Beitragvon Günter Cornett » 28. November 2002, 22:19
Lol Margue schrieb:
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> Hallo Günter,
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> sie ist erst 4 und kann nur mit einem Würfel bis 6 zählen.
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> Gruss
>
> LOL
Hallo Lol,
um Größen zu vergleichen, muss man nicht unbedingt zählen können. Carcassonne gehört zu den Spielen, bei denen man manches auch einfach sehen kann. Wenn einem die bunten Bildchen gefallen, schaut man auch besser hin (ein Grund weswegen Kinder beim Memory so gut sind).
Vielleicht hat sie sich - im Gegensatz zu euch - nicht angestrengt, sondern war einfach nur motiviert. Es gibt doch die Geschichte von dem Maler, der gegen den Mathematiker Go spielt und gewinnnt, weil er nicht versucht alles durchzurechnen, sondern einfach nur hinschaut.
Und dann war da noch der Vierjährige - ich glaube Capablanca war es - der ohneregelkenntnis nur durch Zugucken einen regelwidrigen Zug beim Schachspiel bemerkte:der Springer wurde auf ein gleichfarbiges Feld gesetzt. Naja, es ist auch nur ne Legende und er wurde später mal Weltmeister, aber als Vierjähriger war er trotzdem erst 4 Jahre alt ;-)
Dass eure Tochter 2 von 2 Partien gewonnen hat, kann viele Gründe haben:
- Zufall
- Talent
- Motivation
- sehr schwache Mitspieler (habt ihr mal gegen andere gewonnen ?)
Wie dem auch sei. Ich mag auch keine Spiele, bei denen man viel Gehirnschmalz investieren muss und dann doch nur das Glück entscheidet. Carcassonne spiele ich aber sehr gern. Ich denke dabei nicht allzu angestrengt nach und halte auch den Glücksanteil für angemessen. Zwar ist es durchaus möglich, dass der Zufall in einer einzelnen Partie ungewöhnlich großen Einfluss hat, aber das ist IMHO nicht häufig so.
Weniger denken mehr spielen ...
... dürfte bei Carcassone angesagt sein.
Und das könnt ihr vielleicht auch von eurer Tochter lernen. ;-)
Gruß, Günter (spielt und spottet gern)