Beitragvon Gerald Rüscher » 4. März 2004, 16:32
Matthias Staber schrieb:
> Was mich mal interessieren würde, Jerry: Welches Spiel macht
> denn in so einer Runde von Leuten, die an chronischer
> Analyse-Paralyse leiden, überhaupt Spaß?
*Lach* ... naja ganz *so* schlimm ist es dann doch nicht.
Aber es gibt eben Spiele die man auch mit langsameren Spielern gut spielen kann.
Dazu zählen:
1) Grundsätzlich alle Spiele mit hohem Handel- oder Verhandlungsanteil, als da z.B. wären:
Siedler, Händler von Genua, Bohnanza, Modern Art, Quo Vadis
2) Spiele bei denen die Einzelaktion von überschaubarer Komplexität ist:
Puerto Rico, Löwenherz (neu), 6 nimmt!, Coloretto, Carcassonne (meistens), Coyote, San Juan, Sternenhimmel
3) Spiele bei denen man vom Prinzip her ständig dran ist:
Pit, Zaubercocktail, Hands Up, Edel Stein & Reich
4) Spiele, bei denen es Spaß macht, den anderen Spielern zuzuschauen:
Chez Geek, Activity, Finstere Flure (wohin zieht der jetzt bloß?!?)
Obige Liste umfasst übrigens einen Teil meiner absoluten Lieblingsspiele.
Im Gegensatz dazu stehen dann Spiele bei denen der Einzelzug des Spielers viele Möglichkeiten zulässt. Besonders negativ ist mir das aufgefallen bei Tikal. An sich ein tolles Spiel aber in der falschen Runde ein tödlicher Gähner. Die beiden Schwesterspiele Torres und Java entschärfen das Problem etwas und sind m.E. wesentlich spielbarer.
Damit man mich nicht falsch versteht: ich habe kein Problem mit komplexen Spielen, nur muss die Downtime in einem vertretbaren Verhältnis zur Spieldauer und zur Gesamtkomplexität stehen. Ich spiele z.B. sehr gerne 18xx oder (Advanced) Civilization und bin da auch gerne bereit 10 Minuten zu warten bis ich wieder dran bin. Aber bei einem Spiel was nur für 40 Minuten ausgelegt ist - nein Danke!
Gruß & nice dice,
Jerry (ärgert sich gerade weil seine Runde heut abend wg. Krankheit ausfällt)