Beitragvon Steffen S. » 10. März 2004, 18:04
Hallo Wolfgang,
dass die Variabilität je nach Spielerzahl eine Stärke von Tongiaki ist, will ich nicht absprechen! Ich wollte lediglich darauf hinweisen, dass es sich je nach Spielerzahl sehr unterschiedlich spielt und damit ggf. dem einen oder anderen Spielernaturell mehr entgegenkommt.
Dass eine Isolation nur auf Unvermögen oder extremes Pech zurückzuführen ist, kann ich aus meinen Spielerunden heraus allerdings nicht bestätigen. Sicher: Pech muss man haben, aber extrem? Dazu war mir der Fall zu häufig, und das ausgerechnet in der Runde, die Tongiaki am häufigsten gespielt hat. Vielleicht sind wir auch einfach zu doof, aber das sei mir erlaubt zu bezweifeln.
Dass man auch mit Neubesiedelung noch gewinnen KANN, mag sein. Gilt m.E: aber nur, wenn diese einigermaßen zeitig erfolgt, und wenn die Runde nicht allzu groß ist. In einer 6er-Partie geht fliegen die Spielplanteile nur so auf den Tisch, da kommt man, sobald die Post einmal abgeht, schlicht nicht mehr oft genug dran.
Darin, dass die Kettenzüge eine schöne IDee sind, die auch zurückliegenden Spieler immer ein Türchen offen hält, ist nicht zu deuteln - ich mag diese Dynamik im Spiel auch sehr. Dennoch hatte ich den Eindruck: Wenn das Nachziehen der Plättchen große Inselgruppen entstehen lässt, entscheiden die Umwälzungen auf diesen nicht selten über den Spielausgang. Und dabei ist meist der im Vorteil, der zuerst oder zuletzt "wälzen" darf. Ob das immer vollauf zu beeinflussen ist, mag ich bezweifeln, da die Inselgruppen sich nicht selten erst innerhalb eines großen (Keten-)Zuges durch Aufdecken von Inseln schließen.
Ich habe mittlerweile sehr viel Feedback bekommen, aus dem ich die Rezi zusammenschneidern darf/kann/muss. Und ich muss sagen: Es kommt aus jeder RIchtung etwas. Manche Runden laufen super, manche total schräg. Ich kann und will das nicht mit Unvermögen der Betroffenen begründen, dazu schätze ich diese Leute viel zu sehr, uns Spielerfahrung bringen alle reichlich mit. Ich denke einfach, das Spiel lässt alle Extreme zu - ob man das nun positiv oder negativ sieht, ist dann dem persönlichen Gusto überlassen.
Gruß,
Steffen