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Löwenherz - Zwei Regelfehler? Plus Zusatzfrage

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Dieter Niehoff

Löwenherz - Zwei Regelfehler? Plus Zusatzfrage

Beitragvon Dieter Niehoff » 3. April 2003, 07:31

1.) Lt. Regel hat man ein MONOPOL auf eine Minenart bereits beim Besitz bei drei (von vier) gleichartigen Minen. Wenn mich mein wirtschaftliches Halbwissen nicht trügt, ist man erst dann Monopolist, wenn man alles, also vier von vier Minen besitzt. Gerade im Spiel zu zweit wäre m. E. eine neue, "enge" Auslegung des Monopolbegriffs gescheiter (regelgemäß fallen einem ansonsten beim Spiel zu zweit die Monopole ohne großen Aufwand in den Schoß).

2.) Beim Spiel zu zweit sollen lt. Regel noch zwei Burgen und zwei Ritter einer neutralen Farbe ins Spiel gebracht werden. Reichlich wenig Burgen - reichlich viel Platz auf dem Spielfeld. Muß es nicht heißen: Von JEDEM der beiden Spieler werden zwei, also insgesamt vier Burgen und vier Ritter ins Spiel gebracht? Oder habe ich die Regel nur falsch interpretiert?

Und dann noch eine Zusatzfrage:
Welche Spiele des aktuellen Jahrgangs - neben den "nur" 2-Personen-SPielen sind auch zu zweit interessant?

Löwenherz wäre m. E. hier eine dicke Empfehlung.

Dieter Niehoff

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Peter Steinert

Re: Löwenherz - Zwei Regelfehler? Plus Zusatzfrage

Beitragvon Peter Steinert » 3. April 2003, 08:56

Hi Dieter,

nun, natürlich setzt JEDER Spieler 2 Burgen und 2 Ritter. Darüber sind wir auch gestolpert, denn die Spielregel ist an dieser Stelle wirklich missverständlich formuliert. Wir sind auch nur deshalb darauf gekommen, da wir das alte Löwenherz schon kannten, bei dem es ebenso ist.

Bei den Monopolen und zwei Spielern haben wir andere Erfahrungen gemacht als Ihr. Wer in der Startphase aufmerksam setzt und später den Plänen des Gegners zuvorkommt, macht es ihm nicht zu leicht. Wir empfanden das Erreichen der Monopole als eher schwierig. Das liegt vor allem daran, dass man frühzeitig für Dukaten-Nachschub sorgen muss, so dass es eher besser ist, sich zunächst auf verschiedene Minensorten zu konzentrieren. Die Monopole wurden so auch bei zwei Spielern recht spät erreicht ( wenn überhaupt ). Außerdem ist ein Monopol ja keine sichere Sache. Die Punkte waren oft hart umkämpft, denn sie Können durch Gebietserweiterung ja auch verloren gehen. Und letztlich entscheidet ja auch der variable Startaufbau des Plans, wie sinnvoll das Spielen auf Monopole ist.
Auch weiss ich nicht, ob die Regel mit 4 ODER 3 Minen seitens Kosmos schon immer so gedacht war. In einem Messe-Preview - keine Ahnung, wo das war - habe ich dann auch tatsächlich von genau 4 Minen einer Sorte gelesen, die zum Erreichen eines Monopols notwendig seien.

Gruß

Peter

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Michael Andersch

Re: Löwenherz - Zwei Regelfehler? Plus Zusatzfrage

Beitragvon Michael Andersch » 3. April 2003, 09:01

Peter Steinert schrieb:
>
> Auch weiss ich nicht, ob die Regel mit 4 ODER 3 Minen seitens
> Kosmos schon immer so gedacht war. In einem Messe-Preview -
> keine Ahnung, wo das war - habe ich dann auch tatsächlich von
> genau 4 Minen einer Sorte gelesen, die zum Erreichen eines
> Monopols notwendig seien.

Das hatte ich auch so im Kopf und in den ersten Partien auch so gespielt - bis ich vorgestern die Regel gelesen habe.
Soweit ich mich erinnere (hab's jetzt aber nicht nochmal nachgeprüft) wird es einem von "Professor Easy" so erklärt.

Monopolistische Grüße,
Micha

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Dieter Niehoff

Re: Löwenherz - Zwei Regelfehler? Plus Zusatzfrage

Beitragvon Dieter Niehoff » 3. April 2003, 10:06

Peter Steinert schrieb:

> nun, natürlich setzt JEDER Spieler 2 Burgen und 2 Ritter.
> Darüber sind wir auch gestolpert, denn die Spielregel ist an
> dieser Stelle wirklich missverständlich formuliert.

Dann bin ich ja nicht der einzige Stolperer ......

Wir sind > auch nur deshalb darauf gekommen, da wir das alte Löwenherz
> schon kannten, bei dem es ebenso ist.

Genau deshalb haben auch wir sofort vier Burgen ins Spiel gebracht.

> Auch weiss ich nicht, ob die Regel mit 4 ODER 3 Minen seitens
> Kosmos schon immer so gedacht war. In einem Messe-Preview -
> keine Ahnung, wo das war - habe ich dann auch tatsächlich von
> genau 4 Minen einer Sorte gelesen, die zum Erreichen eines
> Monopols notwendig seien.

Ein Monopol bedeutet nun mal: ALLES in einer Hand - und nicht 3/4 vom Ganzen (ich glaube, so was nennt man Oligopol, oder?)
>
> Gruß
>
> Peter

Dieter

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Wolfgang Ziemer

RE: Löwenherz - Zwei Regelfehler? Plus Zusatzfrage

Beitragvon Wolfgang Ziemer » 3. April 2003, 12:07

"Michael Andersch" hat am 03.04.2003 geschrieben:
> Peter Steinert schrieb:
>>
>> Auch weiss ich nicht, ob die Regel mit 4 ODER 3 Minen seitens
>> Kosmos schon immer so gedacht war. In einem Messe-Preview -
>> keine Ahnung, wo das war - habe ich dann auch tatsächlich von
>> genau 4 Minen einer Sorte gelesen, die zum Erreichen eines
>> Monopols notwendig seien.
>
> Das hatte ich auch so im Kopf und in den ersten Partien
> auch so gespielt - bis ich vorgestern die Regel gelesen
> habe.
> Soweit ich mich erinnere (hab's jetzt aber nicht nochmal
> nachgeprüft) wird es einem von "Professor Easy" so erklärt.
>

Hallo Michael!

Auch bei der Interaktiven Einführung (Pfofessor Easy) wird es so erklärt wie es auch in der Spielregel geschrieben steht: Bei *3 oder 4 Minen* hat man ein Monopol.

Gruß Wolfgang

> Monopolistische Grüße,
> Micha

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Guido

Re: Löwenherz - Zwei Regelfehler? Plus Zusatzfrage

Beitragvon Guido » 5. April 2003, 15:20

> Ein Monopol bedeutet nun mal: ALLES in einer Hand - und nicht
> 3/4 vom Ganzen (ich glaube, so was nennt man Oligopol, oder?)
> >
> > Gruß
> >
> > Peter
>
> Dieter

Falls ich mich nicht täusche, gibt es sowas. Wer die Mehrheit eines Marktes hat, und somit die Preise setzen kann, hat ein "unechtes" Monopol. Ein "echtes" Monopol wäre also, wenn man tatsächlich einziger Anbieter ist (vorausgesetzt, es gibt auch viele Nachfrager...)
Daneben gibt es noch so Feinheiten wie "monopolistische Konkurrenz", bei der es auch viele Anbieter (und Nachfrager) gibt, aber die Güter sind nicht völlig gleich im Angebot, und der Anbieter kann hat deshalb einen gewissen Spielraum für Preissetzung und Preisstrategie ("monopolistischer Bereich") Z.B. Hardware/Software im PC-Bereich, oder, was noch viel näher liegt,die Verlage bei den guten alten Gesellschaftsspielen!

Beim Oligopol (wenige Anbieter, viele Nachfrager) haben alle Anbieter in etwa gleiche Marktmacht, wobei auch die Produkte, abgesehen von obiger Ausnahme, in etwa gleich sind. Die Unternehmen halten sich die Waage, es kommt nicht so oft zu Preiskämpfen(aufgrund verschiedener Faktoren...) (z.B.Kraftstoffhersteller).

Nun ja, dies nur zur Info. Realität hin oder her, Hauptsache, das Spiel macht Spaß...

Gruß

Guido


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