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Spiele zum Discount Preis! Tod der Spieleszene?

Das ehemalige spielbox-Spielerforum
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Marc W.

Re: kein SdJ im Spieleladen

Beitragvon Marc W. » 16. Januar 2004, 09:25

Hi,

das mit dem "Spiel des Jahres" ist so eine Sache. Mir hatte ein Ladenbesitzer erzählt, dass es sich nicht lohnt das SdJ zu führen, wenn Karstadt etc. es (aufgrund des Mengenrabattes) zu seinem Einkaufspreis (oder fast) verkaufen können. Er bleibt drauf sitzen, wenn er nicht drauflegen will. Am 24.12. um 11:37h aber, wenn die Kaufhäuse kein SdJ mehr haben, kommt ein Kunde, der es noch als Geschenk braucht. Dann hätte er eines von seinen verkauft.

Richtig ist, dass der Kunde -wenn er das Spiel nicht bekommt - danach auch nie wieder kommen wird. Aber ob er es zum "normalen" Preis genommen hätte...?

"Schuld" an den Preisen sind auch die Verlage, die mit dem SdJ den großen Reibach wittern und durch den SdJ-Umsatz erstmal saniert sind (Ist das so? Ich spekulier da rum) Und wenn dann Kaufhäuser das Spiel als SdJ soviel preiswerter anbieten (und es vorher gar nicht hatten), dann kann ich auch verstehen, dass man als kleiner Händler von so einem Verlag (der anfangs froh war, dass die kleinen Spezialläden seine Produkte ins Sortiment aufnahmen) enttäuscht ist.

Grüße, Marc, nicht aus HH (aber mein Vater) sondern aus DA

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Klaus Regenbrecht

Re: Spiele zum Discount Preis! Tod der Spieleszene? Kleine Korrektur

Beitragvon Klaus Regenbrecht » 16. Januar 2004, 09:43

>Mit diesem Spiel wird ein Umsatz erreicht, der bald 25% Marktanteil am

Irgendwie ist da eine 2 hingeraten, wo sie nicht hingehört - selbstverständlich muss es heißen:
Mit diesem Spiel wird ein Umsatz erreicht, der bald > (größer) 5% Marktanteil am

Klaus

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xaverius
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Beiträge: 252

Re: Spiele zum Discount Preis! Tod der Spieleszene?

Beitragvon xaverius » 16. Januar 2004, 09:44

Meist liebe ich ja die pointierten Kommentare unseres Bären,
aber manchmal bin ich völlig konsterniert, wenn mir Gustav
die Illusionen von der guten, heilen und gerechten (Spiele-) Welt nimmt *g*

gruss xaverius

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Ina-spielbox

Re: Spiele zum Discount Preis! Tod der Spieleszene? Kleine Korrektur

Beitragvon Ina-spielbox » 16. Januar 2004, 09:45

Klaus Regenbrecht schrieb:
>
> >Mit diesem Spiel wird ein Umsatz erreicht, der bald 25%
> Marktanteil am
>
> Irgendwie ist da eine 2 hingeraten, wo sie nicht hingehört -
> selbstverständlich muss es heißen:

ich hatte mich auch schon gewundert ...

Gruß Ina

> Mit diesem Spiel wird ein Umsatz erreicht, der bald >
> (größer) 5% Marktanteil am
>
> Klaus

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Jost Schwider

RE: Spiele zum Discount Preis! Tod der Spieleszene?

Beitragvon Jost Schwider » 16. Januar 2004, 12:43

"michel" hat am 15.01.2004 geschrieben:

> ich möchte hier mal ein Thema zur Diskussion stellen,
> welches mich schon seit längerem fürchterlich nervt.

Das Thema wurde ja schon häufiger diskutiert.
Um es kurz zu machen, hier mein ganz persönliches Resumee (Zusammenfassung der letzten x Threads ;-) ):

1. Der Markt macht die Preise.
2. Spiele, die mich besonders interessieren, gibt es bei meinem lokalen Händler oft gar nicht, oder erst viel zu spät und/oder zu einem deutlich höheren Preis (bis zu 20% mehr wären m.E. OK...)
3. Versandhändler bieten oft einen guten Service - manchmal sogar ausgezeichnet (etwa "Adam spielt").
4. Der Versandhandel spielt beim durchschnittlichen Konsumenten (1 Spiel pro Jahr) ganz bestimmt keine Rolle!

Dies ist übrigens kein spezielles Problem der Spieleszene.
Ähnliches trifft für mich ebenso auch auf Buch und CD zu.

Viele Grüße
Jost aus Soest (sprich: "jooost aus sooost")
http://www.schwider.de/spiele.htm - [i](Brett)Spiele und mehr...[/i]

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Jost Schwider

RE: [OT] Spiele zum Discount Preis! Kleine Korrektur

Beitragvon Jost Schwider » 16. Januar 2004, 12:43

"Ina Broß" hat am 16.01.2004 geschrieben:

> Klaus Regenbrecht schrieb:
>>
>>> Mit diesem Spiel wird ein Umsatz erreicht, der bald 25%
>>> Marktanteil am
>>
>> Irgendwie ist da eine 2 hingeraten, wo sie nicht hingehört -
>> selbstverständlich muss es heißen:
>
> ich hatte mich auch schon gewundert ...

Ich - ehrlich gesagt - nicht: Da war ich mal ganz pessimistisch! ;-) :LOL:

Viele Grüße
Jost aus Soest (sprich: "jooost aus sooost")
http://www.schwider.de/spiele.htm - [i](Brett)Spiele und mehr...[/i]

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Achim

Re: Klarstellung

Beitragvon Achim » 16. Januar 2004, 14:09

Hallo,
als ich die Beiträge zu obigen Thema nochmals durchging, hatte auch den Eindruck, dass hier verschiedene Annahmen durcheinander geraten sind.
Einmal fiel der Begriff Fachhandel, dann wieder wurden "Einkaufsverbände" wie Vedes mit unabhängigen kleinen Spieleläden gemeinsam mit reinen Versandunternehmen verglichen. Erkennen kann man daraus auf jeden Fall. dass der Spielehandel noch in vielfälltigster Form auftritt. Die wenigen spezialisierten Läden hatten früher kein großes Gewicht wenn man den Gesamtumsatz der Spielebranche betrachtet und auch heute nicht.
Für den passionierten Spieler waren und sind diese Läden wichtig, spielen jedoch normalerweise keine Rolle beim Familieneinkauf. Hier trifft, wie fast überall die Weisheit zu, Image, Distribution und Präsentation optimal verknüpft ergibt einen entsprechenden Erfolg. Hier konnten die kleinen Läden früher nicht dagegen ankämpfen und auch heute nicht. Viel mehr Erfolg versprach damals die Nische "Importspiele" und weniger bekannte Spiele der Kleinverleger. Das funktionierte auch mehr oder weniger, wobei die Unternehmer im weitesten Sinne Idealisten waren und blieben, so richtig reich geworden sind da sicherlich nicht viele. Aber gerade diese Nischen "Importspiel" oder "Kleinverlegerspiel" werden nun auch von Versendern angegriffen. Nur wenige Prozentpunkte des Umsatzes dieser Nischen weniger können da schon das "Aus" für die kleinen Läden bedeuten.

Betrachten wir aber die klassischen Vertriebskanäle über die großen Einkaufsgruppen (z.B.) Metro mit ihren vielen Unternehmen, oder Vedes mit ihrem Ladennetz, und das Internet mit Versandhandel (wobei es hier auch zu Mischformen kommt) muß ich schon überlegen, wie ich ein Schaubild aufbaue, dass man den Umsatzanteil des Versandhandels noch erkennen kann.

Bei dieser globalen Betrachtung wird man mit Sicherheit auch erkennen können,
dass der Verkaufspreis nicht immer das Hauptargument für das Absatzvolumen ist, sondern auch wie jeder weis, Verfügbarkeit und Präsentation eine große Rolle spielen. Betrachten wir nur mal "Amigo" und das Spiel "Magic". Ursprünglich ein reines Insiderspiel fast nur erhältlich in kleinen Spieleläden als Importware. Ich behaupte der große Erfolg dieses Spieles speziell in Deutschland ist durch weitflächige Distribution durch Amigo erfolgt. Die Zündung erfolgte durch die "Kleinen", der Umsatz kommt jedoch durch die ganz "Großen". Normalerweise liegt der Preis bei denen jedoch höher als bei den kleinen Geschäften. Die Spiele sind jedoch so flächendeckend gestreut, dass sich die Käufer nicht entziehen können, bei ihrem Einkaufbummel durch Karstatt, Müller, Quelle und was weis ich wo überall, noch ein paar Karten mitzunehmen. Die Internetbestellung kann da noch lange nicht mithalten.

mfg Achim

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Maike

Re: Spiele zum Discount Preis! Tod der Spieleszene?

Beitragvon Maike » 16. Januar 2004, 14:29

Das Spielbrett in Berlin lebt meiner Meinung nach garnicht von den Brettspielen sondern von den Kinderspielen und den Sonderartikeln wie schöne Schachbretter etc. was nicht heisst das DIe Spiele nicht deutlich zum Umsatz beitragen aber nur mit den lässt sich wohl nicht überleben. Die Preise finde ich ehrlich gesagt nich soooo extrem überzogen. Sie sind deutlich höher als im Versand oder bei Kaufhäusern aber man bekommt da eine wirklich gute Beratung

@ Volker: das in Köln und das Berliner Spielbrett haben nix ausser dem Namen und der Beratung gemein *gg*, ausserdem hat das Berliner alle zwei Wochen Spieleabend, wobei immer ein oder zwei Spiele gespielt werden, die vorher angekündigt werden und dann alle zusammen die Regeln erklärt bekommen um dann einen netten Abend mit dem Spiel zu verbringen.
Ausserdem haben wir in Berlin 2 gute Spieleläden mit je 2 Filialen das Spielbrett und die Spielewerkstat Kerber, die auch alle 2 Wochen einen ähnlichen Spielabend veranstaltet wobei da auch oft Prototypen getestet werden. (Leider kommt der immer etwas zu kurz weil das Spielbrett bekannter ist)
Infos zu dem Laden gibt es auch im Netz :
http://www.spielewerkstatt-kerber.de/
Und in beiden Läden kann man auch gut günstig spiele kaufen wenn man mit den Leuten redet. Was ich einfach finde was das Geld wert ist, ist das da Leute hin kommen können und sagen welche Spiele sie gerne spielen und dann einige Vorschläge bekommen was da noch passen könnte und das es überall Tische gibt und es nicht mal auffällig sondern eher erwünscht ist wenn man da mal "schnell" ne Partie probespielt. Ich glaube auhc das es dort nur selten vorkommt das die Verkäufer die spiele noch nciht selber gespielt haben, dadurch können sie auch immer tatsächlich was zu den Spielen sagen und nciht nur über die Regeln.

Grüsse Maike (... die sich nach langem schweigen auch mal wieder meldet...)

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Maike

Re: Spiele zum Discount Preis! Tod der Spieleszene?

Beitragvon Maike » 16. Januar 2004, 14:39

Hab ich doch noch was vergesen....
Die Spielewerkstatt gibt sogar geöfnete Spiele aus, die man dann kauft aber bei nicht gefallen (also Testspielen daheim) zurückbringen kann. dadurch kann man dann auhc in Ruhe testen. Man kann dort also Spiele ausleihen und das ist ein Service den ein Versand nie leisten können wird.
Maike

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Martin

Re: Spiele zum Discount Preis! Tod der Spieleszene?

Beitragvon Martin » 16. Januar 2004, 18:38

Hallo allerseits,

ich muss mich hier klar als Anhänger von Online-shops und des Wandels in der Welt outen (zumindest was die "Brettspielwelt" betrifft...)

Durch (z.B. in Österreich) die (immer mehr Interesse findenden) Spielemessen und entstehende Spielecafés ("Spieleclubs") stehen einem neuen Medien nicht abgeneigtem Spiel-Interessierten alle Wege offen, sich in der weltweiten Spielewelt umzuschauen und je nach Interesse von verschiednen Ländern und Verlagen Spiele einzukaufen. Die Aufgabe der Spielinformation bei "Normalsterblichen" übernehmen meiner Meinung nach immer mehr diese Veranstaltungen.

In meinem konkreten Fall war ich an Gesellschaftsspielen schon immer interessiert, wäre ohne Internet (mit allen seinen informativen und fantastischen Seiten zum Thema Spiele) und Online-Händler (wo ich nicht weniger Geld ausgebe, dafür aber mehr Spiele bekomme) nie zu dem begeisterten Spieler geworden (und mittlerweile sind es auch schon über 100 Spiele).
Ohne Internet hätte ich wohl nicht mehr als 20 Spiele und ohne Online-Shops sicher auch nicht mehr als 40.

Für Spielefreaks steht der Vorteil wohl außer Zweifel, "normale" Erwachsene/Kinder die nicht Tage und Stunden auf Spieleseiten im Internet verbringen mögen durch mangelnde Beratung infolge sterbender Einzelhändler leiden, doch trifft/traf man meiner Erfahrung nach gerade bei gut sortierten Einzelhändlern ohnehin meist Vielspieler an.

Viele Grüße aus Wien,
Martin

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Brigitta Lindemann

RE: Spiele zum Discount Preis! Tod der Spieleszene?

Beitragvon Brigitta Lindemann » 16. Januar 2004, 18:50

Jost Schwider schrieb:
> Dies ist übrigens kein spezielles Problem der Spieleszene.
> Ähnliches trifft für mich ebenso auch auf Buch und CD zu.

stimmt so nicht, denn Bücher haben nach wie vor in Deutschland einen gebundenen Preis
Brigitta

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Peter Gustav Bartschat

RE: Spiele zum Discount Preis! Tod der Spieleszene?

Beitragvon Peter Gustav Bartschat » 17. Januar 2004, 01:35

Brigitta Lindemann schrieb:
> stimmt so nicht, denn Bücher haben nach wie vor in
> Deutschland einen gebundenen Preis

In diesem Zusammenhang sei der Hinweis gestattet, dass der gebundene Preis sich nur auf eine konkrete Ausgabe eines Buches bezieht.

Buchclubs und ein große Versandbuchhandlungen können - entsprechende Lizenzen des Originalverlages vorausgesetzt - sehr wohl eine eigene Sonderausgabe mit leicht abweichender Ausstattung produzieren und selbst vertreiben, die einen niedrigeren Preis hat als das, was der Sortimentsbuchhandel im Ladengeschäft anbietet. (Sie können das nicht nur, sondern einige der Großen der Branche leben gradezu davon, dass sie das tun.)

Für den Käufer ist es meist unerheblich, ob das Buch, das er sucht, ein eingeheftetes Lesezeichen hat oder nicht, und ob auf dem Cover eine Burg oder ein Mädel auf einem Pferd abgebildet ist. In sofern ist der Effekt eigentlich derselbe wie in den anderen Branchen, er muss nur mit ein bisschen überflüssigem Schnickschnack garniert werden, um nicht gegen das Preisbindungsgesetz zu verstoßen.

Und auch im Buchhandel gilt: Jeder Händler muss sich selbst um seine Konkurrenzfähigkeit kümmern.

Auf Xuntheit!
Gustav der Bär

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Martin Wehnert
Kennerspieler
Beiträge: 255

Der Spieleladen antwortet!

Beitragvon Martin Wehnert » 19. Januar 2004, 10:32

Hallo zusammen,
ich bin selber Vielspieler und arbeite seit 7 Jahren in der Kinderkiste in Marburg als Spiele-Verkäufer. Durch Versandhändler und Internet hat sich in dieser relativ kurzen Zeit doch sehr viel verändert. Früher habe ich auf den Messen komplexere Spiele fast blind fünfmal bestellt, da ich wusste, daß zu Hause die Freaks nur darauf warten, bei mir die neusten Spiele kaufen zu können. Mittlerweile bestelle ich diese Spiele gar nicht mehr, denn "Der Spieler" kauft bei mir sowieso nicht mehr. Er kommt immer noch gerne auf ein Schwätzchen vorbei - meinen Sachverstand schätzt er also doch noch - kauft seine Spiele aber eben woanders. Mein Geschäft sind mittlerweile "nur noch" die Gelegenheitsspieler und Familien, die gerne bereit sind, für eine gute Beratung 2-5 Euro mehr auszugeben als im Kaufhaus. Magnus, Adam & Co. kennen sie zum Glück nicht.
Was bedeutet das für die Zukunft?
Wenn die Kinderkiste (und ähnliche Läden) irgendwann mal zumacht, weil Miete und Personal einfach zu teuer ist und ein Laden damit gegenüber einem Versender nicht konkurrenzfähig sein kann, gibt es niemanden mehr, der neue Leute ans Spiel heranführt. Ihr paar Freaks seid zu wenig, um dann noch die Spieleverlage zu ernähren. Verlage wie Abacus, Hans im Glück, die Alea-Reihe bei Ravensburger oder andere können dann einpacken. Nur Kleinstverlage mit Mini-Reihen und die ganz großen Fast-Food-Spiele-Verlage (Hasbro & Co.) bleiben dann noch übrig.
Thema Spiel des Jahres: Hier ist oft nicht einmal der Verlag schuld, der den großen Ketten zu viel Rabatt gewährt. Das Spiel wird einfach im Weihnachtsgeschäft als Lockvogel benutzt und schlicht unter EK angeboten. Wenn der Käufer dafür aus dem riesigen Sortiment noch ein paar normal kalkulierte Waren mitnimmt, rechnet sich das. Für den kleinen Spieleladen, bei dem dann eben nur dieses Spiel gekauft wird natürlich nicht. Wir gehen den Preis mittlerweile bis zu einer bestimmten Schmerzgrenze mit (Alhambra 17,99 €) aber eben nicht weiter.

Klar kann ich euch verstehen. Als armer Student habe ich damals auch viel auf Flohmärkten und in Essen gekauft, der kleine Spieleladen bei uns in Marburg war mir auch oft zu teuer. Aber seid ich auf der anderen Seite des Tresen stehe, sehe ich die Dinge naturgemäß auch etwas anders. Daher kaufe ich auch nicht bei Aldi oder Schlecker, meide Amazon und ähnliche Dumpingversender so weit möglich. Bücher bestelle ich nie online, durch die Preisbindung sind sie eh nicht billiger als bei meinem Buchhändler.

Fazit:
Kauft ruhig weiter dort, wo es am billigsten ist. Wir werden weiterhin versuchen, Familien und neue Leute für Spiele zu begeistern.

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norman

Re: Der Spieleladen antwortet!

Beitragvon norman » 19. Januar 2004, 11:07

Bravo Martin

ich glaube du sprichst vielen der kleinen und feinen Spieleläden aus dem Herzen, auch wenn ich glaube, dass viele von denen viel skeptischer in die Zukunft schauen.
Ich hoffe, dass dein Beitrag von vielen Verantwortlichen bei Spieleverlagen gelesen wird und die sich vielleicht ein paar gedanken darüber machen.
Ich bin aber der Überzeugung (leider), dass sich dennoch nichts ändern wird sondern die Entwicklung weitergeht und es immer schwieriger wird, Beratung und Qualität an die Frau/ den Mann Gelegenheitsspieler zu bringen.

Gruß
Norman

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Marc W.

Re: Der Spieleladen antwortet!

Beitragvon Marc W. » 19. Januar 2004, 11:31

Hi,

wenn es bei den komplexeren Spielen nur die 2-5 Euro Differenz wären... Mein aktuelles Erlebnis mit "Game of Thrones" für 59.- oder für 41.- Euro zeigt da eine Differenz von 18.- Euro.

Auch ich meide Amazon, aber ob ich bei Aldi, Rewe oder Tengelmann einkaufe ist auch egal. Da müsste man schon lokal beim Erzeuger einkaufen, um da das Geld zu streuen.

Marc, der meinst, dass man auch mal über die Mieten und Vermieter schimpfen müsste, als nur auf die Verbraucher.

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Roland G. Hülsmann

Re: Der Spieleladen antwortet!

Beitragvon Roland G. Hülsmann » 19. Januar 2004, 13:54

Marc W. schrieb:

> Marc, der meinst, dass man auch mal über die Mieten und
> Vermieter schimpfen müsste, als nur auf die Verbraucher.

Auf die Verbraucher sollte man als Anbieter grundsätzlich nie schimpfen, denn schließlich lebt man ja von deren Geld! ;-)

Gruß
Roland

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Klaus Regenbrecht

Re: Der Spieleladen antwortet!

Beitragvon Klaus Regenbrecht » 19. Januar 2004, 14:01

Noch ein Wort zu den Freak-Spielen,
die haben im Spieleversand mindestens genauso stark nachgelassen, wie im gut sortierten Spieleladen. Wer sich die sinkenden Umsatzzahlen dieser, auf eine spezielle Kundenschicht oriente, Auflagen betrachtet, weiß warum die großen Verlage so gut wie ganz darauf verzichten neues in diese Richtung aufzulegen. Gut in Erinenrung ist allen noch der Ausverkauf der HiG Spiele von MACHER bis EUPHRAT UND TIGRIS. Das gleiche ist zur Zeit auch an Autorenspielen festzumachen, die Verlage verzichten immer öfter auf einen repurtierlichen Namen auf der Schachtel!

Wir arbeiten mit zwei Versendern ganz gerne zusammen und schicken Kunden, die entsprechende Artikel bei uns nicht finden an diese. Bis heute haben wir sehr gute Erfahrungen damit gemacht und dadurch eher Kunden gewonnen als verloren!

Versender beeinflussen den allgemeinen Spielemarkt wirklich nur marginal! Der Markt als solches ist sehr stark rückläufig, manche Verlage beklagen Umsatzrückgänge von weit über 20% in 2003. Der Preisverhau findet an anderen Stellen statt. Das Spiel des Jahres wird tatsächlich zum allergrößten Teil weit unter Selbstkosten unter die Kunden gebracht!

Wer den Einzelhandel nicht wahrnimmt, findet bald nur noch "Pappbrötchen" vom Kettenbäcker auf seinem Frühstückstisch! Dieses Szenario ist 1:1 auf alle beratungsintensiven Produkte umzusetzen.

Zur notwendigen Beratung zum Abschluß: Wer als Kaufmann 20 Minuten in ein Gespräch steckt, um letztendlich 50 EUR Umsatz zu machen, legt drauf! Denn einer der kostenträchtigsten Posten in jeder Kalkulation ist immer noch das Personal.

Die Szene beobachtet gespannt der Klaus.

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Jost Schwider

RE: Spiele zum Discount Preis! Tod der Spieleszene?

Beitragvon Jost Schwider » 19. Januar 2004, 14:40

"Brigitta Lindemann" hat am 16.01.2004 geschrieben:

>> Dies ist übrigens kein spezielles Problem der Spieleszene.
>> Ähnliches trifft für mich ebenso auch auf Buch und CD zu.
>
> stimmt so nicht, denn Bücher haben nach wie vor in
> Deutschland einen gebundenen Preis

Ach deswegen gibt es wohl keinen Buch-Versandhandel? :LOL: ;-)

Um mal Spitzfindig zu sein: Selbst monetär gibt es Unterschiede!
Bei Amazon und co. bekomme ich das Buch i.A. portofrei direkt nach Hause geliefert, Aufwand also: 0.
Selbst wenn mein lokaler Händler das Buch schon da hätte (Wahrscheinlichkeit etwa bei 0,1 %), müßte ich wenigstens einmal Hin- und Rück"reise" rechnen. Zu Fuß wären es bei mir knapp 30 Minuten (die meisten Anderen würden für die Strecke über 45 Minuten brauchen), Aufwand also: unbezahlbar!
Wenn dagegen erstmal das Buch bestellt werden müßte: :roll:
Aufwand mind. verdoppeln, ggf. Telefonkosten hinzurechnen... ;-)

Und das alles bei deutlich besserem Service im Versandhandel!

Viele Grüße
Jost aus Soest (sprich: "jooost aus sooost")
http://www.schwider.de/spiele.htm - [i](Brett)Spiele und mehr...[/i]

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Jost Schwider

RE: Der Spieleladen antwortet!

Beitragvon Jost Schwider » 19. Januar 2004, 14:40

"Martin Wehnert" hat am 19.01.2004 geschrieben:

> ich bin selber Vielspieler und arbeite seit 7 Jahren in der
> Kinderkiste in Marburg als Spiele-Verkäufer. Durch
> Versandhändler und Internet hat sich in dieser relativ
> kurzen Zeit doch sehr viel verändert.

Was in deiner Argumentation nicht passt:

> Ihr paar Freaks seid zu wenig, um dann noch die
> Spieleverlage zu ernähren.

Einerseits schreibst du, dass die "Freakspieler" nicht genug Umsatz erzeugen. Andererseits müssen die "Kleinen" schließen, weil die "Freakspieler" online bestellen? :-?

Du solltest außerdem mehr differenzieren: Versandhandel heißt nicht automatisch "billiger" oder "schlechterer Service"!

> für eine gute Beratung 2-5 Euro mehr

Bei einem kleinen Kartenspiel ist das schon zu viel, bei einem großen (Brett)Spiel dagegen bezahlen das doch die meisten Spieler sicher gerne. (Ansatz 10-20% Zuschlag für Beratung).

> Bücher bestelle ich nie online, durch die Preisbindung sind
> sie eh nicht billiger als bei meinem Buchhändler.

Inklusive Folgekosten: Schon! (s. Antwort an Brigitta)
Und wenn man etwas abseits des Mainstreams sucht, ist der Service im Internet auch noch umfangreicher!

> Wir werden weiterhin versuchen, Familien und neue
> Leute für Spiele zu begeistern.

Na, dann ist doch alles in Ordnung! :-D

Im Ernst:
Die meisten Spieler wurden m.E. durch Spielekreise/-Treffs an ihr neues Hobby herangeführt.

Viele Grüße
Jost aus Soest (sprich: "jooost aus sooost")
http://www.schwider.de/spiele.htm - [i](Brett)Spiele und mehr...[/i]

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Klaus Regenbrecht

RE: Spiele zum Discount Preis! Tod der Spieleszene?

Beitragvon Klaus Regenbrecht » 19. Januar 2004, 15:12

> Um mal Spitzfindig zu sein: Selbst monetär gibt es
> Unterschiede!
> Bei Amazon und co. bekomme ich das Buch i.A. portofrei direkt
> nach Hause geliefert, Aufwand also: 0.

Gebe mir doch mal bitte die Adresse durch, wo man PC - Internetanschluss oder Telefon etc. kostenlos erwerben und vorgehalten bekommt und keine Gebühren anfallen! Da würde ich mich auch gerne eindecken!

Zum Internet und Telefon gehört halt mehr als nur die aktuell anfallenden Gebühren oder?

und wenn mal wieder der Postbote das Paket vor die Tür legte oder es sonst wie (beim Nachbarn) abhanden kam? oder der Inhalt stimmt nicht mit der Bestellung überein oder er weist einen Transportschaden auf? Auch da entsteht Aufwand!

fragt sich Klaus?

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Attila
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Re: Der Spieleladen antwortet!

Beitragvon Attila » 19. Januar 2004, 15:20

Hiho,

Nun, das ist die brutale Realität der mehr oder weniger freien Marktwirtschaft. Ich kaufe selber nicht unbedingt da wo es am billigsten ist (apropro am billigsten: ist es wirklich billiger 60 Minuten im Internet zu surfen um herrauszufinden das es bei Versender XYZ 2,54 Euro billiger ist als beim "Local-Dealer"?)

Ich würde mich als einen sehr guten potentiellen Kunden für einen potentielles Fachgeschäft in der Nähe bezeichnen, Dummerweise bleibt das ganze potentiell, denn es gibt schlichtweg kein *Fach*geschäft. In dem was es hier gibt sind Brettspiele ein Miniaturregal und das "Fachpersonal" hat keine Ahnung von dem was es da verkauft (das sieht anders bei Kinderspielzeug, Puppen und Teddys aus).
Nunja, einem Spieler bleibt meist nicht viel anderes übrig als im Internet auf die Suche zu gehen. Ob ich bei Versand ABC 19,99 bezahle und bei XYZ aber nut 17,99 dafür aber höheres Porto, aber nicht wenn man über soundsoviel Euro mindestbestellwert kommt.
Wenn ich mit dem Auto durch die gegen Gondle um ein Spiel zu kaufen, wo ich weiss das ich es haben möchte, ist es für mich in *jedem* Fall günstiger das Spiel bei einem Versender zu bestellen - das spart Zeit und Sprit (und schont somit die Umwelt) und schont auch meine Nerven.

Ich denke das ganze hat sich ganz natürlich verlagert - es ist ja durchaus relisierbar das ein Fachgeschäft (also ein echtes) auch Onlinehandel pflegt - ja ich kenne sogar Geschäfte die das sehr erfolgreich machen!
Es geht immer vorwärts ... selbst unser Bundeskasper kann daran nichts machen (aber er tut sein bestet dagegen .. :-) ) ...

Atti

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Jürgen Karla
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Re: Der Spieleladen antwortet!

Beitragvon Jürgen Karla » 19. Januar 2004, 15:26

Hallo Martin,

vielen Dank für Deinen Beitrag.
Dein Verhalten als Händler kann ich von hier aus nur bestätigen. Mein "Dealer" hatte früher auch immer jedes noch so unbekannte Spiel mehrfach auf Lager. Das rechnet sich für ihn heute nicht mehr. Er kann aber weiterhin z.B. über Heidelberger fast jedes Spiel für mich bekommen (abgesehen von den Kleinstverlagsauflagen und Eigenbau-Spielen von der Messe).

Ich gehe so vor, daß ich ihm nach den Messen meine Liste an Spielebedarf maile. Dabei gebe ich allerdings auch gleichzeitig die Referenzpreise der bekannten Versender mit an. Ich gehe davon aus, daß er sich schon melden würde, wenn er bei dem ein oder anderen Preis nicht mithalten könnte - das kam bislang aber nicht vor. Für ihn rechnet sich die Sache sicherlich, denn ich hole die Spiele im Regelfall noch am Liefertag bei ihm ab und zahle somit noch bevor er selbst seine Rechnungen zahlen muß. Die Spanne bei solch einem durchlaufenden Posten liegt dann auch noch ausreichend hoch. :-)

Daneben macht unser lokaler Händler natürlich auch bei unseren Spielefesten und Spielewochenenden mit und wird dem Publikum somit als kompetenter Ansprechpartner vermittlelt. Wer einmal bei uns war, wird wohl kaum mehr bei TrU auflaufen ;-) - außer natürlich für einige Spiele, aber da schweige ich lieber ;-(

Viele Grüße
Jürgen Karla

http://www.spielbar.com
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Frank Jaeger (AMIGO)

Jetzt mal langsam...

Beitragvon Frank Jaeger (AMIGO) » 20. Januar 2004, 09:54

Lieber Norman, sag mal:

norman schrieb:
> Ich hoffe, dass dein Beitrag von vielen Verantwortlichen bei
> Spieleverlagen gelesen wird und die sich vielleicht ein paar
> gedanken darüber machen.

Ach, wir sollen uns Gedanken machen? In welcher Richtung denn, wenn du uns schon so einen wertvollen Tipp gibst? Dass Einzelhandelsketten Preise dumpen? Dass Spieler im Internet bestellen? Dass niemand bereit ist, mehr Geld fuer ein Spiel auszugeben als noetig?

Wo bitte kommt da der Hersteller ins Spiel????

Klingt immer besonders kompetent und kritisch, so eine tolle Anmerkung. Aber: Ich kann mir Gedanken machen bis ich schwarz werde, wir haben einen Einkaufspreis, und alles danach entzieht sich meinem Einfluss (was uebrigens auch gesetzlich so angelegt ist - Einflussnahme auf Verkaufspreise ist danach strafbar).

Ich habe da ein tolles Beispiel fuer Preise und deren Einfluss: Magic. Der Booster sollte so zwischen 3,99 und 4,10 Euro kosten. In den Fantasy-Laeden bekommt man ihn oft billiger, bei Karstadt kostet er 4,69 Euro. Und weisst du was? Die verkaufen auch noch etwas!!!

Man kann nicht einerseits zum Media-Markt rennen und beim Saturn Geiz is Geil schreien, andereseits aber den Untergang des spielerischen Abendlandes beschwoeren. Der Trend geht zur Shopping Mall, alles an einem Ort, und da finde ich nun einmal einen Kaufhof, einen Karstadt, einem Mueller (uebrigens: eine der besten Spieleauswahlen Deutschlands - komisch, oder?), aber selten einen Spieleladen.

Das ist der Lauf der Dinge, der Zeitgeist, und das werden wir nicht aendern. Wer mal den Preisverhau in Essen erlebt und die permanenten Aussagen *da hinten ist es aber billiger* oder * kriege ich da jetzt Rabatt, wenn ich zwei kaufe?* gehoert hat und sah, wie die Spielefans und -sammler tueten- und kistenweise Spiele rauschleppen und sich freuen, zwei Euro gespart zu haben, fuer den sollte sich diese Diskussion eigentlich erledigt haben.

Willkommen in der Realitaet.

Frank.

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Jost Schwider

RE: Spiele zum Discount Preis! Tod der Spieleszene?

Beitragvon Jost Schwider » 20. Januar 2004, 15:02

"Klaus Regenbrecht" hat am 19.01.2004 geschrieben:

>> Um mal Spitzfindig zu sein: Selbst monetär gibt es
>> Unterschiede!
>> Bei Amazon und co. bekomme ich das Buch i.A. portofrei direkt
>> nach Hause geliefert, Aufwand also: 0.
>
> Gebe mir doch mal bitte die Adresse durch, wo man PC -
> Internetanschluss oder Telefon etc. kostenlos erwerben und
> vorgehalten bekommt und keine Gebühren anfallen! Da würde
> ich mich auch gerne eindecken!

Nimm dir doch einfach einen der vielen Flatrate-Anbieter, gerne in Kombination mit DSL!

Da du ja sowieso Online gehst, sind dies "Ehda-Kosten" (s.u.! [b]*[/b]), also ist dein Einwand zwar sehr geschickt konstruiert :LOL: , aber ziemlich abwegig... :roll:

> Zum Internet und Telefon gehört halt mehr als nur die
> aktuell anfallenden Gebühren oder?

Abseits der "Ehda-Kosten"? Definitiv nein.

Außerdem:
[b]*[/b] Um mich über ein für mich interessantes Buch zu informieren, muss ich ja sowieso ins Internet. Mein lokaler Händler hat es i.A. nämlich nicht vorrätig und bestellt es auch nicht zur unverbindlichen Ansicht!

Aber du streitest hier über Peanuts und willst meine eigentlichen Argumente einfach unter den Tisch fallen lassen. Nochmal zur Erinnerung:
1. Die verlorene Zeit bei der vergeblichen Offline-Recherche ist unbezahlbar.
2. Der Online-Service ist i.A. besser.

> und wenn mal wieder der Postbote das Paket vor die Tür
> legte oder es sonst wie (beim Nachbarn) abhanden kam? oder
> der Inhalt stimmt nicht mit der Bestellung überein oder er
> weist einen Transportschaden auf? Auch da entsteht Aufwand!

Ja genau! Und wenn erstmal eine Gasexplosion den Buchladen zum Einstürzen bringt, ein Feuer (oder gar die Pest) ausbricht, oder oder oder... :roll:

Im Ernst: Mir ist noch nie ein Paket abhanden gekommen! Ich bin aber schon mehrmals vergebens zum Buchladen gelatscht, weil Terminversprechungen nicht eingehalten worden sind.

> fragt [i]sich[/i] Klaus?

Und warum schreibst du dann [i]mir[/i]? :-P :LOL:

Viele Grüße
Jost aus Soest (sprich: "jooost aus sooost")
http://www.schwider.de/spiele.htm - [i](Brett)Spiele und mehr...[/i]

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peer

Re: Jetzt mal langsam...

Beitragvon peer » 21. Januar 2004, 03:57

Hi,
Frank Jaeger (AMIGO) schrieb:
>
> Lieber Norman, sag mal:
>
> norman schrieb:
> > Ich hoffe, dass dein Beitrag von vielen Verantwortlichen bei
> > Spieleverlagen gelesen wird und die sich vielleicht ein paar
> > gedanken darüber machen.
>
> Ach, wir sollen uns Gedanken machen? In welcher Richtung
> denn, wenn du uns schon so einen wertvollen Tipp gibst? Dass
> Einzelhandelsketten Preise dumpen? Dass Spieler im Internet
> bestellen? Dass niemand bereit ist, mehr Geld fuer ein Spiel
> auszugeben als noetig?
>
> Wo bitte kommt da der Hersteller ins Spiel????
>
> Klingt immer besonders kompetent und kritisch, so eine tolle
> Anmerkung. Aber: Ich kann mir Gedanken machen bis ich schwarz
> werde, wir haben einen Einkaufspreis, und alles danach
> entzieht sich meinem Einfluss (was uebrigens auch gesetzlich
> so angelegt ist - Einflussnahme auf Verkaufspreise ist danach
> strafbar).

Danke schoen, Frank! Dem kann ichg nur zustimmen!
Wenn ueberhaupt jemand Haue kriegen sollte, dann nicht die Hersteller (aber Firmen sind immer boese, wussten sie das nicht Herr Jaeger? Besonders wenn sie verwerflicherwiese mit Spielen Geld verdienen wollen.). sondern Vermieter. Die Mietpreise steigen und steigen... und die kleinen koennen sichs zumindest in groesseren Staedten nicht mehr leisten Spiele zu verkaufen, geschweige denn billig.

> Das ist der Lauf der Dinge, der Zeitgeist, und das werden wir
> nicht aendern. Wer mal den Preisverhau in Essen erlebt und
> die permanenten Aussagen *da hinten ist es aber billiger*
> oder * kriege ich da jetzt Rabatt, wenn ich zwei kaufe?*
> gehoert hat und sah, wie die Spielefans und -sammler tueten-
> und kistenweise Spiele rauschleppen und sich freuen, zwei
> Euro gespart zu haben, fuer den sollte sich diese Diskussion
> eigentlich erledigt haben.

Ja, im Forum zu schimpfen ist einfacher, als 3 EUR mehr auszugeben. Ich meine, klar soll man -sofern moeglich - den Spieleladen um die Ecke ab und an mal benutzen. Besonders wenn (wie bei Kartenspielen) der Unterschied nicht weh tut. Aber bei alle Liebe und Solidaritaet: 20 EUR mehr gebe ich nicht aus, um einen Laden zu sponsorn.

ciao
Peer


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