Beitragvon Lukas Merlach » 25. November 2003, 09:53
Hallo Dirk,
> Vertigo
> das steht noch unbespielt bei mir im Schrank.
> Macht das Spass?
Ja.
Ich würde es vielleicht nicht jede Woche spielen, aber macht durchaus Spass.
Eigentlich ein durchschnittliches Wirtschaftsspiel, mit einer gut simulierten Politik-Komponente, bei welcher Du einige Pöppel (die auch kosten und knapp sind) in die UNO entsendest, wo sie vielleicht ganz nutzlos sind...
Es sind verschiedene Strategien möglich, z.B. kannst Du am Anfang nur "saubere" Fabriken bauen (mit wenig Gewinn) und viele Leute in die UNO stellen. Dann beschliesst die UNO per Mehrheitsentscheid (resp. Du), das sauberste Land mit Subventionen zu überhäufen. - Mit diesem Geld kaufst Du dann Dreckschleudern (Fabriken, die viel Gewinn abwerfen aber viel verschmutzen.)
Ebenfalls eine schöne politische Komponente hat das UMWELTSPIEL (Ökotopia), das dann aber letztendlich nicht funktioniert und damit nicht Spass macht...
(Beschreibung aus dem Gedächtnis, d.h. vielleicht in einzelnen Details nicht ganz richtig aber der Gesamteindruck stimmt schon):
Da zieht man (gegen Geld, wie in Hase & Igel) mit seiner Spielfigur vorwärts. Stehenbleiben auf gewissen Feldern gibt neues Geld und zwar auf ökologischen Feldern wenig Geld oder auf unökologischen viel Geld. Wenn jemand auf unökologischen Feldern Geld nimmt, werden gewisse Felder (weiter vorne auf dem Spielplan) verschmutzt und dürfen nicht mehr betreten werden. Die Spieler müssen also gemeinsam versuchen, nicht allzu viele Felder zu verschmutzen. Da aber die individuelle Optimierung (auch ein beliebtes Thema!) eher dafür spricht, viel Geld zu nehmen, endet das Spiel meistens damit, dass immer grössere Blöcke von Feldern verschmutzt sind und letztendlich niemand genügend Geld hat, um all diese Felder in einem Zug zu überspringen... D.h. das Spiel endet nicht. Ist aber gruppendynamisch durchaus interessant, wie sich die individuelle Optimierung gegenüber der Vernunft langsam durchsetzt....
Gruss Lukas