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Verpackung

Das ehemalige spielbox-Spielerforum
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Hans-Peter

Verpackung

Beitragvon Hans-Peter » 14. Dezember 2002, 12:21

Hallo,

ich habe gestern ein paar bestellte Spiele bekommen und habe mich gefreut, welch schöne grosse Spielpläne auch in relativ kleinen Schachteln untergebracht werden können, z.B. Clans, z.B. Trans America. Würden viele Verlage so handeln, hätte man wesentlich mehr Platz für seine Spiele. Das ist mir auch z.B. bei einer englischsprachigen Ausgabe von "Die Siedler von Catan" schon aufgefallen. Die Schachtel war wesentlich kleiner, als die deutsche, enthielt aber logischerweise das komplette Spiel.

Wünscht Ihr Euch auch Verpackungen, die weniger Luft enthalten? Könnt ihr euch des Gefühls erwehren, dass eine grosse Schachtel wertvoller sei?

Verspieltes Wochenende wünscht
Hans-Peter

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Roland G. Hülsmann
Kennerspieler
Beiträge: 2598

Re: Verpackung

Beitragvon Roland G. Hülsmann » 14. Dezember 2002, 13:06

Hans-Peter schrieb:

> Wünscht Ihr Euch auch Verpackungen, die weniger Luft
> enthalten? Könnt ihr euch des Gefühls erwehren, dass eine
> grosse Schachtel wertvoller sei?

JA und JA!

... aber leider gilt das offensichtlich nicht für alle!
Zumal kleine Spielepackungen sogar den Preis drücken könnten, da dadurch die Lagerung kostengünstiger wird, bzw. die bestehenden Läger mehr aufnehmen können und die Verramschung erst später einsetzen muß.

Aber ich fürchte, hier habe ich als Käufer keinen Einfluß. Zuhause helfe ich mir damit, daß ich z.B. die komplette Sauron-Serie von KOSMOS in die Grundbox packe und die restlichen Schachteln sicher auf dem Speicher verstaue, bis ich dereinst das Spiel mal verkaufen will.

Ein schönes Beispiel für kleine Verpackungen ist auch das Spiel "Modewwelt" von Wolfgang Kramer, hinter dem sich nichts anderes als "In 80 Tagen um die Welt" bzw. "Alchimist" mit anderem Thema verbirgt, dessen Verpackung (DIN A 5!), aber nur ein Bruchteil des Volumens hat und trotzdem das ganze Spielmaterial incl. Spielplan (4 "Puzzle-Teile") enthält:

http://www.rgh-soft.de/sprace/mode.htm

Gruß
Roland

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Dirk Van Erps

Re: Verpackung

Beitragvon Dirk Van Erps » 14. Dezember 2002, 13:08

Nicht nur an Luft in der Verpackung kann ich mich ergern. Auch an unpraktische Verpackungen wo mann das Spielmaterial nicht richtig einsortieren kann oder wo mann selbst noch 20 kleine Tüten kaufen sollte um all das Material zu sortieren statt jedesmal 20 Minuten vor Spielanfang zu verlieren mit sortieren.
Ein Beispiel von eine aussert slechte Verpackung ist Wildlife - die Verlagsleute haben bestimmt nie versucht das Spiel aus Ihre Verpackung selbst auf zu bauen.

Ein Beispiel eine gute Verpackung ist Carcassonne oder Tadsch MahalHans-Peter schrieb:

Dirk aus Brüssel

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Manuel Hewitt

RE: Verpackung

Beitragvon Manuel Hewitt » 14. Dezember 2002, 15:20

"Dirk Van Erps" hat am 14.12.2002 geschrieben:
> Nicht nur an Luft in der Verpackung kann ich mich ergern.
> Auch an unpraktische Verpackungen wo mann das Spielmaterial
> nicht richtig einsortieren kann oder wo mann selbst noch 20
> kleine Tüten kaufen sollte um all das Material zu sortieren
> statt jedesmal 20 Minuten vor Spielanfang zu verlieren mit
> sortieren.

Mein Vorschlag wäre, dass die Hersteller mehr Fächer in die Boxen bauen. Plastikeinsätze sind meist ganz nett, aber selten durchdacht. Aber einfache Pappstreifen mit Einschnitte, die man dann wie in Negerkussschachteln zusammensteckt, dürften oft helfen. Da kann man dann gut einsortieren. Ausserdem kann nichts durcheinanderkommen, wenn dann der Plan drüberliegt. Dieses 'Umbauen' von Luft wie bei der Siedlerschachtel ist echt nicht der Bringer.

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peer

Re: Verpackung

Beitragvon peer » 14. Dezember 2002, 22:16

Hi,
Ja natürlich begrüsse ich kleinere Packungen - Schon aus Preis- (sind meistens billiger, die kleinen Spiele) und Platzgründen.
Dennoch kann ich es verstehen, dass Verlage auch präsentieren müssen, insofern habe ich gewisses Toleranzniveau (Ist manchmal aber überschritten).

Wichtiger finde ich übrigens stapelbare Grössen. Mir ist eine Einheitsgrösse á la Kosmos (bei gelegentlicher Luft) allemal lieber, als wenns für jedes Spiel eine eigene, optimale Grösse hat (Schmidt und Parker taten sich in den 80ern hier besonders vor) - auch aus Platzgründen,. Es sieht aber auch besser aus...
ciao,
Peer

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Marc Wickel

Re: Verpackung

Beitragvon Marc Wickel » 14. Dezember 2002, 23:45

Bei Carcasonne war ich fast versucht das Hauptspiel mit in die kleinere Erweiterungsbox zu packen. Ich habe es dann wegen des Wiedererkennungswertes aber bleiben lassen.

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Helge

Re: Verpackung

Beitragvon Helge » 15. Dezember 2002, 18:07

Hallo,

ich würde kleinere Boxen auch sehr begrüßen.
Vorbildheaft finde ich da z.B. Dr-F-Hein-Spiele, da ist eigentlich nie Luft drin.

Ciao
Helge

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Ronald Novicky

Re: Verpackung

Beitragvon Ronald Novicky » 16. Dezember 2002, 12:50

Helge schrieb:
>
> Vorbildheaft finde ich da z.B. Dr-F-Hein-Spiele, da ist
> eigentlich nie Luft drin.
>
Und zu Verurteilen sind z.B. Goldsieber Spiele, deren Standardschachtelgröße ungefähr 10x soviel Luft wie Spiel enthält. Ein Grund, warum ich Goldland _nicht_ kaufe.

lg
Ronald.

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Stephan Zimmermann

RE: Verpackung - Kleinteilsalat

Beitragvon Stephan Zimmermann » 16. Dezember 2002, 14:54

Manuel Hewitt schrieb:

> Mein Vorschlag wäre, dass die Hersteller mehr Fächer in die
> Boxen bauen. Plastikeinsätze sind meist ganz nett, aber
> selten durchdacht. Aber einfache Pappstreifen mit
> Einschnitte, die man dann wie in Negerkussschachteln
> zusammensteckt, dürften oft helfen. Da kann man dann gut
> einsortieren. Ausserdem kann nichts durcheinanderkommen, wenn
> dann der Plan drüberliegt.

Träumer ;-)
Sag mir ein einziges Spiel (das ich besitze), das so einen Plastikeinsatz
zum Sortieren hat und wo die Teile auch in den vorgesehenen
Fächern bleiben, wenn man das Spiel mal 5 min in einer Tragetasche
hochkant transportiert.
Man hat IMMER den Kleinteil-Salat... ausser das Spiel hat keine Kleinteile
oder man legt sich diese netten kleinen Zip-Tüten zu, was ich gleich mal
für all meine Spiele gemacht habe.

Grüße, Stephan

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Volker L.

Re: Verpackung - Kleinteilsalat

Beitragvon Volker L. » 16. Dezember 2002, 15:05

Stephan Zimmermann schrieb:
>
> Manuel Hewitt schrieb:
>
> > Mein Vorschlag wäre, dass die Hersteller mehr Fächer in die
> > Boxen bauen. Plastikeinsätze sind meist ganz nett, aber
> > selten durchdacht. Aber einfache Pappstreifen mit
> > Einschnitte, die man dann wie in Negerkussschachteln
> > zusammensteckt, dürften oft helfen. Da kann man dann gut
> > einsortieren. Ausserdem kann nichts durcheinanderkommen, wenn
> > dann der Plan drüberliegt.
>
> Träumer ;-)
> Sag mir ein einziges Spiel

Big City :-))
Liegt daran, dass die Vertiefungen etwas zu klein geraten sind -
wenn das Teil erstmal drin ist, haelt es gut ;-)

> (das ich besitze),

OK, das weiss ich natuerlich nicht, ob Du das hast :-?

> das so einen Plastikeinsatz
> zum Sortieren hat und wo die Teile auch in den vorgesehenen
> Fächern bleiben, wenn man das Spiel mal 5 min in einer
> Tragetasche hochkant transportiert.

Also, bei Big City kannst Du sogar den Plastikeinsatz in die
Hand nehmen und umdrehen - da faellt trotzdem nix raus :-D

> Man hat IMMER den Kleinteil-Salat... ausser das Spiel hat
> keine Kleinteile
> oder man legt sich diese netten kleinen Zip-Tüten zu, was ich
> gleich mal
> für all meine Spiele gemacht habe.

Ich habe mal bei einem Spiel der MB-Gamemaster-Serie (muesste
A&A gewesen sein) den Luftraum zwischen dem Spielbrett (das
direkt auf den oben offenen Styropor-Sortierkaesten lag) und
dem Schachteldeckel mit vielen leeren Plastiktueten so
ausgepolstert, dass bei geschlossenem Deckel das Brett fest
auf die Sortierkaesten gepresst wurde. Dadurch waren nach
ca. 1 Stunde Hochkant-Transport bis auf 2 oder 3 Figuren alle
noch in der richtigen Schale

Gruss, Volker

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Michael Andersch

Re: Verpackung - Kleinteilsalat

Beitragvon Michael Andersch » 16. Dezember 2002, 15:40

Volker L. schrieb:

> Ich habe mal bei einem Spiel der MB-Gamemaster-Serie (muesste
> A&A gewesen sein) den Luftraum zwischen dem Spielbrett (das
> direkt auf den oben offenen Styropor-Sortierkaesten lag) und
> dem Schachteldeckel mit vielen leeren Plastiktueten so
> ausgepolstert, dass bei geschlossenem Deckel das Brett fest
> auf die Sortierkaesten gepresst wurde

Das mache ich seit einiger Zeit ähnlich: Die leeren Stanzbögen werfe ich nicht weg, sondern lege sie unterhalb des Tiefziehteils wieder in die Schachtel.
Funktioniert klasse, obwohl - ich gebe es nur ungern zu - diese Idee gar nicht auf meinem Mist gewachsen ist sondern auch mal hier im Forum genannt wurde.

Bei vielen Kleinteilen funktioniert das zwar auch nur begrenzt, wobei das Problem dann eher ist dass sich beim Hochkant-Transport der Schachteldeckel ein bisschen hebt und somit manche Dinge trotzdem durcheinander geraten können.

An Zip-Tüten wirst Du bei Hochkant-Transport also wohl keinesfalls vorbei kommen.

VG,
Micha

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Ernst Knauth

Re: Verpackung - Kleinteilsalat

Beitragvon Ernst Knauth » 16. Dezember 2002, 16:02

Volker L. schrieb:
>
> Ich habe mal bei einem Spiel der MB-Gamemaster-Serie (muesste
> A&A gewesen sein) den Luftraum zwischen dem Spielbrett (das
> direkt auf den oben offenen Styropor-Sortierkaesten lag) und
> dem Schachteldeckel mit vielen leeren Plastiktueten so
> ausgepolstert, dass bei geschlossenem Deckel das Brett fest
> auf die Sortierkaesten gepresst wurde. Dadurch waren nach
> ca. 1 Stunde Hochkant-Transport bis auf 2 oder 3 Figuren alle
> noch in der richtigen Schale

Ich habe Schaumstoff-Matten in unterschiedlicher Dicke zu Hause. Auf Schachtelgröße zurechtgeschnitten bringen sie fast immer den gewünschten Erfolg ...

Gruss

Ernst

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Mirko Lüder

Re: Verpackung

Beitragvon Mirko Lüder » 16. Dezember 2002, 23:07

Allein aus ökologischen Gründen hielte ich es grundsätzlich für eine gute Idee, Spiele nur in eine solche Schachtel zu packen, die ihrem tatsächlichen quantitativen Gehalt gerecht wird. Allerdings stoße ich hierbei auf mehrere Probleme, die in dieser Hinsicht wohl unumgänglich sind: Zum Einen scheint mir das Auswahlkriterium "Relation zwischen Preis und Größe" des gekauften Produkts beim Spielekauf eines ahnungslosen Laien berechtigt (was an Qualität hinter dieser äußeren Fassade steckt kann dieser ja nun wirklich nicht wissen) zum Anderen natürlich auch die daraus resultierende Absicht renomierter Spieleverlage ihre Spiele möglichst atraktiv, also im Klartext so pompös wie möglich, zu verpacken, um ein besonders Preis-Leistungs-Verhältnis vorzutäuschen. Desweiteren wirkt ein mit großen Spielen vollgestopftes Regal doch auch viel befriedigender auf einen eifrigen Sammler - ooops: jetzt hab ich mich selbst verraten - als so ein paar kleine Schachteln mit zwar wahrlich viel und wertvoll-hochqualitativem Gehalt aber ziemlich wenig Ausstrahlung. (Macht es denn nicht ein kleines bischen stolz wenn neuer Besuch zuerst mal staunend aufruft:"Mein Gott, hast du aber viele Spiele!")
Trotzdem: Spiele mit viel Gehalt, wenig mit sich gebrachter Umweltverschmutzung im Sinne von unsinnig hohem Ressourcenverbrauch und wenig Platzbedarf sind mir immer noch die liebsten! Besonders schön finde ich zum Beispiel Kartenspiele mit Brettspieltiefe und Winzverpackung wie Verräter und Meuterer.
Das ist wahres Preis-Leistungs-Verhältnis!
Und noch was an alle Spieleverlags-Kapitalisten da draußen: Ökonomisch handeln heißt immer ökologisch denken und Nachhaltigkeit zum obersten Prinzip aller Handlungen machen! Zum Schluss lacht nämlich immer der am Lautesten, der langfristig geplant hat!

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Ernst Knauth

Re: Verpackung

Beitragvon Ernst Knauth » 17. Dezember 2002, 00:50

Mirko Lüder schrieb:
>
> Trotzdem: Spiele mit viel Gehalt, wenig mit sich gebrachter
> Umweltverschmutzung im Sinne von unsinnig hohem
> Ressourcenverbrauch und wenig Platzbedarf sind mir immer noch
> die liebsten! Besonders schön finde ich zum Beispiel
> Kartenspiele mit Brettspieltiefe und Winzverpackung wie
> Verräter und Meuterer.
> Das ist wahres Preis-Leistungs-Verhältnis!
> Und noch was an alle Spieleverlags-Kapitalisten da draußen:
> Ökonomisch handeln heißt immer ökologisch denken und
> Nachhaltigkeit zum obersten Prinzip aller Handlungen machen!
> Zum Schluss lacht nämlich immer der am Lautesten, der
> langfristig geplant hat!

Deine Ansicht in Ehren, aber
erstens gehört unter den Spiele-Käufern der Spiele-Sammler zur einer absoluten Minderheit (daher sind seine Bedürfnisse für die Branche uninteressant) und
zweitens kommt kein Spiele-Hersteller, der Gewinn machen will, an den Gesetzen der Marktwirtschaft vorbei.

Daher wird sich für den Spiele-Sammler bei der Verpackung mit Sicherheit absolut nichts zum Positiven ändern (sondern eher zum Negativen).

Gruss

Ernst

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Udo G.

RE: Verpackung

Beitragvon Udo G. » 17. Dezember 2002, 09:22

"Hans-Peter" hat am 14.12.2002 geschrieben:
> Hallo,
> [...]
> Hans-Peter

Prinzipiell hast du natürlich recht, aber auf der anderen Seite ist es auch praktisch, wenn wenigstens die Spiele eines Verlags immer die gleiche Größe haben. So lassen sie sich gut stapeln.
Bei Siedler ist das Grundspiel natürlich sehr luftig verpackt, aber wenn du ein paar Erweiterungen dazutust, wird's schnell eng in der Schachtel (und Du hast ein paar weniger Schachteln unterzubringen).

Grüßle,

Udo

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peer

RE: Verpackung

Beitragvon peer » 17. Dezember 2002, 10:36

Hi,
Udo G. schrieb:
>
> "Hans-Peter" hat am 14.12.2002 geschrieben:
> > Hallo,
> > [...]
> > Hans-Peter
>
> Prinzipiell hast du natürlich recht, aber auf der anderen
> Seite ist es auch praktisch, wenn wenigstens die Spiele eines
> Verlags immer die gleiche Größe haben. So lassen sie sich gut
> stapeln.

Das wird sich auch kaum ändern, denn was gerne vergessen wird: Es ist natürlich auch billiger für den Verlag, wenn alle Schachteln dieselbe Grösse haben (dann können sie in grösseren Stückzahlen einkaufen).
Und ich glaube nicht, dass irgendwer hier bereits ist, deutlich mehr (10 EUR +) zu bezahlen, damit die Schachteln etwas kleiner ausfallen. Und Hand aufs Herz: Mit Ausnahme von einigen schwarzen Schafen hier und da ists nicht so schlimm...
ciao,
Peer

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Hans-Peter

RE: Verpackung

Beitragvon Hans-Peter » 17. Dezember 2002, 11:22

Genau das habe ich auch gemacht und das werde ich jetzt auch mit Carcassonne machen.

Gruss
Hans-Peter


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