Beitragvon Roman Pelek » 22. Januar 2003, 01:41
Hi Marc,
Marc MF schrieb:
> Hat von euch schon jemand Moderne Zeiten gespielt?
Ja. An sich wäre es für mich ein wirklich schönes Familienspiel, wenn da nicht die holprige Spielregel wäre. Spieler mögen sich ihren Teil denken können und das Notwendige schnell erschließen, aber Familien dürften die unsauberen Formulierungen überfordern. Allzu leicht ist z. B. ein "Die größte Anzahl der Aktienkarten, die von einer Branche ausgelegt sind, werden zurück auf den Stapel gelegt." zu verstehen als "Von jeder Aktiensorte wird jeweils die größte Auslage entfernt." Gemeint ist aber de facto: "Von der Branche, von der insgesamt die meisten Karten vor den Spielern ausliegen, werden alle ausliegenden Karten auf den Ablagestapel gelegt"... Insofern kann ich die Regeldiskussionen gut verstehen - das Spiel ist von der Struktur her einfach und gerade für Familien gedacht, da sollten solche Missverständnisse gar nicht erst aufkommen.
Zum anderen ist die Wertung für mich etwas zwiespältig: die allzu einfache Pattregelung "jeder 1 Punkt" (statt im Maximalfall einer 6 - warum nicht gerundete Hälfte?) im Zusammenspiel mit der extremen Staffelung der Punkte für Mehrheiten (Faktor 6) halte ich für etwas unausgegoren, gerade auch weil die Abrechnung an sich recht verklausuliert ist und eh schon Aufwand erfordert. Das wäre einfacher und besser gegangen.
Nuja, kurzum und subjektiv: dieses Spiel mit überarbeiteter Regel/Abrechnung - der Aufwand sollte moderat sein - wäre für mich ein feines familientaugliches Versteigerungsspielchen. Es krankt aber derzeit noch an der Umsetzung. Leider.
Ciao,
Roman