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Keine Chance für Schwarz : Sind die Siedler Würfel schuld?

Das ehemalige spielbox-Spielerforum
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Ralf R

Siedler - Kartensuche (war Re: verwunderte Nachfrage)

Beitragvon Ralf R » 8. September 2003, 18:44

Volker L. schrieb:

> Daher meine Frage an diejenigen mit deutlich mehr Erfahrung:
> Wie exzessiv setzt Ihr denn diese Such-Moeglichkeit ein???

Ich beziehe mich jetzt nur mal auf der Grundspiel oder das erweiterte Grundspiel - also nicht das Turnierset:

Jederzeit zu wissen, welche Karten sich in welchen Stapeln befinden, finde ich extrem wichtig. Gerade die Ertragsverdopplungskarten finde ich in Verbindung mit dem Kundschafter lukrativ und gebe deshalb in der Anfangsphase des Spiels auch so viele Rohstoffe aus, bis ich alle Stapel grob in ihrer Gesamtheit kenne und die Position der für mich wichtigsten Karten.

Weil lieber x mal 2 Rohstoffe dafür ausgegeben, als immer und immer wieder blind die aktuell unpassenden Karten nachzuziehen - das ist mir zu viel Glücksspiel. Allerdings verzichte ich in entscheidenen Phasen des Spiels auch bewusst auf das Durchsuchen der Stapel, wenn ich mit den Rohstoffen eher eine Siedlung vor dem Gegner bauen kann, oder den einen Ritter, der mir den Ritter-Rohstoff zukommen lässt, oder die erste Stadt, damit ich den Mühlenstein vor dem Gegner bekomme...

Wer allerdings aus Vergesslichkeit mehrmals hintereinander den selben Stapel durchsucht und immer noch nichts findet, der ist selbst Schuld! :-)

Bye/Ralf R

PS: Die Bärenvariante habe ich am Wochenende doch nicht ausprobiert sondern nur mit Grundspiel plus Zauberer-Karten. Dumm nur, dass ich die 13 Siegpunkte erreichen konnte, ohne ein einziges Mal die Zauberer-Karten eingesetzt zu haben!

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Ralf R

RE: Keine Chance für Schwarz: Sind die Siedler Würfel schuld?

Beitragvon Ralf R » 8. September 2003, 19:59

Jost Schwider schrieb:
>
> "Ralf Rechmann" hat am 04.09.2003 geschrieben:
>
> > vor einigen Monaten hatte ich ja mal hier verkündet, dass
> > ein Bekannter von mir immer mit dem schwarzen Fürstentum
> > des Siedler Kartenspiels spielen wollte - nur damit koenne
> > er gewinnen, war seine feste Meinung.
>
> Soweit - so schlecht.
> Oft eine Spieler-Großstadtlegende.

Wurde auch am letzten Wochenende wiederlegt. Ok, nicht ganz, aber im Umkehrschluss schon: ich hatte Schwarz und ich hatte damit gewonnen - 13 zu 6 haushoch!

> > Schwarz hat einfach keine Chance, weil in der Anfangsphase
> > weniger 6er als 5er von den Würfelwerten her fallen.
>
> Allerdings würde ich auch dann nicht von "keine Chance"
> reden. :-?

Wenn man seine Spielstrategie von den Würfelergebnissen abhängig macht dann schon... (s.u.)

> Es ist tatsächlich möglich, dass Würfel ungleichmäßig fallen.
> Gerade bei Naturprodukten wie Holz kann dies eine Rolle
> spielen. Es gibt ja sogar gezinkte Würfel zu kaufen! :-O
>
> > Deshalb nehme ich für die kommende Partei einen anderen
> > Würfel
>
> Gute Lösung. Dann gibt es [i]diese[/i] Ausrede nicht mehr! ;-)

Dumm nur, dass mit dem neuen Würfel und Würfelbecher in der Partie wirklich nur 2x die Vier gefallen ist und gerade diese Vier war auf 3 der Gegnerlanschaften vertreten. Aber selbst Schuld, wer so stark bei neuen Landschaften auf eine Zahl setzt (2x 4er Landschaft genommen mit Kundschafter!) ...

> > sowie Würfelbecher.
>
> Na, wenn es beliebt.
>
> > Wenn dann die 5er immer noch so häufig fallen... tja...
> > was dann?
>
> Typische "Lösung":
> Würfel-Karten ("1" bis "6") ziehen. Wenn Stapel leer, neu
> mischen.

Mmmh, eine Lösung. Aber inzwischen bin ich der Meinung, dass zum Siedler Kartenspiel die Priese Würfelglück einfach dazugehört. Mit einer Strategie, die flexibel auf die Würfelergebnisse reagiert fährt man am irgendwie immer noch am besten...

Bye/Ralf R

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Peter Gustav Bartschat

Standardtaktik bei gleicher Ertragszahl

Beitragvon Peter Gustav Bartschat » 8. September 2003, 22:32

Ralf R schrieb:
> Dumm nur, dass mit dem neuen Würfel und Würfelbecher in der
> Partie wirklich nur 2x die Vier gefallen ist und gerade diese
> Vier war auf 3 der Gegnerlanschaften vertreten. Aber selbst
> Schuld, wer so stark bei neuen Landschaften auf eine Zahl
> setzt (2x 4er Landschaft genommen mit Kundschafter!) ...

Eine passable Überlegung ist es, beim Aufbau der Landschaft auf eine Seite Erz und Getreide übereinander zu legen, nach dieser Seite hin zu expandieren und sich mit dem Kundschafter Erz-4 und Getreide-4 zu holen.

Ich nehme an, so etwa war es in eurem Spiel.

Ziel dabei ist es natürlich, möglichst früh Städte zu bauen. Mit dem Heraussuchen der Landschaften ist es aber noch lange nicht getan, sondern das weitere Vorgehen sollte darauf abgestimmt sein:

Es müssen die entsprechenden Verdoppler (Eisengießerei, Getreidemühle) dazu kommen; statt der Eisengießerei (oder als ihr späterer Ersatz) macht sich auch ein "Haus der Republik" gut zwischen den Erzfeldern: Jede "4" ist dann eine komplette Stadt.

Zu so einem Vorgehen gehört unbedingt ein gezielter Einsatz der "Alchimisten": Glück ist zwar eine feine Sache, wenn man´s denn hat, aber Kontrolle über das Würfelergebnis ist wesentlich besser. (Zu empfehlen ist in diesem Fall noch ein Bauernheer unter der Getreidemühle, sobald man die entsprechende Siedlung zur Stadt ausgebaut hat.)

Auf Xuntheit!
Gustav der Bär

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Peter Gustav Bartschat

Wissen ist Macht

Beitragvon Peter Gustav Bartschat » 8. September 2003, 22:36

Ich pflichte Ralf hier gerne bei und füge noch hinzu: Das Siedler-Kartenspiel ist nur so lange ein Glücksspiel, wie man es spielt, als sei es eins. :-)

Auf Xuntheit!
Gustav der Bär

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Jost Schwider

RE: Keine Chance für Schwarz: Sind die Siedler Würfel schuld?

Beitragvon Jost Schwider » 9. September 2003, 16:15

"Ralf R" hat am 08.09.2003 geschrieben:

>> Oft eine Spieler-Großstadtlegende.
>
> Wurde auch am letzten Wochenende wiederlegt. Ok, nicht
> ganz, aber im Umkehrschluss schon: ich hatte Schwarz und
> ich hatte damit gewonnen - 13 zu 6 haushoch!

Na siehst du, jetzt kannst du bestimmt wieder ruhig schlafen! ;-)

>>> Deshalb nehme ich für die kommende Partei einen
>>> anderen Würfel
>>
>> Gute Lösung. Dann gibt es [i]diese[/i] Ausrede nicht mehr! ;-)
>
> Dumm nur, dass mit dem neuen Würfel und Würfelbecher in der
> Partie wirklich nur 2x die Vier gefallen ist und gerade
> diese Vier war auf 3 der Gegnerlanschaften vertreten. Aber
> selbst Schuld, wer so stark bei neuen Landschaften auf eine
> Zahl setzt (2x 4er Landschaft genommen mit Kundschafter!)

@!#$ happens, aber die Revanche ist bei SvC ja nicht weit...

>> Typische "Lösung":
>> Würfel-Karten ("1" bis "6") ziehen. Wenn Stapel leer, neu
>> mischen.
>
> Mmmh, eine Lösung.

Deswegen auch die Anführungszeichen! :-D

> Aber inzwischen bin ich der Meinung, dass zum Siedler
> Kartenspiel die Priese Würfelglück einfach dazugehört.
> Mit einer Strategie, die flexibel auf die Würfelergebnisse
> reagiert fährt man am irgendwie immer noch am besten...

100% ACK!
BTW: Pssst, keine Geheimnisse verraten! ;-)

Viele Grüße
Jost aus Soest (sprich: "jooost aus sooost")
http://www.schwider.de/spiele.htm - [i](Brett)Spiele und mehr...[/i]

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Attila
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Re: Phänomen Gelb

Beitragvon Attila » 10. September 2003, 18:52

Franz-Benno Delonge schrieb:

> ich meinerseits habe bei fast allen Spielen folgendes
> Phänomen beobachtet: Spiele ich mit Gelb, dann verliere ich.
> Ist das nicht der Fall, dann gewinnt jemand anderes.

So ähnlich geht es mir auch: Spiel ich mit Gelb, gewinne ich - bekomme ich (unglücklicher weise) eine andere Farbe, gewinne ich trotzdem! *g*

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