?

Beitragvon H8Man » 1. April 2016, 10:32

Seb hat geschrieben:
Schlawi hat geschrieben:Für mich eine Riesenenttäuschung!
Keine Innovation, keine Varianz im Spielaufbau. Es macht mir einfach keine Spaß!


Das mit der Enttäuschung unterschreibe ich. Riesenenttäuschung nicht, da ich mir nicht unglaublich viel von dem Spiel versprochen hatte. Aber als Hippodice Gewinner bekommt man halt schon die ein oder andere Vorschusslorbeere.

Ich finde es gibt für das Spiel einen optimalen ersten Zug. Und da dieser Zug rein theoretisch jeder machen kann, entscheidet am Ende nur noch die zufällige Verteilung der Reihenfolge beim Startgeld.

Nicht mein Spiel. Allen anderen denen es gefällt wünsche ich aber viel Spaß beim spielen.


Moin,

magst du diesen Zug mal kurz beschreiben? Ich habe nämlich das exakt selbe Gefühl und wurde wegen meiner Aussage dahingehend von Uli und einer weiteren Person angeschrieben.


@ Innovativ
Zum einen stehe ich auch eher auf der Seite, dass ein Spiel nicht zwingend alles neu machen muss, zum anderen wäre mir der Kartenmechanismus so aber noch gar nicht bekannt...? Klar ist er nichts bahnbrechendes, aber zig fach genutzt wurde er bisher nicht.
"Wenn Ihr glaubt mich verstanden zu haben, dann habe ich mich falsch ausgedrückt..."

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Sascha 36

Re: West of Africa: Wie isses… ?

Beitragvon Sascha 36 » 1. April 2016, 11:34

Peter ob ich schreibe es funktioniert oder schreibe es funktioniert wie geschmiert ist aber schon ein Unterschied. Viele Spiele funktionieren, aber nur selten funktionieren Spiele wie geschmiert. Isle of skye zb ist ein Spiel was uns beiden sehr gut gefällt, weil es einfach funktioniert wie geschmiert. Spiele wie zb Zhan Guo oder Vasco da Gama ( ich mag die Spiele ) funktionieren, erschliessen sich aber erst nach mehreren Spielen um ein Beispiel zu nennen was ich meine mit funktionieren.
Die Symbolik von West of africa zb ist sofort klar zu erkennen, die Regeln sind fix erklärt und ab da holpert bei dem Spiel so gut wie nichts mehr. Es kommt ohne Mengen an Material aus, bietet aber trotzdem eine angenehme Komplexität.
Der Zugmechanismus ist mir so noch nicht bekannt gewesen und ich finde der gibt dem Spiel auch etwas besonderes.
Über den Zug der das Spiel sozusagen Broken macht möchte ich nichts wissen, da dann meist eh nur so was rauskommt wie bei A few acres of snow.

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Malte
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Re: West of Africa: Wie isses… ?

Beitragvon Malte » 1. April 2016, 18:40

Von "Broken" war doch nie die Rede. Es gibt immer starke und schwache Spielzüge.

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Sascha 36

Re: West of Africa: Wie isses… ?

Beitragvon Sascha 36 » 1. April 2016, 22:10

Also ich wüsste nicht wie man sonst solch einen Satz auslegen sollte :

Ich finde es gibt für das Spiel einen optimalen ersten Zug. Und da dieser Zug rein theoretisch jeder machen kann, entscheidet am Ende nur noch die zufällige Verteilung der Reihenfolge beim Startgeld.

Bei A few acres of snow gibt es halt auch diese eine Taktik, wird zwar in den wenigsten Spielen wirklich gespielt, reichte aber aus das im Internet Leute das Spiel als Broken bezeichnet haben,
Mich würde da mal interessieren was Uli Blennemann zu dem Kommentar sagen würde, kann mir nicht vorstellen das er aufgrund seiner jahrelangen Erfahrung ein Spiel rausbringt das letzten Endes von einem Zug dominiert wird.

@ Peter
Ich kaufe Spiele die mir Spass machen und mich aufgrund der Thematik und der Mechanik interessieren, Innovation und Neu finde ich da eher ziemlich egal. Neu halte ich da eher für völlig unwichtig und wie lange ist denn schon ein Spiel wirklich neu ?

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Peterlerock
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Re: West of Africa: Wie isses… ?

Beitragvon Peterlerock » 2. April 2016, 10:11

Sascha 36 hat geschrieben:@ Peter
Neu halte ich da eher für völlig unwichtig und wie lange ist denn schon ein Spiel wirklich neu ?

Dir mag das egal sein.
Aber das gibt dir nicht das Recht, das als Argument zu disqualifizieren.

"Das Spiel flutscht, aber man hat das halt alles schonmal so oder so ähnlich gesehen, daher kein Kaufreiz"
...das ist eine völlig legitime Meinung zu einem Spiel.

Es muss nicht mal stimmen, vielleicht ist West of Africa voll innovativ.
Eine legitime Meinung bleibt es trotzdem, wenn es sich für den Spieler so anfühlt.

Und der Satz hier geht für mich überhaupt nicht auf:
Ich kaufe Spiele die mir Spass machen und mich aufgrund der Thematik und der Mechanik interessieren, Innovation und Neu finde ich da eher ziemlich egal.

Wenn nichts Neues drin ist, warum sollte mich dann die - offensichtlich altbekannte - Mechanik interessieren? ;)
Mein Blog (Spieldesign, Spielkritiken, Illustrationen)

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Sascha 36

Re: West of Africa: Wie isses… ?

Beitragvon Sascha 36 » 2. April 2016, 13:01

Stimmt so geht der Satz nicht auf, es sollte Thematik oder Mechanik heißen.

Es war wohl auch nicht richtig Schlawi da zu bevormunden, lag aber wohl eher daran das ich vorher lange auf der Hall 9000 Seite unterwegs war und es da Unmengen dieser Art von Meinungen gibt. Wenn ich eine Meinung hier abgebe hab ich aus meiner Sicht auch eine Verantwortung und wenn Spiele schlechte Gesamtbewertungen bekommen aufgrund solcher Ein Satz Rezensionen dann ärgert mich das schon. Aber die Diskussion hatten wir schon mal und ich will sie auch nicht neu aufwärmen.
@ Schlawi
Entschuldigung, bin da wohl etwas übers Ziel hinaus geschossen.


Wer ein schönes und passendes Review lesen möchte der kann das hier tun, geschrieben von Peter ( bekannt von Hunter und Cron) in seinem tollen Blog Shades of boardgaming.
https://boardgamegeek.com/blogpost/5234 ... -black-box

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Seb
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Re: West of Africa: Wie isses… ?

Beitragvon Seb » 2. April 2016, 14:23

H8Man hat geschrieben:Moin,

magst du diesen Zug mal kurz beschreiben? Ich habe nämlich das exakt selbe Gefühl und wurde wegen meiner Aussage dahingehend von Uli und einer weiteren Person angeschrieben.


Ich müsste noch mal kurz in mich gehen und den Zug wieder zusammenbekommen. Auch auf die Gefahr hin, dass Sascha36 wieder einen Kommentar zu dem ganzen ablässt, versuche ich den Zug mal aufzuzeigen:

Kartenhand (4 Stück): -4 Karte, Güter anbauen, Arbeiter bewegen, Teneriffa.

Es geht darum auf der mittleren Insel (Teneriffa) alle 6 Güter im ersten Zug zu platzieren. Den Vorteil durch die Majorität auf der Insel und der Menge an handelbaren Gütern ist ein so großer Vorteil im Gegensatz zu allen anderen Zügen. Zudem kommt hinzu, dass wenn jemand tatsächlich den gleichen Zug plant und diesen nur auf Grund der Tiebraker-Regel des Geldes nicht durchführen kann, dieser Spieler direkt abgeschlagen ist. Er kann seinen Zug nicht durchführen, die meisten Karten sind umsonst gespielt gewesen und dadurch, dass das Spiel so schnell vorbei ist wird dieser "Fehler" des Spielers nicht verziehen.

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H8Man
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Re: West of Africa: Wie isses… ?

Beitragvon H8Man » 2. April 2016, 16:04

Seb hat geschrieben:
H8Man hat geschrieben:Moin,

magst du diesen Zug mal kurz beschreiben? Ich habe nämlich das exakt selbe Gefühl und wurde wegen meiner Aussage dahingehend von Uli und einer weiteren Person angeschrieben.


Ich müsste noch mal kurz in mich gehen und den Zug wieder zusammenbekommen. Auch auf die Gefahr hin, dass Sascha36 wieder einen Kommentar zu dem ganzen ablässt, versuche ich den Zug mal aufzuzeigen:

Kartenhand (4 Stück): -4 Karte, Güter anbauen, Arbeiter bewegen, Teneriffa.

Es geht darum auf der mittleren Insel (Teneriffa) alle 6 Güter im ersten Zug zu platzieren. Den Vorteil durch die Majorität auf der Insel und der Menge an handelbaren Gütern ist ein so großer Vorteil im Gegensatz zu allen anderen Zügen. Zudem kommt hinzu, dass wenn jemand tatsächlich den gleichen Zug plant und diesen nur auf Grund der Tiebraker-Regel des Geldes nicht durchführen kann, dieser Spieler direkt abgeschlagen ist. Er kann seinen Zug nicht durchführen, die meisten Karten sind umsonst gespielt gewesen und dadurch, dass das Spiel so schnell vorbei ist wird dieser "Fehler" des Spielers nicht verziehen.


Danke und ja, genau diesen Zug hatte ich im ersten Spiel auch gesehen und durchgeführt um in der 3. Runde mit ca. 17 Punkten dazustehen, während die anderen bei 5 waren...

Am Tisch waren wir uns nach dem Spiel auch alle einig, dass man mehr oder minder gezwungen ist, dem Startspieler den Zug zu versauen, indem einer einen absichtlichen schlechteren Zug macht. Dahingehend ist das Spiel eben zu "straight" und schnell, als das man viele Optionen hätte.
"Wenn Ihr glaubt mich verstanden zu haben, dann habe ich mich falsch ausgedrückt..."

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Lehni
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Re: West of Africa: Wie isses… ?

Beitragvon Lehni » 3. April 2016, 19:52

Interessante Diskussion! Das ist immer die Gefahr bei Spielen ohne Glück und ohne andere zufällige Startbedingung: Es kann da einen sehr starken Anfangszug geben, den man sich ausrechnen kann. Wäre interessant zu hören was Verlag/Autor dazu meinen.

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Seb
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Re: West of Africa: Wie isses… ?

Beitragvon Seb » 9. April 2016, 01:07

Ich wäre auch gespannt, ob da noch eine Meldung in irgendeiner Weise kommt :).

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Sascha 36

Re: West of Africa: Wie isses… ?

Beitragvon Sascha 36 » 9. April 2016, 10:14

Ich schreib Uli mal an, vielleicht hat er ja Lust sich zu äußern.

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peer
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Re: West of Africa: Wie isses… ?

Beitragvon peer » 9. April 2016, 13:47

Mmh, die Diskussion mit dem "starken Anfangszug" sehe ich nicht. Man hat prinzipiell die Möglichkeit sich mit allen um die Rosinen in der Mitte zu prügeln oder einen potentiell schwächeren Zug durchzuführen, den jedoch ohne Kompromisse. Dadurch wird dieser "schwächere Zug" unterm Strich stärker als der "optimale".
Anders ausgedrückt: Alle wollen am Anfang in die Brettmitte. Wenn ich der beste in der Geldlsite bin, kann ich versuchen den Zug dort durchzuführen. Stehe ich weiter hinten ist das aber ziemlich albern und muss entweder auf die eine oder andere Karte verzichten oder ide -4-Karte mitbezahlen um meinen Zug durchzuführen. Damit ist dieser Zug aber plötzlich NICHT mehr der beste. Ich kann auch einen Alternativzug durchführen - ZU Beginn irgendwo abgelegen zu siedeln z.B. Da ich an dieser Stelle konkurrenzlos alles machen will was ich kann, ist dieser Zug oft besser, als ein abgespeckter Zug in die Mitte. Aber wenn das alle denken, kann ich ja doch in dieMitte...
Mit anderen Worten: Es gibt keinen "optimalen Erstzug" in West of Africa, nur Risikomanagement. Wer einen Zug plant, der rsikant ist (wie z.B. in die Mitte zu setzen und gleich zu sähen und Leute zuzusetzen), der sollte einen Plan B haben, sonst ist er selber schuld, wenn er alles auf eine Karte setzt. Das ist in anderen Spielen nicht anders: Wer topp oder flopp spielt, kann es dem Spiel nicht anlasten, wenn er mal einen Flopp erwischt. Allerdings warnt ein das Spiel in der ersten Partie nicht vor dieser Situation und da kommt sie durchaus überraschend. Ich würde einen neuen Mitspieler daher immer vorwarnen.

ciao
peer (keine Meinungsäußerung zum Spiel selbst, da bei Spielworx demnächst ein Spiel von mir erscheint)

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Sascha 36

Re: West of Africa: Wie isses… ?

Beitragvon Sascha 36 » 10. April 2016, 12:56

Danke Peer für die ausführliche Antwort und ich denke damit kann man die Zug Diskussion auch abschließen.
Bin dann mal auf das Kartenspiel North American Railways gespannt das bald bei Spielworxx erscheint.

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peer
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Re: West of Africa: Wie isses… ?

Beitragvon peer » 10. April 2016, 13:56

Danke :-)
Ich weiß aber nicht ob es deutlich geworden ist: Auch der auf der Geldleiste beste kann den "optimalen" Zug nicht unbedingt wählen - er riskiert damit, dass jemand anderes ebenfalls auf der Insel säht, aber sonst nichts macht oder die -4 benutzt, daher vorher am Zug ist und ihm den Kram wegnimmt. Das ist dann auch kein "schlechter" Zug, denn der andere hat dann ja an einer guten Insel gesäht UND die direkte Konkurrenz geschadet. Wenn natürlich alle anderen gar nicht auf den "optimalen" Zug gesetzt haben, sondern was anderes gemacht haben, dann kann der Zug eventuell doch suboptimal gewesen sein. Das ergibt sich eben erst im Nachhinein...
Im Prinzip ist die Situation klassisches "Ich-denke-dass-er-denkt..." :-)
ciao
peer


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