Hallo alle zusammen!
Die Freude war groß, als auch ich endlich ein Exemplar von "King Arthur" in den Händen hielt. Selten habe ich sooo sehnsüchtig auf ein Spiel gewartet wie auf diese Ravensburger Neuheit. Dank meiner besonderen Leidenschaft für Elektronik Spiele ("Der Omega Virus" wird von mir auch nach 10 Jahren immer wieder mal gerne gespielt!) mußte "King Arthur" nun wohl die Offenbarung schlechthin sein!
Gespannt las ich die Spielanleitung und war recht überrascht, dass das Regelwerk recht viel Freiraum für den Spieler läßt und man schon beim Lesen nicht den Eindruck gewinnt, ein Computer wird einen willenlos durch das Spielgeschehen lenken.
Ich abe "King Arthur" nun öfters gespielt und ich muß sagen, dass es sich dabei wirklich um ein sehr schönes Brettspiel handelt, bei dem die Computereinheit wirklich nur als Moderator dient und einem viel Arbeit abnimmt, die man sonst bei einem derartigen Spiel wohl mit Ereigniskarten aufdecken und dem Auflösen von Konfrontationen hätte!
Sehr wichtig finde ich die Einstellung, mit der man dem Spiel entgegentritt. Erst fühlte ich mich etwas gestresst, weil ich von anderen Spielen mit Elektronikeinheit gewohnt war, ständig vom Computer gefordert zu sein und immer auf dessen Kommandos reagieren zu müssen. Das ist bei "King Arthur" eben ganz anders, denn das Spiel gibt dir Zeit zum überlegen und drängt dich zu garnichts. Fast alles was man tut wird von der Computereinheit akzeptiert und man bekommt eine Reaktion darauf. Es gibt also keinen fixen Weg, den man zu gehen hat, und das finde ich sehr aufregend und spannend!
"King Arthur" bietet mit der Elektronischen Einheit natürlich kein Superbrain, aber was Interaktion, Reaktion und Abwechslungsreichtum betrifft, läßt dieses Spiel schon alle seine Vorfahren um Lichtjahre zurück. Auf der Homepage von Innovision (die angeblichen Entwickler der Technologie) habe ich mich ein bisschen umgesehen und es wird einem klar, dass es sich beim sprechenden Stein im Spiel sicherlich nicht nur um einen Zufallsgenerator handelt, sondern um ein ausgeklügeltes System. Im Spiel besteht dir Möglchkeit, auf viele verschiedene Weisen zu ragieren (gestern habe ich das Burgfräulein verprügelt! he he!) und man erhält nicht nur eine direkte Reaktion darauf sondern muß auch damit rechnen, dass sich eine Tat herumspricht und sich auf das Verhalten anderer Personen auswirkt. Das finde ich schon erstaunlich!
Wenn wir schon bei der Technik sind, möcht ich auch noch erwähnen, dass die Sprachausgabe doch sehr gut gelungen ist. Wie gewohnt in Mono aber auch hier wieder lauter und deutlich als bei früheren Elektronik Spielen. Die Sprecher haben ganze Arbeit geleistet, denn auch wenn manche Sätze sinngemäß wiederholt werden, gibt es immer wieder kleine Variationen. Wenn der Text variert, sind Phrasen so zusammengeschnitten, dass nicht ein holpriger Text das Erbegnis ist, sondern eine Natürliche Äußerung.
Aber auch das Brettspiel selbst überzeugt. Ganz ohne Computerhilfe kann man sich frei entscheiden, was man gerne tun möchte. Es ist möglich, die notwenigen Güter für den Kauf von Rüstungsgegständen mit den Mitspielern zu tauschen, ihnen durch erhaltene Zaubertränke Karten abzunehmen, Karten am Markt geschickt zu tauschen und gezielt an bestimmten Orten Ruhmespunkte zu ergattern. Es stehen verschiedene Möglichkeiten zur Verügung um das Ziel - 30/40 Ruhmespunkte und 2/3 Ausrüstungsgegenstände - zu erreichen. Sollte ein Weg für mich zur Zeit nicht funktionieren, versuche ich einen anderen. Man hat das Spiel in der Hand, und nicht umgekehrt, und durch die Kombination von eingenständigem Handeln und dem Befolgen von Ratschlägen Merlins und anderer Personen kann man seinem Glück schon auf die Sprünge helfen!
Na gut, jetzt habe ich eigenlich mehr geschrieben, als ich vorhatte. Aber ich muß sagen, dass "King Arthur" schon einen großen Spielreiz bietet, weil es ein kurzes aber schönes Abenteuer in die Welt rund um die Arthus Sage ist, in der man immer wieder auf bekannte Personen trifft (habe eben erst wieder einmal AVALON angesehen und da kommen ja auch sehr viele Personen des Spiels vor!) die schon von Ritter zu Ritter recht unterschiedlich ragieren. "King Arthur" ist, wie schon von anderen erwähnt wurde, ein Brettspiel, das von der Computereinheit unterstützt, aber nicht gespielt wird.
Ich hoffe, euch gefällt es ähnlich gut. Ich bin gespannt, welche Neuigkeiten sich mir in der nächsten Runde eröffnen!
Grüße von Ralph