Beitragvon Rolf » 21. Juni 2003, 17:19
Also,
ich bin erst einmal der Auffassung, dass Medina in der 2er-Variante tatsächlich ganz gut funktioniert. Mein Vorschlag zur 2er-Variante von Amun-Re ist folgender:
"Es wird ein dritter Spieler fingiert (nennen wir ihn Numerobis).
Numerobis erhält zu Beginn des Spiels drei Goldstücke. Machtkarten erhält er niemals.
In den Versteigerungsphasen setzt er vor den beiden anderen Spielern auf diejenige Provinz, die im Alphabet zuerst kommt. Er bietet dabei wie folgt: in der ersten Spielhälfte in Runde eins 1 Goldstück, in Runde zwei 3 Goldstücke und in Runde drei 6 Goldstücke; in der zweiten Spielhälfte in Runde eins 6 Goldstücke, in Runde zwei 10 Goldstücke und in Runde drei 15 Goldstücke. Wird Numerobis überboten, wechselt er im Alphabet aufsteigend auf die nächste Provinz, wobei er sein Gebot nicht verändert. Sollte dort bereits ein Gegenspieler genau so viel oder mehr geboten haben, wechselt Numerobis auf die letzte Provinz. Gold für den Erwerb zahlen muss er nicht.
In den Erwerbsphasen erhält Numerobis kostenlos zwei Bausteine und einen Bauern. Die Bausteine platziert er in die neu erworbene Provinz, es sei denn, dass er in einer vorher erworbenen Provinz mit diesen Steinen eine Pyramide fertigstellen kann; dann platziert er die beiden Steine dort. Für seine erste Pyramide benötigt er lediglich zwei Bausteine. Der Bauer wird beliebig platziert. Kann er keinen Bauern platzieren, bleibt es bei zwei Bausteinen.
In den Opferphasen opfert Numerobis das gesamte Gold, das er zu Beginn der Runde besaß (in der ersten Runde also 3 Goldstücke). Den Lohn für das Opfer erhält nach der normalen Regel, jedoch ausschließlich in Bausteinen, die er ausnahmslos in der gerade erworbenen Provinz platziert. Den Pharao erhält er nie.
In den Einnahmephasen erhält Numerobis sämtliche Einnahmen, die ihm aus Bauern und Landschaften zustehen. Diese Einnahmen werden in der Opferphase der folgenden Runde geopfert.
In den Wertungen erhält Numerobis keine Punkte. Er stellt aber einen Konkurrenten für die beiden Spieler dar; so kann er die Wertung der meisten Pyramiden dies- und jenseits des Nils verhindern (wenn er selbst die Mehrheit besitzt) und mit seinen letzten Einnahmen im Spiel verhindern, dass ein Spieler sechs oder vier Siegpunkte aus dem Goldbesitz erhält."
Wir haben diese Variante einmal gespielt, und wir waren mit dem Ergebnis durchaus zufrieden. Dass das Spiel ein Optimum erreicht, wenn man es mit voller Besetzung spielt, ist unbestritten. Aber das "Amun-Re-Gefühl" kommt auch hierbei schon rüber.
Rolf