Beitragvon Jürgen Eberhardt » 22. September 2003, 16:01
DiSta schrieb:
> Ja genau - "Schatzsuche im Dschungel" - ist das dieses Spiel,
> bei welchem man sich mit Schaufel, Spitzhacke oder Dynamit
> zum jeweiligen Schatz durchkämpft - da gab's doch noch
> Hubschrauber, Schlauboote und so....???
Genau. Dieses Spiel habe ich damals sehr häufig gespielt, deshalb kann ich mich noch gut daran erinnern. Es gab insgesamt neun Schätze zu heben (die unterschiedliche Werte hatten). Jeder hatte drei Spielfiguren. Man würfelte mit drei Würfeln, deren Werte man auf die Figuren verteilen konnte. Eine Würfelzahl konnte man entweder für die Bewegung verwenden oder zum Heben eines Schatzes (wenn man mit einer Figur an einem Schatzort angelangt war). Zum Heben der Schätze benötigte man Ausrüstung. Man hatte die Wahl, ob man dafür einen Spaten, einen Pressluftbohrer oder Dynamit einsetzen wollte. Beim Spaten benötigte man in der Regel recht hohe, beim Dynamit sehr niedrige Mindestwürfelwerte. Dafür konnte man Dynamit aber nur einmal einsetzen, danach war es verbraucht. Spaten und Pressluftbohrer konnte man beliebig oft einsetzen, aber immer nur ein Gerät gleichzeitig. Bei manchen Schätzen war die Wahl der Ausrüstungsgegenstände eingeschränkt. Die Ausrüstungsgegenstände musste man kaufen, sie hatten alle unterschiedliche Preise, waren in der Anzahl begrenzt, und man hatte für das gesamte Spiel nur ein begrenztes Budget. Für eine schnellere Bewegung gab es zwei Hubschrauber, die jeder benutzen konnte (gegen Bezahlung, die Preise waren abhängig von der Flugentfernung). Wenn man ein Funkgerät hatte, konnte man einen Hubschrauber sogar an eine beliebige Landestelle herzitieren. Der Spielplan war durch einen Fluss geteilt, den man nur mit einem Schlauchboot überqueeren konnte. Gewonnen hatte, wer am Ende die wertvollsten Schätze hatte.
In der Originalregel kannte man den Wert der Schätze zu Spielbeginn nicht. Um diesen Glücksfaktor auszuschließen, hatten wir immer mit offenen Werten gespielt. Dazu haben wir noch die einzelnen Werte verändert, da die Originalwerte zu unterschiedlich waren.
> Mir ist aber noch dieses Autorennspiel im Kopf - glaube "Der
> große Preis von Entenhausen" oder so ähnlich - brauchte
> mehrere Hefte bis es vollständig war - da kamen zum Schluss
> dann noch Motorräder und hierfür spez. Regeln dazu...
Die Motorradregeln basierten auf dem selben Prinzip wie Mississippi Queen. In jeder Runde konnte man seine Geschwindigkeit um einen Punkt verändern (wenn ich mich noch recht erinnere).
> Irgendwir spukt da noch ein Detektiv/Räuberspiel und ein
> Pferde-Springrennen im Hinterkopf rum, welche wir seinerzeit
> immer mal wieder gespielt hatten...
Das Detektivspiel hatten wir auch häufiger gespielt. Jeder Spieler hatte drei Spielfiguren. Zu Beginn des Spiels musste man zwei Figuren die Rolle eines Detektivs zuteilen, und einer Figur die Rolle des Diebes. Die Zuweisung geschah geheim. Mit dem Dieb musste man zu einem bestimmten Ort auf dem Spielplan laufen (der einem zu Spielbeginn geheim zugeteilt wurde), den dort lagernden Gegenstand einsammeln und dann ins "Ausland" (vier mögliche Fluchttore am Spielfeldrand). Mit den Detektiven musste man die gegnerischen Diebe aufspüren und verhaften. Die Bewegung geschah nicht per Würfel, sondern man hatte Bewegungspunkte, die man beliebig auf seine Figuren verteilen konnte. Für erfolgreiche Aktionen (Verhaften eines Diebes mit Gegenstand, verhaften eines Diebes ohne Gegenstand, Flucht des eigenen Diebes ins Ausland mit Gegenstand, Flucht des eigenen Diebes ins Ausland ohne Gegenstand) gab es unterschiedlich viele Punkte. Wer davon am Ende die meisten hatte war Gewinner.
Das Pferde-Springrennen war ein reines Würfellaufspiel, allerdings sehr atmosphärisch gestaltet. Alle Parcours-Hindernisse waren Bastelstücke, die man auf dem Spielplan aufgeklebt hatte.
Viele Grüße,
Jürgen