Beitragvon Peter Steinert » 2. Juli 2003, 21:28
Hallo,
im Interview mit Wolfgang Kramer wurde einmal mehr der Begriff der "Kramerleiste" definiert.
Sehr treffend schreibt Wolfgang Kramer diesen Zählleisten nach seiner Grundidee eine reine Anzeigefunktion ohne "tragende" Elemente zu.
Weniger zu lesen gibt es hingegen über Spiele, die diese Idee weiterentwickelt haben, um dem Spielverlauf durch die Zählleiste ein spezielles Profil zu verleihen.
Mich würde mal interessieren, welche Spiele Euch einfallen, bei denen die "Kramerleiste" so weiterentwickelt wurde, dass sie im wahrsten Wortsinn ein spielerisches Element bekommt. Und welche Eigenschaften sind das?
Im Interview wird Heimlich&Co. erwähnt, bei dem das Erreichen eines bestimmten Feldes der Zählleiste das Spielende bestimmt.
Spontan fallen mir noch folgende Spiele ein:
Hekla (Holzinsel): Die Zählsteine nehmen durch ihre Position Einfluss auf die Figuren auf dem Spielfeld. Je nach erzieltem Punktestand und Lage des Zählsteins ergeben sich spezielle Zugmöglichkeiten. Der Zählstein darf sogar rückwärts bewegt werden, um die eigenen Optionen zu verbessern.
Ursuppe / Urland (D&F): Jedes Feld bietet nur Platz für einen einzigen Zählstein. Durch die eindeutige Rangfolge wird nicht nur die Zugreihenfolge geregelt, es ergeben sich beim Punkten auch größere Sprünge für den Zurückliegenden im Gegensatz zum Führenden.
Eschnapur (Schmidt): Ein anderes Regulativ liegt hier vor, denn der auf der Zählleiste zurückliegende Spieler erzielt automatisch mehr Punkte als die vor ihm liegenden Mitspieler, was durch den Besitz einer Spielfigur angezeigt wird.
Palmyra (eg) / Medici (Amigo): Die Zählleiste steht nicht nur für die erzielten Punkte sondern zeigt gleichzeitig das Kapital eines Spielers, über das er durch Rückwärtsziehen frei verfügen kann.
Welche Spiele fallen Euch noch ein?
Viele Grüße
Peter