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Alea - Eigenes Anspruchsdenken

Das ehemalige spielbox-Spielerforum
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Frank Gebauer

Alea - Eigenes Anspruchsdenken

Beitragvon Frank Gebauer » 8. Januar 2003, 18:35

Als großer Alea-Fan habe ich mit Spannung darauf gewartet, welche Neuheiten es zu Nürnberg geben wird. In Essen hatte ich bereits das Vergnügen, das kleine Edel, Stein und Reich zu testen (mal abgesehen von den Widrigkeiten am Rande, wie zu kleiner Tisch, Überfüllung).

Nun ist zu lesen, dass die große Alea-Neuheit auf der Skala eine 3 hat. Steht nach dem überragendem PR nun zu befürchten, dass unsere Erwarten zu hoch sind? (Hatte offen gestanden selbst auf etwas ählich Tiefes wie PR gehofft.) Ich frage deshalb, weil vieles, was ich früher ganz klasse fand, mittlerweile doch etwas zu wenig ist, wie zB Manhattan, das ich früher unheimlich gerne gespielt habe, mir inzwischen aber etwas seicht geworden ist. Oder ein Trans America, das durchaus Spaß macht und das ich auch gerne mitspiele, aber eben doch eher nur für zwischendurch.

Wird das neue Alea Spiel dann in Nürnberg wieder erst nur ein Prototyp sein oder ein fertiges Spiel?

Verwöhnte Grüße (aber nur in spielerischer Hinsicht)
Frank Gebauer (der G-Bauer)

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Michael Schramm

Re: Alea - Eigenes Anspruchsdenken

Beitragvon Michael Schramm » 8. Januar 2003, 18:44

Hallo Frank,

klar häte man gerne in jedem Jahr solche "Hämmer" wie PR ( das nach meiner Einschätzung ein sehr gutes Spiel ist, aber nicht über einen solchen Tiefgang verfügt, der manchmal hineininterpretiert wird - wohlgemerkt, es ist eines meiner absoluten Lieblingsspiele!), aber auch auf den ersten Blick einfacherere Spiele haben durchaus ihren Reiz. Und außerdem sagt die Vorwegeinstufung des Verlags ja nur, dass sie glauben, das Spiel sein zugänglicher z.B. vom Regelumfang oder von der Komplexität bestimmter Spielmechaniken, diese Einstufung ist kein Gradmesser für den Spielspass!!
Außerdem gibt es gerade bei ALEA noch genügend Spiele im Backkatalog, die Spieltiefe in Menge bieten, z.B. DIE FÜRSTEN VON FLORENZ oder DIE HÄNDLER VON GENUA, es muss also durchaus nicht immer nur PUERTO RICO sein, wenn man ein gutes ALEA-Spiel auf den Tisch holen will.

nice dice

Michael

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Franz Hrdlicka

Re: Alea - Eigenes Anspruchsdenken

Beitragvon Franz Hrdlicka » 9. Januar 2003, 08:16

Hi Michael!

Ich kann mich Deinen Aussagen nur vollinhaltlich anschließen. Ich finde überhaupt, dass die Alea-Palette einen derart hohen Qualitätsstandard repräsentiert, dass man sie m.E. durchaus mit den legendären 3M-Spielen der 60er und 70er vergleichen könnte (3M natürlich aus damaliger Sicht). Ich schätze generell Verlage oder Autoren, die man einfach blind kaufen kann.

Spiele Grüße aus dem verschneiten Wien
Franz

PS: Wenn o.a. von jemanden als Werbung interpretiert wird, werde ich wohl damit leben müssen.

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peer

Re: Alea - Eigenes Anspruchsdenken

Beitragvon peer » 9. Januar 2003, 12:11

Hi,
ich bin jedenfalls gespannt auf die neue, große Alea-Neuheit (die kleinen interessieren mich "traditionell" wohl nicht so ;-) ). Und der Anspruch ist höher als China-Town, insofern...
Ich tue mich sowieso schwierig, den Anspruch auf einer derartigen Skala einzuschätzen - wo liegt El Grande? Wo Durch die Wüste?
Abgesehen davon kann ich mich meinen Vorgängern anschliessen, Anspruch ist nicht unbedingt gleich Spielspass (Sonst müsste Europa Universalis unser aller Lieblingsspiel sein :-D ). Und es ist dieses Jahr auch wieder leichtere Kost "dran"...
Den Vergleich mit 3M finde ich übrigens nicht schlecht - obgleich ich mich frage, wie viele von den Titeln heutzutage mehr als Mittelmaß wären...
ciao,
Peer

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St. Brück

Re: Alea - Eigenes Anspruchsdenken

Beitragvon St. Brück » 9. Januar 2003, 13:35

Frank Gebauer schrieb:
>
> Als großer Alea-Fan habe ich mit Spannung darauf gewartet,
> welche Neuheiten es zu Nürnberg geben wird. In Essen hatte
> ich bereits das Vergnügen

Das werte ich mal als positive Aussage zu dem Spiel, oder!?

> das kleine Edel, Stein und Reich zu testen
> (mal abgesehen von den Widrigkeiten am Rande, wie
> zu kleiner Tisch, Überfüllung).
>
> Nun ist zu lesen, dass die große Alea-Neuheit auf der Skala
> eine 3 hat. Steht nach dem überragendem PR nun zu befürchten,
> dass unsere Erwarten zu hoch sind?

Erwartungen auf was??
Eine 3 bedeutet ja nicht, das es ein [i]"schlechtes"[/i] Spiel ist, sondern lediglich ein [i]"einfacheres"[/i] Spiel.
Und die haben ja wohl auch eine Berechtigung; selbst bei alea.

> (Hatte offen gestanden selbst auf etwas ählich Tiefes wie PR gehofft.)

Nun, etwas "ähnlich Tiefes" wie PR muss
1. zunächst einmal erfunden werden und dann
2. auch noch als Spielevorschlag bei alea landen (was leider in 2002 nicht der Fall war!);
3. [i]mindestens (!!)[/i] genauso gut sein wie PR (denn ansonsten würde es nur mit PR verglichen und als schlechter abgetan werden, obschon es vielleicht immer noch um Längen besser ist als vieles anderes ...
Beispiele für diese Art (unangebrachter, aber leider vollzogener) Vergleiche gibt´s zur Genüge. Klaus (Teuber) kann sicher ein schönes catanisches Liedchen davon singen ... ;-) );
4. nicht undedingt bereits im Folgejahr auf solch ein Spiel wie PR folgen. Diese Vorgehensweise ist aus Verlagssicht sicher verständlich wie nachvollziehbar, oder!?

Und 5. wollen wir tatsächlich die Bandbreite unserer Skala auch ausnutzen, sonst bräuchten wir diese Breite ja nicht. Wenn alles unter 4 irrelevant wäre, bräuchte ich die 1-3 auf meiner Skala ja gar nicht, oder!!??

> Ich frage deshalb, weil vieles, was ich früher ganz klasse fand,
> mittlerweile doch etwas zu wenig ist, wie zB Manhattan, das
> ich früher unheimlich gerne gespielt habe, mir inzwischen
> aber etwas seicht geworden ist. Oder ein Trans America, das
> durchaus Spaß macht und das ich auch gerne mitspiele, aber
> eben doch eher nur für zwischendurch.

Also, ohne diese Zwischendurch-Spiele wäre unsere Spielewelt (selbst die der "Freaks") doch sehr einseitig und eingeschränkt, oder nicht!?

Außerdem hat ein alea-Spiel mit einer 3 doch noch etwas mehr spielerischen Anspruch als TA (das würde ja tatsächlich irgendwo unterhalb der 0 liegen, oder!?) Wohlgemerkt, ich mag TA sehr gerne; ist vermutlich sogar mein meistgespieltes Mitbewerberspiel des letzten Jahres!

EISZEIT ist jedenfalls - trotz seiner 3 - weder ein Zwischendurch-, noch ein Vorweg- oder Hintendrauf-Spiel, sondern das Hauptgericht! Mahlzeit!!

> Wird das neue Alea Spiel dann in Nürnberg wieder erst nur ein
> Prototyp sein
ja.

> oder ein fertiges Spiel?
nein. (Voraussichtl. Erscheinungstermin ist Ende März.)

Grüße.
Stefan

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peer

Re: Alea - Eigenes Anspruchsdenken

Beitragvon peer » 9. Januar 2003, 13:40

Hi,
St. Brück schrieb:
>> EISZEIT ist jedenfalls - trotz seiner 3 - weder ein
> Zwischendurch-, noch ein Vorweg- oder Hintendrauf-Spiel,
> sondern das Hauptgericht! Mahlzeit!!
>

Und die Autoren lassen ja auch einiges erwarten... Übrigens hättest du das Forum nutzen können und uns den Mund wässrig machen können, mit netten Beschreibungen über das Spiel... ;-)
ciao,
Peer

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St. Brück

Re: Alea - Eigenes Anspruchsdenken

Beitragvon St. Brück » 9. Januar 2003, 13:51

peer schrieb:
> Und die Autoren lassen ja auch einiges erwarten... Übrigens
> hättest du das Forum nutzen können und uns den Mund wässrig
> machen können

... der ist doch auch so schon wässrig, stimmt´s!!?? :-))

>, mit netten Beschreibungen über das Spiel... ;-)

Zu gegebener Zeit dann auf unserer website.

Grüße.
Stefan

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Roland G. Hülsmann
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Beiträge: 2598

Re: Alea - Eigenes Anspruchsdenken

Beitragvon Roland G. Hülsmann » 9. Januar 2003, 21:26

St. Brück schrieb:

> Klaus (Teuber) kann sicher ein schönes catanisches Liedchen davon singen ...

... begleitet von Picard auf der catanischen Flöte.

Roland (der natürlich weiß, daß der malerische Planet "Katan" (oder wie immer dieser planet aus StarTrek geschrieben wird) vor etwa 1000 Jahren verdorrte und nichts mit "Catan" zu tun hat.)

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Hanno Schwede
Kennerspieler
Beiträge: 392

RE: Alea - Eigenes Anspruchsdenken

Beitragvon Hanno Schwede » 10. Januar 2003, 07:59

Hy

für mich steht ALEA für dreierlei:

- funktionierende Spiele und Mechnismen
- gut lesbare und selten Fragen offenlassende Spielregeln
- stimmiges zum Spielthema passendes Design

und genau dies erwarte ich von den nächsten Neuerscheinungen aus diesem Verlag.
Ob das Spiel dann komplexer als PR oder seichter als Royal Turf ist möchte ist letztlich egal, solange die drei oben genannten Kriterien erfüllt werden. Durch einen leichteren Einstieg in die Serie kann man vielleicht wieder ein paar Leute zu den etwas anspruchsvolleren Spielen bringen.

Hanno, der bis auf die "7 Weisen" und dem WW-Kartenspiel die ALEA-Pallette durch hat und dem RA und Chinatown am wenigsten gefallen, obwohl er sie für gute Spiele hält.

--
Siedler + das Spiel = Siedlervariante für 3 oder 6 Spieler *g*
Wenn man dran ist nimmt man sich das passende Würfelergebnis von der Pyramide, so bekommt das Spiel eine neue Dimension *g*


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