Beitragvon Bastl » 8. März 2003, 18:28
Hi Peer,
zur langen Spieldauer kommt es in erster Linie aus drei Gründen:
1. Zu viele Spieler - unsere erster "Krone" vor über 10 Jahren war ein Fiasko. Nur einer hatte die Regeln gelesen, wir spielten zu sechst. Diese Partie wurde nie beendet und die Hälfte der Teilnehmer hat nie wieder mitgespielt
3 oder 4 Spieler sind optimal, mit mehr als 4 habe ich es nach der ersten Partie nur noch einmal gespielt, 5 Leute, ein Sieger nach ca. 9 Stunden. Zu lang, zu zäh, zu große Wartezeiten
2. Zu wenig Erfahrung - da es am Anfang so unmöglich erscheint, den König jemals überhaupt zu stürzen, erkennen gerade Anfänger nicht, ab wann ein Umsturz möglich ist. Meistens ist ein Umsturz schon viel früher möglich als er letztlich durchgeführt wird. Führt leider auch dazu, dass der erfahrenste Spieler quasi genötigt wird, selbst den ersten Umsturz zu machen, auch wenn er eigentlich zu schwach ist, den König auch zu halten
3. Zu viel Hickhack am Anfang. "Krone" bietet dermaßen viele Möglichkeiten, andere Spieler zu schädigen - oder richtig kleinzuhacken. Wenn man schon in den ersten Runden anfängt, aufeinander einzuschlagen, schwächt man sich gegenseitig - und nicht den König. Das Spiel gliedert sich eigentlich in zwei Teile - vor dem ersten Umsturz und nach dem (gelungenen) ersten Umsturz. Ich halte es für sinnvoll, mit Aktionen gegen die Mitspieler erst zu beginnen, wenn sich das Spiel in Richtung des ersten Umsturzes entwickelt hat. Zu viele frühe Aktionen machen das Spiel lang und zäh - und können bei den Betroffenen zu erheblichem Frust führen.
Vor allem da Aktionen gegen Mitspieler wertvolle Handlungen kosten, die man nicht für die Entwicklung der eigenen Partei nutzen kann.
Bastl