Hi allerseits,
angesichts der aktuellen Umfrage würde ich ganz gerne nochmal den etwas untergegangenen Ranglisten-Thread von Jost reanimieren, da m. E. da doch einiges unbeantwortet oder ungeklärt blieb. Als Start mal mein Feedback auf Josts letzten Kommentar:
[Hype bei Umfragen - warum]
>> Hm, Lieblingsspiele pushen und um das zu unterstreichen:
>> den Rest abwerten.
>Aber warum? Da hat doch niemand was von!
>Insbesondere wenn so eine Wertung extrem herausragt, wird dies doch sowieso >hinterfragt. Oder bin ich hier zu naiv?
Hm, es gibt ein Primärinteresse bei Autoren oder Verlagen, sofern die betreffenden Spiele auf die Spieleszene ausgerichtet sind. Aber auch andere Motive mögen greifen: "Mein Lieblingsspiel soll vorne sein". Beides relativ sinnlos, fürwahr, aber kommt vor. Sicher (und zum Glück) wirklich sehr selten, aber wenn, dann ärgert's - und leider heißt auch "sehr selten", dass in jeder Umfrage irgendsoein Querschläger drin sein mag. Im übrigen fällt m. E. der Szene viel zu wenig auf, so genau schauen die wenigsten hin, man denke mal an die Faktor-12-Diskussion beim DSP zurück... Zu spät und zu kontrovers trotz der Fakten.
[Falsche Spieleindrücke wegen Regelmissverständnissen]
>Aber sollten nicht gerade wir "erfahrenen" Spieler erstmal die Regel/den Autoren >befragen, ob man es überhaupt richtig verstanden hat?
"Sollten" ist vermutlich der richtige Terminus. Aber tun wir das? Und vor allem: wissen wir überhaupt, dass uns ein Fehler unterlaufen ist? Und wenn ja: geben wir ihn zu? Das sind nach meinem Dafürhalten die Probleme. Zumeist bleiben (auch eklatante) Regelfehler unerkannt. Und wenn's erkannt wird, dann fehlt die Courage, das zuzugeben. Wer will sich schon outen, wenn zig andere es nicht tun? Dabei sind Regelfehler so normal und verbreitet wie Sand am Meer.
>Vielleicht sollte man dann noch zusätzlich die beste sowie schlechteste Wertung unberücksichtigt lassen (wie teilweise beim Sport).<
Wenn's ein zahlenmäßg beschränkte Jury ist - mag helfen. Ansonsten: eher sinnlos.
[Wie gerechte Ranglisten organisieren?]
> Es wird Zeit, dass jemand mal eine personalisierte Rangliste realisiert, wo nach Profilen verglichen wird (ähnlich wie bei Amazon, nur ausführlicher).
Wenn ich einen 35-Stunden-Tag hätte...<
Eben - wer macht's? Bei Amazon ist der wirtschaftliche Background offensichtlich, aber in der Spieleszene?
>Etwas ähnliches ist mir erst kürzlich in einem ganz anderen Bereich aufgefallen: Ich habe mich mit (unserem) Volker "gestritten", welcher StarWars-Film denn der beste wäre (eigentlich Episode IV oder V).<
Ich finde V, aber mit marginalem Abstand zu IV ;-)
>Also flugs eine Umfrage ins Netz gestellt, und schwuppdidupp ging es auch schon los. Plötzlich aber bekam ein eigentlich völlig aussichtsloser Kandidat (Episode IV) 7 Stimmen kurz hintereinander.<
"Römischer" Zahlendreher, nehme ich an?
>Warum macht jemand sowas? Hier gibt es nun wirklich nichts zu gewinnen / holen / zeigen...<
Übereifer? Ansteckende Unvernunft? Branchenbezogene Belanglosigkeit? Nuja, derselbe Unsinn, mit dem wir uns im Spielebereich plagen.
Ciao,
Roman