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Unfaire Mitspieler - Wie geht Ihr damit um?

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ralf rechmann

Unfaire Mitspieler - Wie geht Ihr damit um?

Beitragvon ralf rechmann » 22. Dezember 2002, 07:11

Hi!

Die Feiertage stehen an und damit auch wieder die Chance für längere Brettspieltage und auch die Chance wieder mit Leuten zu spielen, die sonst für das Hobby Brettspiel eher weniger Zeit haben. Und was bei Vielspielern oder Freaks eigentlich kein Problem ist, weil die wohl eher das Spiel an sich lieben als unbedingt ein Spiel gewinnen zu müssen, habe ich bei den sogenannten Gelegenheitsspielern leider schon häufiger erlebt: Unfaire Mitspieler oder Spielweisen!

Mal ein paar Beispiele zur Verdeutlichung:

Typisches Brettspiel mit Würfeln. Ein Spieler würfelt. Der Würfel kommt leicht schräg aber noch gut lesbar auf dem Spielfeldrand auf. Ausruf "Kippe" des Spielers und es wird neu gewürfelt. Merkwürdig nur, dass das immer wieder vorkommt und nur bei schlechten Ergebnissen "Kippe" für sich selbst reklamiert wird.

Typisches Brettspiel mit einigen Verwaltungsaufwand. Geld, Siegpunkte und Ressourcen muss jeder für sich selbst berechnen, damit das Spiel zügiger gespielt werden kann. Auffällig nur, wenn sich ein Spieler immer mal wieder zu seinem Gunsten verrechnet und das dann auch noch versucht zu vertuschen.

Typisches Brettspiel mit destruktiven Elementen. Ein Spieler versucht immer wieder gegen einen Anderen zu sticheln, um die Aufmerksamkeit von sich selbst auf den Anderen zu lenken. Nicht weil der andere Spieler der Führende ist, sondern anscheinend nur ein passendes Opfer. Wobei die Spielebene an sich verlassen wird und der Konflikt im Spiel auf die persönliche Ebene gezogen wird.

Tja und dann gibt es (in Erweiterung des letzten Beispiels) immer wieder die Spieler, die nicht gegen den Führenden spielen oder gegen ihren direkten Gegner sondern sich von Anfang an ihr Opfer ausgesucht haben und jede Aktion unbedingt gegen dieses Opfer spielen müssen - auch wenn es in spielerischer Hinsicht keinen Sinn macht.

Wie geht ihr mit solchen Mitspielern um? Klar, die Chance ist gering, dass die nochmal eingeladen werden, wenn so ein Verhalten zur Regel wird. Aber ein einzelner Mitspieler kann da schon einen ganzen Spielabend kaputt machen - für einen selbst oder auch für alle Anwesenden. Die direkte verbale Konfrontation führt da meistens zu nichts, wenn keine Einsicht besteht und die Stimmung ist dann sowieso dahin...

Bye
Ralf R, der allen deshalb nur faire Mitspieler wünscht! :-)

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Marc Wickel

Re: Unfaire Mitspieler - Wie geht Ihr damit um?

Beitragvon Marc Wickel » 22. Dezember 2002, 07:56

Bei "brennenden" Würfeln (so nenne ich Würfel, die auf der Kippe stehen) würde ich versuchen eine einheitliche Regelung zu finden: Sobald der Würfel schräg steht, egal wie schräg, wird nachgewürfelt. Oder einen Würfelbecher verwenden.

Beim offensichtlichen Mogeln bei der Verwaltung, kann man das vorsichtig ansprechen, dass derjenige sich ev. verrechnet hat. Und wenn man das mehrmals macht (am besten sofort wenn man es bemerkt) wird der Mogler es vielleicht lassen.

Wenn Psychotricks und Mogeleien nicht aufhören und man solche Mitspieler vorausssichtlich nie wieder treffen wird ist es einfach: Dann kann man das Problem bzw. die Person in der Runde einmal offen ansprechen und sagen, dass man nicht weiter mitspielen wird, wenn es so weitergeht. Damit schafft man eine Begründung für sein Handeln. Wenn es dann aber doch so weitergeht, dann geht man. Denn sonst ärgert man sich zusehr über sich selbst, dass man das solange mitgemacht hat.

Aber ist die Situation immer so einfach?

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Attila
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Beiträge: 4715

Re: Unfaire Mitspieler - Wie geht Ihr damit um?

Beitragvon Attila » 22. Dezember 2002, 11:36

ralf rechmann schrieb:

> erlebt: Unfaire Mitspieler oder Spielweisen!

Unfair oder unbedacht ?

> neu gewürfelt. Merkwürdig nur, dass das immer wieder vorkommt
> und nur bei schlechten Ergebnissen "Kippe" für sich selbst
> reklamiert wird.

Das lässt sich doch ganz einfach durch einen Würfelteller lösen. Kippe im Würfelteller ist extrem selten (wenn nicht ist der Teller zu klein) und das wird schlichtweg konsequent neu gewürfelt. Punkt. Sollte es immer noch streifälle geben, so wird es entweder durch einen Spielleiter aufgelöst (der nicht darauf achtet ob der Wurf gut oder schlecht ist) oder per blitz Mehrheitsbeschluss !

> Auffällig nur, wenn sich ein Spieler immer mal wieder zu
> seinem Gunsten verrechnet und das dann auch noch versucht zu
> vertuschen.

Da hilft nur Nachrechen ! :-)

> anscheinend nur ein passendes Opfer. Wobei die Spielebene an
> sich verlassen wird und der Konflikt im Spiel auf die
> persönliche Ebene gezogen wird.

Ich würde weitere Spiele mit diesen Spielern meiden, wenn's mir nicht passt.

> Anfang an ihr Opfer ausgesucht haben und jede Aktion
> unbedingt gegen dieses Opfer spielen müssen - auch wenn es in
> spielerischer Hinsicht keinen Sinn macht.

Kommt auf das Spiel an, kann sicherlich unterhaltsam sein ! :-)
Wenn sowas z.B. in Wallenstein passiert, kann man das ganze Spiel auch gleich sein lassen !

> Wie geht ihr mit solchen Mitspielern um?

Ich lad sie nicht mehr ein ! :-)
bzw. vermeide Spiele mit ihnen ! :-)

> selbst oder auch für alle Anwesenden. Die direkte verbale
> Konfrontation führt da meistens zu nichts, wenn keine
> Einsicht besteht und die Stimmung ist dann sowieso dahin...

Naja, wenn die Spieler da agressiv drauf reagieren, sind sie in meinen Augen keine
echten Spieler. Man kann sicherlich mal geteilter Meinung sein, es ist ja nicht immer ganz so eindeutig zu entscheiden was der beste Zug ist - wenn die Spieler den beste Zug gemacht haben der irgendwie - kurz oder langfristig - günstig für sie war, kann ich ihnen auch nicht übel nehmen das sie unabsichtlich "Königsmacher" gespielt haben ! Manchmal pssiert es auch, wenn man ein Spiel das erste mal spielt, das man unabsichtlich eine Volleyvorlage jemanden anderen gibt - da bekommt derjenige aber den Spott der restlichen Spieler zu hören ! :-) (Noch schlimmer ist es, wenn derjenige eigentlich ein Hobby-Stratege ist, der normalerweise die Spiele gewinnt ! :-) )

> Ralf R, der allen deshalb nur faire Mitspieler wünscht! :-)

Naja, ich würde das nicht unbedingt als "unfair" bezeichnen. Ok, die Sache mit den Würfeln und dem Verrechnen ist irgendwo selbstbetrug. Ein Klingone würde sagen: "Diese Spieler haben keine Ehre" ... und das würde ich auch so sehen ! :-)
Wenn die Spieler sich auf der persoenlichen Ebene behaken kann das auch schonmal sehr unangenehm für die ganze Spielgruppe werden ! Aber auch hier muss man aufpassen: Wenn es sich um die "übliche Rivalitaet" zwischen zwei dicken Freunden handelt, die dazu auch noch beide ungewöhnlich oft die Spiele gewinnen, ist das ganze voll i.O. und dazu auch noch extrem belustigend ! :-)

Naja, ich versuche für meinen Teil immer mit einer ausgewogenen Spielgruppe zu spielen - das ist für mich wichtig ! - In einer Gruppe wo es richtig Spass macht, hat man auch den Ehrgeiz das Spiel zu gewinnen ! - Wenn die Stimmung nur so dahinplätschert, dann habe ich weniger den Ehrgeiz zu gewinnen, sondern ehere den Ehrgeiz das Spiel schnell zu beenden !

Atti

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Roland G. Hülsmann
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Beiträge: 2598

Re: Unfaire Mitspieler - Wie geht Ihr damit um?

Beitragvon Roland G. Hülsmann » 22. Dezember 2002, 11:57

ralf rechmann schrieb:

> Typisches Brettspiel mit Würfeln. <...>

Hier sollte eine von allen akzeptierte Regelung getroffen werden. Die eindeutigste ist wohl, daß bei "Kippw" (unabhängig von der Gradzahl) [b]immer[/b] der entsprechende Würfel neu geworfen wird. Gleiches gilt, wenn ein Würfel den Tisch verläßt und auf dem Boden landet. Hilfreich zur Vermeidung solcher Situationen ist auch ein traditioneller Würfelbecher, der zudem in Kombination mit einem Bier.- oder anderen Filz auch nich die Geräuschentwicklung beim Spielen deutlich reduziert. (Besonders beim gemeinsamen Spiel nach der Christmette in neueren Mehrfamilien-Mietshäusern empfehlenswert.)

> Typisches Brettspiel mit einigen Verwaltungsaufwand. Geld,
> Siegpunkte und Ressourcen muss jeder für sich selbst
> berechnen, damit das Spiel zügiger gespielt werden kann.
> Auffällig nur, wenn sich ein Spieler immer mal wieder zu
> seinem Gunsten verrechnet und das dann auch noch versucht zu
> vertuschen.

Dem sich verrechnenden Spieler (natürlich selbstlos ;-) ) anbieten, ihm beim Rechnen behilflich zu sein. Derartige Berechnungen sollten m.E. auch (nacheinander) laut und nachvollziehbar vorgetragen werden ... nicht weil ich jedem mistraue, aber weil jeder mal Fehler machen kann und vier (oder mehr) Augren nun mal mehr sehen als zwei! (Soviel Zeit muß sein!)

> Typisches Brettspiel mit destruktiven Elementen. Ein Spieler
> versucht immer wieder gegen einen Anderen zu sticheln, um die
> Aufmerksamkeit von sich selbst auf den Anderen zu lenken.
> Nicht weil der andere Spieler der Führende ist, sondern
> anscheinend nur ein passendes Opfer. Wobei die Spielebene an
> sich verlassen wird und der Konflikt im Spiel auf die
> persönliche Ebene gezogen wird.

Hm ... das klingt nach psychologischer Kriegsführung. :grin: Es gibt Spiele, da gehört das einfach dazu. Ein traditionelles "RISIKO" ohne dieses Element wäre doch recht trocken, oder? Solange die Regeln nicht verletzt werden (und das Sticheln nicht Maße annimmt, die auf das "Opfer" verletzend wirken), kann man wenig machen ... außer das "Opfer" im Spiel ein wenig (ohne die eigene Position zu gefährten ;-) ) zu schützen ... und schlimmstenfalls bei künftigen Einladungen etwas vorsichtiger zu sein. Ich weiß, gerade an solchen Festtagen kommen Runden zusammen, auf deren Zusammensetzung man nicht immer einfluß hat.

> Tja und dann gibt es (in Erweiterung des letzten Beispiels)
> immer wieder die Spieler, die nicht gegen den Führenden
> spielen oder gegen ihren direkten Gegner sondern sich von
> Anfang an ihr Opfer ausgesucht haben und jede Aktion
> unbedingt gegen dieses Opfer spielen müssen - auch wenn es in
> spielerischer Hinsicht keinen Sinn macht.

Naja, man kann versuchen den Betreffenden darauf hinzuweisen, daß andere Aktionen möglicherweise sinnvoller werden, aber ob das fruchtet? Schlimmstenfalls müssen die anderen Spieler eben ihre Taktik und Strategie an derartige Spielweisen anpassen.

Gruß
Roland (freut sich schon auf heute Nachmittag und eine Runde "Schoko & Co" mit Claudia, Kathrin und Peter)

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Marten Holst

RE: Unfaire Mitspieler - Wie geht Ihr damit um?

Beitragvon Marten Holst » 22. Dezember 2002, 13:05

Moinle Ralf,

die konkreten Lösungen sind einfach:

> Typisches Brettspiel mit Würfeln.

Wie schon mehrfach erwähnt: was brennt wird neu gewürfelt. Spiele ich eigentlich nirgendwo mehr anders.

> Typisches Brettspiel mit einigen Verwaltungsaufwand. Geld,
> Siegpunkte und Ressourcen muss jeder für sich selbst
> berechnen, damit das Spiel zügiger gespielt werden kann.
> Auffällig nur, wenn sich ein Spieler immer mal wieder zu
> seinem Gunsten verrechnet und das dann auch noch versucht
> zu vertuschen.

Hm, wenn es jeder für sich selber macht, dann bekomme ich das nicht einmal mehr mit, bin halt vertrauensduselig. Ansonsten ist es bei uns oft einer, dass bei komplexeren Berechnungen einer (meist ich) laut vorzählt und vorrechnet, wer wie viele Punkte, Geld, wasimmer bekommt. Und dann sequentiell, auch wenn es Zeit kostet (nebenbei: dies gilt auch und gerade für das gerade diskutierte Roads & Boats - man kommt sehr leicht durcheinander, welches Feld schon produziert hat, schlimmer noch, welcher Transporter schon transportiert. Ohne dass da ansatzweise böse Absicht ist).

Zum "zu seinen Gunsten": ein Phänomen, das mir gehäuft auffällt, ist, dass viele Spieler ohne böse Absicht "vorrechnen", wenn ihr Zug abgeschlossen aber die Wertung noch nicht da ist, und nicht wirklich mitbekommen, wenn nachfolgende Züge sie (meist) verschlechtern oder (selten) verbessern, und sich dann auch verrechnen. Man hüte sich vor Schuldzuweisungen.

> Typisches Brettspiel mit destruktiven Elementen. Ein
> Spieler versucht immer wieder gegen einen Anderen zu
> sticheln, um die Aufmerksamkeit von sich selbst auf den
> Anderen zu lenken. Nicht weil der andere Spieler der
> Führende ist, sondern anscheinend nur ein passendes Opfer.
> Wobei die Spielebene an sich verlassen wird und der
> Konflikt im Spiel auf die persönliche Ebene gezogen wird.

Wenn mein Freund Matthias und ich ein Spiel spielen, dann wird es selten ohne sinnlose Sticheleien abgehen, gerne auch persönlich, nicht aber wirklich bösartig, man kennt sich.

Ansonsten ist es m.E. ein Irrglaube, dass irgend ein Spieler immer und auf Dauer objektiv gegen den Führenden oder seinen unmittelbaren Konkurrenten (welchen überhaupt, den vor mir oder den hinter mir) vorgehen kann. Erst einmal sieht jeder seine Konkurrenz anders, einige mehr dynamisch, andere mehr statisch. Und dann hat man in jedem Falle "Lieblingsfeinde", entweder weil man sie wirklich nicht mag, oder weil man eben einen Dauerwettkampf hat. Und der, der die letzten 10 Spiele gewonnen hat, der wird auch eher ausgebremst. Ob das viel besser ist als Liebespaare, die sich gegenseitig etwas zuschustern? Mag man drüber streiten. Wer von Euch eine vollständig transparente, nicht mit den Spielerpersönlichkeiten in Zusammenhang stehende, von allen als "strategisch richtig" angesehene Zugerstellmechanik hat, der werfe den ersten Würfel.

> Tja und dann gibt es (in Erweiterung des letzten Beispiels)
> immer wieder die Spieler, die nicht gegen den Führenden
> spielen oder gegen ihren direkten Gegner sondern sich von
> Anfang an ihr Opfer ausgesucht haben und jede Aktion
> unbedingt gegen dieses Opfer spielen müssen - auch wenn es
> in spielerischer Hinsicht keinen Sinn macht.

Siehe oben. Über das "was Sinn ergibt" habe ich schon viele Streitigkeiten gelesen, es gibt Leute, die wollen, dass immer alle gegen den Führenden spielen und sehen einen Kampf um Platz 4 nicht als sinnvoll an...

Aber genug gekrittelt, was Du meinst ist ja klar. Also: unfaire Spieler nicht wieder einladen, wenn das aus familienzusammenkunftstechnischen Gründen schwer fällt, je nach Häufigkeit mehr oder weniger direkt ansprechen. Und wenn alles nichts hilft, dann lasse man die Leute eben einfach gewinnen, damit sie am Abend bei ihrer Freundin den Hengst markieren können - so einfach kann man nicht oft jemanden glücklich machen, auch wenn es eine Gesäßöffnung ist.

Gerade mal entspannte Grüße
Marten (kann aber auch ganz anders)

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friedemann
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Beiträge: 517

Re: Unfaire Mitspieler - Wie geht Ihr damit um?

Beitragvon friedemann » 22. Dezember 2002, 14:13


>
> Typisches Brettspiel mit Würfeln. Ein Spieler würfelt. Der
> Würfel kommt leicht schräg aber noch gut lesbar auf dem
> Spielfeldrand auf. Ausruf "Kippe" des Spielers und es wird
> neu gewürfelt. Merkwürdig nur, dass das immer wieder vorkommt
> und nur bei schlechten Ergebnissen "Kippe" für sich selbst
> reklamiert wird.
>

Eine weitere Lösung dafür ist es einen zweiten Würfel zu nehmen und den auf den betreffenden Würfel legen. Bleibt er liegen gilt das Ergebnis, rutscht er runter, wird nochmal gewürfelt. Ein kleines Spiel im Spiel. :-)


> Typisches Brettspiel mit einigen Verwaltungsaufwand. Geld,
> Siegpunkte und Ressourcen muss jeder für sich selbst
> berechnen, damit das Spiel zügiger gespielt werden kann.
> Auffällig nur, wenn sich ein Spieler immer mal wieder zu
> seinem Gunsten verrechnet und das dann auch noch versucht zu
> vertuschen.
>
> Typisches Brettspiel mit destruktiven Elementen. Ein Spieler
> versucht immer wieder gegen einen Anderen zu sticheln, um die
> Aufmerksamkeit von sich selbst auf den Anderen zu lenken.
> Nicht weil der andere Spieler der Führende ist, sondern
> anscheinend nur ein passendes Opfer. Wobei die Spielebene an
> sich verlassen wird und der Konflikt im Spiel auf die
> persönliche Ebene gezogen wird.
>
> Tja und dann gibt es (in Erweiterung des letzten Beispiels)
> immer wieder die Spieler, die nicht gegen den Führenden
> spielen oder gegen ihren direkten Gegner sondern sich von
> Anfang an ihr Opfer ausgesucht haben und jede Aktion
> unbedingt gegen dieses Opfer spielen müssen - auch wenn es in
> spielerischer Hinsicht keinen Sinn macht.
>
> Wie geht ihr mit solchen Mitspielern um? Klar, die Chance ist
> gering, dass die nochmal eingeladen werden, wenn so ein
> Verhalten zur Regel wird. Aber ein einzelner Mitspieler kann
> da schon einen ganzen Spielabend kaputt machen - für einen
> selbst oder auch für alle Anwesenden. Die direkte verbale
> Konfrontation führt da meistens zu nichts, wenn keine
> Einsicht besteht und die Stimmung ist dann sowieso dahin...

Wenn ich weiß, daß ich häufiger mit solchen Leuten spiele, versuche ich Spiele zu finden, die auch mit solchen Spielern Spaß machen; ist zwar nervig, aber es gibt eigentlich für -fast- jede Spielrunde das passende Spiel.

friedemann

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Brigitte

Re: Unfaire Mitspieler - Wie geht Ihr damit um?

Beitragvon Brigitte » 22. Dezember 2002, 14:23

Hallo Ralf,

suche doch solche Spiel aus, bei denen die angesprochenen Probleme kaum auftreten.



Mach eine gemeinsame Verwaltung. Was ist wichtiger zügiges oder faires Spiel

Brigitte

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Kathrin Nos
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RE: Unfaire Mitspieler - Wie geht Ihr damit um?

Beitragvon Kathrin Nos » 23. Dezember 2002, 10:18

Hallo Roland und alle anderen,

"Roland G. Hülsmann" hat am 22.12.2002 geschrieben:
> Hier sollte eine von allen akzeptierte Regelung getroffen
> werden. Die eindeutigste ist wohl, daß bei "Kippw"
> (unabhängig von der Gradzahl) [b]immer[/b] der
> entsprechende Würfel neu geworfen wird. Gleiches gilt, wenn
> ein Würfel den Tisch verläßt und auf dem Boden landet.
> Hilfreich zur Vermeidung solcher Situationen ist auch ein
> traditioneller Würfelbecher, der zudem in Kombination mit
> einem Bier.- oder anderen Filz auch nich die
> Geräuschentwicklung beim Spielen deutlich reduziert.
> (Besonders beim gemeinsamen Spiel nach der Christmette in
> neueren Mehrfamilien-Mietshäusern empfehlenswert.)

Bei uns gibt es folgende Regel: Wenn der Würfel eindeutig auf einer Seite aufliegt, gilt die gegenüberliegende Seite. Die meisten Situationen, die auf der Kippe stehen, definieren so eindeutig die gewürfelte Zahl, und ein erneuter Wurf wird sehr selten. Im allgemeinen einigen wir uns auf eine Regelung, sobald ein solcher Fall das erste Mal im Spiel auftritt - bei den allermeisten Mitspielern ist es kein Problem, sich da auf eine der genannten Regeln zu verständigen!

Schick ist übrigens auch die Lösung, die Würfel in einen durchsichtigen Plastikbecher einzusperren - das hatte Michael mal in einem Thread über Balkonspiele vorgeschlagen. Ebenfalls vewendet wird diese Idee auch in der japanischen Ausgabe der Siedler von Catan.

> Gruß
> Roland (freut sich schon auf heute Nachmittag und eine
> Runde "Schoko & Co" mit Claudia, Kathrin und Peter)

Es hat uns gestern sehr viel Spass gemacht! :-)

Alles Gute wünscht
Kathrin.
Spielerin, früher auch Rezensentin

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Michael Andersch

Re: Unfaire Mitspieler - Wie geht Ihr damit um?

Beitragvon Michael Andersch » 25. Dezember 2002, 21:45

Hallo Ralf,

wenn ich den Eindruck hätte, dass die von Dir geschilderten Ereignisse wirklich absichtlich und bösartig - nicht etwa zufällig und unbedacht - sind, würde ich das offen ansprechen und bei Nichtbesserung den Spieleabend ggf. für mich zügig beenden, je nachdem, wie wenig Spass ich noch haben könnte.

Glücklicherweise ist mir ein solcher Fall eines prinzipiell unfairen Mitspielers erst einmal untergekommen - und der wurde in der zweiten Partie von allen Mitspielern (ohne dass die sich abgesprochen hätten) mit seinen eigenen Methoden derart getriezt, dass er seitdem nicht mehr gesehen ward...

VG,
Micha

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Frank"Riemi"Riemenschneider

Re: Unfaire Mitspieler - Wie geht Ihr damit um?

Beitragvon Frank"Riemi"Riemenschneider » 30. Dezember 2002, 12:15

Hi,

ich mache da unterschiede.

Bei Personen die man sowieso nicht leiden kann. Schwamm drüber.

Aber es gibt auch solche die man ganz gut leiden kann.
Es gibt da jemanden, da heist es, wenn Du gegen den knapp verlierst hast Du eigentlich haushoch gewonnen.

Das schöne dabei ist, jeder weiß das, nur er glaubt wir wissen es nicht. ;)

Auch eine Art damit umzugehen.

Gruß

Riemi


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