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King Arthur soll das 1. Ges.-Spiel mit Elektronik sein ..?!

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Braz
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Beiträge: 6431

King Arthur soll das 1. Ges.-Spiel mit Elektronik sein ..?!

Beitragvon Braz » 1. Februar 2003, 13:13

Hallo an alle,

was muß ich mit entsetzen in dem Bericht über King Arthur lesen: "Das erste Gesellschaftsspiel mit intelligenter Elektronik......." ?!

......da muß ich entschieden protestieren !

Ich bitte mein 20 Jahre altes Atlantis von MB nicht zu vergessen ! Jawohl ja - denn das war das 1. Spiel mit eingebautem Computer (im Turm) und nicht das neue King Lui oder wie das heißt ;) ;)



zurechtstellenden Grüße
Braz

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Mag. Arno Steinwender

Re: King Arthur soll das 1. Ges.-Spiel mit Elektronik sein ..?!

Beitragvon Mag. Arno Steinwender » 1. Februar 2003, 13:49

Ravensburger versucht damit die Elektronik so ins Gesellschaftspiel zu integrieren, dass die unterstützt, zum Spiel passt und nicht selbst im Mittelpunkt steht. Soll heissen es handelt sich um keine Elektronik die einfach Punkte zählt oder sonst passiv am Spiel teilnimmt, sondern das Spiel entscheidend mitgestaltet. Auch Knöpfe o.ä. was auf Elektronik hindeutet soll es ebenfalls nicht geben!

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Michael Weber

King Arthur (Mini-PEEP)

Beitragvon Michael Weber » 2. Februar 2003, 09:12

Ich schlißee mich zunächst mal der Meinung unseres Partners an.

In Nürnberg konnte ich das Spiel begutachten und muss sagen: Könnte interessant werden. Das Spiel funktioniert zunächst als völlig "normales" Brettspiel, auf jedem Feld muss sich der Spieler aber entscheiden, was seine Figur bei der vom Computer "erzählten" Begegnung tun will.

Dazu fasst man mit der einen Hand auf die Figur, mit der anderen auf eines von mehrren Auswahlfeldern. Dazwischen fließt ein ganz schwacher Strom, der dafür sorgt, dass der Computer diese Entscheidung verarbeiten kann, um sich im weiteren Spielverlauf an das Handlen an bestimmten Stellen erinnern zu können.

Hat eine Figur beispielsweise früh im Spiel eine Begegenung mit einem schwächeren ausgenutzt, um ihn zu bekämpfen, wird bei einer Begegenung mit einem Ritter dieser die Spielfigur dafür bestrafen. Oder hat man früh einen Gegenstand errungen, erinnert sich der Computerchip später daran, dass diese Lanze vorhanden ist und nun eingesetzt werden kann.

Es ist also weit mehr als nur ein blöder Elektrokasten, sondern ermöglicht eine neue Spielweise. Ein Brettspiel mit "Schiedsrichter" und Überraschungsmomenten. Nach wie vor können die Spieler Karten einsetzten und ähnliches, je nach dem wie sie handeln, wird der Computer aber klar sagen, was möglich ist und was nicht.

Das ganze erinnert ansatzweise etwas an ein Rollenspiel, der Computer als eine Art "Spielleiter". Ob das Spiel

a) eine Zielgruppe findet, zu der das Thema (Artussage) passt,
b) in ungeübten Händen nicht schnell funktionsunfähig wird,
c) preislich erschwinglich und
d) den Computer so integriert, das er wirklich wesentlicher und wichtiger Bestandteil wird,

muss sich noch zeigen, aber das Prinzip hat auf der Messe doch zunächst mein Interesse geweckt.

Michael
(der auf Reich der Spiele bereits einen Messebericht veröffentlicht hat)

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Michael Schramm

Re: King Arthur (Mini-PEEP)

Beitragvon Michael Schramm » 2. Februar 2003, 14:43

Hi Michael,

100% Zustimmung, ich gebe Dir Recht: das könnte wirklich mal etwas ganz Neues darstellen - bin gespannt auf die ersten Probepartien!

nice dice

Michael

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Michael Templin

Re: King Arthur soll das 1. Ges.-Spiel mit Elektronik sein ..?!

Beitragvon Michael Templin » 3. Februar 2003, 10:46

Hallo Braz

Du sprichst mir aus der Seele, ich halte es für sehr anmassend von Ravensburger, wenn man sich nun selbst als Erfinder der Integration von Elektronik in Unterhaltungsbrettspielen bezeichnet:

"Zusammen mit dem Erfolgsautor Dr. Reiner Knizia und englischen Ingenieuren und Wissenschaftlern hat der Ravensburger Spieleverlag 15 Monate lang an einer Brettspieltechnologie getüftelt, die derzeit einmalig auf der Welt ist."

Das ist ja wohl albern, vor zwanzig Jahren erschien Atlantis und danach noch eine ganze Reihe weiterer Spiele dieses Genres. Ravensburger hat da wohl einige Zeit verschlafen, was? Okay, damals war eine Integration von Sprache technisch noch nicht möglich, aber ist das nun ´die´ Innovation?

"Die Elektronik im Spiel denkt mit und merkt sich alle Züge der Figuren: Sie belohnt noble Taten und sanktioniert unritterliches Gebaren, z.B. in Gestalt von freundlichen oder weniger freundlichen Figuren der Sage, die durch den Stein zum Spieler sprechen."

Das passt recht gut zu Atlantis von MB, fast möchte man meinen, da hätte einer ein altes Spielkonzept wiederentdeckt...von mir aus herzlich gern, denn das Konzept war ausgezeichnet und ich bin sicher, es gibt einen guten Markt für solche Spiele... Ich würde gerne mal wieder ein Spiel wie Atlantis zocken ohne dafür die z. Zt bei Ebay geforderten 250 Euro zu blechen, aber man soll sich doch bei Ravensburger bitte nicht mit fremden Federn schmücken, das schickt sich nicht.

Michael

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Marco Aschwanden

RE: King Arthur soll das 1. Ges.-Spiel mit Elektronik sein ..?!

Beitragvon Marco Aschwanden » 3. Februar 2003, 12:04

Irgendwo im Estrich verstaubt bei mir auch ein Spiel aus den 70er (oder Anfang 80er). Da hatte es eine Art "Taschenrechner" dabei, der jeweils die wirtschaftliche Weiterentwicklung berechnete. Fragt mich aber nicht, wie das Teil geheissen hat.

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Knut

RE: King Arthur soll das 1. Ges.-Spiel mit Elektronik sein ..?!

Beitragvon Knut » 3. Februar 2003, 13:11

Erwähnt sei auch noch "Heisse Spur" (Parker), das Spiel mit dem "Fahndungscomputer". Und das unvergleichliche "Sector" (ebenfalls Parker), bei dem ein U-Boot gejagt wurde (nein, das hatte nichts mit "Schiffeversenken" oder "Flottenmanöver" zu tun). Und dann gab's doch auch noch von den Ravensburgern selbst "Galaxis", ein elektronisches Logikspiel.
Knut

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Thomas Rosanski

RE: King Arthur soll das 1. Ges.-Spiel mit Elektronik sein ..?!

Beitragvon Thomas Rosanski » 3. Februar 2003, 13:52

"Knut" hat am 03.02.2003 geschrieben:
> Erwähnt sei auch noch [...]

Und was ist mit "Monopoly die Börse"? War da nicht auch ein elektronischer Helfer dabei?

Fröhlichen Gruß,

Thomas
--
http://thomas-rosanski.de/

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Rainer Fieseler

RE: King Arthur soll das 1. Ges.-Spiel mit Elektronik sein ..?!

Beitragvon Rainer Fieseler » 3. Februar 2003, 15:35

Und dann gab's da noch vor ganz, ganz langer Zeit mal ein MEGAPOLIS (Ich glaube mich zu erinnern, dass der Verlag IQ-Games hieß) - im Wesentlichen eine MONOPOLY-Variante - das sich auch rühmte, das erste Spiel mit einem "Computer" zu sein. Der bestand aber nur aus einigen Schaltern, Tasten sowie Leuchtdioden und war nicht mehr als ein Würfelersatz.

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Stefan-spielbox

RE: King Arthur soll das 1. Ges.-Spiel mit Elektronik sein ..?!

Beitragvon Stefan-spielbox » 3. Februar 2003, 21:42

Knut schrieb:
>
> Erwähnt sei auch noch "Heisse Spur" (Parker), das Spiel mit
> dem "Fahndungscomputer". Und das unvergleichliche "Sector"
> (ebenfalls Parker), bei dem ein U-Boot gejagt wurde (nein,
> das hatte nichts mit "Schiffeversenken" oder "Flottenmanöver"
> zu tun). Und dann gab's doch auch noch von den Ravensburgern
> selbst "Galaxis", ein elektronisches Logikspiel.

... möchte die Liste um "Electronic Detective" für 1-4 Spieler von ARXON ergänzen. Aber ob diese Spiele nun wirklich etwas mit King Arthur gemeinsam haben bzw. mithalten können sei dahin gestellt...

Gruß,
Stefan

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Berthold Heß

RE: King Arthur soll das 1. Ges.-Spiel mit Elektronik sein ..?!

Beitragvon Berthold Heß » 3. Februar 2003, 22:15

Knut schrieb:
>
> Erwähnt sei auch noch

Die Legende des Sagor, Parker 1993
Electronic Shopping Center, MB 1992
Electronic Traum Telefon, MB 1993

Nun gut, King Arthur schien mir wirklich weit über diese kruden Vorläufer hinauszugehen. Und nehmen wir doch bitte Werbung so ernst, wie sie gemeint ist. Es glaubt z.B. doch auch keiner, dass am IKEA-Knut-Tag die Weihnachtsbäume tief fliegen.

In dem Sinne!

Berthold

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Arne Hoffmann
Kennerspieler
Beiträge: 497

[OT] ernste Werbung (war: King Arthur....)

Beitragvon Arne Hoffmann » 3. Februar 2003, 22:36

Berthold Heß schrieb:

> Nun gut, King Arthur schien mir wirklich weit über diese
> kruden Vorläufer hinauszugehen. Und nehmen wir doch bitte
> Werbung so ernst, wie sie gemeint ist. Es glaubt z.B. doch
> auch keiner, dass am IKEA-Knut-Tag die Weihnachtsbäume tief
> fliegen.

:eek: [b]Wie?[/b] Etwa nicht?? :eek:

Und ich bin extra zu der Zeit nie in die Ferien nach Schweden gefahren....

> In dem Sinne!

Ich auch. ;-)

> Berthold

Tschö,

- Arne - (und arg verspätete Grüße zurück an Dorothea und Dich :-) )


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