Beitragvon ralf rechmann » 9. März 2003, 16:23
> > wieso sollte man überhaupt mit seinem einzigen Gegner
> > handeln? Ein Handel beruht ja darauf, dass beide Seiten
> Ein Grund wäre ja schon, dass man (ich) es gerne sieht, wenn
> bei einem Aufbauspiel auch etwas aufgebaut wird. Dafür lasse
> ich auch schon mal den unbedingten Siegeswillen sausen und
> "spiele einfach nur aus Spaß".
Damit ich nicht falsch verstanden werde:
Einen spannenden Spielverlauf für alle Beteligten finde ich auch besser als ausschliesslich mit allen Mitteln zu versuchen, den Spielsieg für sich zu erringen. Ok, der eigene Spielsieg ist dann die Krönung eines guten Spielverlaufes und ja auch die Bestätigung, dass man selbst das beste aus der Spielsituation herausgeholt hat. Aber lieber einen spannenden Spielverlauf als ein Spiel, bei dem ich haushoch gewinne, dabei alleine meinen Spass habe - auf Kosten der anderen Mitspieler.
Aber wenn der Spielsieg so hoch gehängt wird, dass ich dazu überaggressiv gegen einzelne Mitspieler spiele, eventuell sogar andere Spieler aufhetze, die Ebene des Spiels verlasse und auf einer persönlichen Ebene gegen Mitspieler spiele, dann ist das Spiel wohl eher nur Mittel zum Zweck, um es "den anderen zu zeigen". Naja, dann kann ich mit solchen Mitspielern auch aufs spielen verzichten...
Problematisch kann es nur werden, wenn das Spielprinzip an sich schon eine aggressive und destruktive Spielweise fördert oder verlangt. Kann man immer wirklich den aufkommenden Frust, den wohl schon jeder gespürt hat, nur auf das Spiel beschränken und es als Teil des Spiels sehen? Ich glaube, dass sich gerade bei solchen Spielen erfahrene Spielernaturen zeigen...
Bye
Ralf, weit vom Grundthema abgekommen