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Lese-Tipp

Das ehemalige spielbox-Spielerforum
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Jan Ostmann

Lese-Tipp

Beitragvon Jan Ostmann » 3. Oktober 2003, 05:16

Hallo!

der aktuellen Ausgabe der Zeitschrift "Brigitte" (Nr. 21 vom 1.1.0.2003) liegt die Beilage "Die neuen Bücher 2003" bei.

In diesem Extra-Heft ist u.a. ein 4-seitiger Artikel über das neue Buch von Rebecca Gablé "Die Siedler von Catan". Es wird dort auch beschrieben, wie Rebecca Gablé zum Kontakt mit Klaus Teuber kam.

Gruß, Jan

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Peter Gustav Bartschat

Der Roman von Catan

Beitragvon Peter Gustav Bartschat » 3. Oktober 2003, 06:55

Ich habe die "Belletristik-Erweiterung" zu den Siedlern von Catan in der vergangenen Woche gelesen und bin sehr angetan davon.

Rebecca Gablés Roman ist keineswegs nur etwas für Spieler: Er ist in erster Linie ein fesselnd geschriebener historischer Abenteuer-Roman mit einer überzeugenden Handlung. Es geht um eine Gruppe rauher Nordmannen und -frauen, die - durch einen Sturm von ihrem eigentlichen Reiseziel abgebracht - auf einer abseits aller Schifffahrtsrouten gelegenen Insel (in der sie die in einer fiktiven nordischen Göttersage erwähnte Insel Catan zu erkennen glauben) eine neuen Kultur errichten.

Catan-Spieler finden natürlich ihre kleinen Andeutungen auf die Spiel-Elemente darin zu Hauf: Eine Erklärung, weshalb der Räuber aus der Wüste kommt, wird genau so gegeben, wie ein Bericht über die Entstehung des Catanischen Tauschhandels und der Dominanz von Schafen unter den domestizierten Tieren.

Aber diese Anspielungen muss man gar nicht verstehen: Der Roman funktioniert auch lösgelöst von allen Catanischen Beziehungen als eigenständiger Abenteuer-Roman.

Empfindsame Seelen seien allerdings gewarnt, dass es passagenweise etwas rauh zugeht, und ethisch untadelige Identifikationsfiguren wird der empfindsame Leser hier auch nicht finden: Das sind halt harte Burschen, die in dieser Geschichte den Unbilden der Witterung, des fremden Landes und auch sich gegenseitig die Stirn bieten.

Sie haben zwar das nötige Handwerkszeug und Wissen mitgebracht, um sich in der fremden Umgebung ohne Hilfe von Außen behaupten zu können, aber genau so mitgebracht haben sie auch all ihre Charakterlichen Schwächen und den grade beginnenden Konflikt zwischen Odinismus und Christentum.

Eine klare Lese-Empfehlung vom Bären!

Auf Xuntheit!
Gustav der Bär

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Klemens

Re: Der Roman von Catan

Beitragvon Klemens » 3. Oktober 2003, 09:35

Ich habe die schlecht spielbare aber immerhin gut lesbare "Belletristik-Erweiterung" zu den Siedlern von Catan mittlerweile auch durch und kann den bärigen Eindruck nur unterstreichen. Gerade der Verzicht auf Schwarz-Weiß-Malerei fällt positiv auf. Das Leben ist nun einmal von sehr sehr vielen Grautönen geprägt.

Ich vermute aber, dass es manchen Catan-Freunden zu wenig "ritterlich" sein könnte.

MfG,
Klemens


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