Beitragvon Roman Pelek » 4. Januar 2003, 11:19
Hi Chregi,
Chregi schrieb:
> Wir haben eben vier Partien Duell gespielt (zweimal zwei
> Partien mit jeweils Rollenwechsel). In allen vier Partien hat
> Balrog gewonnen, und auch in beiden Gesamtwertungen war
> Balrog stärker. Ist das Zufall, oder ist Balrog tatsächlich
> etwas stärker? Zumindest deutet dies die Regel an, denn bei
> Gleichstand nach zwei Partien mit Rollenwechsel gewinnt ja
> Gandalf. Was sind eure Erfahrungen?
Bei uns war's so, dass der Balrog etwas häufiger gewann, aber keineswegs überdeutlich - weder über die Partien noch bzgl. des Spielverlaufs gesehen. Insofern war's immer eine spannende Angelegenheit und bis kurz vor Schluss nicht klar. Zudem gewann der Balrog primär in den ersten Partien...
Was die Asymmetrie des Spiels angeht, so besitzt Gandalf, wenn ich mich nicht vertue, 1 Verteidigungs- und 4 Angriffspunkte weniger, dafür hat Gandalf eine Sonderfunktion mehr. Im Prinzip ist der offensichtlichste Unterschied die 4/4er-Karte des Balrogs gegenüber der "Balrog spielt offen"-Sonderkarte Gandalfs. Zusammen mit dem nicht absehbaren Wechsel des Startspielers und der Nivellierung von Punktevorsprüngen - man bekommt für verschieden große Vorsprünge den gleichen Punktgewinn - in einzelnen Runden finde ich's sehr schwer einzuschätzen, ob da wirklich das Ungleichgewicht so stark ist als dass es den Spielspaß auf Dauer mindert.
Momentan tendiere ich, nach gut 10 Partien, eher zu Peers Ansicht, dass der Balrog einfacher zu spielen ist als Gandalf, aber nicht notwendigerweise schwächer, wenn er seine andersgearteten (Sonder-)Fähigkeiten beherrscht. Ähnlich gelagert war's ja auch schon bei Knizias "Entscheidung", wo die dunkle Seite mehr Masse in Form von schierer Stärke in Wagschaale warf, die helle Seite hingegen ihre Sondereigenschaften trickreich einsetzen musste. Mir deucht, dass auch das "Duell" an diese "Tradition" bewusst etwas anknüpft, denn thematisch passt eine solche Asymmetrie zur Vorlage ja durchaus ganz gut :-)
Ciao,
Roman