Beitragvon Marten Holst » 7. Juli 2003, 17:56
Moin Helene,
so, jetzt habe ich mir mal die Zeit genommen, und gezählt - im Prinzip kann ich es doch.
> Gold Sieber 10
> Ravensburger 7
> Kosmos 5
> Winning Moves;Piatnik;Hasbro je 2
> Haba,Zoch;Amigo;Schmidt;1 Exot je 1
> Hans im Glück;Jumbo;Queen;Abacus; 0
So weit wohl richtig (irgendwie fehlt mir Ausgabe 5/98, wer hat sie gesehen? Dafür habe ich mir 5 und 6/97 noch angesehen, sodass auf der Liste noch 1 Kosmos und 1 Amigo hinzukommen).
> so das würde also heissen,dass Gold Sieber Spiele (New
> England oder gar Edison) mindestens 10mal so gut oder
> aktuell sind wie die von HiG (Carcassonne)
Edison (Titel Ausgabe 3/98) ist ein gutes Beispiel für Gefälligkeitsjournalismus. Kaum auf dem Titel schon in der Kritik massenhaft abgestraft. Ob das ein Zeichen für "gekauften" Journalismus ist? Immerhin war ja die Ursprungsthese, dass viel Werbung zu vielen guten Rezensionen führt...
> Ja klingt logisch. Also erstmal informieren und dann wettern
Gut, ich habe mich weiter informiert, jetzt wettere ich weiter.
Dass im beobachteten Zeitraum nur 2 mal die Titelseite mit dem Hauptanzeigenkunden z.B. der teuren Rückseiteninserate übereinstimmte (zweimal Kosmos) kann noch Zufall sein. Aber da Kosmos im obigen Zeitraum sowieso am meisten Anzeigen geschaltet hatte (12) kommt das vor. Aber HiG macht wirklich was falsch, kein einziger Titel trotz 6 gemieteter Rückseiten, Goldsieber kommt mit auch sechs auf 10 Titel... Und mit der Werbung im Heft sieht es auch nicht groß anders aus. Ohne jetzt ernsthaft Lust zu haben, das genau durchzurechnen (weil erst mal ein vernünftiges Modell erstellt werden müsste, berücksichtigend die Veröffentlichunsrhythmen der Verlage), zweifele ich an, dass irgend ein statistischer Signifikanztest einer Korrelation Anzeigenkunden-Werbeschaltung anschlüge.
Außer der eher scherzhaft gemeinten Weltverschwörung gäbe es übrigens noch andere prima Ansätze für die Titelbildwahl: was macht optisch nach Redakteursmeinung am meisten her (da ist Goldsieber sehr gut, HiG und Alea wären allerdings immer noch auffällig abwesend), was für vorproduzierte (=billigere und vielleicht auch bessere) Bilder von Spielarrangements bekommt man von den Verlagen, etc.
MfG
Marten Holst