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Mare nostrum zum x-ten Mal

Das ehemalige spielbox-Spielerforum
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Markus N.

Mare nostrum zum x-ten Mal

Beitragvon Markus N. » 4. März 2003, 09:44

hallo zusammen,

endlich bin ich in den Genuß gekommen, mich mit der schlechtesten Spielregel aller Zeiten zu befassen!
Mare nostrum ! Aber wir sind, wenn auch sehr langsam, dahinter gestiegen. Da wir aber, bis alle Unklarheiten beseitigt waren, schon 2,5 Stunden mit dem Spiel beschäftigt waren, haben wir es erstmal weggepackt und holen es heute Abend erneut auf den Tisch um voller Energie erneut dran zu gehen!
Wir hatten nur letztens das Gefühl, daß die für die ersten Partien vorgegebene Startaaufstellung sehr ungerecht zu sein scheint, das sich grün und blau noch über das halbe Spielbrett ungestört ausbreiten können, während rot und gelb sich direkt auf dem brutalen Weg Platz schaffen müssen.
Und da man ja mindestens 4 mal 9 verschiedene Resourcen oder ahlt Steuern haben muß, hatten wir das Gefühl, das das ewig dauern könnte. Wie sind Eure Erfahrungen bezgl. der Kämpfe (geht es auch friedlich?) und der Spieldauer?
Und mich würde interessieren, wie ihr mit der Regel klar gekommen seid?
Gruß Markus
(der wahrscheinlich gerade Fragen gestellt hat, die schon x-Mal gestellt wurden!)

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Heinrich Glumpler

Re: Mare nostrum zum x-ten Mal

Beitragvon Heinrich Glumpler » 4. März 2003, 10:37

Hi,

wir haben uns zwar die Spielbox-Regeln runtergeladen, aber generell war der Tenor, dass man die Regel schon verstehen kann, wenn man einige logische Annahmen macht - jedenfalls hatten wir keine Probleme im Spiel.

Die Dauer des Spieles ist eher kurz (!) Wir waren tatsächlich ein biszchen enttäuscht, weil es vorbei war, als wir uns so richtig postiert hatten.

Das Spiel gefällt mir gut (das ist PEEP), aber ich werde es nochmal spielen, bevor ich ein endgültiges Urteil abgebe.

Uns erschien die Anzahl der Karawanensteine und vor allem Städtesteine zu gering. Der Autor hat das vielleicht so gewollt, um möglichst schnell Konflikte zu erzwingen (man kann diese Steine nur dann wieder bekommen, wenn man sie beim Gegner zerstört) und ich bin noch nicht sicher, ob diese "Balance" funktioniert.

Stimmt es eigentlich, dass der Autor 20 Jahre dran entwickelt hat?

Gruesze
Heinrich

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LarsE

Re: Mare nostrum zum x-ten Mal

Beitragvon LarsE » 4. März 2003, 11:28

>>wir haben uns zwar die Spielbox-Regeln runtergeladen, aber generell war der >>Tenor, dass man die Regel schon verstehen kann, wenn man einige logische >>Annahmen macht - jedenfalls hatten wir keine Probleme im Spiel.

Denke ich auch! Es gibt wirklich wesentlich schlechtere Anleitungen (gerade im angelsächsichen Raum). Auch wenn diese sicherlich nicht gut ist!

>>Die Dauer des Spieles ist eher kurz (!) Wir waren tatsächlich ein biszchen >>enttäuscht, weil es vorbei war, als wir uns so richtig postiert hatten.
Da stimme ich Heinrich zu. @Markus: habt ihr da was falsch gespielt? Gerade als Ägypten kann man schnell 9 Steuern erreichen.

>>Uns erschien die Anzahl der Karawanensteine und vor allem Städtesteine zu >>gering. Der Autor hat das vielleicht so gewollt, um möglichst schnell Konflikte >>zu erzwingen (man kann diese Steine nur dann wieder bekommen, wenn man >>sie beim Gegner zerstört) und ich bin noch nicht sicher, ob diese "Balance" >>funktioniert.

Dies hat der Autor mit 100% Sicherheit so gewollt. Sonst wäre das Spiel ja noch schneller zu ende.

>>Stimmt es eigentlich, dass der Autor 20 Jahre dran entwickelt hat?
Angeblich ja, aber auf die Anleitung hat er wohl kaum noch Wert gelegt.

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Marten Holst

20 Jahre Entwicklung

Beitragvon Marten Holst » 4. März 2003, 11:29

Moinle,

> Stimmt es eigentlich, dass der Autor 20 Jahre dran
> entwickelt hat?

nun, so etwas ist sowieso immer eine Definitionssache. Ich schreibe seit 5 Jahren an meiner ersten Fantasy-Kurzgeschichte. Wobei sich seit viereinhalb Jahren nicht viel getan hat, um nicht zu sagen gar nichts. Wenn ich die jetzt heute abend beende, habe ich sie entweder in drei Tagen oder fünf Jahren geschrieben... was mir gerade besser in den Kram passt... ;-)

Opportunistische Grüße
Marten (je nach Bedarf Hamburger, Harburger oder Nordfriese, Deutscher oder Finne, Mathematiker oder Wirtschaftswissenschaftler)

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Heiko Hartmann

Re: Mare nostrum zum x-ten Mal

Beitragvon Heiko Hartmann » 4. März 2003, 12:36

Hallo!

Ich empfehle allen die weitaus verständlichere Regelfassung die es hier auf der spielbox gibt (damit hatten wir nur kurz einen Hänger: Man kann Gebäude, Helden und Weltwunder nur mit _exakt_ einem Satz kaufen - das könnte man in der Regel noch besser herausstreichen, macht aber auch nur so Sinn). :-)
Ansonsten ist die Regel ziemlich komplett.

Das Spiel scheint mir recht gut ausgeglichen zu sein - jeder Spieler hat durch seinen Start-Helden unterschiedliche Stärken die er unbedingt ausspielen muss. Ein Römer oder Karthager der auf 'friedlich' spielt kann gleich einpacken!

Der 'Kaufmann' kann recht einfach auf 9 Ressourcen/Steuern in einer Runde kommen, am einfachsten hat es der Ägypter den man auf keinen Fall in Ruhe werkeln lassen sollte (sonst passiert das gleiche wie bei uns: er hat plötzlich 12 Steuern und das Spiel ist vorbei).

Sehr gut ist auch die Knappheit der Ressourcen (allen voran der Karawanen): Das sollte man unbedingt in der Planung berücksichtigen und macht den Einsatz von Legionen erst lohnenswert.

Spieldauer bei uns: 3 Stunden (beim ersten Spiel) die allen fünf Mitspielern so gut gefallen haben das sie gleich nochmal spielen wollten (und das um 12:30 Uhr)!

Ciao, Heiko.

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Heinrich Glumpler

Re: Mare nostrum zum x-ten Mal

Beitragvon Heinrich Glumpler » 4. März 2003, 13:23

Hi,

da ich ja ein friedlicher Mensch bin, hab' ich einen friedlichen Karthager gespielt. Der Ägypter hat mich erst im letzten Moment angegriffen, weil nur so verhindert werden konnte, dass ich als Kaufmann das vierte Wunder kriege.
Selbst da hatte ich noch eine Chance, das vierte Wunder zu bekommen, was nur knapp gescheitert ist - und hätte ich Helena gewählt, hätte mich keiner mehr aufgehalten.
Der Römer war sehr kriegerisch und hat den Griechen tüchtig eingedost.

Also widerspreche ich dir mal - ganz vorsicht - friedlich wie ich bin ;-)
Ich denke, es hängt immer von den Leuten ab, was möglich ist und was nicht.

Gruesze!
Heinrich

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Markus N.

Re: Mare nostrum zum x-ten Mal

Beitragvon Markus N. » 4. März 2003, 15:24

Ich bin so dankbar, daß du das jetzt geschrieben hast. Deinen Threat drucke ich aus und zeige ihn meiner Frau.
Die konnte nämlich gar nicht verstehen, daß ich als Römer agressiv werden wollte und hat das wieder persönlich genommen!

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Heiko Hartmann

Re: Mare nostrum zum x-ten Mal

Beitragvon Heiko Hartmann » 5. März 2003, 11:11

Hallo,

ja der Karthager ist was Ressourcen betrifft ziemlich stark (und war auch bei uns ziemlich oft 'Kaufmann'). Ich glaube jedoch wenn der Ägypter zielgerichtet darauf hinspielt dann hat er schneller seine Steuern zusammen als der Karthager die Ressourcen...

Ganz allgemein glaube ich sehr wohl das man das Spiel auch auf friedliche Art gewinnen kann (egal ob Ägypter oder Römer), vor allem dann wenn die restlichen Spieler einen weniger beachten (die Gewinnbedingung selbst ist ja nur durch Handel zu erreichen). Man sollte sich nur nicht wundern wenn eben doch ein paar Legionen plötzlich aufziehen - das ist schließlich integraler Bestandteil des Spiels (und leider auch der Geschichte).

Ciao, Heiko.
(Bei dem bald 'Fette Autos' auf den Tisch kommt: Kann man das auch ohne Raserei als sicherheitsbewußter Autofahrer spielen? :-) Sorry...)

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Tanja Sepke

Re: Mare nostrum zum x-ten Mal

Beitragvon Tanja Sepke » 5. März 2003, 12:39

Heiko Hartmann schrieb:
>
> Hallo,
>
> Ganz allgemein glaube ich sehr wohl das man das Spiel auch
> auf friedliche Art gewinnen kann (egal ob Ägypter oder
> Römer)

kann man (und frau erst recht ;-)...):

4 Städte sind relativ leicht zu errichten...plus drei Tempel (weil in einer Provinz zwei Städte sind) = 8 x Steuern....plus die Eigenschaft von Cleopatra (Ressource gegen Steuren) hat man ohne Handel 9 Steuern...wenn dann kein Kampf dazwischen kommt, ist das Spiel relativ schnell gewonnen.

Durch die Rolle Staatsmann ist man dann auch schneller beim bauen der Wunder....
so war mein Sieg gegen Cäsar :-)

Grüße aus Soest
Tanja (hat in 4 Partien MN 2 mal gewonnen,
einmal als Ägypter s.o.... und am Montag als Römer...da mußte ich allerdings den Ägypter angreifen)

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Tanja Sepke

Korrektur

Beitragvon Tanja Sepke » 5. März 2003, 12:49

Tanja Sepke schrieb:
>
> Grüße aus Soest
> Tanja (hat in 4 Partien MN 2 mal gewonnen, einmal als Ägypter s.o.... und am Montag als Römer...da mußte ich allerdings den Ägypter angreifen)

falsche Info ;-) ....ich habe in 4 Pratien 3 mal gewonnen :-)

in der Dreier Runde habe ich auch als Karthager gewonnen, weil ich lachende Dritte war und handeln konnte....

Korrigierte Grüße Tanja

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Lukas Merlach
Kennerspieler
Beiträge: 193

RE: Mare nostrum zum x-ten Mal

Beitragvon Lukas Merlach » 7. März 2003, 10:19

> endlich bin ich in den Genuß gekommen, mich mit der
> schlechtesten Spielregel aller Zeiten zu befassen!

und wieviele Spielregeln waren in der Auswahlliste? ;-)
(darf ich sonst z.B. "Im Schatten des Sonnenkönigs" oder "Hekla" nachnominieren? - um nur Beispiele aus meinem Kurzzeitgedächtnis zu nennen...)

Nein ernsthaft zu MN:
Obwohl die Regeln nicht optimal formuliert sind, halte ich sie für besseren Durchschnitt auf dem Markt, immerhin konnten wir Mare Nostrum problemlos danach spielen.
Einziger Spielfehler war eigentlich, dass wir (gemäss Regel) pro Feld nur eine Festung, einen Markt ODER ein ?(was war das dritte?) erlaubten. Anstatt UND. Aber diesen einen Satz durch eine halbe Seite Regeltext zu ersetzen macht die Sache auch nicht viel besser lesbar...

Übrigens ist mir erst jetzt aufgefallen, dass die spielbox-online-Regel jeder Zivilisation gleich ihren eigenen Helden zur Startaufstellung gibt. - Eine weitere Änderung, die ich demnächst mal spielen muss...

Gruss
Lukas


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