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Fugger - ein Flop?

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Günter Dömer

Fugger - ein Flop?

Beitragvon Günter Dömer » 22. November 2003, 21:01

Als langjährige Adlung-Fans haben wir uns vor einigen Tagen mit großen Erwartungen
an die "Fugger" gesetzt. Adlung-Spiele sind ja oft prima zu zweit zu spielen. Welch eine Enttäuschung!
Durch die Sonderregelung für zwei Spieler, dass nach jeder Runde "Jakob der Reiche" eine weitere Ware bekommen soll, dominierte diese fiktive dritte Figur - und damit der Glücksfaktor - völlig das Spiel. Aufgrund der Notwendigkeit des Nachziehens hatten wir jeder nur halb so viele Waren vor uns liegen wie "Jakob". Wir wurden gespielt. Frust!
Dann kam uns die Idee, den "Jakob"-Faktor zu halbieren. Nach der ersten Runde bekommt "Jakob" eine verdeckte Karte zugeteilt, die dann nach der zweiten Runde umgedreht wird usw.
Plötzlich war die gewohnte Adlung-Qualität wieder da! Glück und Taktik hielten sich die Waage, und wir haben schon etliche spannende Spiele gespielt.
Kann es sein, dass da eine Regel mit etwas zu heißer Nadel gestrickt wurde?

Günter

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Christian Stocker

Re: Fugger - ein Flop?

Beitragvon Christian Stocker » 24. November 2003, 09:30

Ich sehe es ähnlich. An und für sich gefällt mir Fugger nicht schlecht (Aufmachung, Spielreiz), aber das 2er-Spiel verlief extrem chaotisch (mag sein daß es an der späten Uhrzeit lag!?). Aufgefallen ist mir/uns, daß Jakob der Reiche (logischerweise) die Warenkarten sammelte und zu 80% die Runde beendete. Die Konstellation war fast immer die Gleiche: Eine Warenart 5x (ist ja klar), die restlichen 4 waren fast immer 3 oder 4 mal ausgelegt. Planbar war da so gut wie nichts mehr. Da das Spiel eigentlich recht flott verläuft, ist einer ständig dran, die Karten für Jakob zu ziehen (der andere muß aufpassen, daß es nicht im Eifer vergessen wird). Die Rundenwertung empfanden wir auch als etwas unübersichtlich. Welche Karte ist wie oft ausgelegt? Bei der fünften Warenart hatten wir dann regelmäßig das Problem, haben wir die schon gewertet oder nicht? Aber wie gesat, mag sein daß es an der Uhrzeit lag. Werde Günters Regeländerung mal probieren, vielleicht gehts dann besser. Verglichen mit Fugger gefällt mir "Vom Kap bis Kairo" wesentlich besser. Angenehm überrascht wa ich von "Zauberschwert und Drachenei", das spielt sich wirklich schön (wurde allerdings zu Dritt gespielt).

Christian

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Günter Sauerbier

Re: Fugger - ein Flop?

Beitragvon Günter Sauerbier » 24. November 2003, 12:53

Christian Stocker schrieb:
>
> Die Rundenwertung empfanden wir auch als etwas
> unübersichtlich. Welche Karte ist wie oft ausgelegt? Bei der
> fünften Warenart hatten wir dann regelmäßig das Problem,
> haben wir die schon gewertet oder nicht.

Das ging uns auch so, Die Fugger sind schon recht unübersichtlich. Wir haben dann die Warenkarten einmal quer und dann wieder längs angelegt. So kamen wir bei der Wertung wenigstens nicht durcheinander. Allerdings blieb meistens unklar, wie sich die ausgespielte Karte auswirkt. Gerade bei voller Besetzung incl. Jakob hat man kaum noch den richtigen Überblick, wo schon welche Karten liegen. Oder man nimmt sich viel Zeit um das genau nachzuhalten, was aber das Spiel wieder ausbremst.

Übringens, bei uns hat sich keiner getraut die Karten der Handelswaren zu knicken ;-)

Gruß

Günter S.

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Bernd Menzel

Re: Fugger - ein Flop?

Beitragvon Bernd Menzel » 25. November 2003, 10:31

Günter Sauerbier schrieb:
> Das ging uns auch so, Die Fugger sind schon recht
> unübersichtlich.

Uns hat das Spiel eigentlich sehr gut gefallen, allerdings fanden auch wir es etwas unübersichtlich. Deshalb haben wir uns mit ein bisschen zusätzlichem Spielmaterial beholfen:

Um den Wert einer Ware zu kennzeichnen verwenden wir nicht die Karten, sondern Mensch-ärgere-Dich-Nicht-Männchen in blau, gelb, grün und schwarz.
Ausserdem verwenden wir je 5 Klötzchen in den Farben blau, gelb, grün, rot und schwarz. Jedesmal wenn einer ein Karte spielt bzw. Jakob ein Karte zieht, wird diese Karte in die Mitte gelegt und der Spieler bzw. Jakob legt ein entsprechendes Klötzchen vor sich hin. Hat er ein Karte mit einem Siegel gespielt, so legt er dass auf einen etwas größeren Pappcounter, den jeder Spieler zu Anfang erhält. (Natürlich kann man hier auch die nun nicht mehr benötigten Waren-Wert-Anzeigekarten benutzen).
So wurde das Spiel viel übersichtlicher und schneller.

Bernd

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Jost Schwider

RE: Fugger - ein Flop?

Beitragvon Jost Schwider » 25. November 2003, 16:11

"Günter Sauerbier" hat am 24.11.2003 geschrieben:

>> Die Rundenwertung empfanden wir auch als etwas
>> unübersichtlich. Welche Karte ist wie oft ausgelegt? Bei der
>> fünften Warenart hatten wir dann regelmäßig das Problem,
>> haben wir die schon gewertet oder nicht.
>
> Das ging uns auch so, Die Fugger sind schon recht
> unübersichtlich. Wir haben dann die Warenkarten einmal quer
> und dann wieder längs angelegt. So kamen wir bei der
> Wertung wenigstens nicht durcheinander.

Ich halte es so, wie es in Essen am Adlung-Stand gezeigt wurde: Die bereits gewerteten Waren werden auf die Wertungskarten gestellt. Sind alle Waren abgerechnet, so stellt man einfach alle Waren wieder nach aussen, also runter vom Kreis.

> Übringens, bei uns hat sich keiner getraut die Karten der
> Handelswaren zu knicken ;-)

Schick mir die Karten einfach zu, ich trau mich gerne! :LOL:

Viele Grüße
Jost aus Soest (sprich: "jooost aus sooost")
http://www.schwider.de/spiele.htm - [i](Brett)Spiele und mehr...[/i]


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