Beitragvon Marc W. » 10. November 2003, 21:53
Hi,
bei Brettspielen sehe ich die Gefahr, dass ein Konflikt nicht im Feuer des Spiels vergeht, sondern ausserhalb mit anderen Mitteln fortgesetzt wird. Denn man erfährt doch so einiges über seine Mitspieler ("Beim Spiel kann man einen Menschen in einer Stunde besser kennenlernen, als im Gespräch in einem Jahr!" - Plato) Es gibt Leute mit denen ich bestimmte Spiele nicht spielen würde, weil es dann nur Stress ist und nicht entspannend. Da ist von Katharsis nichts zu spüren.
Aber ansonsten ist Katharsis doch eher Thema bei Computerspielen, besonders den "Echtzeitshootern" wie Counterstrike & Co.
Im Spiegel-Online stand mal was. Aber der Link führt zu einem kostenpfichtigen Angebot des Spiegels:
Computerspiele: "Vergewaltigung verkauft sich nicht"
http://www.spiegel.de/spiegel/0,1518,239600,00.html
Und dann findet sich noch was (umsonst) bei Bild der Wissenschaft:
Computerspiele schädigen jugendliche Gehirne
http://www.wissenschaft.de/sixcms/detail.php?id=152442
Und ein ehemaliger Soldat der US-Armee behauptet dass durch die Ego-Shooter die Tötungshemmung reduziert wird, da durch da entsprechende Computerspielen Anlegen, Zielen und Abdrücken geradezu "trainieren". Und die Bedingungen seinen ähnlich wie beim Schießtraining der Armee (war ein Beitrag im WDR)