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Strategiehammer Worldspanner ?!!!

Das ehemalige spielbox-Spielerforum
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Sven

Strategiehammer Worldspanner ?!!!

Beitragvon Sven » 13. Juni 2003, 00:51

Wer kann mir mehr zu diesem Spiel sagen ?!

http://kumquat.com/cgi-kumquat/funagain/14213

Es sieht sehr interessant aus, mich würde sehr interessieren, ob es schon jemand gespielt hat und mal schildern kann wie es sich so spielt ?

Gruss
Sven Gienke

Malte Kiesel
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Beiträge: 450

Re: Strategiehammer Worldspanner ?!!!

Beitragvon Malte Kiesel » 13. Juni 2003, 09:57

Soweit ich weiß, ist das Spiel zur Zeit noch nicht direkt in Deutschland zu bekommen. Es wird aber im Laufe der nächsten 3-4 Wochen auftauchen. Ich werde es in Kürze spielen und dann werde ich wissen, ob es wirklich so gut ist, wie es den Anschein hat. Alle Infos zum Spiel gibt es unter www.duelofages.com

Malte

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Matthias Staber

Re: Strategiehammer Worldspanner ?!!!

Beitragvon Matthias Staber » 13. Juni 2003, 10:56

Malte Kiesel schrieb:
>
> Soweit ich weiß, ist das Spiel zur Zeit noch nicht direkt in
> Deutschland zu bekommen. Es wird aber im Laufe der nächsten
> 3-4 Wochen auftauchen. Ich werde es in Kürze spielen und dann
> werde ich wissen, ob es wirklich so gut ist, wie es den
> Anschein hat. Alle Infos zum Spiel gibt es unter
> www.duelofages.com
>
> Malte

Auf jeden Fall solltest du dir den www.boardgamegeek.com -Eintrag zu Duel of Ages anschauen (und die die momentan laufenden Debatten auf rec.games.board und der yahoo spielfrieks-group): Der Vorwurf: Duel of Ages sei kurz nach Erscheinen von Fans über Gebühren gehypt worden (auf boardgamegeek nennen sie dies das "fanboy"-Problem, das die Wertungen eines Spiels verzerre). Interessanterweise hat der Verlag Venatic Games seinen Mitarbeitern verboten, im Internet Wertungen zu DoA abzugeben.

Als Gegenbewegung haben jetzt einige Leute verheerende Wertungen bezüglich DoA eingetragen. Greg Schloesser (Westbank Gamers) hat jüngst eine vernichtende Kritik dazu geschrieben. Sein Fazit: DoA scheint vor allem Leuten gefallen, die vom Phänomen der "German Games" noch recht unberührt sind, und deswegen nicht viele bessere Spiele zum Vergleich kennen. DoA klingt nach seiner Beschreibung als ein recht uninspiriertes SF-Spiel mit zusammengeflickten Wargame-Elementen und uninteressanter Story, das sich sehr öde spiele.

Was mich persönlich an DoA stutzig macht: Es gibt bereits zehn 10 DoA-Expansions, und nach Fan-Meinung sind sie alle empfehlenswert, die erste geradezu unverzichtbar, und wenn man sich den ganzen Kram zulegen wollte, müsste man wohl ein paar hundert Euro auf den Tisch legen.

Aber: Das andere Spiel, das jüngst dem "fanboy"-Vorwurf ausgesetzt wurde, ist "Dungeoneer" von Citizen Games, ein Spiel, das mir persönlich sehr gut gefällt, nach dem ich eigentlich schon ein bisschen süchtig bin.

Auf die ersten deutschen Reaktionen auf DoA bin ich also sehr gespannt. Amerikaner wie Greg Schloesser scheinen fast rigorosere Verfechter des "German Games"-Gedanken zu sein als viele Deutsche. Ist ein Spiel zu "wargamish" oder hat es ein SF / Fantasy-Thema, scheint es bei ihm durch ein Raster zu fallen.

Matthias

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Gregor Breckle
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Beiträge: 648

Re: Strategiehammer Worldspanner ?!!!

Beitragvon Gregor Breckle » 13. Juni 2003, 11:10

Hi Sven,

gespielt habe es noch nicht und kann daher auch nur auf Boardgamegeek verweisen, aber falls du es ausprobieren willst, kannst du es bei Tellurian in Deutschland erhalten.

Viele Grüße

Gregor (dem Dungeoneer auch sehr gut gefällt)

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peer

Re: Strategiehammer Worldspanner ?!!!

Beitragvon peer » 13. Juni 2003, 12:17

Hi,
Matthias Staber schrieb:
>
> Was mich persönlich an DoA stutzig macht: Es gibt bereits
> zehn 10 DoA-Expansions, und nach Fan-Meinung sind sie alle
> empfehlenswert, die erste geradezu unverzichtbar, und wenn
> man sich den ganzen Kram zulegen wollte, müsste man wohl ein
> paar hundert Euro auf den Tisch legen.

Interssant in diesem Zusammenhang auch der thread von Joel Yoder. Er hat einen eher positiven Eindruck, befürchtet aber, dass das Spiel schnell monoton werden könnte. Daraufhin wird ihm nicht direkt wiedersprochen, aber ein Antworter meint, man müsse sich "nur" 3-4 Expansions zulegen und dann wird das Spiel niemals monoton.

Mit anderen Worten: Man braucht anscheinend wirklich einige Expansions - da Erweiterungen hier im Forum ja nun nicht wirklich beliebt sind...
Aber ich freue mich auf das erste PEEP hier im Forum..

ciao
Peer
> Matthias

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oli-

Re: Strategiehammer Worldspanner ?!!!

Beitragvon oli- » 13. Juni 2003, 16:07

Ah, noch ein DUNGEONEER-Fan. *wink*

Also, seit ich mit 14 Jahren GRASS gekauft habe, hab ich mich ziemlich auf amerikanische Spiele eingeschossen (zum Leidwesen meines Geldbeutels) - zumindest so lange es sich um leicht- bis mittelmäßig komplexe Spiele handelt. Je nach Finanzlage neige ich schon mal zu Spontankäufen, und so ist mir natürlich auch schon vor einiger Zeit DUEL OF AGES ins Auge gefallen. Dieses Spiel bewegt sich allerdings in einer Preisklasse, in die ich mich für Blindkäufe nicht reinbewegen will - zumal es tatsächlich nach einem ziemlichen Genre-Sammelsurium klingt.

Ich hoffe, dass das Spiel dieses Jahr in Essen zu finden und probezuspielen ist. Ansonsten empfehle ich an aktuellen US-Neuheiten das o.g. DUNGEONEER (bei www.warehouse23.com zum Spott-Versandpreis!) sowie BATTLECARDS von DGA-Games (www.dgagames.com), von dem ich mir gerade die beiden neuen Sets inklusive aller Expansions bestellt habe).

Gruß,
oli-

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Matthias Staber

Re: Strategiehammer Worldspanner ?!!!

Beitragvon Matthias Staber » 13. Juni 2003, 17:18

Hi Oli,

Magst du vielleicht noch ein paar Worte zu Battlecards verlieren? Anders gefragt: Warum empfiehlst du es?

Matthias

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Sven

Re: Strategiehammer Worldspanner ?!!!

Beitragvon Sven » 14. Juni 2003, 05:45

Vielen Dank für Euro Infos,

wenn es tatsächlich jemand spielen sollte, wäre ich für eine Kritik dankbar. Vielleicht ist es ja etwas für Matthias Hardel, der traut sich zumindest an solche Kritiken heran und könnte uns vor finanziellen Schaden bewahren !

Sven

Malte Kiesel
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Re: Strategiehammer Worldspanner ?!!!

Beitragvon Malte Kiesel » 14. Juni 2003, 11:19

oli- schrieb:
> Ich hoffe, dass das Spiel dieses Jahr in Essen zu finden und
> probezuspielen ist.

Ja, der Stand für Essen ist von denen schon gebucht. Man wird es also in aller Ruhe (soweit man in Essen von Ruhe sprechen kann.. :-) ) ausprobieren können.

Malte

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oli-

Re: Battlecards ([PEEP]?)

Beitragvon oli- » 15. Juni 2003, 22:29

Hallo Matthias,

bei BATTLECARDS handelt es sich um ein WW2-Kartenspiel. Zur Zeit ist nur die WESTERN EUROPEAN CAMPAIGN erhältlich, aber das wird sich in wenigen Wochen ändern, denn zwei der drei geplanten Erweiterungen sind bereits im Druck. Beim Erstgenannten kämpfen die Deutschen gegen die Briten - es ist also de facto ein Zwei-Spieler-Spiel, auch wenn man es natürlich mit mehreren Spielen kann - macht aber nicht viel Sinn. Pro Erweiterung kommen aber zwei weitere Parteien dazu (USA und Japan im PACIFIC THEATRE, Russland und die deutsche Barbarossa-Armee bei RUSSIAN FRONT) - sobald ich die habe, kann ich ja auch mal einen PEEP posten.

Ich weiß nicht, ob du ATLANTIC STORM kennst - falls ja, so gibt es zwischen den beiden einige Parallelen. So ist zum einen ist die Qualität der Karten optisch (siehe www.dgagames.com) und produktionell von ähnlicher hoher Güte. Auch das Kampf-Prinzip ist ähnlich: Jede Einheit hat je drei Angriffs- bzw. Verteidigungswerte für Luft-, Boden- und Seegefechte. Neben dem Arsenal - jeder Spieler hat dafür seinen eigenen Kartenstapel - ziehen alle vom gemeinsamen "Conflict Deck", dessen Karten die Erweiterung des eigenen Arsenals ermöglicht, sowie Spezialkarten für Gefechte beinhaltet (unter anderem eine A-Bombe *grins*) - sowie die (autentischen) Gefechte selbst. Je nach dem, wer als Agressor aufgeführt ist, kann dieser entscheiden, ob er die Schlacht kämpfen will... vorausgesetzt, die jeweiligen Voraussetzungen dafür sind erfüllt (wenn die Alliierten die Battle of Germany starten wollen, müssen sie erstmal erfolgreich in der Normandie gelandet sein!).

Sofern nicht eines der beiden Heimatländer erfolgreich angegriffen wird, gewinnt der Spieler, der die Hälfte der Siegpunkte (je Schlacht unterschiedlich) erreicht. Auch wenn man kurzfristig den Eindruck erhält, dass derjenige, der früh seine Armee ausbauen kann (sprich: früh die guten Karten zieht) auch gewinnt - was vorerst meist auch der Fall ist - so ist langfristig schon eine Strategie möglich (etwa, sich früh aus unwichtigen Schlachten zurückziehen, gute Spezialkarten nicht bei der ersten Gelegenheit zu verheizen, so oft wie möglich selbst angreifen und dann sofort wieder zurückziehen). Da das Spiel locker zwei Stunden dauert, ist der Ausgang gar nicht so gewiss wie es manchmal scheint.

Dennoch ist und bleibt es ein Kartenspiel, mit dem entsprechenden Glücksfaktor. Ob eine Einheit trifft, wird festgestellt, in dem man Karten vom Conflict Deck umdreht, den eigentlichen Effekt ignoriert und statt dessen die "Action-Number", die auf jede Karte aufgedruckt ist, mit den Kampfwerten von Angreifer und Verteidiger vergleicht. Liegt die Zahl dazwischen, war der Angriff erfolgreich; wenn nicht, dann nicht.

Du hattest gefragt, warum ich das Spiel empfehle. Persönlich, weil ich amerikanische Kartenspiele mag - zumindest, wenn sie gut sind. ;) Mag sein dass es daran liegt, dass ich bisher immer gewonnen hab, wenn wir es gespielt haben (6x) - aber auch die Verlierer wollen es noch einmal spielen, das allein kann's also nicht sein. Die Karten sind hübsch, aber auch das bringt's noch nicht. Ich denke, es hat einfach eine sehr eigene Atmosphäre (wie auch das in Teilen vergleichbare ATLANTIC STORM), und die kommt ganz gut rüber. Am Anfang wird meist erst mal hochgerüstet. Die ersten Scharmützel enden meist schnell. Entscheidende Schlachten können erst recht spät gekämpft werden, und dann machen sie ihrem Namen auch alle Ehre. Und dann kann ein Sieg bei der einen Schlacht die Niederlage bei der nächsten Kosten, wenn die Verluste zu groß waren. Bei meinem letzten Spiel hatte ich als Alliierter schon früh die Schlacht um die Normandie verloren. Später, nachdem die deutsche Wehrmacht unter schweren Verlusten eine wertvolle Schlacht für sich entschieden hatte, konnte ich mit einer "Counter-attack" Karte die Normandie noch einmal überfallen und, nachdem ich diesmal siegreich war, kurz darauf in Deutschland einmarschieren.

Wie gesagt, ich bin gespannt, wie sich die Erweiterungen (die alle eingeständig gespielt werden können) in das ganze einfügen. Ich hoffe, das Spiel funktioniert mit sechs Leuten genauso gut (da die Schlachten manchmal sehr lange dauern, bin ich mir nicht ganz sicher). So wie es zur Zeit ist, finde ich das Spiel jedenfalls empfehlenswert.

Gruß,
oli-

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Matthias Staber

Re: Battlecards ([PEEP]?)

Beitragvon Matthias Staber » 18. Juni 2003, 13:51

Vielen Dank für die ausführliche Antwort. Klingt in der Tat recht cool.

Matthias


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