Beitragvon Tobias / Glomeor » 13. Januar 2004, 00:13
Hi Volker,
> Die Grundidee, im Spielverlauf von den Spielern benötigte
> Objekte nicht zu einem festen Preis zu verkaufen, sondern zu
> versteigern, ist IMHO sehr allgemein - vielleicht nicht ganz so
> allgemein wie die Verwendung eines Würfels, aber doch viel
> allgemeiner als z.B. Mehrheiten in Gebieten zu werten.
Und genau das Gefühl habe ich nicht.
Ich empfinde das Versteigerungen häufig den Charakter eines
Spiels sehr entscheidend prägen, wohingegen das Werten einer
Mehrheit eine mögliche Variante einer Konfliktauflösung ist, die
wiederum einen sehr abstrakten Stellenwert hat.
Allerdings kann ich Dir insofern zustimmen, als dass Versteigerungen
sowohl sehr prägend, als auch sehr periphär auftreten können.
> Also, hier erlaube ich mir energisch zu widersprechen.
> Die konkreten Mechanismen bei Fürsten von Florenz (klassische
> Versteigerung mit Erhöhen bis der vorletzte gepasst hat),
> Medici (reihum jeder nur 1 Gebot - erhöhen oder passen) und
> Santiago (jeder 1 Gebot, auch niedrigere sind erlaubt, aber
> keine
> gleichen) erzeugen jeweils ein ganz unterschiedliches Feeling.
> (wobei man darüber streiten könnte, ob das in Santiago
> überhaupt
> noch als Versteigerung zu bezeichnen ist...).
> Die Tatsache, ein einmal gegebenes Gebot nicht mehr nachbessern
> zu können, falls der Hinterman mehr bietet, gibt der
> Versteigerung einen ganz anderen Charakter.
Ich denke auch, dass sich der Charakter der Versteigerung dadurch
wesentlich ändert, allerdings glaube ich nicht, dass das auch für das
Spiel gilt. Gesetzt den Fall ein Spiel würde mit zwei verschiedenen
Versteigerungsformen funktionieren. Ich glaube nicht, dass beide
Spielformen einen so unterschiedlichen Spielreiz ausmachen würden,
der zwei eigenständige Spiele rechtfertigen würde.
Tobias