Beitragvon alex » 4. Juni 2003, 12:11
High Rolf!
(Hab' Dir gerade ein schöne Rezi geschrieben, aber mein doofer Rechner hat es nicht für nötig befunden sie auch zu posten.. also gibt es jetzt 'ne Kurzform. Falls
Du mehr erfahren möchtest schreib' mir doch 'ne e-mail)
Beim schreiben ist mir aufgefallen, dass ich das Spiel nicht mehr
ganz 'zusammenbekomme' - was wohl daran liegt, dass kein Spieler
aus unserer Runde das Spiel so gut fand, es noch ein zweites mal
auf den Tisch bringen...
Also: Deine Vermutung ist richtig. Bei 'Pygmies' dreht man einen
B-Movie. Es ist ein Kartenspiel und jeder Spieler baut mittels Karten
ein Setting vor sich auf. Dazu gibt es:
-Ortskarten
-Protagonisten/Innen
-Monster, Schurken, Feinde etc.
-Items (Waffen, tools etc.)
Die Ortskarte gibt das grobe setting vor und kann auch Einfluss auf
das Spiel-/ Filmgeschehen haben. (Z.B.: kann in einer Wasserland-
schaft kein Wüstenmonster eingesetzt werden)
Die Protagonisten sind grob in Charakterklassen unterteilt, die Einfluss
auf andere Filmhelden, aber auch Monster und Items haben können.
Sie besitzen einen Angriffs- und einen Verteidigungswert.
Items sind Waffen oder andere Gegenstände, die die Kampfstärke
oder andere Eigenschaften ermöglichen oder verändern...
Die Filmhelden haben nun die Aufgabe, mittels ihrer Items oder Fähigkeiten,
Filmmonster zu bekämpfen und zu besiegen...
... da jedoch jeder Spieler jedem anderen Monster, aber auch settings
und Items vor die Nase knallen kann, ist das Spiel ziemlich fies und zeckig -
das kommt halt auf Deine MItspieler an; aber es ist schon der Sinn des Spiels
dem anderem die fiesest möglichen Monster auf den Hals zu jagen...
Das Kampfsystem (wie das genze Spiel auch) erinnert ein wenig an Munchkin,
was ich für das bessere Spiel halte (mal so am Rande). Die Punkte werden
gegeneinander aufgerechnet und dann ist halt einer der beiden tot....
Zum Spielablauf: der Spielmechanismus funktioniert einfach nicht richtig.
In unserer Runde (die gerne fies und zeckig spielt) war es nicht möglich
ein Setting und/oder ein Charakter kostant aufrecht zu halten. Protagonisten wurden eingentlich sofort nach dem Ausspielen über den Jordan geschickt...
... und wenn man mal das Glück hatte ein gutes Setting ausspielen zu
können, wurde es sogleich ausgetauscht. Das schmälert den Spielspass
ungemein - ich spiel 'ne Karte aus und rumms - weg isse...
... und so ging es allen von uns (5 Spieler).
In meinem Film wäre also meistens das Testbild oder eine verlassene
Kulisse zu sehen gewesen....
Dass der Spielmechanismus nicht richtig funktioniert ist schade, da die Grafik
der Karten sehr gut und auch witzig ist (wenn man z.B. die gedankenlosen
Umgang der Amerikaner mit deutscher Geschichte tolerieren kann. Ein Beispiel:
natürlich dürfen bei den Monstern/Gegenern nicht die 'Evil Nazi Troops' fehlen.
Auf jeder Karte ist ein Kommentar oder Filmzitat abgedruckt; bei den
'Evil Nazi Troops' steht dann (oder so ähnlich): "There are evil, yes.
But don't fault their sense of fashion.")
Ich hoffe, dass ich Dir ein wenig helfen konnte und Dir nicht die Vorfreude auf dieses Spiel genommen habe...
Gruß
Alex
(P.S.: Wie gesagt, falls noch Fragen sind - einfach mailen.)