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Eure Erfahrungen mit San Juan?

Das ehemalige spielbox-Spielerforum
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Gabi Goldschmidt

Eure Erfahrungen mit San Juan?

Beitragvon Gabi Goldschmidt » 25. Februar 2004, 16:06

Hallo Spieler,

San Juan habe ich bisher 8 mal gespielt und bin sehr davon angetan.
Allerdings habe ich bisher nur in 2-er und 3-er Runden gespielt und die Erfahrung gemacht, dass man in diesen kleinen Runden sehr gut ohne Aufseher und Händler klar kommt. Gestern habe ich zum Beispiel ein Spiel erlebt, in dem nur je 2 mal der Aufseher und Händler gewählt wurde. Es lag wahrscheinlich daran, dass schon sehr früh die Präfektorien und Bibliotheken verbaut waren und somit die anderen Rollen wesentlich interessanter waren.

Ein Gebäude erfreut sich bei unseren Spielrunden allerdings keiner großen Beliebtheit: der Kran. Habt ihr ihn schon eingesetzt und wie erfolgreich ward ihr damit?

Zu zweit und zu dritt brauchen wir übrigens kaum mehr als 30 Minuten für ein Spiel...

Ciao Gabi

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Ralf Arnemann
Kennerspieler
Beiträge: 2447

Re: Eure Erfahrungen mit San Juan?

Beitragvon Ralf Arnemann » 25. Februar 2004, 17:03

> Allerdings habe ich bisher nur in 2-er und 3-er Runden gespielt und die
> Erfahrung gemacht, dass man in diesen kleinen Runden sehr gut ohne Aufseher
> und Händler klar kommt.
Kann schon mal vorkommen. Vor allem, wenn die Einen gute Karten auf der Hand haben und die vorrangig verbauen wollen und die Anderen schlechte, und verzweifelt per Ratsherr was vernünftig suchen.

Aber wenn das zu lange geht, macht jemand was falsch!

> Es lag wahrscheinlich daran, dass schon sehr früh die Präfektorien und
> Bibliotheken verbaut waren und somit die anderen Rollen wesentlich
> interessanter waren.
Da hat wohl jeweils der was falsch gemacht, der als Letzter noch auf den Zug aufspringen wollte und eine Präfektur bzw. Bibliothek baute.
Wenn alle Spieler im Gleichtakt marschieren, dann ist das ein Vorteil für den Führenden und ein Nachteil für den Letzten.
Wer den Führenden überholen will, muß grundsätzlich etwas anders machen als dieser.

> Ein Gebäude erfreut sich bei unseren Spielrunden allerdings keiner großen
> Beliebtheit: der Kran. Habt ihr ihn schon eingesetzt und wie erfolgreich ward ihr
> damit?
Gebaut habe ich ihn schon - aber gebracht hat es nichts.
Ich habe ihn tatsächlich in Verdacht, ein eher schwaches Gebäude zu sein.
Aber bevor wir nicht ein paar Dutzend Spiele Erfahrung gesammelt haben, bleibe ich mit einem Urteil vorsichtig - wahrscheinlich haben wir die guten Kran-Strategien noch gar nicht entdeckt.
Eine sehr naheliegende Taktik wäre z. B., nicht mehr gebrauchte teure Gebäude mit Denkmälern zu überbauen, die ja bei gleichem Preis mehr Siegpunkte bringen (vor allem mit Triumphbogen).

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Werner Bär
Kennerspieler
Beiträge: 450

Re: Eure Erfahrungen mit San Juan?

Beitragvon Werner Bär » 25. Februar 2004, 18:12

> Ein Gebäude erfreut sich bei unseren Spielrunden allerdings
> keiner großen Beliebtheit: der Kran. Habt ihr ihn schon
> eingesetzt und wie erfolgreich ward ihr damit?

Er kann in den letzten beiden Runden sehr nützlich sein. Im letzten Spiel hatte ihn ein Spieler kostenlos gebaut, und dann in der letzten Runde seine Kapelle mit einer Zunfthalle überbaut. Das waren +6 Punkte für seine letzten 3 Geld (bei 4 Produktionsgebäuden).

> Zu zweit und zu dritt brauchen wir übrigens kaum mehr als 30
> Minuten für ein Spiel...

Zu viert brauchen wir üblicherweise 20-25 Minuten.

Werner.

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Wolfgang Ditt

Kran

Beitragvon Wolfgang Ditt » 25. Februar 2004, 19:20

Hallo,

Bau mal Kran und Steinbruch recht früh. Danach darf aber auch wirklich keine (!) Runde der Baumeister an dir vorbeigehen.

Wolfgang

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Wolfgang Ditt

Re: Eure Erfahrungen mit San Juan?

Beitragvon Wolfgang Ditt » 25. Februar 2004, 20:35

Hallo,

nachdem das Interesse an San Juan so riesig ist, haben wir (Brigitte und ich) beschlossen, die Rezension zu San Juan direkt zu veröffentlichen. Sie ist so geschrieben, dass Kenner von Puerto Rico etwas über die Unterschiede zu San Juan erfahren, während Spielern, die Puerto Rico nicht kennen, eine Komplettbeschreibung geboten wird. Und hier ist die Rezension:

http://www.poeppelkiste.de/frame/frame.htm?/gutespiele/2004/sanjuan/sanjuan.htm

Viel Spaß beim Lesen

Wolfgang

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Guido

Re: Eure Erfahrungen mit San Juan?

Beitragvon Guido » 26. Februar 2004, 01:34

Danke an Euch beiden,

endlich mal eine richtige Rezension....

Da das Kartenspiel insbesondere f¨¹r sog. Gelegenheitsspieler gedacht ist, macht es fier mich sehr attraktiv; ich habe es mir schon fast gedacht, als ich die Selbsteinschaetzung des Verlages mit 3 Punkte auf der Alea-Hompage gesehen habe.
Allerdings kommen mir dazu doch noch zwei Fragen in den Sinn:

-Ist das Spiel nun wirklich zuegig und einfach zu spielen, so dass es sich als gemuetlicher Ausklang eines arbeitsreichen Tages eignet, bzw. auch als sog. "Absacker" an einem Spieleabend, oder ist es dazu dann doch wieder etwas zu komplex? Vermute mal, dass es auch daran liegt, wie miteinander bwz. gegeneinander gespielt wird...

- ... und apropo "gegeneinander": Wie gro0‰8 ist nun so der tatsaechliche Aergerfaktor? Ich frage deshalb, weil mich das Thema und auch das Spielprinzip sehr an "Ohne Furcht und Adel erinnert". Dort kann man sich allerdings sehr schoen ins Handwerk pfuschen, was allerdings auch schon mal fuer etwas Frust sorgen kann (was aber Aergerspiele so an sich haben :-) ). Insgesamt ist es aber eines der oefters gespielten Spiele. Damit also auch generell die Frage, wie sehr sich die beiden Spiele, au0‰8er vom Thema, also vom Spielgefuehl her (die Regeln kenne ich ja nun grob) aehneln.

Ich bedanke mich im Voraus fuer eine Anwort und wuensche viel Spa0‰8 bei den naechsten San Juan-Runden.

Gru0‰8
Guido

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Marion Menrath

Re: Eure Erfahrungen mit San Juan?

Beitragvon Marion Menrath » 26. Februar 2004, 02:45

Öhm, nur eine Frage: Wenn ich die Kapelle überbaue, verfallen dann nicht auch die Siegpunkte, die diese mit den untergeschobenen Karten erbracht hätte? Oder hatte der Spieler noch gar keine angesammelt? Sonst fände ich es sinniger ein anderes kleines Gebäude zu überbauen.

Ich hatte mir mal ein Gebäude angeschafft, dass in der Goldsucherphase bei vier verschiedenen Kaufwerten eine Extrakarte abwirft (Goldgrube?). Das ist das bisher nutzlosteste Gebäude, was mir untergekommen ist. ;)

Marion

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Brigitte

Re: Eure Erfahrungen mit San Juan?

Beitragvon Brigitte » 26. Februar 2004, 07:55

Hallo!

Zitat aus der Spielregel Seite 8
Wird die Kapelle überbaut, bleiben die Karten darunter als Siegpunkte erhalten.

Brigitte

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Wolfgang Ditt

Re: Eure Erfahrungen mit San Juan?

Beitragvon Wolfgang Ditt » 26. Februar 2004, 08:19

Hallo Guido,

> -Ist das Spiel nun wirklich zuegig und einfach zu spielen, so
> dass es sich als gemuetlicher Ausklang eines arbeitsreichen
> Tages eignet, bzw. auch als sog. "Absacker" an einem
> Spieleabend, oder ist es dazu dann doch wieder etwas zu
> komplex? Vermute mal, dass es auch daran liegt, wie
> miteinander bwz. gegeneinander gespielt wird...

Es spielt sich zügig und einfach. Ob es als "Absacker" geeignet ist, hängt davon ab, was für Spiele die Gruppe gewohnt ist. Wer bisher nur Uno spielte, für den ist San Juan sicherkein Absacker. Wer aber Puerto Rico oder Amun-RE zu seinen Lieblingsspielen zählt, für den ist San Juan ein Absacker.

> - ... und apropo "gegeneinander": Wie gro0‰8 ist nun so
> der tatsaechliche Aergerfaktor? Ich frage deshalb, weil mich
> das Thema und auch das Spielprinzip sehr an "Ohne Furcht und
> Adel erinnert". Dort kann man sich allerdings sehr schoen
> ins Handwerk pfuschen, was allerdings auch schon mal fuer
> etwas Frust sorgen kann (was aber Aergerspiele so an sich
> haben :-) ). Insgesamt ist es aber eines der oefters
> gespielten Spiele. Damit also auch generell die Frage, wie
> sehr sich die beiden Spiele, au0‰8er vom Thema, also vom
> Spielgefuehl her (die Regeln kenne ich ja nun grob) aehneln.

Wie bie Puerto Rico gibt es keine direkte Möglichkeit, dem anderen ins Handwerk zu pfuschen. Auch hier gilt es, über die Rollenwahl Vorteile gegenüber den Spielern heruaszuholen, etwa zu produzieren, wenn alle anderen ihre Produktionsgebäude bereits mit Waren gefüllt haben. Möglichkeiten wie Meuchler, Dieb und Söldner bei Ohne Furcht und Adel gibt es bei San Juan nicht.

Wolfgang

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Juergen Helle

Re: Goldgrube

Beitragvon Juergen Helle » 26. Februar 2004, 09:24

Marion Menrath schrieb:

> Ich hatte mir mal ein Gebäude angeschafft, dass in der
> Goldsucherphase bei vier verschiedenen Kaufwerten eine
> Extrakarte abwirft (Goldgrube?). Das ist das bisher
> nutzlosteste Gebäude, was mir untergekommen ist. ;)

Hallo Marion,

es wird oft übersehen, dass die Goldgrube auch dann für Dich aktiv wird, wenn ein anderer Spieler den Goldsucher nimmt, also in jeder Runde!
So schlecht ist das also garnicht.
Ausserdem hat das ständige Aufdecken von neuen Karten natürlich auch den Effekt, dass man dann sieht, welche Karten nicht mehr im Stapel sind.

Gruß Jürgen

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Marc W.

Re: Eure Erfahrungen mit San Juan?

Beitragvon Marc W. » 26. Februar 2004, 14:22

HI,

bislang hatte ich nur gute Erfahrungen.

Was mir so als Gedanke kam: Inwieweit kann/soll man die Kapelle zum Eliminieren von Gebäuden benutzen? Wenn ich mit der Kapelle so nach und nach alle 6er Gebäude - die mir nicht passen, und die ich den lieben Mitspielern nicht gönne - entferne habe ich dann einen deutlichen Vorteil, weil die anderen weniger Gelegenheiten zum Bonuspunkte-machen haben?

Marc

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Marion Menrath

Re: Eure Erfahrungen mit San Juan?

Beitragvon Marion Menrath » 26. Februar 2004, 14:42

Upps, danke für den Hinweis. Ich glaube ich sollte die Regel doch noch mal genauer lesen. Die Details zu den Gebäuden habe ich nämlich bisher übersprungen, weil wir ja schon ausgiebig probegespielt hatten. ;)
Kam aber bisher auch noch nicht vor.

Marion

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Marion Menrath

Re: Goldgrube

Beitragvon Marion Menrath » 26. Februar 2004, 14:47

Hallo Jürgen,

also im Zweierspiel hat mir das Ding kein einziges Mal eine Zusatzkarte beschert, auch weil mein Gegenspieler auf die Präfektur gesetzt hatte und deshalb den Goldsucher nicht brauchte. Vielleicht wirft es ja zu viert was ab?

Marion

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Marion Menrath

Re: Eure Erfahrungen mit San Juan?

Beitragvon Marion Menrath » 26. Februar 2004, 14:54

Hi Marc,

das ist mir in Usseln bei einem meiner ersten Spiele passiert. Anfang hab ich die teuren Gebäude für schnelles Cash weggegeben und am Ende als ich Produktion hatte, waren nur noch poppelige Dreier-Statuen im Stapel. Ich dachte, ich bin im falschen Spiel. Aber wenn man das weiß, kann man ja früh kontern, indem man halt - auch wenn es weh tut - zumindest an einem großen Gebäude festhält, wie Du das auch anderswo beschrieben hast.

Marion

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Gerald Rüscher

Einstiegsdroge zu Puerto Rico

Beitragvon Gerald Rüscher » 26. Februar 2004, 15:28

Gabi Goldschmidt schrieb:

> San Juan habe ich bisher 8 mal gespielt und bin sehr davon angetan.
>[... schnipp ...]

Zunächst:
Ich bin von San Juan sehr begeistert - ist neben Friedemanns "Finstere Flure" mein #1 Favorit der letzten 10 Monate.

Während die meisten von uns Puerto Rico schon rauf und runter kennen, hatte ich am WE die Gelegenheit, einem Freund der *beide* Titel noch nicht kannte, erst San Juan beibringen zu können und ein paar Stunden später Puerto Rico. In dieser Reihenfolge angegangen, ist SJ nicht nur ein Spitzenspiel, sondern auch noch eine geniale Einführung in die Puerto-Rico Kernelemente für Wenigspieler.

Mein Freund, der wirklich nur alle Jubeljahre spielt, hatte nach der Partie SJ auf jeden Fall keine Probleme mit Puerto Rico und hat dann sogar prompt seine erste Partie gewonnen.

Nächste Woche werde ich das gleiche Experiment in einer anderen Runde wiederholen. Bin gespannt, wie es dort klappt.

Gruß & nice dice,
Jerry

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Ralf Arnemann
Kennerspieler
Beiträge: 2447

Re: Kapelle und weiteres

Beitragvon Ralf Arnemann » 26. Februar 2004, 16:25

> Inwieweit kann/soll man die Kapelle zum Eliminieren von Gebäuden benutzen?
Kann? Muß man!
Denn ohne diese "Sondereigenschaft" wäre die Kapelle zu schwach.

Die wirkt zwar anfangs so stark, weil alle beeindruckt auf den dicken Siegpunktstapel schauen.
Aber dabei vergißt man leicht, daß genau diese Karten ja von den Handkarten abgingen, also für Investitionen fehlten.
Wer eine Kapelle gebaut und regelmäßig gefüttert hat - der wird im Endspiel mit der Produktivität der anderen nicht mithalten können. Und da ist es schon sinnvoll, daß die dann trotz verzweifelter Suche die gewünschten Zunfthallen und Rathäuser nicht mehr kriegen ...

Mal was Grundsätzliches zum Rechenwerk in SJ:
Im Prinzip ist jede Handkarte fast äquivalent zu einem Siegpunkt! (Und damit ist die Kapellen-Eigenschaft so toll gar nicht).
Man sieht das ganz gut an den Denkmälern: Die bringen gerade so viele Siegpunkte, wie sie Handkarten kosten. Und haben sonst keine Eigenschaft.

Die übrigen Gebäude bringen direkt ein/zwei Siegpunkte weniger als sie kosten - aber dafür haben sie Sondereigenschaften, die normalerweise mehr bringen sollten als nur diese Differenz auszugleichen.
Das gilt besonders für die frühen Gebäude. Eine Präfektur, ein Handelshaus, ein Aquädukt - die sollten schon einige Karten "produzieren", und damit ihre eigenen Baukosten locker wieder rausspielen. Bleiben die Siegpunkte quasi als Bonus.

Die 6-er Gebäude bringen meist mehr Siegpunkte als die sechs Baukosten. Aber die kann man sich halt erst kurz vor Spielende leisten.

Generell gilt in SJ wie in diversen vergleichbaren Spielen: "Frühes" Geld ist wertvoller als "spätes", weil man damit Investitionen finanzieren kann, die das Spiel über Profit bringen.
Insofern ist es eigentlich KEINE gute Idee, die Kapelle früh zu bauen (obwohl man das intuitiv so vermutet). Man kann sie dagegen ruhig noch kurz vor Spielende bauen, auch wenn sie dann nur einige Zusatzpunkte bringt - aber bei gut laufender Produktion auch nicht weh tut.
Und kurz vor Spielende weiß man auch, welche Gebäude man wegsperren sollte, um den Gegnern maximal zu schaden.

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Ralf Arnemann
Kennerspieler
Beiträge: 2447

Re: Goldgrube

Beitragvon Ralf Arnemann » 26. Februar 2004, 16:35

So mal über den Daumen gepeilt müßte die Goldgrube in jedem vierten Fall eine Zusatzkarte einbringen.
Das ist natürlich nicht viel.
So ein Spiel dauert vielleicht 10-15 Runden, je nach Bauzeitpunkt und Goldgräberhäufigkeit sind da 1 bis 3 Karten Profit zu erwarten.

Für ein Gebäude, daß sich mit 1 Baukosten und 1 Siegpunkt eigentlich schon selber rechnet, ist das aber kein schlechter Profit!
Vor allem, weil man sich im Erfolgsfall ja eine der vier Karten aussuchen kann.

Nüchtern betrachtet ist die Goldgrube wohl viel besser, als das Frustgefühl (weil halt in 3/4 der Fälle die Niete gezogen wird) vermuten läßt.

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Jost Schwider

RE: Eure Erfahrungen mit San Juan?

Beitragvon Jost Schwider » 27. Februar 2004, 08:26

"Guido" hat am 26.02.2004 geschrieben:

> Ist das Spiel nun wirklich zuegig und einfach zu spielen,
> so dass es sich als gemuetlicher Ausklang eines
> arbeitsreichen Tages eignet, bzw. auch als sog.
> "Absacker" an einem Spieleabend

Ich meine: Ja.

> ist es dazu dann doch wieder etwas zu komplex?

Wenn man das "Letzte" aus seinen Handkarten rausholen will, kann es auch schonmal anstrengender (im positiven Sinn) werden.

> Vermute mal, dass es auch daran liegt, wie miteinander
> bwz. gegeneinander gespielt wird...

Die Spieler-Interaktion ist quasi null (also noch weniger als bei PR).

> Wie groß ist nun so der tatsaechliche Aergerfaktor?

Eigentlich: Null.

Man kann sich höchstens mal "ärgern", wenn eine bestimmte Karte erst kurz vor Spielschluss auftaucht... ;-)

> mich das Thema und auch das Spielprinzip sehr an "Ohne
> Furcht und Adel erinnert".

Es spielt sich gaaanz anders!
Bei OFuA prägt m.E. das Bluffen (geheime Rollenwahl!) das Spiel, bei SJ eher die geschickte "Aufbaustrategie". :-D

Viele Grüße
Jost aus Soest (sprich: "jooost aus sooost")
http://www.schwider.de/spiele.htm - [i](Brett)Spiele und mehr...[/i]

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Wolfgang Ditt

Re: Einstiegsdroge zu Puerto Rico

Beitragvon Wolfgang Ditt » 27. Februar 2004, 09:47

Hi Jerry,

das stimmen wir ja mal komplett überein. Aus meiner Rezi: "...Wer nun lieber strategisch spielt, der wird Puerto Rico bevorzugen. Aber selbst dann ist San Juan eine Anschaffung wert, weil es als Einstieg zu Puerto Rico verwendet werden kann. ..."

Wolfgang

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Marc W.

Re: Einstiegsdroge zu Puerto Rico

Beitragvon Marc W. » 27. Februar 2004, 10:02

San Juan spielt sich schneller, leichter und unbekümmerter als Puerto Rico. Man braucht auch nicht die Vorbereitung mit Schiffe rauslegen, Geld zuteilen, Kolonisten und Siegpunkte abzählen. Bauen kann man nur das was man zieht, daher werden einen nicht Gebäude vor der Nase weggebaut (ist halt ein anderes Gefühl einfach nicht die Karte zu ziehen, als zu merken, dass man in der Spielerreihenfolge zu weit hinten sitzt).

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Markus Barnick

Re: Eure Erfahrungen mit San Juan? Des gibts scho?????????

Beitragvon Markus Barnick » 27. Februar 2004, 14:47

Ich bin sehr verwundert, dass das Spiel schon erhältlich ist.
Auf der Messe hatten sie grade mal ein Demo an der Wand und kein Mitarbeiter von Ravensburger konnte was dazu sagen.

Markus
(wirklich verblüfft)

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Wolfgang Ditt

Re: Eure Erfahrungen mit San Juan? Des gibts scho?????????

Beitragvon Wolfgang Ditt » 27. Februar 2004, 15:22

Hallo Markus,


> Ich bin sehr verwundert, dass das Spiel schon erhältlich ist.
> Auf der Messe hatten sie grade mal ein Demo an der Wand und
> kein Mitarbeiter von Ravensburger konnte was dazu sagen.
>
> Markus
> (wirklich verblüfft)

bevor du hier die Mitarbieter von Ravensburger in Verruf bringst, sie kennen die Spiele aus dem eigenen Haus nicht, werde ich es einmal richtig stellen.

Am Ravensburger Stand werden die Spiele von Ravensburger gezeigt. Die Spiele von alea sind an der von dir beschriebenen Wand ausgestellt, wurden aber nicht durch die Mitarbeiter von Ravensburger erklärt.

Wer daran Interesse hat - so wie wir - lässt sich vorher einen Termin geben (wie bei allen anderen Verlagen auch), entweder beim Produktmanger oder bei der Pressesprecherin. Dann bekommt man auch die gewünschten Informationen.

Was das Spiel anging, haben wir unser Rezensionsexeplar auf der Messe mitnehmen können. So konnten wir es schon reichlich spielen und die Rezension schreiben.


Wolfgang

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Guido

RE: Eure Erfahrungen mit San Juan?

Beitragvon Guido » 27. Februar 2004, 18:12

Jost Schwider schrieb:
> Wenn man das "Letzte" aus seinen Handkarten rausholen will,
> kann es auch schonmal anstrengender (im positiven Sinn) werden.

klingt gut... :-)

>
> > Vermute mal, dass es auch daran liegt, wie miteinander
> > bwz. gegeneinander gespielt wird...
>
> Die Spieler-Interaktion ist quasi null (also noch weniger als
> bei PR).

klingt wieder doof... :-(

> > Wie gro? ist nun so der tatsaechliche Aergerfaktor?
>
> Eigentlich: Null.

...noch mehr doof (oder d0‹20‹2fer... :-? )

Mhh, hoffe, ich habe bald die M0‹2glichkeit zum Ausprobieren. Im Moment habe ich das Gef¨¹hl, dass es nicht so toll sein wird, wie ich es gehofft habe (nicht nur aufgrund der Informationen in diesem Posting bzw. Forum...)
...hoffe aber, dass es immer noch so dolle ist, dass ich es gerne spielen werde...


> Es spielt sich gaaanz anders!
> Bei OFuA prägt m.E. das Bluffen (geheime Rollenwahl!) das
> Spiel, bei SJ eher die geschickte "Aufbaustrategie". :-D

... ich bin gespannt!

Gru0‰8
Guido

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Marc W.

RE: Baubeispiel bei SJ

Beitragvon Marc W. » 27. Februar 2004, 19:29

Man kann durch geschickte Rollenwahl und vorhandene Gebäude schöne Züge planen und machen. Und das macht Spass.

Beispiel:

Ich habe Bibliothek, Steinbruch und Schreinerei ausliegen Jetzt habe ich Glück und kann den den Baumeister wählen und baue den Turm, ein violettes Gebäude.

Der Turm hat als Baukosten 3. Würde mich im Normalfall also 3 Handkarten kosten.

Durch den Baumeister bekomme ich 1 Punkt Rabat,. Baukosten nur noch 2.
Durch die Bibliothek darf ich ein Privileg doppelt nutzen, Baukosten nur noch 1.
Durch den Steinbruch bekomme ich einen Rabatt von 1 beim Bau violetter Gebäude, Baukosten nur noch 0.

Ich lege den Turm aus.
Die Schreinerei erlaubt das Ziehen einer Karte nach dem Bau eines violetten Gebäudes. Baukosten nur noch -1. (Die anderen nennen spätestes dann die Schreinerei nur noch Schweinerei ;) )

Ist doch schön, oder? :) Vor allem, wenn man es den Mitspielern vorrechnet. Und noch schöner sind die Gesichter : D Das lässt aber mit zunehmender Spielerfahrung nach...

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Marion Menrath

Re: Eure Erfahrungen mit San Juan? Des gibts scho?????????

Beitragvon Marion Menrath » 27. Februar 2004, 21:44

Öhm, der Prototyp wurde doch schon in Essen fleißig gespielt. Dann ging er auf KMSs Spieletreff in Usseln nur noch von Hand zu Hand. Das Ding hatte wirklich keine Pause. Und seitdem scharrt eigentlich alles mit den Hufen. ;)

Marion


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