Beitragvon Roland G. Hülsmann » 20. November 2003, 13:56
Hallo Christian,
das Hauptproblem dürfte sein, daß nicht jeder einen Spieleladen ums Eck hat!
Wie weit definierst Du "ums Eck"?
In Nußloch gibt es nichts in dieser Richtung. Ok, es gibt einen Schreibwarenladen, der auch ein paar gängige Spielwaren und Spiele führt, aber da gibt es weder Fachkundigkeit noch Beratung und die Preise sind wirklich überhöht, da man sich es offensichtlich leisten kann, die Preisentwicklung am Markt nicht zu beobachten und die ursprünglichen EVK unbeirrt auch auf inzwischen total verbleichten Spielschachteln beläßt.
Nehmen wir Wiesloch dazu, gibt es einen Laden für Spielzeug und Spiele. Da sind wir des öfteren ... und verlassen selten mit leeren Händen den Laden.
Wenn wir das Eck noch etwas vergrößern und bis Heidelberg ausdehnen, dann wird die Auswahl etwas größer, allen voran der unübertroffene Spieleladen Heidelbär, weiterhin zwei Vedes-Filialen, ein Toys und diverse Kaufhäuser.
Da ich gerne stöbere habe ich bisher wirklich sehr selten übers Internet oder einen Versand gekauft und sicher nicht wenig zum Umsatz des Spielefachhandels in Gestalt des Heidelbären beigetragen. Wobei ich sagen muß, daß das mit den höheren Preisen im Fachhandel zumindest da nicht so durchgängig stimmt. Gerade die Spezies der sogenannten "Vielspieler", die sich hier im Forum tummeln, greift ja gerne zu Spielen, die es in den Mainstream-Ketten gar nicht als Schnäppchen gibt. Und man bekommt beim Heidelbär auch Funkenschlag, Fette Autos, Feurio, Fiese Flure, ZooSim, etc. etc. zu fairen Preisen! Beratung inklusive. Dieser Laden greift sicher den größten Anteil meines Spielebudgets ab, aber ich habe auch kein schlechtes Gewissen, wenn ich mal im Schnäppchenbereich von Vedes, Toys und den anderen zuschlage. Ich sehe das pragmatisch: Wenn ich ein bestimmtes neues Spiel suche, gewinnt der Verkäufer der es zuerst hat. (Ok, auch hier liegt der Heidelbär oft vorne, ...)
Ich kann aber auch jene verstehen, die jeden Euro umdrehen müssen, bevor sie ihn ausgeben (muß ich eigentlich auch) und natürlich das Optimale aus ihrem sauer verdienten Geld herausholen müssen. Die Alternative zu einem Schnäppchenkauf im Internet ist ja nicht der Kauf beim (oft nicht vorhandenen) fachkundigen Einzelhändler, sondern eben der Kaufverzicht. Und damit ist der Spiele-Branche noch weniger gedient.
Gruß
Roland