Beitragvon Peter Steinert » 31. Oktober 2002, 00:40
Franz-Benno Delonge schrieb:
>
> Lieber Peter, lieber Michael, lieber KMW,
> vielen Dank für Eure Bemühungen, aber die Kritik an der Regel
> bleibt stehen, und auch die "Kurzregel" bringt den Spieler
> nicht viel weiter.
>
> Frage 1: Gleich starke Branchen beim Börsencrash: Ok, die
> Kurzregel klärt jetzt, daß alle wegmüssen. (Dafür heißt es
> hier nun, diese Aktien kämen "unter den Nachziehstapel". Was
> wohl der nächste Fehler ist; hier würde ich der Hauptregel
> den Vorzug geben, wo es heißt, daß sie "dazwischengemischt"
> werden.)
Ich gebe Dir recht, das ist unterschiedlich geregelt. Wir spielen nach der Hauptspielregel. Drunterschieben macht doch keinen Sinn, da die Karten dann irgendwann in Aktiengruppen sortiert im Stapel liegen.
> Frage 2: Ist wohl die wichtigste meiner vier Fragen und wird
> weder in der Langregel noch in der Kurzregel irgendwie geklärt.
> Natürlich kann ich auf das Auslegen verzichten und
> stattdessen zwei neue Aktien nehmen, wenn ich nicht mit dem
> Zeppelin ziehen will. Steht klar da.
> Meine Frage war aber, ob es auch möglich ist, zwar zuerst
> Aktienkarten auszuspielen, dann aber auf den Zeppelinzug zu
> verzichten und stehenzubleiben. Das kann in bestimmten
> Spielsituationen absolut sinnvoll sein. Ob es aber erlaubt
> sein soll, steht nach wie vor in den Sternen.
Das sehe ich nicht so dramatisch wie Du, Benno. Ich habe 2 Aktionsmöglichkeiten, A oder B. Aktion B besteht nach meinem Regelverständnis aus 3 Teilen, die ich nacheinander abhandeln soll. Natürlich könnte es auch anders gemeint sein, da ich aber keinen Hinweis auf eine "beliebige Reihenfolge" entdecke, sind wir immer nummerisch vorgegangen. Dieser Passus war aber letztlich auch zentraler Punkt in unserer Runde. Nicht wirklich eindeutig.
> Frage 3: Peter meint, vor dem Crash dürfe der Verursacher
> noch ein Feld besetzen. Kann sein, kann auch nicht sein -
> eins wäre so logisch bzw. unlogisch wie das andere. Es ist
> aber geradezu spielentscheidend, ob das eine oder das andere
> gemeint ist!!
s.o.
> Frage 4: Nein, lieber Peter, das mit dem einen Punkt pro
> Spieler ist in der Regel nur für Gleichstand in der
> WERTUNGSTABELLE geregelt. Unklar ist, was mit dem insgesamt
> nur einen Extrapunkt geschieht, den der kriegt, der die
> meisten Aktien in einer Branche auf dem TISCH liegen hat! Den
> kann man ja schlecht aufteilen. Es könnte also gut sein, daß
> dann gar keiner punktet. Jedenfalls, man wüßte es halt gerne...
Doch Benno, hier zitiere ich die Spielregel unter "Punktevergabe zur Ermittlung des Gewinners":
Tritt Gleichstand zweier Spieler in einer Branche oder in einer Stadt auf (anm: Tabelle ist natürlich gemeint)...ODER BESITZEN MEHRERE SPIELER GLEICH VIEL GELD ODER AKTIEN, so bekommen alle Spieler mit der gleichen Anzahl Spielstücke, Geld ODER AKTIEN EINEN PUNKT:
Haben wir unterschiedliche Spielregeln?
> Und jetzt noch eine neue Frage 5: Darf man tatsächlich nur
> aufs Schlußfeld ziehen, wenn zwischen dem eigenen Zeppelin
> und dem Schlußfeld kein einziges freies Feld mehr ist? Oder
> soll nicht eher gemeint sein, daß kein freies Feld dieser
> einen Branche, in der man die Mehrheit hat, mehr frei sein
> darf (analog Cartagena)?
Wieder gebe ich Dir recht. Ich denke, hier fehlt der Satzteil: ...und gibt es kein weiteres ERREICHBARES, unbesetztes Städtefeld mehr...
> Kurzum - ein Debakel. Wenn man sieht, wieviel Mühe man sich
> anderswo mit der Abfassung der Spielregeln gibt, und dann
> sowas...
> Ratlose Grüße
> Benno
Nun, die Regel ist nicht gut, keine Frage. Es gibt bessere, aber meiner Meinung nach auch reichlich schlimmere.
Viele Grüße
Peter